Junkfood ist gut für Darmerkrankungen

Wie es aussieht, ist Junkfood gut für Darmerkrankungen. Damit will ich nicht sagen, dass sie den Erkrankungen entgegenwirken. Vielmehr scheint Junkfood diese Erkrankungen zu fördern.

In Großbritannien gibt es eine Reihe von Ärzten, die den Trend zu mehr Darmstörungen auf einen gesteigerten Konsum von Junkfood und den vermehrten Einsatz an Antibiotika zurückführen. Laut Statistik haben sich die entzündlichen Darmerkrankungen in den letzten 10 Jahren mehr als verdreifacht – und auch ich beobachte in der Praxis deutlich diesen Trend.

Dr. Sally Mitton ist Gastroenterologin in einem Londoner Krankenhaus. Sie sieht einen engen Zusammenhang zwischen Junkfood und Morbus Crohn. Zu Morbus Crohn hatte ich bereits ein paar Beiträge veröffentlicht:

Aber nicht nur Junkfood scheint die Häufigkeit an entzündlichen Darmproblemen zu erhöhen. Antibiotika, die einen heftigen Einfluss der negativen Art auf die Darmflora haben (können), scheinen am gleichen Rad zu drehen wie Junkfood. Dass mit Antibiotika nicht zu spaßen ist, das habe ich auch des Öfteren verlauten lassen:

Für Dr. Mitton ist der „Genuss“ (wenn man das als Genuss bezeichnen kann) von Junkfood mit einem erhöhten Risiko für Morbus Crohn assoziiert. Und Menschen (besonders im jüngeren Alter), die häufig Antibiotika eingenommen hatten, haben ein ähnlich hohes Risiko. Eine andere, sehr ähnliche Form einer entzündlichen Darmerkrankung, das Reizdarmsyndrom, scheint ebenfalls von häufigen Einnahmen von Antibiotika und Junkfood (Fast Food) zu „profitieren“. Unglücklicherweise gibt es in der Schulmedizin für diese Erkrankungen nur eine „evidenzbasierte“ symptomatische Behandlung. Eine Heilung ist von dort nicht zu erwarten. Dass diese „Aussichten“ dennoch kein Grund zur Hoffnungslosigkeit bedeuten, das können Sie hier nachlesen:

Für Dr. Mitton ist jedoch noch nicht klar, warum und wie Junkfood zu Entzündungen im Darmbereich führt. Junkfood ist typischerweise angereichert mit tierischen Fetten, die meist gesättigt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass bei genetisch vorbelasteten Menschen die Aufnahme dieser Fette den Entzündungsprozess auslöst.

Neuere Statistiken vom britischen Health und Social Care Information Centre besagen, dass in den Jahren 2003 und 2004 fast 5000 junge Erwachsene im Alter zwischen 16 und 29 Jahren ins Krankenhaus eingeliefert worden waren (in Großbritannien) mit einem dieser beiden zuvor diskutierten Befunde. In den Jahren 2012 und 2013 stieg die Zahl der Krankenhausaufnahmen mit diesen Indikationen auf knapp 19.500.

Für drei Viertel der Patienten mit Morbus Crohn, so fährt diese Statistik für Großbritannien fort, wird früher oder später ein chirurgischer Eingriff in den Gastrointestinaltrakt erforderlich, um nicht mehr funktionierende Darmabschnitte zu entfernen. In Großbritannien wären dies fast 200.000 Patienten (von 250.000 Erkrankten).

Zum (miesen) Schluss kommen ein paar spezielle Vertreter der britischen Schulmedizin zu Wort, die der „National Society for Colitis and Crohn´s Disease UK“ angehören. Ein Sprecher dieser Organisation beteuert, dass die Erkrankungen auf vielen Faktoren beruhen, vor allem auf genetischen Veranlagungen, die von Umweltfaktoren aktiviert werden können. Von daher sei die Ernährung möglicherweise ein Faktor für die Erkrankung. Aber bislang gäbe es keinen Hinweis, dass sie der hauptsächliche Faktor sei. Warum ist das so? Ja, nun, weil nach seiner Meinung die Zusammensetzung der Darmbakterienkultur sich relativ rasch verändern kann – meist zu Ungunsten der nützlichen Bakterien und einem Anstieg der „gefährlicheren“ Bakterien.

