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Testberichte und Erfahrungen mit Internetapotheken

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Prüfen Sie genau, ob und welche Internetapotheke für Sie in Frage kommt: Auf dem Markt tummeln sich auch "schwarze Schafe"

Während des Heilfastens empfehle ich ja verschiedene Präparate zur Unterstützung, die Sie jedoch nicht bei mir erwerben können. Die meisten davon gibt es in der Apotheke zu kaufen. Am schnellsten geht das natürlich über eine Internetapotheke.

Die Vorstellung ist verlockend: Medikamente rund um die Uhr bequem von zu Hause am PC aus der Internetapotheke bestellen. Kein Warten, kein Anstehen mehr in der Apotheke und auch noch günstigere Preise.

Angesichts der steigenden Belastung durch Gesundheitsausgaben suchen viele Patienten nach Einsparungsmöglichkeiten beim Arzneimittelkauf. Durch Vergleiche seriöser Anbieter lassen sich so durchaus bis zu 40% der Kosten einsparen.

Chronisch Kranke können besonders profitieren. Auch Bewohner in ländlichen Gebieten profitieren, weil die Medikamente nach Hause geliefert werden. Nur im Akutfall (wenn Sie sofort das Medikament benötigen), ist die Apotheke um die Ecke die erste Wahl.

Für rezeptpflichtige Medikamente brauchen Sie natürlich ein Rezept, denn erst wenn dieses der Internetapotheke vorliegt, darf diese auch das Medikament an Sie versenden. Es muss das Originalrezept vorliegen - ein Fax reicht nicht.

So schützen Sie sich vor bösen Überraschungen

Seit 2004 ist mit der Novellierung des Arzneimittelgesetzes (AMG) und des Apothekengesetzes (ApoG) der Arzneimittelversandhandel in Deutschland rechtlich erlaubt. Versandapotheken dürfen in Deutschland nur von Apothekern betrieben werden, der im Impressum mit seiner Adresse und allen weiteren Angaben ausgewiesen sein muss. Doch Sie können sich Ihre Medikamente auch von ausländischen Versandapotheken schicken lassen, was oft deutlich billiger ist.

Und warum auch nicht? Wenn etliche Krankenkassen die Kosten für Medikamente aus Internetapotheken ausdrücklich erstatten? Allerdings ist nicht alles, was zunächst schön klingt, auch wirklich seriös. Ich möchte Ihnen ein paar Hilfen geben, wie Sie bei einer Internetapotheke auf Nummer Sicher gehen.

Klar ist: Deutschland ist bei den Arzneimittelpreisen in Europa unangefochtener Spitzenreiter! Deutsche Arzneimittelhersteller verlangen im Inland sogar oft höhere Preise als im Ausland. Kein Wunder also, dass von europäischen Versandhändlern im Internet (= Internetapotheke), aber auch von deutschen Versandapotheken angebotene Medikamente oft 10 bis 60 % preiswerter sind als in Ihrer Apotheke um die Ecke.

Der zum Teil enorme Preisvorteil ist allerdings nur die eine Seite der Medaille - der Versand durch eine ausländische Internetapotheke hat auch seine Schattenseiten:

  • So liefern unseriöse Internetapotheken zum Teil verschreibungspflichtige Medikamente ohne Rezept oder bieten Präparate an, die in Deutschland nicht zugelassen sind.
  • Es wurde auch schon berichtet, dass Medikamente mit abgelaufenem oder unleserlichem Haltbarkeitsdatum sowie mit fehlerhaftem oder ganz ohne Beipackzettel geliefert wurden.
  • Ein weiteres Problem sind leider häufig völlig unzutreffende Aussagen über die Wirkung der Präparate sowie fehlende bzw. schlecht erreichbare Beratungsmöglichkeiten für den Kunden. Wegen der fehlenden gesetzlichen Regelungen sind zudem Haftungsansprüche gegen die Händler oft nicht durchsetzbar, falls Sie durch ein bestelltes Medikament zu Schaden gekommen sein sollten.
  • Arzneimittelfälschungen treten bei deutschen Versandapotheken so gut wie gar nicht auf, da eine regelmäßige Überprüfung stattfindet. Das kann bei ausländischen Versendern nicht gewährleistet werden. Im Gegenteil sind die Statistiken des Zolls bei der Einfuhr von gefälschen Medikamenten aus dem außereuropäischen Ausland erschreckend hoch.

