Beiträge vom März, 2009

STEVIA – Die Zuckeralternative

Dienstag, 24. März 2009 9:20

Mit fast allen Patienten spreche ich über Ihre Ernährung. Es gibt für mich kein Symptombild und Krankheit, die nicht auch weitläufig durch eine bessere oder “vernünftigere” Ernährung beeinflusst werden könnte.

Getreu meinem Naturheilkunde-Vorbild Sebastian Kneipp gebrauche ich dabei zum Teil auch deftige Worte… Einem Landwirt musste ich vor ein paar Jahren auch schon mal die Meinung sagen: “Die Fresserei hört jetzt auf!” – waren meine deutlichen Worte, an die ich mich heute noch erinneren kann.

Mit Drohungen und Verboten ist es aber nicht getan. Man muss den Patienten schon Alternativen anbieten.

Häufige Verbote und Gebote bzgl. der Ernährung beziehen sich bei mir auf: Zucker, Schweinefleisch, Eier, Milch.

Das “Zuckerproblem” hatte ich ja schon in mehreren Beiträgen aufgefasst. Unter anderem in den Beiträgen Zuckersucht und zum Fruchtzucker.

Im Artikel “Zucker Alternative” habe ich bereits einige Alternativen vorgestellt. Eine fehlte jedoch: STEVIA.

Stevia ist ein in den Hochebenen von Paraguay und Brasilien beheimatetes Süßkraut, das den Blutzuckerspiegel senkt, die Bildung von Zahnplaque verhindert und im Gegensatz zu Zucker völlig kalorienfrei ist, aber in seiner extrahierten Form 300 mal so süß ist.

Ihren süßen, leicht lakritzeartigen Geschmack verdankt Stevia den Glykosiden bzw. Steviosiden in seinen Blättern, die per se zehn- bis dreißigmal so süß wie Zucker sind, je nach Anbauregion und Klima.

Stevia wird weltweit, auch in Europa, angebaut und ist seit langem als gesunder Zuckerersatzstoff bekannt.

Die Japaner süßen im Teehaus, daheim und jedem Restaurant seit einem Vierteljahrhundert damit – über die Hälfte des japanischen Süßmittelmarktes wird durch Stevia besetzt.

Steviablätter dienen seit der präkolumbianischen Epoche nicht nur der Süßung des in Südamerika beliebten Mate-Tees, sondern auch zahlreichen Heilzwecken.

Nur in Deutschland ist der Insider-Tipp Stevia nicht mehr zugelassen.

Argument: Sein Genuss könne sich negativ auf die männliche Fruchtbarkeit auswirken. Weitere Studien hierzu seien notwendig, damit man über eine Aufhebung des im Zuge der Novel-Food-Verordnung von 1997 erlassenen Verbotes nachdenken könne.

Noch in den 1990ern war Stevia frei in Reformhäusern, Bioläden und Teehandlungen erhältlich.

Kritische Stimmen sind der Auffassung, dass die jährlich allein in Europa 60 Milliarden Euro umsetzende Zuckerindustrie eine EU-weite Einführung verhindern möchte: Auch Produzenten von synthetisch hergestellten Süßungsmitteln gaben bereits Versuchsreihen mit der Perspektive in Auftrag, eine Bedenklichkeit von Stevia nachzuweisen.

Die bisher im Tierversuch verabreichte Dosis entspricht hinsichtlich ihrer Konzentration allerdings der relativen Menge des halben Körpergewichts eines Erwachsenen.

Für eine Neueinführung von Stevia als Lebensmittelzusatz muss dessen Unbedenklichkeit (nicht krebserregend, nicht allergieauslösend etc.) in kostenintensiven Studien sehr detailliert nachgewiesen werden. Nachdem die European Food Safety Authority, kurz EFSA, mehrere Anträge ablehnte, liegen gegenwärtig u. a. Anträge des US-amerikanischen Konzerns Cargill vor, der gern Coca-Cola damit süßen möchte.

Auch Professor Jan Geuns von der Katholischen Universität Leuven, Belgien, stellte bislang erfolglos mehrere solcher Anträge – obwohl sogar die WHO Stevia 2008 als unbedenklich einstufte.

Die Zuckerindustrie, selbst zur Finanzierung kostenintensiver Studien in der Lage, habe, so Professor Geuns, kein wirtschaftliches Interesse daran.

Einige Internet-Händler umgehen das EU-Recht, indem sie Stevia beispielsweise als Badezusätze deklarieren.