Es fällt hier auf, dass Genetik und Veränderung zum Schlechten in der Zusammensetzung der Darmbakterien in einen sprachlichen Kontext gesetzt wird, der beides als die Hauptursache erscheinen lässt. Es fällt auch kein Wort, woran es liegt, dass die Zusammensetzung der Bakterien sich verändert. Vielmehr entsteht der Eindruck, dass Genetik (dagegen kann man absolut nichts machen!) und (gottgewollte?) unerklärbare Veränderung der Darmflora der Grund sind, warum die Schulmedizin keine Mittel zur Heilung hat. Ja, wie soll sie denn auch? Wer falsche Ursachen angibt, die auch noch nicht einmal evidenzbasiert sind und viel wahrscheinlichere Ursachen als Bagatellursachen herunter jubelt, der kann auch kein Therapiekonzept entwickeln, das greift.

Und als ob er sich selbst vor der Dummheit seiner Argumente fürchtet, kommt sofort der schlagende Beweis, dass er doch Recht hat: Denn viele Patienten haben bei seiner Organisation angerufen und beteuert, dass sie sich immer gesund ernährt hätten. Daher glaubten diese Leute nicht, dass der Verzehr von Junkfood an der Zunahme der Erkrankungen beteiligt sei.
Wir wissen jetzt nicht, ob die sich gesund ernährenden Anrufer an Morbus Crohn leiden oder ob sie den Verzehr von Junkfood als „gesunde Ernährungsform“ umdefiniert haben und keine gesundheitlichen Probleme haben. Aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Anrufe bei Instituten (oder bei mir zu Hause) ein evidenzbasierter Beweis für irgend etwas ist. Aber so funktioniert die evidenzbornierte Schulmedizin halt.

Fazit

Wenn Sie an Morbus Crohn oder einem Reizdarmsyndrom interessiert sind, dann versuchen Sie es einmal mit ganz viel Antibiotika und Junkfood gleichzeitig. Wenn Sie dann morgen früh nicht krank sind, dann haben Sie bewiesen, dass die Genetik beziehungsweise die geheimnisvolle Veränderung der Darmflora und nicht die gesundmachenden Antibiotika und Junkfood für eine Erkrankung verantwortlich sind. Die Antibiotika-Hersteller und Vertreiber von Junkfood nicken gerade heftig und zustimmend mit dem Kopf.

Wenn Sie allerdings schon an einem Reizdarmsyndrom leiden: In meinem Buch „Die biologische Reizdarmtherapie“ beschreibe ich 12 sehr wirksame Heilverfahren, die in Studien zeigen konnten, dass sie helfen.

Die biologsiche Reizdarmtherapie

Stellungnahme zum Kommentar von „Klaus“ (siehe unten Kommentar Nummer 13):

Es ist ja relativ selten, dass ich eine detailliertere Stellungnahme bekomme, die (letztlich) das komplette Gegenteil behauptet. Also auf geht´s:

Junkfood enthält hohe Mengen an TFAs (trans fatty acids Trans-Fettsäuren), die für ihre entzündungsauslösenden Effekte bekannt sind. Die von Herrn Klaus (siehe unten) zitierte Arbeit bestätigt dies zumindest für die ulzerative Colitis. Andere Arbeiten zeigen einen Zusammenhang zwischen TFAs und kardiovaskulären Erkrankungen und der nicht alkoholischen Fettleber:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15735094

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15585763

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15051604

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21943357

Beim Morbus Crohn scheint in der Tat der Zusammenhang zwischen TFAs und der Pathogenese nicht so geradlinig zu verlaufen. Wie es aussieht, spielen hier mehr als nur die Entzündungen eine Rolle zur Entstehung der Erkrankung. Genetische Veranlagung wird hier immer gerne als einer der ersten Gründe genannt. Schon im Artikel habe ich versucht, die Genetik etwas zu relativieren. Denn wir wissen seit geraumer Zeit, dass epigenetische Faktoren einen signifikanten Einfluss auf die Wirksamkeit von Genen haben. Das heißt in der Praxis, dass Menschen mit genetischer Vorbelastung für bestimmte Erkrankungen nicht notwendigerweise erkranken müssen, wie einst immer behauptet. Durch die Modulation von Umweltbedingungen – und hier ist die Ernährung der Nr.1-Faktor – ist es möglich, Bedingungen zu schaffen, die das Einschalten dieser Gene verhindert.

