Fasten gegen Depression und Burn-Out – Eine „verrückte“ Fastengeschichte

Psychische Leiden (allen voran die Depressionen) gelten als nur schwer heilbar – auch nach etlichen Jahren der Dauertherapie.

Die Schulmedizin setzt in der Therapie dabei gerne auf pharmazeutische Präparate, von denen Antidepressiva zur Zeit die Bekanntesten sind.

Doch seit Fälle bekannte werden, dass diese „selektiven Serotoninaufnahmehemmer“ die Depressionen noch verstärken und Patienten in den Selbstmord treiben können, werden Patienten hellhöriger. Nicht alle, aber einige Patienten… Die entsprechenden Berichte und Belege zu diesen Ungeheuerlichkeiten über die oft nicht abschätzbaren Risiken gibt es im Fernsehen und auch im Internet.

Leider gibt es meines Wissens in der Psychiatrie (und Psychologie) nur wenige objektivierbare Maßstäbe und Gesetzmäßigkeiten für eine Depression.

Während die „internistische Schulmedizin“ immerhin noch ein Labor und die entsprechenden Tests und Parameter hat, auf die sie  bei der Diagnose Bezug nehmen kann, muss die Psychiatrie auf Konventionen zurückgreifen. Da ist es auch dann kaum ein Wunder, wenn auch in dieser „Sportart“ die Bekämpfung der Symptome oberste Priorität vor der Klärung der Ursache hat.

Ursachenforschung und ein überraschendes Ergebnis

Die gute Nachricht: Es hat immer wieder eine Reihe von Leuten gegeben, die mit der bloßen Therapie der Symptome nicht zufrieden waren. Sie wollten die Ursache für psychische und neurologische Störungen erkennen und beseitigen.

Auf der psychologischen Schiene entdeckte man die Kindheit und mit ihr verbundene Traumata, Störungen der Sexualität usw. – Dr. Freud lässt grüßen.

Auf neurologischer Seite war die Medizin schon weit mehr biologischen Vorgängen verhaftet. Aber auch hier konnte man nicht mehr bewirken als über Psychopharmaka auf bestimmte Funktionen des Nervensystems Einfluss zu nehmen und damit auch wieder nur die Symptome zu unterdrücken.

Denn: Wenn die Medikamente abgesetzt werden, bricht die alte Grunderkrankung meist wieder durch. Somit gelten viele der neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen als unheilbar.

Die Schulmedizin feiert sich immer dann, wenn sie Krankheitsverläufe verlangsamen oder bestenfalls über einen längeren Zeitraum zum Erliegen bringen kann. Auf der anderen Seite muss man schon zugeben, dass die Ursachenforschung für einen Schnupfen deutlich leichter ist, als zum Beispiel für die Schizophrenie.

Auf zur „verrückten“ Fastengeschichte…

In diesem Szenario tritt plötzlich eine neue und doch alte Methode auf den Plan, mit der solche Störungen besser behandelt werden könnten als mit der „chemischen Keule“. Vor mehr als 60 Jahren begann in der damaligen Sowjetunion der Arzt Dr. Juri Nikolajew, seine psychisch kranken Patienten mit Fastenkuren zu behandeln.

Fasten gegen Schizophrenie

Fasten ist nicht neu, aber als Behandlungsmethode solcher Erkrankungen eben schon. Dieser Dr. Nikolajew verordnete seinen Patienten ein 25- bis 40-tägiges Fasten. Die Dokumente aus jenen Tagen, die nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion einsehbar wurden, zeigen, dass bei seinen über 6000 Patienten die Fastenkur positive Ergebnisse produzierte. Bei Schizophrenie z.B. wurden über 70 Prozent der Patienten geheilt.

Solche Zahlen und Behauptungen sind derart ungeheuerlich, dass hier der Widerstand schon vorprogrammiert ist. So auch in der damaligen Sowjetunion. Auf der Suche nach der Ursache für diese Heilungserfolge durch das Fasten fand er heraus, dass Schizophrenie in der überwiegenden Zahl der Fälle durch eine Proteinvergiftung bewirkt wird. Unter Proteinvergiftung kann man eine Vergiftung verstehen, die auf Proteinen beruht, die von Mikroorganismen produziert werden und die für den menschlichen Organismus unphysiologische Wirkungen auslösen.

