MACA – Stark fürs Leben und stark für die Liebe?
Freitag, 15. Mai 2009 18:39
Die aphrodisierende Wirkung von Maca gilt als sprichwörtlich und angeblich soll noch heute in manchen Gegenden der Anden die Regel gelten, dass nur verheiratete Frauen und Männer, die Maca-Pflanzen verzehren dürfen. Bei uns wird die südamerikanische Pflanze u. a. als das „Viagra der Natur“ bezeichnet, als ein Heilmittel gegen Kraftlosigkeit als Wundermittel zur Steigerung von Ausdauer und Leistungsfähigkeit.
Der Ginseng der Anden
Lepidium peruvianum oder auch peruanischer Ginseng wie die Maca-Pflanze auch genannt wird, stammt aus der Familie der Kreuzblütengewächse. Sie trotz den oft sehr stürmischen Hochebenen der peruanischen Anden in Höhen über 3500 bis fast 5000 Metern. Die oberirdischen, krautigen Teile der Pflanze werden als Gemüse verwendet. Die kleinen Knollen werden frisch, getrocknet oder zu Pulver zermahlen verzehrt.
Traditionell wird die Knolle im Erdofen gebacken, zusammen mit Äpfeln und Bohnen zu Eintöpfen verarbeitet bzw. das getrocknete Maca zu Brei gekocht. In der Neuzeit findet es zusätzlich als Maca-Puddings und Maca-Getränke ( Maca-Chica) Verwendung. Die Knolle eignet sich sehr gut zur Vorratshaltung und wurde dadurch für die heimische Bevölkerung zu einem wertvollen Handelsgut.
Traditionelle Volksmedizin und moderne Nahrungsergänzung
In der Volksmedizin gilt Maca als Stärkungsmittel und Potenzmittel. Die besonderen gesundheitsfördernden Eigenschaften kommen aus der Knolle. Sie ist genau wie unserer Kartoffel sehr stärkehaltig und daher ein sensationeller Energielieferant. Daneben beinhaltet sie viele Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente. Maca ist besonders reich an Eisen, Zink, Kalium und Jod.
Als Nahrungsergänzungsmittel in Form konzentrierter Extrakte, in Tabletten- oder Kapselform sowie als Pulver wird Maca heute auch bei uns angeboten. Dabei werden den Produkten aus der vielfältigen Knolle folgende Eigenschaften zugeschrieben: Die Erhöhung der sexuellen Leistungsfähigkeit wird auf den hohen Gehalt an Arginin zurückgeführt.
Maca soll die Fruchtbarkeit und die Libido steigern. Phytosterole mit östrogenem Effekt sollen bei menstruellen und bei Wechseljahrsbeschwerden helfen. Vitamine und Mineralstoffe wie Zink, aber auch die Catechine und Flavonole erhöhen ganz allgemein die Stresstoleranz gegenüber antioxidativen Effekten und die Fähigkeit zur Immunabwehr. Eine Stimmungsaufhellung wird auf den Gehalt an ?-Carboline zurückgeführt.
Wie bei vielen Volksarzneien beruht die Anwendung und die Wirkung auf Erfahrungswerten.
Einige Effekte konnten in Tierstudien gezeigt werden (Wirkung auf Spermatogenese). Diese sind aber nicht zwingend auf den Mensch übertragbar.
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