Der Nachteil: In dieser rechtlichen Grauzone können auch unreine Stevia-Produkte kursieren. Das Dilemma: Stevia-Produkte sind zwar prinzipiell erhältlich, dürfen aber nicht als Süßstoffe oder Lebensmittel gekennzeichnet werden, sondern müssen sich in ihrer Kennzeichnung als unterscheidbar von diesen ausweisen.

Eine echte Legalisierung brächte weitere Vorteile: Synthetisch hergestellte Süßstoffe, deren Nebenwirkungen inzwischen belegt sind, könnten vom Markt genommen werden.

Noch ist das gesundheitsfördernde Stevia nicht ganz billig: Für 100 Gramm hochwertiges Stevia-Pulver muss man derzeit um die sieben Euro anlegen. Viele bauen Stevia selbst an: Die mehrjährige, nicht winterharte Stevia-Staude liebt einen sonnigen Standort.

Der Lichtkeimer kann auf der Fensterbank nahe der Heizung ausgesät werden; dann pflanzt man die Setzlinge nach den Eisheiligen ins Freiland. Auch über Stecklinge aus erwachsenen Pflanzen lässt sich Stevia vermehren.

Im Handel sind Stevia-Blätter, Tabs, Sirups oder Stevia in Pulverform, grün oder weiß, erhältlich. Ein Teelöffel des grünen Stevia-Pulvers besitzt die Süßkraft von zwei ganzen Tassen Zucker. Stevia wird auch als Rohstoff in der Kosmetikherstellung und als Badezusatz verwendet.

Es gibt Stevia als konzentrierten Steviosidextrakt, abgefüllt in medizinische Braunglasflaschen, ein Fluid, das als sehr ergiebige, flüssige Tafelsüße dient, wenige Tropfen genügen, um ein Getränk zu süßen, unterwegs sehr von Vorteil. Die Zugabe von pflanzlichem Glyzerin sorgt dafür, dass das Produkt nicht verdirbt. Dieses Fluid ist auf Pestizide und weitere Schadstoffe kontrolliert und erfüllt die Vorgaben des Europäischen Arzneibuchs.

Stevia-Tabs, z. B. von Raab Vitalfood erfüllen ebenfalls die genannten Anforderungen an ein Lebensmittel, in Packungsgrößen von beispielsweise 300 Stck. im Spender. Zu den Inhaltsstoffen zählen Natriumhydrogencarbonat, Steviol-Glykoside mit Rebaudiosid-A zu 90 Prozent, Mononatriumcitrat und L-Leucin. Auf Lactose, Maltodextrin und synthetische Süßungsmittel wird verzichtet.

Die gut haltbaren, getrockneten Steviablätter können als Tee gebraucht oder in der Mühle vermahlen werden, um anschließend aus dem Pulver einen Extrakt auf Alkohol- oder Wasserbasis daraus herzustellen. Dazu nimmt man einen Esslöffel weißes oder auch grünes Steviapulver auf drei Esslöffel heißes Wasser und füllt die Flüssigkeit in ein Fläschchen. Ein Spritzer entspricht einem Stück Würfelzucker. Nur noch gut schütteln und am besten im Kühlschrank aufbewahren. Außerdem lassen sich die Blätter zu Sirup einkochen, – fertig ist der spezielle Stevia-Honig.

Ein Blick in die Zukunft lässt hoffen: Die offizielle Marktzulassung steht bei der EU für 2010 auf der Agenda. Und nicht nur Professor Jan Geuns, sondern auch viele Diabetiker in Deutschland sind zuversichtlich, dass die EU die aktuellen Anträge in ihrem Sinne bescheidet und Stevia zulässt – wie es in der Schweiz längst passiert ist: An der Universität Hohenheim wird schon seit 1998 mit EU-Mitteln zu Stevia geforscht. Und die EU sollte sich mit der Zulassung von Stevia besser beeilen. Der bis dato erreichte Wettbewerbs- und Marketingvorteil der Schweiz will erst einmal aufgeholt sein.

Mehr dazu auch in diesem Beitrag von PlusMinus:

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Wenn Abführmittel verstopfen

Sonntag, 22. März 2009 9:49

Darmprobleme und Verdauungsbeschwerden: damit hat sicher jeder im Laufe seines Lebens mal zu kämpfen. Aber: bereits mehr als die Hälfte aller Deutschen klagen über chronische Verstopfung!

Das muss nicht sein, wenn man die Ursache kennt. Wenn die Verstopfung schon chronisch geworden ist, spielen in vielen Fällen falsche Ernährungsgewohnheiten eine große Rolle.

