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Darmfistel - Was nun?

Unter einer "Fistel" versteht man spontan gebildete (unnatürliche) Verbindungen zwischen zwei Bereichen - so auch bei einer Darmfistel. Dabei handelt sich bei einer Fistel um eine Art röhrenförmiges Gebilde aus Granulations- oder Epithelgewebe.

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Der Ursprung einer Darmfistel liegt meist in feinen Fissuren, nekrotischem oder ulzerösem Gewebe oder in perforierten Gewebeanteilen, die durch unterschiedliche Grunderkrankungen entstehen können.

Neben Diabetes mellitus und Erkrankungen der Speiseröhre (Divertikel) kommen u.a. auch Störungen im Bereich des Magens (z.B. Dilatation = Erweiterung), des Ohrs und besonders des Darms (z.B. Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) für eine Entstehung in Betracht.

Somit können sich Fisteln eigentlich überall im menschlichen Körper ausbilden, wobei sich die meisten im Oesophagealbereich (Speiseröhre) und Darmbereich finden.

Äußere Fisteln bilden sich zwischen einem Hohlorgan (z.B. dem Darm) und der Körperoberfläche aus.

Bei Verbindungen zwischen zwei Hohlorganen oder der Bildung eines Umgehungsweges spricht man von inneren Fisteln: zum Beispiel bei einer Verbindung zwischen Darm und Harnblase.

Die Fistel stellt neben der Verbindung zweier Bereiche auch eine Eintrittspforte für Keime und Bakterien dar. Typische Merkmale sind die schlechte Abheilung und Rezidiv-Neigung (Patienten neigen dazu wiederum neue und andere Fisteln zu bilden).

Symptome bei Fisteln

Äußere Fisteln des Darms (entero-kutane Fisteln, anorektale Fisteln) fördern einen Juckreiz, innere Fisteln (z.B. vom Magen zum Darm) zeigen eher ein Brennen.

Meist wird die Bildung erst spät bemerkt, da beide Formen kaum Schmerzen verursachen. Daneben kommt es zu verschmutzter Unterwäsche (bedingt durch nässende Wunden), Stuhl im Urin, Blutbeimengungen oder Genitalsekret im Kot und umgekehrt Stuhlabsonderungen über die Scheide bei Frauen. In schweren Fällen bildet sich auch eine Harn- oder Stuhlinkontinenz aus. Der Juckreiz entsteht durch eine Entzündung oder Schädigung der Haut, u.a. hervorgerufen durch Kotfragmente. Ein brennendes Gefühl zeigt sich z.B. bei einer Verbindung von Blase und Darm (durch den Urin) oder von Magen und Darm (durch die Magensäure), auch hier wird das betroffene Gewebe gereizt.

Gefahr einer inneren Fistel ist die drohende Unterversorgung mit lebensnotwendigen Nährstoffen. Bei physiologischer Darmpassage können diese aus der zerkleinerten Nahrung resorbiert werden. Bei Umgehung von Passagen kommt es zu einer vermehrten Ausscheidung dieser Nährstoffe ohne Möglichkeit zur Resorption.

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 02.08.2012 aktualisiert


   
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