Es ist selbstredend, dass das Fasten nach Dr. Nikolajew auch einen positiven Einfluss auf andere Erkrankungen hatte. Asthma, Hauterkrankungen, Arterienverkalkung, Gallensteine und vor allem Magen-Darm-Erkrankungen zeigten bei seinen Patienten gute Wirkung beim Fasten.

Er verordnete für die Zeit danach eine überwiegend vegetarische Diät, um Rückfälle zu vermeiden. Dr. Nikolajews Ergebnisse waren so beeindruckend, dass die damalige Sowjetunion 1989 das Fasten zu einer Disziplin in der russischen „Schulmedizin“ machen wollte. Der Zusummenbruch der Sowjetunion verhindert dies leider. Danach hatte man andere Sorgen und die Sache mit dem Fasten wurde „vergessen“. Die Fastenklinik besteht aber bis heute noch (Stand: 2015).

Fasten und die geheime Verbindung von Darm und Hirn

Es gibt inzwischen auch in der westlichen Welt immer mehr Mediziner, die dem Fasten nicht mehr so skeptisch gegenüber eingestellt sind. Sie reproduzieren die Ergebnisse von Dr. Nikolajew, indem sie ihrerseits die Patienten mit Hilfe des Fastens therapieren. Und so hat sich mit der Zeit herausgestellt, dass das Fasten nicht nur Schizophrenie, sondern auch andere psychische Störungen positiv beeinflussen kann, wie z.B. Burn-Out-Syndrom, Depressionen etc. Es gibt Berichte, die zeigen, dass manisch-depressive Phasen schon nach weniger als einer Woche Fasten unter Kontrolle gebracht werden können. Bettlägrige konnten oft nach 10 Tagen wieder laufen. Ab dem 15. Tag gab es die ersten Anzeichen, dass die psychisch kranken Patienten wieder am gesellschaftlichen Leben teilnehmen wollten.

Es stellt sich jetzt langsam die Frage, wieso ein leerer Magen bzw. Darm einen solch großen Effekt auf das Gehirn haben kann. Immerhin liegen beide Organe recht weit auseinander und sind auch nicht über Abkürzungen miteinander verbunden. Aber es muss doch eine Verbindung geben, denn es ist bereits seit geraumer Zeit bekannt, dass Verdauungsprobleme, minderwertige Nahrungsmittel oder Resorptionsprobleme von Vitaminen und Mineralien auch ihre Auswirkungen auf das zentrale Nervensystem haben können. Dies klingt verdächtig ähnlich mit den Aussagen von Dr. Nikolajew von vor 50 Jahren, der die meisten Schizophreniefälle auf eine Proteinvergiftung zurückführte. In diesem Fall wird über das Verdauungssystem etwas in den Organismus aufgenommen, was dem zentralen Nervensystem schadet; bei Resorptionsstörungen aufgrund von Erkrankungen z.B. kommt es im Organismus zu einem spezifischen Mangel, der ebenfalls für das zentrale Nervensystem schädlich ist.

Aber wie kann das Fasten dann in solchen Fällen helfen?

Die Antwort auf diese Frage muss für jeden Fall einzeln beantwortet werden. Aber eine Proteinvergiftung erfolgt mit hoher Wahrscheinlichkeit über Mikroorganismen im Darm, die da nicht hingehören, also einer aus der Balance geratenen Mikroflora im Darm.

Das Fasten würde hier als erstes diesen schädlichen Bakterien oder Hefen den Nährboden entziehen. Es kommt dann recht bald zu einem Stillstand der giftigen Proteinproduktion und damit zu einer Verbesserung des Krankheitsbildes.

Im Falle von Mangelerscheinungen muss abgeklärt werden, ob diese auf „sonderbaren“ Ernährungsgewohnheiten des Erkrankten beruhen oder ob im Gastrointestinaltrakt Erkrankungen aufgetreten sind, die die Aufnahme von Nährstoffen beeinträchtigen, z.B. Morbus Crohn oder Dünndarmfehlbesiedlung.

