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Fastenkrisen vermeiden - durch optimale Vorbereitung

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Fastenkrisen sind unangenehme Erscheinungen während des Fastens, die für weite Teile der Schulmedizin und Ernährungswissenschaft als Beleg gelten, dass das Fasten mit „schwerwiegenden“ Nebenwirkungen verbunden und daher als gefährlich anzusehen ist.

Wenn man sich einmal anschaut, um welche „Erscheinungen“, sprich Symptome, es sich dabei handelt, dann wird man fast sofort an Nebenwirkungen erinnert, die man sonst auch von Medikamenten der pharmazeutischen Industrie her kennt.

Dies können zum Beispiel sein:

  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Gliederschmerzen
  • Ekzeme oder andere Hautausschläge
  • Kreislaufprobleme
  • Schwindel
  • Schwächegefühle
  • Drang nach Essen
  • Hungergefühle
  • Bewusstseinsstörungen
  • Konzentrationsprobleme
  • Sehstörungen und noch einige Dinge mehr

Bevor Sie jetzt denken: "Ach Du meine Güte!" - lesen Sie weiter.

Denn oftmals handelt es sich hierbei "nur" um Heil-Krisen. Bei der medikamentösen Behandlung in der Schulmedizin gelten solche „Nebenwirkungen“ noch als harmlos. In der Regel führen sie zu einer Verringerung der Dosierung bis der Patient sich an das Medikament gewöhnt hat. Es wird aber nie die Rede davon sein, dass aufgrund solcher Nebenwirkungen die verabreichten Medikamente „gefährlich“ sein könnten.

Beim Heilfasten, ähnlich wie bei einer medikamentösen Therapie, können diese Symptome mit von der Partie sein, müssen es aber nicht. Während in der Schulmedizin der Satz gilt, dass ohne Nebenwirkungen auch keine Wirkungen zu erwarten sind, heißt dies übertragen auf das Fasten, dass hier unter Umständen ein ähnliches Szenario vorliegt. Denn die Fastenkrise ist eine unmittelbare Konsequenz, die vom Fasten herrührt und somit zeigt, dass „sich etwas tut“. Man könnte auch sagen, dass die aufgetretenen Symptome die Wirksamkeit des Fastens bestätigen. Ob das aber das Unwohlsein rechtfertigt und erträglicher macht, das ist eine ganz andere Frage.

Mögliche Ursachen für die Fastenkrise

Wenn man die Beobachtung mit in Betracht zieht, dass viele der Symptome einer Fastenkrise den Nebenwirkungen einer Reihe von üblichen Medikamenten gleicht  (Abweichungen und Ausnahmen bestätigen die Regel), dann drängt sich der Verdacht auf, dass beide Behandlungsformen etwas gemeinsam haben.

Der größte Teil der oben aufgeführten Nebenwirkungen tritt nämlich auch bei Vergiftungen auf. In der Tat ist die Einnahme von Medikamenten nichts anderes als eine Zufuhr von unphysiologischen Substanzen in den Organismus – also eine kalkuliert dosierte „Vergiftung“ mit dem Ziel, bestimmte biochemische Vorgänge im Organismus zu manipulieren. Der Organismus wehrt sich dagegen mit den entsprechenden Symptomen.

Eine Quelle für unphysiologische Substanzen stellen die industriell gefertigten Nahrungsmittel dar. Hier werden chemische Additive in die Nahrungsmittel zugegeben, um Geschmack, Haltbarkeitsdauer etc. zu beeinflussen, was aber mit dem Nährwert nichts zu tun hat. Diese Stoffe werden in geringen Konzentrationen über Jahre täglich dem Organismus zugeführt. Die Konzentrationen sind allerdings nicht hoch genug, um sofort zu einigen der oben beschriebenen Nebenwirkungen zu führen. Aber dennoch werden sie uns letztendlich nicht erspart bleiben.

Für den Organismus ist es gleichgültig, ob er langsam und schleichend mit geringen Noxen (=giftigen Substanzen) belastet wird oder zum Beispiel durch eine medikamentöse Behandlung einen größeren Schub an unphysiologischen Substanzen ertragen muss. Früher oder später führt beides zu einer Übersäuerung des Organismus, wenn die Bewältigungskapazitäten überlastet werden. Die übliche Ernährung und der nahezu ungezügelte Einsatz von Chemie bei den geringsten Unpässlichkeiten führen früher oder später zu einer Belastung beziehungsweise Entgleisung des Säure-Basen-Haushalts. Was das für den Organismus heißt, das habe ich bereits in einigen Beiträgen ausdiskutiert. Die Bedeutung dieses Phänomens kann man nicht laut genug betonen. Im Beitrag: Übersäuerung des Körpers gehe ich auf diese Frage ausführlicher ein.

