Darmpilz Candida Albicans - Diagnose
Diagnose des Darmpilz Candida Albicans
Nur wenige Diagnosemethoden sind in der Lage, Candida wirklich nachzuweisen.
Und da geht der Streit unter den Therapeuten meistens schon los...
Ich möchte daher nicht auf die verschiedenen Möglichkeiten und Verfahren eingehen, sondern gleich zum
wesentlichen kommen und sagen, was ich denke, wie die Diagnose erfolgen sollte:
Am besten geeignet ist die Dunkelfeldmikroskopie als Diagnose und auch eine entsprechende Stuhldiagnostik.
Die Dunkelfeldmikroskopie zur Candida-Diagnose
Die Dunkelfeldmikroskopie ist bei der Gesamtbeurteilung des Problems nicht nur sehr wichtig, sondern auch
äußerst "ergiebig". Sie zeigt den "Befall eines Patienten" insgesamt, nicht aber die Candida Infektion an sich.
In jedem Fall ist das Dunkelfeld bei der Beurteilung des Milieus und der Disposition zu Infektionskrankheiten
für den Therapeuten von zentraler Bedeutung. Für die meisten Ärzte steht bei der Diagnose eines "möglichen
Candida-Patienten" die Klinik (Beschwerden und Symptome) im Vordergrund.
Die Elektroakupunktur nach Dr. Voll, der Vegatest und die Kinesiologie eignen sich nur für den Nachweis des
Candidabefalls, nicht jedoch für Aussagen bezüglich der Pathogenität des Pilzes. Und: man braucht jemanden, der
diese Verfahren auch wirklich beherrscht...
Die Stuhlproben (die fast immer durchgeführt werden), sind häufig bezüglich Candida
unbrauchbar.
Anhand mehrerer Untersuchungen konnte bestätigt werden, dass klinisch eindeutig als Candidapatienten
diagnostizierte Patienten negative Stuhlkulturen aufweisen können.
Dies lässt sich damit erklären, dass Candidakulturen beim Transport ins Labor (trotz richtiger Transportmedien)
absterben können.
Bewiesen wurde dies anhand eines Versuchs, bei dem Stuhlproben vom selben Patienten und des gleichen Stuhlgangs
einerseits per Post ins Labor geschickt wurden und auch gleichzeitig direkt ins Labor gebracht wurden. Die Befunde
fielen sehr unterschiedlich aus.
Zudem wurden bei 30 Prozent klinisch gesunder Probanden, die keine Candidasymptome aufwiesen, Candidabefunde in
hohem Maß gefunden. Ein Probenversand bei hochsomerlichen Temperaturen, womöglich noch 6 bis 8 Stunden im
Briefkasten gelagert, lassen kaum zuverlässige Ergebnisse erwarten.
Trotzdem ist eine Stuhluntersuchung im Labor keineswegs "wertlos". Mit einer umfassenden Stuhldiagnose lassen
sich wesentlich mehr Dinge feststellen und beurteilen, als "nur" Candida. So können u.a. Resistenzprüfungen für
Antibiotika geprüft werden, die Zusammensetzung und Verteilung der Bakterienstämme, Schimmelpilzbefall oder
Parasiten. Zusätzlich können durch bestimmte Parameter Aussagen zur Verdauungsleistung selbst vorgenommen
werden.
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Der reine Candidabefall ist also keine Krankheit, sondern eine Variation.
Erst anhand weiterer Studien konnte nachgewiesen werden, dass alle candidapositiven, jedoch gesunden Probanden
mit Quecksilber belastet waren. Das heißt, die Candidakulturen im Stuhl sind nicht signifikant und unspezifisch.
Deshalb ist es absolut erforderlich, dass die Stuhlproben so schnell wie möglich gemessen werden.
Die Candidaserologie (Blutuntersuchung) ist sehr teuer und zeigt nur den Gesamtbefall des Körpers, nicht aber
die Pathogenität, so dass sich auch daraus keine Therapieindikation ergeben kann.
Bei jedem Candidaverdacht sollte außerdem mittels DMPS-(Dimaval-) Test (am besten i.v.), Haarmineralanalysen und
Dunkelfelduntersuchungen nach einer Quecksilber- und anderen Schwermetallbelastungen des Patienten gesucht
werden.
In weiteren Artikeln lesen Sie mehr über Candida-Albicans Symptome
und eine mögliche Candida Albicans Therapie.
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