Dass die Ernährung bei Morbus Crohn eine Rolle spielen könnte, scheint noch nicht sonderlich untersucht worden zu sein. Daraus aber abzuleiten, dass die Ernährung keine oder eine untergeordnete Rolle spielt, halte ich für absolut hypothetisch. Ich muss erst einmal beweisen, dass dem so ist, bevor ich solche Aussagen machen kann.

Immerhin gibt es eine Arbeit, die den Einfluss der Ernährung auf Morbus Crohn untersucht hat. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24969285

Hier spielen TFAs, hoher Zuckerkonsum (beides typisch für Junkfood), Gliadin, Konsum von Emulgatoren, geringer Konsum an Ballaststoffen (siehe Junkfood) und so weiter eine zentrale Rolle. Laut Aussage der Autoren bedingen diese Faktoren eine lokale Veränderung der Darmflora, die zum Eindringen von Bakterien in die Darmwand führt und somit zur Entzündung.

Für mich ist es kaum nachzuvollziehen, warum so potente Entzündungsmediatoren, wie die TFAs, die sogar kardiovaskuläre Komplikationen und eine Fettleber auslösen können, nicht auch in der Lage sein sollten, eine Reihe von entzündlichen Darmerkrankungen inklusive Morbus Crohn zu erzeugen? Wie gesagt, die Tatsache, dass diese Überlegung nicht weit verbreitet ist, ist für mich kein Argument, nicht auch einmal in diese Richtung zu denken.

Weit verbreitet dagegen ist die Berichterstattung in den (Internet)-Medien, dass eine Steigerung der Diagnosen um 300 Prozent in den letzten 10 Jahren zu sehen war. Wenn ich Ihre Logik zugrunde lege, dass was wenig verbreitet ist, auch nicht signifikant ist, dann hätten wir es hier einer „überwältigenden“ Bestätigung dieser Angaben zu tun. Aber auch das würde ich nicht unbedingt als „Beweis“ gelten lassen. Was mich nur nachdenklich macht, ist die Tatsache, dass die Krankenhausaufnahmen im besagten Rahmen zugenommen haben. Wie kommt dies zustande? Weil es TNF-alpha-Blocker gibt? Den Zusammenhang kann ich nicht erkennen. Und werden diese Leute ohne entsprechende Diagnose ins Krankenhaus eingeliefert? Ich möchte nicht behaupten, dass es sich hier ausschließlich um Morbus Crohn Patienten handelt.

In diesem Zusammenhang sehe ich nur die Logik, dass der massenhafte Konsum von Junkfood mit seinen charakteristischen Eigenschaften in Sachen Entzündungen und deren Verursachung korrespondiert mit der Zunahme an entzündlichen Darmerkrankungen. Wer da behauptet, dass Junkfood in keinem Zusammenhang steht, der kann auch gleich behaupten, dass Lungenkrebs in keinem Zusammenhang mit Rauchen steht.

Zur Entschuldigung von Dr. Mitton. Sie hat sich dafür entschuldigt, dass sie den Eindruck hinterlassen hat, dass Junkfood alleine für Morbus Crohn verantwortlich sei und eine dementsprechende Verunsicherung verbreitet hatte. Inhaltlich hat sie nichts von ihrer Aussage zurückgenommen. Sie sieht genetische Faktoren als Basis der Erkrankung an, die aber vermehrt zutage treten durch Änderungen im Lebensstil. Ernährung ist doch ein integraler Bestandteil des Lebensstils, oder?

