Basenfasten
Das Basenfasten setzt am Problem der chronischen Übersäuerung an...
Basenfasten: eine Entsäuerungskur für Ihren Körper?
Die Idee des Basenfasten beruht auf der Erkenntnis, dass der Säure-Basen-Haushalt im Körper eine sehr wichtige Rolle spielt.
Durch das Gleichgewicht von Säuren und Basen hält der Körper eine Balance aufrecht. Ziel ist es,
dass sich der Körper aus eigener Kraft von Giften, Viren und anderen Krankheitserregern befreit.
Auch unerwünschte Stoffwechselendprodukte kann er in diesem Zustand auflösen und ausscheiden, wenn diese noch
nicht allzu starken Einfluss auf den Stoffwechsel genommen haben. Dieser Effekt wird im allgemeinen Sprachgebrauch
auch als Entgiften und Entschlacken bezeichnet.
Basenfasten ist geeignet einer Übersäuerung entgegenzuwirken.
Die entscheidende Frage ist: Wo entstehen denn diese Säuren?
Diese entstehen bei Verdauungs- und Abbauprozessen die in Ihrem Körper und in jeder Zelle ablaufen.
Normalerweise scheidet der Körper diese auch wieder aus. Mit zunehmendem Lebensalter und
fortschreitender "ungesunder" Lebensweise und verschiedenen Krankheiten, gelingt dem Körper dies immer
weniger.
Wenn der Körper es nicht mehr "schafft", sammeln sich die Säuren im Körper an. Das passiert vor
allem dann, wenn Ihr Lebensstil dazu führt, dass sich zu viele Säuren im Körper bilden. Deshalb sollte man die
wichtigsten Säurebildner kennen:
- rauchen
- zu viele süße Getränke und zu viel Alkohol
- zu viele tierische Fette
- zu viele industriell hergestellte Speisen
- zu viel Zucker oder Weißmehl
- Stress
Nun... Sie sehen schon, dass dies alles Dinge sind, die allgemein als "nicht gesund" eingestuft werden.
Wie kann sich eine Übersäuerung bemerkbar machen?
Das "Monster" Übersäuerung kann sich durch sehr verschiedene Symptome
bemerkbar machen, wie zum Beispiel: Schlappheit, Verdauungsstörungen und Müdigkeit. Aber auch sehr viele
Krankheiten werden durch eine Übersäuerung begünstigt.
Wenn Sie wissen wollen, ob Ihr Organismus übersäuert ist, können Sie dieses mit einem einfachen Säure-Basen-Test
feststellen. Dazu können Sie sich entsprechende Teststreifen in der Apotheke besorgen.
Diese pH-Indikator-Teststreifen tauchen Sie kurz in Ihren Urin. Der ideale pH-Wert, der anzeigt, dass
Ihr Körper sich im basischen Milieu befindet, liegt bei 7,5. Viele Menschen haben jedoch Werte zwischen 4,5
und 6,5. Dies bedeutet, dass über den Urin eine große Menge an Säure ausgeschieden wird. Wie Sie die Messung
genau durchführen und interpretieren lesen Sie auf der Seite: Feststellung einer Übersäuerung.
Da der Urin seine Zusammensetzung über den Tag verändert (Morgenurin ist fast immer "saurer" als Tagesurin),
machen Sie den Test nicht nur einmal, sondern am besten morgens, mittags und abends und bilden daraus den
Mittelwert. Dann erhalten Sie eine zuverlässige Größe für Ihren „Säuregrad“.
Die Frage ist: Was tun wenn ich übersäuert bin?
In diesem Fall gibt es verschiedene Methoden, wie Sie die ausgleichen können.
Die besten Mittel zum Säure-Basen-Ausgleich sind
- säurebelastende Ernährung (siehe oben) reduzieren
- dann vor allem auf eine Säure ausleitende
Ernährung achten
- Heilfasten, so wie ich es in meiner Heilfasten-Anleitung beschreibe
- bei Bedarf können Basenpulver helfen.
