„Mini-Fasten“ hilft Frauen gegen Brustkrebs

Langsam und sicher scheint sich in der Wissenschaftsgemeinde die Kunde durchzusetzen, dass Zucker nicht nur nicht besonders gesund ist, sondern auch ein wichtiger „Stammspieler“ bei der Entstehung von Krebs zu sein scheint. Denn Krebszellen lieben Zucker. Und wenn Sie Fünf Tipps gegen Krebs benötigen, dann ist einer dieser fünf der Tipp, Zucker so gering wie nur möglich zu halten. Denn Zucker ist mehr als nur ein Gift: Zucker – Noch giftigere Wahrheiten. Das klingt schon fast verrückt, wo Zucker in jedem Haushalt im Küchenschrank steht.

Eine neue Studie aus der Universität von Kalifornien hat hier Bemerkenswertes feststellen können: Prolonged Nightly Fasting and Breast Cancer Risk: Findings from NHANES (2009–2010)

Laut Bericht der Autoren gibt es immer mehr Hinweise, dass der tägliche Rhythmus von Essen und „Fasten“ (die Zeit, wo man nichts zu sich nimmt) und die Synchronisierung mit dem Schlaf-Wach-Rhythmus einen starken Einfluss auf den Metabolismus des Organismus hat. Und diese Einflüsse scheinen auch eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Brustkrebs zu spielen. Also schickten sich die Autoren an und untersuchten die Dauer nächtlicher Abstinenz und einem Zusammenhang mit Biomarkern für Brustkrebsrisiko bei Frauen. Die Daten stammten aus einer Untersuchung, die Daten zur Frage von Gesundheit und Ernährung im Zeitraum von 2009 bis 2010 in den USA erhoben hatte.

Insgesamt lagen die Daten von 2212 Frauen vor, bei denen HbA1c-Werte bekannt waren, ferner anthropometrische Daten und Fragen zur Ernährung. Für 1066 Frauen lagen die Werte für Blutzuckerspiegel 2 Stunden nach der Nahrungsaufnahme vor.

Resultat: Es zeigte sich, dass jede 3-Stunden-Periode nächtlichen Fastens mit einer 4-prozentigen Abnahme der postprandialen 2-Stunden-Blutzuckerwerte verbunden war. Gleichzeitig ergab sich eine Abnahme von HbA1c, die aber nicht signifikant ausfiel. Und jede Zunahme dieser 3-Stunden-Fastenperiode das Risiko für eine Erhöhung des HbA1c-Werts um jeweils 20 Prozent senkte. Die Sache mit dem HbA1c halte ich sowieso generell für wichtig, Patienten sollten diesen Blutwert kennen: www.yamedo.de/blutwerte/hba1c-wert.html

Schlussfolgerung der Autoren: Je länger das nächtliche und abendliche Fasten dauert, desto besser sieht der metabolische Haushalt aus. Als Folge davon sollte sich auch ein günstiger Einfluss auf die Entstehung von Brustkrebs ergeben, was aber, laut Aussagen der Autoren, in randomisierten Studien noch belegt werden muss.

In begleitenden Interviews zur Studie äußerten sich einige der Autoren, dass die gängigen Ratschläge zur Verhinderung von Krebserkrankungen sich auf eine Einschränkung von rotem Fleisch, Alkohol und raffinierten Getreideprodukten beschränken. Inzwischen gibt es jedoch mehr und mehr Hinweise, dass die Frage, wann und wie oft man isst, auch eine Rolle bei der Erhöhung des Krebsrisikos spielt.

Die Frage, ob eine Kalorienrestriktion das Brustkrebsrisiko senken kann, ist kein neues Thema. Neu ist hier, dass man versucht hat, einen Einblick beim Menschen zu gewinnen. Unter Intermittierende Kalorienrestriktion gegen die Entwicklung von Brustkrebs habe ich dieses Thema bereits einmal diskutiert. „Nachteil“ der hier erörterten Studie ist, dass sie an Mäusen durchgeführt worden war. Dafür aber waren die Ergebnisse um so eindeutiger.

Unter Intermittierendes Fasten und Sport gibt es noch weitere Informationen zum intermittierenden Fasten und eine Reihe von weiterführenden Links zu anderen Artikeln, die sich mit diesem Thema befassen.

Fazit

Fasten und/oder intermittierendes Fasten rückt in den Augen der Wissenschaft immer mehr ins Rampenlicht von Prophylaxe und womöglich bald auch Therapie von ernstzunehmenden Erkrankungen. Wo vor noch nicht allzulanger Zeit die Schulmedizin und die ihr angeschlossene Journaille Zeter und Mordio riefen und das Fasten als „Scharlatanerie“ und lebensgefährlich brandmarkten, wird heute immer klarer, dass Fasten, auch im kleinen Rahmen, eine physiologische Notwendigkeit zu sein scheint. Denn unser Organismus ist noch immer auf ursprüngliche Lebensbedingungen eingestellt, bei denen man um jede Kalorie kämpfen musste. Daher ist er auf nahrungsfreie Zeiten bestens vorbereitet. Der heute gebotene Kalorien-Überfluss in Form von Zucker dagegen hat mit den natürlichen Gegebenheiten absolut nichts mehr zu tun.

Datum: Montag, 4. Mai 2015
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