Datum: Freitag, 27. Juni 2014
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21 Kommentare

  1. 1

    Es ist ungeheuerlich, wie schwierig es ist mit wirklich überholten Traditionen, Denkmustern, analytischen Analogien, zu brechen, sehr geehrter, Herr Gräber

    Eine recht lange Zeit verfolge ich, mit welchem Engagement und Enthusiasmus Sie Ihre Ratschläge nicht nur mit Konsequenz veröffentlichen, sondern diese zunächst verfassen und schreiben.

    Es ist in meinen Augen alles recht einfach zu erklären… Alle menschlichen Generationen, bis heute, folgen einem vertikalen Denkansatz -und Prinzipien der Macht und Kontrolle… Folge leisten wir wie Schafe, denn wir haben irgendwann aufgehört autonom zu denken… Ganze Banden von Banditen bereichern sich an ‚ unseren Erkrankungen ‚ den fabrizierten Pillen, Saucen und analog Säften von Drogen -und Vitaminen…. Alle Bereiche des bestehenden, konformistischen mafiotisch verfilzten Gesundheitssystems, sind unter Kontrolle ganz spezifischer Interessengruppen…

    Natürlich bringt MAC Donald‘ s den Zelltod der Darmflora, der Schleimhäute…. die anschliessend vergebenen Ordonnanzen bringen den garantierten Tod des körpereigenen Immun -und Abwehrsystems….

    Eine Art der Kontrolle der Wachstumsraten der Bevölkerungen mit einer ‚ garantiert positiven Gechäftsbilanz im Resultat ‚ ….

    Dieser, mein Gedanke klingt zynisch und er ist übrigens überhaupt nicht neu…. Aber, er ist das Gegenmodell zum LEBEN, der Freude am Leben….

  2. 2

    Gibt es für mich vielleicht einen Tipp? Ich leide unter chronischer Darmentzündung….Esse nie Antibiotika oder Junkfood!! Keinen Alkohol, keine Pille, keine Zigaretten…alle Allergie Tests negativ1
    Treibe Sport, Joga, Tanzen, Pilates…bin ausgeglichen und glücklich – hab dieses Problem nun schon 2 Jahre – was soll ich tun?

  3. 3

    Ich esse viel Gemüse, wenig Rind- und Hühnerfleisch, kaum Alkohol, keine Zigaretten, arbeite viel im Garten, wo ich eigenes Gemüse ziehe und habe ständig Blähungen. Versuche mit Tee Linderung, aber kaum Erfolge.
    Wer hat Ratscglag?

  4. 4

    An dieser Stelle ein herzliches Danke für Ihre wertvollen Informationen!!! Die Wirkung von Antibiotika kann ich aus leidvoller Erfahrung bestätigen. Nach einer Nieren-OP erhielt ich (40 kg schwer) jede Mange Antibiotika. Die OP war sehr gut, aber bei der Entlassung litt ich unter laufendem Erbrechen und schwerem Durchfall – so schlimm, dass ich sofort wieder in ein Krankenhaus eingeliefert wurde. Auf der Inneren Station gab es wieder Antibiotika – diesmal gegen die Darminfektion! Bald stellte man Clostridium difficile fest, ich sollte isoliert werden. Ich ließ mich entlassen und wollte nur noch Ruhe. Man gab mir ein Rezept: Clont(Antibiotikum) gegen den Clostridiumkeim! Ich war todkrank und fühlte mich als Sterbende, nahm Clont aber nicht und stand die Infektion tatsächlich durch mit Tee und leichter Gemüsebrühe. Das Gewicht war inzwischen 33 kg. Aber ich überlebte! Seither habe ich panische Angst vor Antibiotika, die aber nur von wenigen Ärzten akzeptiert wird. Es sollte – wenn schon – mehr auf Konstitution und Erfahrung des Patienten geachtet werden. Das Prinzip „viel hilft viel“ wird gerade bei Antibiotika häufig angewandt, ob ein Patient 40 oder 90 kg wiegt, zarte oder robuste Konstitution mitbringt, freudige Erwartung oder Ängste gegenüber Antibiotika zeigt.

