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Heilfasten bei und gegen Allergie?

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Allergien und allergische Reaktionen treten auf, wenn das Immunsystem des Körpers sich gegen fremde, aber im Normalfall recht harmlose Stoffe und Substanzen zur Wehr setzt.

Wenn Sie an einer Allergie leiden, werden Sie die entsprechenden Symptome kennen: Es kommt dabei zum Beispiel zu einer Reaktion der Schleimhäute, wie dies etwa bei Heuschnupfen der Fall ist. Oder der Atemwege, wie beim Asthma. Oder der Haut wo sich dann ein stark geröteter Ausschlag zeigt, der durch juckende Pusteln oder aufplatzende und nässende Bläschen hervorgerufen wird.

Viele allergische Hauterkrankungen werden durch den direkten Kontakt mit der entsprechenden Substanz ausgelöst. Bekanntes Beispiel hierfür ist die Nickelallergie, die sich durch Hautrötungen an den Stellen bemerkbar macht, an denen der Schmuck getragen wird. Kosmetika und Farbstoffe können Allergien ebenso auslösen wie pflanzliche Bestandteile oder Tierhaare.

Das körpereigene Immunsystem erkennt die eigentlich harmlosen Stoffe beim ersten Hautkontakt als fremdartig und bildet Antikörper dagegen. Kommt es nun zu einem weiteren Kontakt, erkennt der Körper die Substanz wieder und versucht, durch Entzündungsreaktionen und andere Abwehrmechanismen dagegen vorzugehen.

Was also bei Giftstoffen und Krankheitserregern ein sinnvolles System des Körpers darstellt, scheint im Fall einer allergischen Reaktion eine Art „Übersensibilisierung“ zu sein.

Beim Fasten gehen vor allem bläschenförmige, quaddelartige und entzündliche Hautreaktionen zurück, wobei es teilweise in der ersten Woche zu einer Verstärkung der Symptome kommen kann. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob die Allergie-auslösenden Substanzen bekannt sind. Denn Mediziner konnten die Erfahrung machen, dass durch längeres Fasten Entzündungen und Schuppungen der Haut gelindert werden und auch der Juckreiz zurückgeht, selbst wenn die Betroffenen nicht darauf achten, den Allergie-auslösenden Substanzen aus dem Weg zu gehen.

Die allergischen Reaktionen können nicht nur durch Stoffe verursacht werden, die über die Haut aufgenommen werden. Auch im Körper können sich Substanzen befinden, auf die das Immunsystem mit Rötungen und Juckreiz der Haut reagiert.

Wissenschaftler gehen davon aus, dass meisten Veränderungen der Darmschleimhaut für diese Allergien verantwortlich sind. Da der Magen-Darm-Trakt beim Fasten besonders positiv beeinflusst wird, können auch diese durch das Innere ausgelösten allergischen Hautreaktionen durchs Fasten minimiert werden. Doch auch hier tritt oft zwischenzeitlich eine Verstärkung des Krankheitsbildes auf, die dann aber rasch abklingt.

Ich kann das Heilfasten bei allergischen Hauterkrankungen generell empfehlen, obwohl das Ergebnis je nach Art und Dauer der Erkrankung einen unterschiedlich starken Effekt zeigt.

Mit dieser Meinung bin ich nicht alleine: Bernd Uehleke, Mediziner vom Naturheilkundlichen Institut der Freien Universität Berlin, rät bei entzündlichen Erkrankungen wie z. B. Neurodermitis ( Fasten bei Neurodermitis) und Rheuma zum Heilfasten. Nach Uehleke können entzündliche Reaktionen im Körper durch eine fleischlose Kost reduziert werden. Der Grund dafür ist (unter danderem) der sinkende Arachidonsäurewert. Arachidonsäure bildet die chemische Basis für körpereigene Entzündungsvorgänge. Auch zu diesem Sachverhalt habe ich bereits öfter geschrieben - unter anderem in meinem Beitrag: Krank durch Fleisch und Arachidonsäure.

Heilfasten verbessert nachweislich die Immunleistung des Darms (siehe auch Darm-Immunsystem), stabilisiert das Darmmilieu, und das wiederum führt zu einer besseren Verdauung und weniger Darmproblemen.

Dies belegt auch eine Studie der Klinik Blankenstein und dem Wittener Universitätslehrstuhl für Medizintheorie: Durch eine dreiwöchige Fastenkur konnte der Anstieg von Immunglobulinen im Darm nachgewiesen werden, der teilweise noch drei Monate danach anhielt.

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 5.7.2016 aktualisiert


   
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