Beiträge vom Juli, 2008

Entschlacken

Mittwoch, 23. Juli 2008 13:02

Ein Leser schrieb mir heute zum Thema Fasten und Entschlacken:

Hallo Herr Gräber,

ich habe den Eindruck dass Heilfasten im Moment ein großes Thema für berufene und unberufene ist. Im Fernsehen, bei Talkshows, in Radiointerviews und bei Internetprovidern wird auf das Thema eingegangen. Allerdings ausschließlich mit negativen Untertönen.

Ernährungsexperten behaupten dass es keine Schlacken im Körper gibt. Heilfasten soll extrem gesundheitsschädigend sein und Schlacken entstehen erst durch den geänderten Stoffwechselprozess durch das Heilfasten. Das ganze ist im Moment sehr verwirrend für einen Laien.

Freundliche Grüsse aus Breitenthal

(Name nicht veröffentlicht – R. Gräber)

Hallo und vielen Dank für Ihre email!

In der Tat: jeder hat eine Meinung zum Heilfasten. Eine Meinung sollte man auch haben, nachdem man sich über etwas informiert hat.

Und da gehen die Probleme ja los: egal ob Handwerker oder in der Medizin – Sie erhalten mit Sicherheit auch Meinungen, die von einander abweichen. Selbst Studien zeigen oft widersprüchliches, vor allem in der Medizin.

Zu den Schlacken, die im Körper “nicht” vorkommen ist das auch so eine Sache… Ich frage mich, warum wir dann z.B. atmen?

Natürlich atmen wir CO2 aus – und das ist ein Endprodukt unseres Stoffwechsels. Man kann es auch als Schlacke bezeichnen, aber die allermeisten denken bei Schlacke an das was man aus einem Ofen kratzen muss.

Da frage ich mich, was denn mit einer Fettleber ist? Oder der Gefäßverkalkung (Arteriosklerose)? Oder Gicht? Oder , oder, oder.

Natürlich sagen die meisten, dass das Krankheiten seien.

Frage: Krankheit wodurch? Warum?

So könnten wir natürlich weitermachen.

Mehr zu dieser “Diskussion” lesen Sie unter anderem in meinem Artikel: Heilfasten Kritik und Gefahren

Empfehlen möchte ich aber unbedingt den Blog-Beitrag: Tod durch Fasten? – Dort haben auch viele Leser eine Antwort hinterlassen.

Thema: Heilfasten und Fasten | Kommentare (0)

Transfettsäuren und oxidiertes Cholesterin

Montag, 21. Juli 2008 12:24

Die Balance zwischen gesättigten tierischen Fettsäuren (Fleisch- und Wurstwaren) und ungesättigten pflanzlichen Fettsäuren (auch im Fisch enthalten) ist bekanntermaßen wichtig für die Gesundheit.

Das Ignorieren dieser Ernährungsregel hat direkte Auswirkungen auf das Schlaganfallrisiko sowie das Herzinfarktrisiko des Menschen. Hohe Blutfettwerte, Bluthochdruck und Diabetes können Gefäßkrankheiten wie Arteriosklerose bedingen, die dann Herzinfarkte und Schlaganfälle verursachen können.

Noch schädlicher als gesättigte Fettsäuren sind die so genannten Transfettsäuren. Sie erhöhen den Cholesterin-Spiegel im Blut, was zur Ausschüttung von Entzündungsstoffen führt. Dieser Prozess kann wiederum Arteriosklerose und ihre Folgen begünstigen. Das Gefährliche daran ist, dass die Transfettsäuren vom Körper nicht als Schadstoffe erkannt werden und wie normale Fettsäuren in die Zellen eingebaut werden.

Sie kommen vornehmlich in Fast-Food-Gerichten, Backwaren und Fertiggerichten vor. Weiterhin können sie in billigen Fettprodukten vertreten sein oder in natürlichen Fleisch- und Milchprodukten. Dort jedoch in sehr geringen Anteilen.

Die Zutatenlisten der Fertiggerichte sollten daher auf jeden Fall vom Konsumenten beachtet werden. Hinweise auf die gefährlichen Transfettsäuren lassen sich den Ausdrücken „gehärtetes Pflanzenfett“ und „pflanzliches Fett teilweise gehärtet“ entnehmen.