  5. 5

    Antibiotika + Junk Food = Darmprobleme Dieser Gleichung kann ich aus eigener Erfahrung voll und ganz zustimmen. Auf dem Höhepunkt meiner schulmedizinischen Gutgläubigkeit verordnete mir mein damaliger Hausarzt im Jahre 2002 acht(!) mal Antibiotika wegen anhaltender Blasenentzündungen. In den 90er Jahren hatte ich einen stressigen Job, wenig Zeit zum Essen und einen hektischen Alltag in der Großstadt. Das Ergebnis waren zahlreiche Allergien und Unverträglichkeiten sowie massive Darmprobleme. Auch heute kann ich mich noch immer nicht als völlig beschwerdefrei bezeichnen, aber dank gesunder Ernährung, gelegentlichen Fastens, regelmäßiger Leberreinigung, massiver Entgiftung und stressfreiem Lebenswandel habe ich die Torturen der Schulmedizin überlebt. Einen vertrauenswürdigen Hausarzt, der mit seinen Patienten auf Augenhöhe kommunizieren kann, habe ich leider noch nicht gefunden.

  6. 6

    Hallo liebe Anita, liebe(r) M.S.E.,
    im letzten Jahr hat eine Heilpraktikerin bei mir per autonomem Regulationstest festgestellt, dass ich Gluten und Milcheiweiß nicht vertrage.
    Seit ich diese beiden Dinge weglasse, geht es mir extrem gut. Das ist natürlich meine persönliche Geschichte. Aber vielleicht hilft es auch Euch? Gleich am nächsten Tag war mein Energielevel x-mal so hoch wie zuvor, Blähungen so gut wie verschwunden. Die ersten zwei bis drei Wochen des Weglassens waren etwas mühsam wegen der Entzugserscheinungen (sowohl Gluten als auch Milcheiweiß docken an unseren Morphinrezeptoren an und sind damit sozusagen „legale Drogen“ – überspitzt formuliert. Die Volksweisheit „Nudeln machen glücklich“ ist daher gar nicht so falsch – bei manchen jedoch nicht auf Dauer… Inzwischen esse ich darüberhinaus so gut wie nichts mehr, was meinen Blutzuckerspiegel in die Höhe jagt – also auch kein glutenfreies Brot mit Marmelade oder so. Überwiegend bin ich auf grüne Smoothies umgestiegen und viel orientalisch-asiatische Küche – da komme ich gut um die zwei kritischen Sachen herum.
    Alles Gute für Euch – und natürlich bin ich auch neugierig auf Renés Antwort – dies ist ja nur meine eigene Geschichte. Leider kann ich ihn nicht besuchen – ist von München einfach zu weit.
    Sunshine 🙂

  7. 7

    Was ist Junkfood ??????

  8. 8

    Guten Tag Herr Gräber.

    Danke für die Informationen.

    Mir wurde aufgrund einer Koloskopie gesagt, dass ich am Reizdarmsyndrom leide, weil ich unerklärliche Duchfälle hatte und keine medizinisch erfassbare Veränderung vorlag.

    Und dies, obwohl ich mich nicht von Junkfood ernährt habe noch ernähre. In meinem Fall war es so, dass der Hautgrund eine psychische Ursache hatte. Nachdem diee fortfiel, ging es mir besser.

    Mit freundlichen Grüßen
    Karin

  9. 9

    Ich hatte jahrelang Durchfall und Schmerzen auf der linken Bauchseite und habe alles mögliche probiert. Geholfen hat mir weißes Kieselerdepulver. Ich habe jetzt keine Darmbeschwerden mehr. Ich weiß nicht ob es
    immer und allen hilft, aber einen Versuch ist es wert und hat, denke ich, keine Nebenwirkungen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Wilhelm

  10. 10

    Hallo liebe Anita, liebe(r) m.s.e.

    Bei mir war es wie bei Sunshine. Ich habe Gluten und Milch komplett weg gelassen. Nach wenigen Tage haben sich die gesundheitlichen Probleme gebessert, nach ca. Drei Wochen waren sie total weg. Außerdem hatte ich auch plötzlich eine menge neuer Energie.
    Leider ist das Getreide heutzutage durch Züchtungen stark verändert und für unseren Körper eine starke Belastung. Einfach probieren, aber speziell am Anfang ganz konsequent sein.