Es gibt inzwischen eine Reihe von Studien, die gezeigt haben, dass gerade bei diesen Erkrankungen das Fasten zu einer Ruhigstellung der Verdauungstätigkeit führt, was dem Darm Zeit gibt, sich zu regenerieren. Dieses Regenerationspotential wird verstärkt durch das Fasten selbst, also nicht nur ausschließlich durch das Fehlen von Nährstoffen, die der Gastrointestinaltrakt zu verarbeiten hätte.

Denn während des Fastens kommt es zu einer Umstellung des Stoffwechsels, die durch das Fehlen der Kalorien ausgelöst wird. Die Körperzellen schalten um auf „Sparflamme“, so dass der gesamte Organismus von dieser Regeneration betroffen ist – und nicht nur der „arbeitslose“ Magen und Darm. Und da das Fasten ein so hohes regeneratives Potential besitzt, dass den gesamten Körper mit einbezieht, wird dieser Prozess mit Sicherheit auch seine positiven Auswirkungen auf das zentrale Nervensystem haben.

Weitere Informationen zum Thema:

Datum: Samstag, 6. Januar 2018
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7 Kommentare

  1. 1

    danke 🙂

  2. 2

    Die Verbindung zwischen Darm und ZNS ist schon klar. Schließlich ist unser Körper ein einziges Ganzes, auch wenn darin einzelne Organe mit den verschiedensten Hauptfunktionen arbeiten. Das Fasten an sich wird hier sehr gut beschrieben, danke René. Die Geldgier auf der Psychoschiene ist immer noch im ausbaufähigen Stadium. Die „Klinken“ zahlen horrende Summen an die „Einweisenden“, wenn der entsprechende >Patient< mindstens 4 volle Wochen verbleibt.
    Meine Vermutung: Daraus entstehen dann auch die Klinisch getesten … (Pharmakas).
    Der Film zeigt die verheerenden Praktiken sehr deutlich. Das ist heute von den Auswirkungen her nicht besser geworden.
    Liebe Grüße.

    P.S.: Und ach ja, jeder Mensch, egal welche Herzenseinstellung er zu einem anderen Menschen hat, sollte sich das sehr genau überlegen, ob er seinen Mitmenschen diesem langsamen Tod ausliefert. Besser die Hände davon lassen; und vor allem auch den Mund.

  3. ARTE Doku: FASTEN UND HEILEN - Seite 2
    Sonntag, 8. März 2015 9:58
    3

    […] […]

  4. Krebs und Antioxidantien - Seite 2
    Dienstag, 10. März 2015 8:36
    4

    […] […]

  5. 5

    Die unglaublichen Problemem haben wir mit unserem 25 jährigen Sohn der leidet schon 5 Jahren auf Schizpohrennie.
    In der letzten Zeiten ist auch aggresiv und nach der Streit schlägt uns.
    Er komt nur zu uns wenn er Hunger hast und oft 1-2 Tage verschwindet ohne Geld und Essen. Wie konnte man ihn fasten lassen wenn er kommt und mit Aggresivität verlangt von uns etwas zum Essen.

  6. 6

    Guten Morgen liebe Leute.
    Die Muslime müssen einen Monat lang im Monat Ramadan fasten, welches den Muslimen vom Herren der Welten befohlen wurde. Dies schon seit über 1400Jahren. Alles was uns Gott befiehlt und untersagt ist nur für unser eigenes Wohlergehen. Viele machten sich lustig über die Muslime: Wieso muss man denn von früh bis abend hungern?! Was ist das für eine Religion?!! Hier habt ihr eure Antwort! Lg

  7. 7

    Lieber Herr Gräber, gibt denn Kliniken, die diesen Therapieansatz verfolgen? Ich kenne eine tragischen Fall (Schizophrenie) , der mit Medikamenten buchstäblich zu Tode gequält wird. Nebenwirkung Diabetes 1. Er ist leider auf eine geschlossene Unterbringung angewiesen.

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