Und dann ist da noch die Sache mit den "Schlacken". Übersäuerung und Belastung mit „Schlacken“ sind zwei Phänomene, die sich in gewisser Weise gegenseitig bedingen. Vor allem führen Toxine zu einer Übersäuerung des Organismus und umgekehrt schafft ein saures Milieu bessere Bedingungen für die Akkumulation von Toxinen. Denn ein saures Milieu hemmt die optimale Funktion von Zellen, was zu einer Einschränkung von Leistungsfähigkeit und Regenerationsfähigkeit führt. Und dieses Szenario bewirkt dann die oben aufgeführten „Nebenwirkungen“, die, aus diesem Blickwinkel gesehen, sich von Nebenwirkungen in Hauptwirkungen verwandelt haben.

Fasten ist für den Körper "Schulmedizin rückwärts"

Bedingt durch unsere „hochentwickelte“ Ernährung:

  • zu viel 
  • zu oft
  • zu süß
  • zu fettig
  • zu fleischlastig

und das ganze auch noch aus Plastiktüten und Pappkartons, angereichert mit:

  • Konservierungsstoffen
  • Farbstoffen
  • Geschmacksverstärkern
  • Süßstoffen
  • Schwermetallen
  • Pestiziden
  • Herbiziden
  • Fungiziden
  • Medikamentenrückständen
  • und einer ganzen Reihe von weiteren "E-Nummern", von denen Sie gar nicht wissen wollen, was sich dahinter verbirgt,

haben wir also einen erklecklichen Anteil an unphysiologischen Substanzen in unserem Organismus abgelagert.

Da unser Organismus auch nur begrenzte Entgiftungskapazitäten besitzt, verstaut er nicht so schnell abbaubare Noxen in „Gifttresore“, wo die Noxen keinen Schaden anrichten können – wenigstens nicht an lebenswichtigen Organen. Und diese „Tresore“ sind die Fettzellen und das Bindegewebe. Die Probleme die damit einhergehen, versuche ich u.a. in den Beiträgen:

zu beschreiben.

Beim Fasten jedoch erfolgt nicht nur durch die fehlende Nahrungsaufnahme ein Stopp beim Aufbau dieser Giftdepots im Organismus. Es werden Fettdepots aufgelöst - als Folge des sich einstellenden Fastenstoffwechsels. Fette sind ergiebige Träger von Energie, die der Organismus sich zulegt, um Krisenzeiten zu überstehen. Wenn diese Fettdepots aufgelöst werden, dann werden auch die sich in ihnen befindlichen „Schätze“ freigesetzt, so dass es bei einer hohen Konzentration an intrazellulären Noxen zu einer Art „Rückvergiftung“ kommen kann, die genau die Symptome hervorruft, die durch die Einnahme dieser Noxen auch provoziert werden. Gleichzeitig wird durch diese Rückvergiftung der Säure-Basen-Haushalt auf ein Weiteres in seinen Festen erschüttert, da mit der Anflutung von Noxen aus den Fettdepots auch der Säuregehalt im Blut ansteigt.

Dabei sind dann die Nieren und die Leber besonders gefordert. Leider sind bei den meisten Menschen diese Organsystem ohnehin schon stark belastet. Ich denke da vor allem an die Millionen (!) Patienten, die von ihrer Fettleber noch gar nichts wissen. In solch einem Fall sind wären zum Beispiel die zusätzlichen Anforderungen an die Leber während des Fastens "zu viel". Folge: verstärkte Fastenkrisen - mit Symptomen wie oben beschrieben,

Es gibt aber noch weitere „Umwege“ bei der Entgiftung, wobei die verschiedenen Substanzen über die Lunge (schlechter Atem), Mund und Zunge (belegte Zunge) oder die Haut (Schwitzen, Geruch, Akne, Ausschläge, Ekzeme und so weiter) mit ausgeschieden werden.

Da sich das Fasten nicht auf eine reine Entgiftung reduziert (aber die Entgiftung immer mit Bestandteil des Fastens ist, gleichgültig ob der Fastende das möchte oder nicht), sind diese Nebenwirkungen oder Fastenkrisen nur dann zu umgehen, wenn der Fastende schon vor dem Fasten dafür Sorge getragen hat, dass sein Organismus „toxinfrei“ geblieben ist. Das ist aber bei den allermeisten Patienten heute überhaupt nicht mehr der Fall. 