    Liebe Grüße
    Wolfgang

  11. 11

    ….danke, danke, danke lieber Herr Graeber fuer ihre wertvollen Aufklaerungen ueber die schaendlichen Machenschaften von Wissenschaft, Medizin und Wirtschaft, die meistens alle an einem Strang ziehen um die „Haushaltskasse“ aufzubessern. Dieser „wilde“ nicht zu bremsende Kapitalismus bringt uns alle ins Grab, es sei denn wir leben bewusst und das taeglich aufs Neue.
    Herzliche Gruesse von Chile
    Christiane Walter-Castro

  12. 12

    J.H

    Wie wir uns heute von den Kapitalismus prägen lassen, genauso gefährlich ist es auch auf dem Gebiet in unseren Religionen. Solange wir in unserer hineingeborenen Religion sie blindlings folgen, ohne uns zu vergewissern ob sie noch auf dem Fundament der Echtheit, bzw. der Reinen Lehre des Wortes Gottes steht, kann das in unserem Leben noch viel grösseren schaden anrichten, denn da steht unser ewiges Leben in Gefahr.
    Es wäre wirklich Ratsam darüber ernstlich nach zu denken.

  13. 13

    Der Aufhänger des Artikels ist vollkommen fehlerhaft.

    Die Behauptung, Junk Food würde das Risiko für Morbus Crohn erhöhen, basiert allein auf der unglücklichen Formulierung von Frau. Dr. Sally Mitton gegenüber der BBC. Diese Behauptung wird von keinerlei Studien gestützt – im Gegenteil: .ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23828881
    Eine Entschuldigung ihrerseits folgte zudem wenige Tage nach Erscheinen des BBC-Artikels.
    So viel zu „evidenzbasiert“.

    Die „Verdreifachung“ der Diagnosen innerhalb der letzten 10 Jahren ist ebenso schlicht unwahr.
    Die in Großbritannien veröffentlichten Statistiken sprechen von etwa 300% mehr „hospital admissions“. Diese Zahl kommt allerdings durch die neuen Therapiemöglichkeiten mit TNF-alpha-Blockern und Co. und zustande, welche als stationäre Behandlung in die Statistik mit einfließen.
    Auch hier kam es zu einer Korrektur und Klärung der Datenlage durch die BBC.
    Siehe hierzu Professor Chris Probert on BBC News 24. (.youtube.com/watch?v=2iNnEIOuAWs)

    Weiterhin gibt die Schulmedizin bisher keine Ursachen an. Lediglich wurden mehrere Erbfaktoren ausgemacht, welche eine Prädisposition für Morbus Crohn darstellen.
    Die Veränderung der Mikrobiota (Darmflora) stellt nur eine weitere (nicht weit verbreitete) Theorie dar.

    Wie alle Autoimmunerkrankungen, nimmt Morbus Crohn in seiner Häufigkeit zu. Von einer Verdreifachung sind wir jedoch noch weit entfernt und auch Junk Food steht in keinem Zusammenhang damit.

    Bitte werfen Sie in ihrer Argumentation auch nicht das Reizdarmsyndrom mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen in einen Topf.

  14. 14

    hallo ihr Lieben… Ich bin 50 J. und habe sicherlich nicht immer gut gelebt.Der Lebens-Anfang zählt… Die ersten Jahre haben Ärzte an mir vieles ausprobiert genauso andere Erwachsene. Seit dem ich dreißig bin – versuche ich mit mir besser bis gut positive dem Leben gegenüber zu leben. Natürlich kann ich mich nicht von allem frei machen.
    Herr Gräber danke für all die tollen Informationen – für mich ist einiges neu und auf jeden Fall super interessant zu lesen.DANKE was ich vermisse ist einen Plan zum Heilfasten,nicht nur frische Brühe.
    Herr Simon: Junk Food; amerikanisches/ englisches Essen besteht aus minderwertigem Material – aus leeren Energiegehalt, hat keine Vitamine, Mineralien,Spurenelemente einfach nichts sie sind unnötig für unser Leben/Körper. Nun ja was sagt Aristoteles; „die Dosis macht die Wirkung“! heute: meine Organe sind am Abend erschöpft/verkrampft trotz vieler positiver Veränderungen in meinem Leben und ich hoffe noch den für mich richtigen Weg zu finden, alle Informationen sind wertvoll. Liebe Grüße aus Hamburg