Aber auch zahlreiche andere Gründe kommen als Ursache für Verstopfung in Frage, so zum Beispiel die Einnahme bestimmter Medikamente oder einfach nur zu wenig Flüssigkeitszufuhr.

Was die wenigsten wissen, ist die Tatsache, dass sogar Abführmittel als Verursacher bei chronischen Verstopfungen eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen können. Das Hauptproblem ist dabei die Gewöhnung des Darms an die entsprechenden Abführmittel.

Die Folge davon ist, dass der Darm träge wird und seiner Aufgabe nicht mehr optimal nachkommt. Um diesem Gewöhnungseffekt vorzubeugen, ist es deshalb empfehlenswert, Abführmittel nicht über einen längeren Zeitraum einzunehmen, sondern stattdessen auf natürliche Produkte, wie z.B. getrocknete Pflaumen und eine ausgewogene und ballaststroffreiche Ernährung zurückzugreifen.

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Fasten gegen Schmerzen

Samstag, 21. März 2009 21:16

Soeben erhielt ich (wieder einmal) eine email einer Teilnehmerin:

Hallo, lieber René!
Jetzt wird es Zeit , daß ich mich mal wieder melde. Ich habe meine Fastenkur bestens überstanden!
Ich habe alles genau nach der wunderbaren Anleitung gemacht und ich hatte wirklich keinerlei unangenehme Begleiterscheinungen! Ich war auch gespannt , was “es” mit mir macht. Es war mein erstes Fasten und eigentlich der Griff zum Strohhalm , weil ich mir mit meinen Schmerzen keinen Rat mehr wußte. Vorher gab es 10 Jahre lang keinen Tag ohne Tabletten und sonstige “Therapien”. Und schon während der Vollfastentage habe ich eine deutliche Besserung verspürt. Ich habe seit Fastenbeginn keinerlei Schmerzmedikamente mehr gebraucht
und mein Magen hält auch wieder Ruhe! Es war insgesamt eine ganz tolle Erfahrung und ich werde es bestimmt wieder tun! Man hat da so einen Schatz an der Hand , um sich selbst helfen zu können! Ich möchte mich nochmals ganz herzlich für die tolle Begleitung bedanken und verbleibe Ihre treue Leserin aller Webseiten!
Mit herzlichen Grüßen und besten Wünschen auch für Ihre weitere Tätigkeit
Christine

Ja – was soll ich da denn noch sagen? Liebe Christine, Du hast Dir in der Tat selbst geholfen!

So ähnlich ging es mir auch vor vielen Jahren. Heilfasten war da auch so eine Art Strohhalm für mich, den ich einfach einmal probiert habe.

Das allererste Fasten habe ich nach drei Tagen abgebrochen, weil das reine Wasser- & Teefasten war für meine “angegriffene” Konstitution zu viel. Im Laufe der Jahre entwickelte ich dann erst die modifizierte Heilfasten-Strategie, wie ich sie in meiner Heilfasten-Anleitung beschreibe.

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Grünlippmuschel – Vitalstoff aus dem Meer

Freitag, 20. März 2009 10:39

Bei den Ureinwohnern Neuseelands, den Maori, sind Gelenkerkrankungen beinahe unbekannt. Forscher führen dies auf den Verzehr der Grünlippmuschel zurück.

Diese Delikatesse spielte vor allem in der Ernährung, der an der Küste sesshaften Maoris eine große Rolle.

Heute wird die Wirkung der Grünlippmuschel auch in unseren Breitengeraden geschätzt. Angebaut werden die Muscheln immer noch vor den Küsten Neuseelands. Nach der Ernte werden die Muscheln von der Schale befreit und durch Zentrifugierung von ihrer Flüssigkeit befreit. Durch weitere Trocknung und verschiedene Mahlprozesse entsteht das im Handel erhältliche Grünlippmuschelpulver.

Die Grünlippmuschel enthält viele, für den Körper lebensnotwendige Mineralstoffe, wie beispielsweise Selen, Kieselsäure, Magnesium, Calcium, Kupfer, Jod oder Zink. Für die positive Wirkung auf die Gelenke ist aber vor allem der hohe Anteil an Glycosaminglykanen verantwortlich. Diese Zucker-Eiweiß-Ketten unterstützen die Bildung der Gelenkknorpel und der Gelenkflüssigkeit.