Mit dieser Thematik verbunden sollte auch vor dem „oxidierten Cholesterin“ gewarnt werden. Reines Cholesterin lagert sich nur schwer in Zellwänden ein. Oxidiertem Cholesterin gelingt dies jedoch wesentlich leichter.

Zudem begünstigt es die Ablagerung von Kalzium in den Arterien. Dies birgt wiederum die Gefahr der Verkalkung von Gefäßwänden, wodurch der optimale Blutfluss nicht mehr gewährleistet wird. So genannte Sauerstoffradikale sorgen dafür, dass sich das Cholesterin in oxidiertes Cholesterin umwandelt.

Dieses Oxycholesterin kommt ebenfalls in Fertiggerichten vor. Gefährliche Bestandteile stellen hier zum Beispiel Sprühfette, sowie Ei- und Milchpulver dar. Majonnaise, Nudeln, Eiscreme, Fertigsaucen, aber auch Pudding und Gebäck können die Bestandteile tragen.

Antioxidantien sorgen dafür, dass der Sauerstoff gebunden und so die Entstehung von Oxycholesterin verhindert wird. Die Aufnahme von Vitamin C, Vitamin E und B-Carotin ist daher entscheidend. Antioxidantien sind vor allem enthalten in Lebensmitteln, wie Olivenöl, Sonnenblumenöl und Distelöl, also Lebensmitteln mit hohem Anteil ungesättigter Fettsäuren.

Der Abbau der gesättigten Fettsäuren hingegen regt die Cholesterinbildung an. Darüber hinaus enthalten sie nur geringe Anteile von Antioxidantien. Dies erklärt warum eine ausgewogene Ernährung und Balance zwischen ungesättigten und gesättigten Fettsäuren so wichtig ist.

Thema: Gesundheit | Kommentare (1)

Abnehmen mit Schüssler Salzen

Mittwoch, 16. Juli 2008 21:33

Eine Leserin fragt mich zu meinem Artikel: Abnehmen mit Schüssler Salzen

Vielen Dank Herr Graeber für Ihre tolle Webseite.
Ich habe dort ein wenig durchgestöbert und habe eine Frage:

Warum ist das Einnahmeschema beim Abnehmen mit Schüssler Salzen für jede Woche so unterschiedlich?
Kann man nicht ein und die selben Salze für die gesamten 4 Wochen einnehmen?

Ich bin jetzt ganz verunsichert, denn es gibt einige andere Webseiten und Foren, die zum Abnehmen eine andere Einnahmefolge
und z.T. auch verschiedene andere Salze empfehlen.

Vielen Dank für Ihre Hilfe sagt

K.W. [Name abgek.]

Antwort: ja ich weiß.

Das Schema ist von einer Kollegin von mir und hat sich bei bestimmten Stoffwechsellagen so bewährt.

Die Salze ergänzen sich in diesem Wochenwechsel sehr gut.

Wichtig und entscheidend ist aber auch das “drumherum”:

http://www.gesund-heilfasten.de/diaet/

Liebe Grüße

René Gräber

Thema: Diät und Abnehmen, Schüssler Salze | Kommentare (48)

Darmkrebstest

Dienstag, 15. Juli 2008 8:57

Die bisherigen Tests zur Darmkrebsfrüherkennung beschränken sich im wesentlichen auf die “Okkultes Blut im Stuhl” – Briefchen, die man beim Arzt bekommt und natürlich eine Dickdarmspiegelung.

Seit zwei Jahren gibt es auch Tumormarker M2 PK, der auf dem Nachweis eines Enzyms beruht, das bevorzugt von Krebszellen im Darm freigesetzt wird.

Jetzt ist etwas neues im Anflug: ein Dramkrebstest mittels Bluttstropfen.

Die Uni Bonn forscht an einem Test, der Eiweiße aufspürt, die bei Darmkrebs im Blut auftauchen. Diese für Dickdarmkrebs spezifischen Antigene (engl. Abk: CCSA) stammen “vermutlich” nur von Dickdarmkrebszellen.

(Wie oft habe ich schon “vermutlich” in der Medizin gehört — vor allem bei Krebs)

Die Akzeptanz dieses Tests bei den Patienten könnte aber viel größer sein, als die Darmspiegelung selbst. Insofern wäre dies hilfreich.

Thema: Beschwerden und Krankheiten | Kommentare (2)