Das Fasten wird immer auf Reserven im Körper zurückgreifen. Und wenn dann das Fettgewebe substantielle Konzentrationen an Fremdstoffen aufweist, dann wird es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu einer Fastenkrise kommen, deren Heftigkeit in Abhängigkeit zur Menge des eingelagerten Gifts ausfallen wird.

Gegenmittel - Was ist zu tun?

Wie bereits erwähnt ist die Prophylaxe die wirksamste aller Therapien. Wenn Sie während des Fastens keine Fastenkrise erleben, dann ist es wahrscheinlich, dass Ihr Organismus keine Probleme mit eingelagertem chemischen Wohlstandsmüll auf zellulärer Ebene hat.

Anmerkung: Hier muss ich unbedingt anmerken, dass heutzutage alle möglichen Fastenkuren angeboten werden, von denen zahlreiche gar nichts mit Fasten zu tun haben: Eiweißfasten, Basenfasten, Obstfasten, F.X. Mayr Kur - dies alles sind durchaus heilsame "Kuren", bewirken aber keinen Fastenstoffwechsel.

Zurück zur Fastenkrise: Treten Fastenkrisen auf, dann gilt es (im Allgmeinen), den Säure-Basen-Haushalt zu unterstützen, um die zellulären Funktionen aufrecht zu erhalten. Besonders die Entgiftung durch die Nieren und die Leber wird durch einen gekippten Säure-Basen-Haushalt nachhaltig eingeschränkt. Daher gilt es, in diesen Fällen die Entgiftung durch diese Organe zu unterstützen. Sollten die Symptome zu stark ausfallen, dann wäre auch daran zu denken, das Fasten kurzzeitig zu unterbrechen.

Weitere „Tricks“, Fastenkrisen zu umgehen oder diese möglichst klein zu halten, ist eine gründliche Vorbereitung auf das Fasten durch optimal geplante Entlastungstage. Diese Tage helfen dem Organismus, sich auf die Umstellung durch das Fasten vorzubereiten, physisch und psychisch.

Um die unabwendbare Entgiftung voranzutreiben beziehungsweise zu unterstützen, empfehle ich auch, eine gründliche Darmreinigung zu betreiben. Denn ein Teil der Gifte wird zum Beispiel von der Leber über den Darm ausgeschieden. Es besteht aber die Gefahr, dass diese Gifte mit den Gallensäuren wieder rückresorbiert werden. Eine Darmreinigung verringert dieses Risiko und führt zu einer schnelleren Entgiftung über diesen Weg.

Trinken ist ein weiterer Schlüssel zum Erfolg gegen Fastenkrisen und bei der Entgiftung. Der Organismus braucht reines Wasser für praktisch alle seine Funktionen. Auch die unerwünschten Substanzen werden zum größten Teil wasserlöslich gemacht und über den Urin oder aber auch den Schweiß ausgeschieden. Daher ist eine mehr als ausreichende Zufuhr an Wasser (ohne Zucker und anderen hemmenden Stoffen) eine unabdingbare Notwendigkeit. Empfehlenswerte Trinkmengen und Getränke (u.a. Fastentee etc.) empfehle ich ausführlich in meiner Heilfasten Anleitung.

Fazit

Fastenkrisen sind für das Fasten das, was bei den Medikamenten die Nebenwirkungen sind. Während man bei den Medikamenten wohlwollend über diese Nebenwirkungen hinweg schaut, werden Fastenkrisen als Beleg für die Unsinnigkeit und Gefährlichkeit des Fastens genommen.

Dabei sind Fastenkrisen nichts anderes als protrahierte Nebenwirkungen von schleichenden Intoxikationen seitens der Schulmedizin und Wohlstandsgesellschaft. Denn ein unbelasteter Organismus wird beim Fasten keine solche Krisen zeigen, da es an den notwendigen Noxen fehlt, die diese Nebenwirkungen provozieren.

Wie Sie Fastenkrisen minimieren können, beschreibe ich ausführlicher in meiner Heilfasten-Anleitung. Wenn Sie sich zum Fasten erst einmal ausführlicher informieren möchten, fordern Sie hier unten einfach meinen kostenlosen Newsletter dazu an:

Dieser Beitrag wurde am 26.5.2014 erstellt.