Deshalb wird das Extrakt aus der Grünlippmuschel gerne bei Arthrose, Arthritis, rheumatischen Gelenkbeschwerden (Rheuma) oder anderen Gelenkschmerzen eingesetzt. Doch auch zur Prävention von Gelenkbeschwerden, vor allem bei Sportlern, ist das Grünlippmuschelexktrakt geeignet.

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Fasten bremst Tumore

Mittwoch, 18. März 2009 12:35

Bösartige Tumore, oft auch als Krebs bezeichnet, sind die zweithäufigste, natürliche Todesursache in Deutschland und trotz intensiver Forschung gibt es noch immer keine effektive Kur die Heilung verspricht. Auch ist es allgemein bekannt, dass fett- und kalorienreiche Nahrung die Entstehung von bösartigen Tumoren fördert.

Nun allerdings haben Forscher aus Texas, USA vielsprechende Erfolge mit Fastenkuren erzielt. An Labormäusen, die zuvor mit Krebsauslösenden Wirkstoffen behandelt wurden, haben die Forscher verschiedene Fastenkuren und Diäten ausgetestet und schnell hat sich herausgestellt, dass jene Mäuse, die kalorienreduziertes Futter erhalten haben weitaus seltener Krebs entwickelten, denn jene Mäuse, die normales oder besonders fett- und kalorienreiches Futter erhalten haben.

Die Testreihe wurde zwar mit Hautkrebs durchgeführt, hat aber auch für die meisten anderen Krebsarten Gültigkeit. Eine kalorienarme Nahrung, sowie Diäten und Fasten beugen Krebs also vor und unterstützen den Körper zusätzlich den Tumor erfolgreich zu bekämpfen.

Die Ergebnisse der Forschung werden hoffentlich in Zukunft helfen, Krebs erfolgreicher und besser zu besiegen als bisher und für Betroffene oder Gefährdete geeignete Ernährungspläne zu erstellen.

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Fastenwandern

Montag, 16. März 2009 9:18

Fasten ist gesund für den Körper, es wird Gewicht reduziert und es fördert die vielbeschworene Entschlackung. Um einen schönen Aspekt erweitert sich das Fasten z.B. in einem Fasten-Urlaub durch sog. Fastenwandern.

Das heißt nicht, das gewandert und gehungert wird, sondern durch das Fastenwandern kann der Bewegungsapparat entlastet werden, Gefäßablagerungen werden abgebaut, Herz und Kreislauf kommen in Schwung und der Stoffwechsel wird angekurbelt.

So kann der Körper Giftstoffe und Stoffwechselendprodukte aus dem Körper ausscheiden. Beim Fastenwandern werden auf natürliche Art und Weise zusätzlich überflüssige Pfunde abgebaut. Fasten bedeutet, auch innerlich zur Ruhe kommen und sich im Wesentlichen auf seinen Körper zu besinnen.

Fastenwandern wird meist in einer Gruppe mit Gleichgesinnten betrieben. Unter fachkundiger Leitung werden Wandertouren organisiert. Nur der Proviant unterscheidet sich von einer herkömmlichen Wandertour. Anstelle von dick belegten Broten besteht der Proviant beim Fastenwandern überwiegend aus Flüssigkeit: Wasser, Kräutertee und ungesüßte Säfte werden beim Fastenwandern zu sich genommen.

Der Vorteil wenn in einer Gruppe mit Gleichgesinnten gewandert wird ist der, dass man sich untereinander austauschen kann und auf diese Art und Weise vom Hunger abgelenkt wird. Das Fasten wird durch das wandern in freier Natur intensiviert. So wird nicht nur der Stoffwechsel sehr gut angekurbelt, sondern auch das schwindende Körpergewicht sorgt für Wohlbefinden.

Je nach körperlicher Verfassung und Leistungsfähigkeit der Teilnehmer werden zwischen 6 und 25 Kilometer gewandert. Beim Fastenwandern wird der ganze Körper beansprucht. Beim Wandern werden die Muskeln, Sehnen, Bänder und Gelenke geschont. Gleichzeitig wird die Verdauung angekurbelt, eine Stärkung des Kreislaufes tritt ein und ein Training für die Leistungsfähigkeit des Herzens wird beim Fastenwandern gefördert.

Ausgiebige Fastenwander-Touren sollten von weitgehend gesunden Menschen ausgeführt werden. Voraussetzung für das Fastenwandern ist eine gute körperliche und psychische Verfassung. Wenn man über einige “Gebrechen” verfügt, sollte man sich im Vorfeld über die Ziele und Gruppenzusammentzung informieren.