- mehr "Neutralflüssigkeit" trinken: Wasser und Kräutertees
- "leichter" Ausdauersport im allgemeinen aeroben Bereich, wobei man möglichst leicht schwitzen
sollte
- Voll-, Teilbäder oder Fußbäder mit Basenpulver
- Stressreduktion, mehr Ruhe und Gelassenheit, eventuell ein Entspannungsverfahren lernen.
So sammelt Ihr Körper Säuren an
Unsere Nahrung setzt sich aus sauren, Säure bildenden und basischen Lebensmitteln (Basen) zusammen.
Saure Nahrungsmittel wie Zitrone, Rhabarber oder Essig schmecken zwar sauer. Wenn wir sie gegessen haben,
bleiben sie jedoch nicht sauer. Bei Menschen mit gesundem Säurestoffwechsel werden diese Lebensmittel in basische
Substanzen verwandelt. Entscheidend in diesem Zusammenhang ist, wie das Nahrungsmittel in der Blutbahn ankommt,
nachdem es den Darm passiert hat.
Säure bildende Nahrungsmittel sind vom Geschmack her nicht sauer, sondern eher neutral, oft sogar süß. Trotzdem
wirken sie Säure bildend, weil sei beim Umwandlungsprozess im Verdauungsapparat oder in den Zellen erhebliche
Mengen an Säuren freisetzen. Klassisches Beispiel ist weißer Zucker, bei dessen Umwandlung in Energie Säuren
entstehen.
Basische Lebensmittel enthalten wenig oder keine Säure. Sie produzieren auch im Körper keine sauren
Substanzen.
Ihr Weg in den basischen Bereich: Basenfasten
Vor allem bei Übersäuerung ist das Basenfasten geeignet, um Gewebe und Organe zu "reinigen".
Wenn Sie Ihren Körper durch Basenfasten entsäuern wollen, gelten zunächst
diese einfachen Grundregeln:
Sie dürfen alles essen, was im Körper basisch "verstoffwechselt" wird. Dabei können Sie nach dem Prinzip
vorgehen: "Saures macht basisch, Süßes macht sauer." Welche Mengen Sie essen, hängt von Ihnen ab. So bestimmen Sie
Mengen und Speisen selbst – vorausgesetzt, sie sind basisch.
Ihre Nahrung sollte zu einem Viertel aus Basen bildenden Nahrungsmitteln bestehen. Saure Nahrungsmittel wie Obst
oder Essig können Sie (vor allem wenn Ihr Magen sehr säureempfindlich ist), ganz oder teilweise
weglassen.
So könnte Ihr Tag beim Basenfasten aussehen:
Zum Frühstück gibt es Wasser, Kräutertee oder frisch gepressten Obst- und Gemüsesaft. Dazu können Sie Obst,
Obstsalat, basisches Müsli oder eine warme Gemüsebrühe essen. Zwischendurch dürfen Sie einige Mandeln knabbern,
etwas Dörrobst oder einige Oliven essen. Das gilt auch für den kleinen Hunger zwischendurch am Nachmittag.
Wer sich im Bereich des Basenfastens spezialisiert hat sind unter anderem Sabine Wacker und Dr. med Andreas
Wacker. Diese haben auch das Buch: Gesundheitserlebnis Basenfasten verfasst.
Kritik am Basenfasten
Fazit: Basenfasten ist eine sehr geeignete Methode um etwas für seine
Gesundheit zu tun. Leider hat das "Basenfasten" wie es von Wacker & Wacker vorgestellt nichts mit dem Fasten zu
tun -- insofern ist der Begriff Fasten leider irreführend.
Beim "Basenfasten" wird der Körper nicht auf den Fastenstoffwechsel umgestellt, der die entscheidenden Vorteile
einer Fastenkur bietet. Ebenso fehlt die Umstimmung des Fastens.
Insofern würde ich bei der Wackermethode eher von einer "Basenkur" sprechen.
Ebenso werden bestimmte Probleme im Verdauungsbereich nicht nachhaltig gelöst.
Warum das so ist, beschreibe ich ausführlich
in meiner Heilfasten-Anleitung, die Sie hier finden.
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