  15. 15

    Vielen Dank für ihre Aufklärung – manches weiß man kaum.
    Ich hatte schon 2 magen-und darmspiegelungen – man hat mir 1 Polyp dabei entfernt. Und man hat den heliobakter bei mir vermutet. Zu dieser Zeit nahm ich ein Rheumaticum ein, bekam auch den Saeureblocker – besser wurde es erst, als ich mit Schüßler-Salzen anfing. Die nutze ich noch heute bei Erkältungen, usw.
    Habe auch Heilpilze, die ich einnehme: Reishi, Shitake, Cordyceps sowie Auricularia. Leider nehme ich noch Valsartan comp ein wegen Blutdruck. Dieser schwankt sehr bei mir, weil ich wieder die Schilddrüsen -Adenome vermute. Bisher hatte ich noch keinen neuen Termin bei dem Hausarzt.
    Vorige Woche taten mir die Gelenke sehr weh, diese besserten sich bei Einnahme von Natrium sulfuricum in D 6 (täglich 6 – 8 St.)

  16. 16

    Die Argumentation mit den Studien, die angeblich beweisen sollen, dass alles so oder anders sein soll ist immer schwierig. Diese Diskussion haben wir seit 200 Jahren auch mit der Homöopathie. Obwohl ihre Wirkung immer und immer wieder zu beobachten ist, werden gebetsmühlenartig irgend welche Metastudien zitiert, die angeblich das Gegenteil beweisen. In dem Büchlein „Homöopathie für Skeptiker schreiben Dr.med.Irene Schlingensiepen und Mark-Alexander Brysch sehr eindrücklich, warum das mit den Metastudien so eine Sache ist:
    „Stellen Sie sich vor, sie müssen aus einem Flugzeug springen. Würden Sie einen Fallschirm mitnehmen? Vermutlich schon, aber woher wollen Sie wissen, dass er Ihnen helfen wird; kennen Sie die Studienlage zur Wirksamkeit von Fallschirmen bei Sprüngen oder Stürzen aus großer Höhe? Die gibt es tatsächlich und ihr Ergebnis liest sich wie eine Sensation: Im Jahr 2003 führten Gordon Smith und Jill Pell eine sogenannte Metastudie durch. Das bedeutet, dass sämtliche Forschungsergebnisse zu Fallschirmen zusammengefasst und gemeinsam bewertet wurden. Die Wissenschaftler fanden heraus: Nicht eine einzige Studie belegt, dass Fallschirme beim Sprung aus großer Höhe schützen. In einer Metastudie ergeben nicht positive Resultate eine negative Bilanz. Das Ergebnis dieser Metastudie lautete also folgerichtig: Ohne positive Resultate muss man zu dem Schluss kommen, dass Fallschirme beim Sprung aus Flugzeugen nichts nützen.“
    Das Junk Food angeblich keinen Zusammenhang haben soll mit dem gehäuften Auftreten von Autoimmunerkrankungen, weil es hierzu keine eindeutige Studie gibt, bedeutet deshalb überhaupt nichts. Jeder, der lieber auf solche Studien wartet, als seinen Verstand einzuschalten, kann bis dahin gerne weiter von Burger und Cola ernähren. Schade nur, dass dadurch die Krankenkassen zur Badbank der Ernährungsindustrie werden…