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Internetapotheken – Fehlende Kunden dank fehlendem Service

Sonntag, 15. März 2009 19:05

Alle paar Monate erscheinen sie in den Medien und sorgen vor allem bei klassischen Apothekern für große Sorgenfalten: Internetapotheken.

Nachdem der Streit um die freien Apotheken ohne Beratung der niederländischen Pharmakette Doc Morris für Deutschland entgültig vom Tisch ist, gibt es nun eine weitere Nachricht, die viele Apotheker freuen dürfte: Kaum ein Kunde in Deutschland nutzt die Option Internetapotheke.

Wie Forsa im Auftrag der Pharmatechnik GmbH repräsentativ erforscht hat, nutzt nahezu jeder Deutsche ausschließlich das Angebot der vor Ort anwesenden Apotheken, um sich hier ihre Medikamente zu besorgen oder sich in verschiedenen Punkten des gesunden Lebens beraten zu lassen.

Warum sind Internetapotheken so wenig beliebt?

Obwohl verglichen mit nahezu allen europäischen Nationen Medikamente in Deutschland einen hohen Preis besitzen, machen hierzulande Kunden kaum von der Möglichkeit Gebrauch, über das Internet aus dem Ausland die gleichen Medikamente zu bestellen.

Teilweise liegt dies an den mit der Bestellung verbundenen Versandkosten, die schnell den einheimischen Medikamentenpreis übersteigen können. Vor allem die mit dem Kauf des Medikamentes verbundene Beratung scheint jedoch für die allermeisten Deutschen das schlagende Argument zu sein, den Weg zur eigenen Apotheke um die Ecke nicht zu scheuen.

Dass es auch in Zukunft nicht entscheidend anders werden dürfte, ist ebenfalls ein Ergebnis der Umfrage. 86 Prozent der Befragten gaben an, das sie dem Konzept der Internetapotheke keine rosige Zukunft prophezeihen.

Vielmehr scheint es beim wachsenden Angebot an Medikamenten auch nötig zu sein, mehr und mehr Beratung in Anspruch zu nehmen. Eine Tatsache, die viele Apotheker hierzulande freuen dürfte.

Wenn Sie Erfahrungen mit Internetapotheken freue ich mich auf Ihren Kommentar, den Sie hier abgeben können.

Thema: Allgemein | Kommentare (7)

Glaubersalz Rezept

Sonntag, 15. März 2009 15:51

Viele Menschen finden den Geschmack von Glaubersalz geradezu scheußlich.

Aber: um eine vollständige Darmentleerung (zum Beispiel im Rahmen des Fastens) herbeizuführen, reichen die sog. “milden” Abführvarainten bei den allermeisten Teilnehmern nicht aus (wie z.B. Sauerkrautsaft, Pflaumensaft etc.).

Hier ein Glaubersalz-Rezept, mit dem die meisten gut zurecht kommen werden:

50 g Glaubersalz
500ml kaltes Wasser ohne Kohlensäure
Saft einer frisch ausgepressten Grapefruit
Saft einer frisch ausgepressten Limette

alles zusammen in ein Gefäß geben, gut umrühren und eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen.

Zum abführen im Abstand von zwei Stunden jeweils ca. 200ml dieser Lösung trinken.

Bitte beachten Sie die Kontraindikationen von Glaubersalz. Glaubersalz ist kein geeignetes Mittel um ein Verstopfungsproblem zu lösen! Mehr dazu auch unter: Abführmittel

Thema: Heilfasten und Fasten | Kommentare (9)

Probieren Sie es doch einmal mit “Fasten Light”

Freitag, 13. März 2009 12:05

Die Zeit zwischen Aschermittwoch und Ostern gilt als die klassische Fastenzeit.

Ich faste zur Zeit selbst, aber viele Menschen und auch viele meiner Patienten wollen sich nicht so Recht überwinden.

Sie müssen es ja auch nicht.

Machen Sie doch einfach die “Light-Variante”:

Verzichten Sie doch beispielsweise auf Alkohol, Vergnügunselektronik und Süßigkeiten – nicht nur der Gesundheit zu Liebe, sondern auch um sich zu besinnen.

Dies ist übrigens auch der Ansatz der evangelischen Kirche in Ihrem Programm “Sieben Wochen Ohne“.

Natürlich ist das kein Fasten, sondern nur ein “Verzicht”. Zum Fasten gehört zwangsläufig (aus physiologischer Sicht), die Umstellung auf den Fastenstoffwechsel.