Doch auch bei den deutschen Internetapotheken hat Stiftung Warentest bereits im Jahr 2005 einige Mängel festgestellt:

  • Päckchen wurden nicht mit dem "Nicht an Kinder ausliefern"-Zusatz versehen oder auch mal beim Nachbarn abgegeben vzw. vor die Tür gestellt
  • Kosten wurden mehrfach abgerechnet und abgebucht
  • die Preise waren nicht immer günstiger, manchmal sogar teurer als im offiziellen Apothekerverzeichnis
  • über Wiederruf- und Rückgaberecht wurde nicht genügend oder gar nicht informiert
  • Rezepte wurden einfach mal vergessen oder sehr spät bearbeitet

Daran erkennen Sie eine seriöse Internetapotheke:

  • Im Impressum steht ein Geschäftssitz in einem EU-Land und die Überwachung durch dortige Behörden wird angegeben
  • keine Annahme der Bestellung und umgehende Benachrichtigung des Kunden, wenn das angeforderte Arzneimittel im Empfängerland nicht zugelassen ist
  • keine Abgabe von verschreibungspflichtigen Medikamenten ohne gültiges Rezept
  • kostenlose Beratung bei der Bestellung von apothekenpflichtigen Medikamenten
  • ein ausgebildeter Apotheker ist rund um die Uhr per Telefon und über Internet erreichbar
  • kurzfristige Lieferzeiten
  • Zustellung der Medikamente gegen Unterschrift nur an den Besteller oder seinen Beauftragten; keine Auslieferung an Kinder.

Vorteile der Internetapotheke

  • Einkauf von zu Hause aus, rund um die Uhr, auch an Sonn- und Feiertagen
  • komfortable Lieferung ins Haus
  • im Durchschnitt deutlich niedrigere Arzneimittelpreise
  • umfassende Patienteninformation über Telefon-Service-Nummern oder über"Gesundheitsportale" im Internet

Es ist für Nutzer nicht einfach zu erkennen, ob eine Interapotheke tatsächlich vertrauenswürdig ist. Daher fordern Verbraucherverbände die Vergabe eines von einer unabhängigen Stelle kontrollierten Gütesiegels an seriöse Internetapotheken.

Das Hauptargument der supergünstigen Preise stimmt auch nicht immer, denn: oft entstehen Zusatzkosten wie Zollgebühren (aus dem außereuropäischen Ausland), Beratungs- und Versandkosten. Zusätzlich die Portokosten, wenn sie Ihr Rezept ersteinmal einsenden müssen. Das sollten Sie bei der Bestellung mit beachten.

Muss jetzt Ihre bisherige "Hausapotheke" um ihr Überleben bangen?

Für die Befürchtung, dass die wachsende Konkurrenz durch Internetapotheken zur Schließung vieler Apotheken führen könnte, besteht zur Zeit kein Grund.

Der Marktanteil der Versandapotheken am Gesamthandel von rezeptfreien Medikamenten betrug 2007 ganze 4%, 2008 waren es 5% und 2010 bereits 10%. Die Apothekerverbände schätzen, dass es sich in den kommenden Jahren bei ca. 10-12% einpendeln wird.

Bei allen berechtigten Vorbehalten, kann der Versand von Medikamenten über eine Internetapotheke durchaus auch positive Effekte für Sie als Verbraucher haben:

So wird der zunehmende wirtschaftliche Wettbewerb einen Preisdruck auf die Arzneimittelhersteller sowie den Groß- und Einzelhandel ausüben, denn in Deutschland sind viele Medikamente immer noch zum Teil erheblich teurer als im Ausland.

Damit könnten auch die Arzneimittelpreise in den traditionellen Apotheken sinken. Die Apotheken wiederum könnten zwecks Kundenfreundlichkeit z. B. ihre Beratung verbessern und den Kranken die Medikamente per Heimservice direkt ins Haus bringen. Und nicht zuletzt könnte eine stärkere Nutzung des Arzneimittelversands den Krankenkassen Einsparungen in Millionenhöhe bringen - und damit für Sie stabile und vielleicht sogar sinkende Beitragssätze.

Auch die Abwicklung einer Bestellung ist wichtig. Manche Internetapotheken lassen sich viel Zeit... zum Teil bis zu zwei Wochen, wie zum Beispiel bei Pharma Kontor.

Besonders fix geht es bei: Apo-Rot, Mc Pille und Pharma24, Sanicare und Versandapo.

Folgende Internetapotheken kann ich generell nicht empfehlen: apondo.de, apotheke.com, gefion.de und pharmakontor.com. Diese Internetapotheken schnitten in Testberichten im Bestell- und Lieferservice mangelhaft ab.

Diskutieren Sie mit und hinterlassen Sie Ihre Meinung und Erfahrungen im Blog-Beitrag: Internetapotheken - fehlende Kunden dank fehlendem Service?

Dieser Beitrag wurde letztmalig im Juli 2014 aktualisiert.



   
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