  17. 17

    Claudia
    Hallo M.S.E.
    Neben glutenhaltigem Getreide (Hafer, Weizen, Gerste, Roggen, evtl. auch Dinkel), Milchprodukten (außer Sahne,Schmand, Butter) solltest du auch dringend Zucker in jeglicher industriellen Form (außer etwas Honig, Xylit wenn verträglich)weglassen und auf gesunde Fette (kaltgepresstes Olivenöl, Kokosöl, Leinöl; letzteres aber nur unerhitzt umsteigen.
    Evtl. bist du stark übersäuert, was auch zu Blähungen führen kann (abends vor dem Schlafen 1 Teelöffel Kaisernatron in 1 Glas warmem Wasser zügig trinken),
    1 Teelöffel Bentonit oder Zeolith oder Mischung abends mit Abstand zu anderen Produkten einnehmen und die Darmflora mit 50 – 100 ml Kanne Brottrunk aufbauen, alles langfristig durchführen.
    L. G., Heilpraktikerin Claudia Gillmann, Mönchengladbach

  18. 18

    >>Junkfood ist typischerweise angereichert mit tierischen Fetten, die meist gesättigt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass bei genetisch vorbelasteten Menschen die Aufnahme dieser Fette den Entzündungsprozess auslöst.<<
    Junkfood ist heutzutage ganz im Gegenteil eher angereichert mit billigen Pflanzenfetten, die reich an entzündungsfördernden Omega-6-Fettsäuren sind, wie Sonnenblumenöl, die zudem durch frittieren und anderweitige starke Verarbeitung in großer Menge zu Transfetten umgewandelt werden. Dazu kommt der hohe glykämische Index dieser Nahrungsmittel und ich würde jetzt einfach mal vermuten, dass durch sie die "schlechten" Darmbakterien gefördert werden, während die "guten" regelrecht ausgehungert werden.

  19. 19

    Hallo,

    Doro hat recht. Die Lebensmittel Industrie verwertet viel zu viel billiges Pflanzenfett. Es gibt Studien die nahelegen, dass die Verfettung unserer Gesellschaft größtenteils von zu hohem Omega 6-Fettsäuren Verzehr kommt. Das schlimme ist, dass viele Diäten Pflanzenfett als etwas gutes und gesundes darstellen. Im Grunde mag das Stimmen, allerdings sind die Verhältnisse aus dem Ruder gelaufen. Unter gesunder Ernährung verstehen viele etwas vollkommen falsches!

  20. 20

    Es würde mich auch sehr wundern, wenn Junkfood in irgendeiner Art und Weise gesund wäre!!

    Schlimm! :-/

  21. 21

    Hallo zusammen,
    Ich gabe seit 25 Jahre MC, direkt am Anfang wurde mir ein Stück Darm Entfernt.
    Dies zur Vorgeschichte, ein maßgeblichen Anteil an dem Verlauf hat die Ernährung, leider gibt es kein Patentrezept – d.h. Jeder der betroffen ist, muss genau Buch führen was er wann ist und wie die Reaktionen sind, das ist mühsam und dauert.
    Ich habe für meinen Plan Jahre gebraucht????
    Meiner Erfahrung nach ist das Wichtigste das Frühstück, und hier gilt:
    – gesund, Nährstoffhaltig und doch gut verträglich
    Frühstück:
    Haferflocken (Menge nach Hunger) mit heißem Wasser kurz Quellen lassen – 10 Minuten
    Nüsse und einen Apfel reiben und zugeben
    Eine halbe Zitrone pressen und Saft dazu geben
    Für den Geschmack kann man noch Craneberries oder ungeschwefelte Weinbeeren dazu geben
    Wichtig: keine Milch oder Joghurt
    Alternativ kann man auch Keimfähiges Getreide ( Reformhaus ) 5-8 Stunden vorher selbst schroten und mit Wasser ansetzten 5-8 Stunden

    Tabu sind:
    Auszugsmehl oder auch weises Mehl genannt
    Weißer Zucker, Wurst oder Fleisch vom Supermarkt
    Frittiertes aller Art.

    In Maßen:
    Schwein, Geflügel

    Absolut erlaubt:
    Dinkel in jeder Variation (100% Dinkel)
    Kartoffeln, Möhren, Brocoli

    Alles andere so wie man es verträgt.

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