Aber für alle, die einfach “nur” etwas besinnlicher Leben möchten:

Versuchen Sie sich einfach bewußter zu ernähren; verzichten Sie freiwillig auf Süßigkeiten und auf den Esskram zwischendurch.

Sie können auch diesem kleinen “Drei-Stufen-Plan” folgen, den ich bereits schon einmal kurz vorgestellt hatte:

Stufe 1:

Keine Mahlzeiten und Snacks zwischen den drei Hauptmahlzeiten. Keine Süßigkeiten und kein Kaffee. Stattdessen ein Heilwasser, wie zum Beispiel staatl. Fachinger oder St. Gero Heilwasser. Wer es ganz gut machen will: Lauretana Wasser (aus der Glasflasche, nicht Plastikflasche).

Stufe 2:

Zusätzlich zu Stufe 1: mittags ein Spaziergang von wenigstens 10 Minuten an der frischen Luft. Nach 18.00 Uhr keine Mahlzeiten mehr. Morgens nach dem Aufstehen als erstes ein kleines Glas Wasser trinken.

Stufe 3:

zusätzlich zu Stufe 1 und 2: morgens zum Frühstück nur Obst. Das kann man sehr schön “anrichten”. Zu den Hauptmahlzeiten versucht man “gesündere” Sachen zu nehmen, weniger fettes.

Sie haben einen Tipp oder einen Kommentar?

Worauf verzichten Sie?

Hinterlassen Sie hier unten einfach einen kurzen Kommentar.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und Gesundheit!

Thema: Heilfasten und Fasten | Kommentare (42)

Fruchtzucker und Fruktose – alles andere als gesund…

Sonntag, 1. März 2009 20:00

Fruchtzucker wird seit langem als alternatives Süßungsmittel für Diabetiker, Abnehmwillige und Gesundheitsbewusste angepriesen. Denn die aus Früchten und Obst gewonnene Fruktose ist bei gleicher Kalorienmenge viel süßer als handelsüblicher Haushaltszucker.

Hierdurch führen geringere Mengen zu dem gleichen Geschmackserlebnis, weshalb man beim Backen und Kochen mit dem vergleichsweise teuren Fruchtzucker etwa 20 Prozent an Kalorien einspare, so die Begründung.

Ebenso klingt “Fruchtzucker” viel besser, als “Haushaltszucker”. Das Wort “Frucht” vermittelt den Eindruck von Gesundheit, weil es ja aus Früchten kommt…

Aber VORSICHT!

Fruktose ist ein Einfachzucker, der industriell hergestellt und verarbeitet wird.

Bei einer Studie an Mäusen schnitt der Fruchtzucker nicht annähernd so gut ab, wie das viele meinen. Das Gegenteil war sogar der Fall, denn die Tiere wurden dicker als durch Haushaltszucker oder Traubenzucker bei gleicher Kalorienmenge (vgl. Jürgens et al., Obesity Research, 2005, 13:1146-1156).

Der Körper schüttet Insulin aus, sobald der Blutzuckerspiegel nach der Nahrungsaufnahme ansteigt. Doch das Hormon reagiert nur auf Glukose, nicht aber auf Fruktose. Dies hat zur Folge, dass sich im Körper nicht das übliche Sättigungsgefühl einstellt.

Fruktose wird außerdem fast ausschließlich in Reservefette umgewandelt, während Glukose auch als direkter Energielieferant im Körper eingesetzt wird und die Einlagerung als Depotfett wesentlich länger dauert.

Da Fruchtzucker noch dazu von etwa jedem dritten Erwachsenen nur sehr schlecht aufgenommen werden kann, führt zu viel Fruktose nicht selten zu einer Veränderung der Zusammensetzung der Darmbakterien, was sich in Blähungen, Durchfall oder sogar einem Reizdarm äußern kann. Zusätzlich kann es auch noch zu einer sog. Fruchtzucker-Unverträglichkeit bzw. Fructoseintoleranz kommen.

Natürlicher Fruchtzucker aus Obst und Gemüse stellt dabei nicht das Problem dar, denn die Mengen halten sich hierbei in einem gesunden Rahmen.

Aber vielen Nahrungsmitteln wird zusätzliche Fruktose zugesetzt. Diese versteckt sich in der Zutatenliste unter dem Sammelbegriff „Kohlenhydrate“, wozu auch Glukose und andere Mehrfachzucker zählen.

Verbraucherschützer versuchen deshalb durchzusetzen, dass die Fruktosemenge eines Produkts auf der Verpackung gesondert deklariert werden muss.

Thema: Ernährung | Kommentare (8)