..

Juckreiz im Analbereich - Afterjuckreiz

Viele Schreibweisen - gleiches Leiden: Hämoriden, Hämorrhoiden, Hämorieden, Hämorriden und Co.

Aus der Naturheilpraxis von Heilpraktiker René Gräber

Unter Hämoriden versteht man krampfaderähnliche Erweiterungen im unter der Schleimhaut gelegenen arterio- venösen Gebiet des Analbereiches.

Es handelt sich dabei um eine Erkrankung die sehr häufig auftritt und mit ca. 70% über 30- Jährige betrifft.

Zur Krankheitsentstehung tragen verschiedenen Faktoren begünstigend bei. So zum Beispiel die familiäre Vorbelastung zu einer Bindegewebstörung, Entzündungen in der Analregion, chronische Verstopfung, Schwangerschaft und besonders sitzende Tätigkeiten im Alltag.

Bei all diesen Faktoren kommt es zu einem Stau im Gefäßgebiet dieser Region, was die krampfaderähnlichen Erweiterungen entstehen lässt, die eben von vielen Hämorrhoiden, Hämorieden, Hämorriden oder einfach nur Hämoriden geschrieben werden.

Leider wird zu selten auch an Leberkrankheiten gedacht, die als Ursache in Frage kommen können. Meist wird daran erst gedacht, wenn "ernsthafte" Krankheiten der Leber (z.B. Leberzirrhose) vorliegen. In der Naturheilkunde sehen wir aber auch bereits viel früher einen möglichen Zusammenhang.

Einteilung der Hämoriden (Hämorrhoiden)

Insgesamt unterscheidet man bei bestehenden Hämoriden zwischen vier "Schweregraden", je nach Ausmaß der bestehenden Beschwerden.

Im ersten Stadium bestehen keine Schmerzen, es kann jedoch zu hellroten Blutauflagerungen im Stuhl, sowie zu einem gelegentlichen After Juckreiz kommen.

Das zweite Stadium ist charakterisiert durch das Vorfallen der knotigen Erweiterungen während der Stuhlentleerung mit selbstständiger Rückbildung nach der Defäkation. Begleiterscheinungen sind hier besonders Brennen, Nässen, Hitzegefühl und eher selten Blutauflagerungen im Stuhl.

Das darauffolgende dritte Stadium unterscheidet sich vom zweiten im wesentlichen durch die fehlende Reposition der Hämoriden nach der Stuhlentleerung. Hinzu kommen dadurch Schwellungen und starke Schmerzen vor, während und nach der Defäkation sowie beim Sitzen. Quälendes Jucken am After und Blutauflagerungen im Stuhl treten gehäuft auf.

Das vierte und schwerste Stadium der Hämoriden ist dagegen gekennzeichnet durch die ständig vorgefallenen Gefäßknoten, welche sich weder von alleine zurückschieben noch zurückschieben lassen. Die Betroffenen haben in diesem Stadium erhebliche Schmerzen, die nicht nachlassen.

Schulmedizinische Therapie

Diagnostiziert sowie in die Schweregrade eingeteilt werden Hämoriden durch die Inspektion der Analregion und die rektale Untersuchung. Therapeutisch kann man dieser Erkrankung auf unterschiedlichem Wege entgegenwirken.

Konservativ kann man die begünstigenden Faktoren zunächst durch Gewichtsreduktion bei Übergewicht, Obstipationsprophylaxe sowie dem regelmäßigen Waschen der Analregion nach dem Stuhlgang behandeln bzw. vorbeugen.

Bei geringen Beschwerden stehen schmerzlindernde und entzündungshemmende Salben zur Behandlung der Symptome zur Verfügung. Sitzbäder mit entsprechenden Zusätzen wie Kamille und auch kalte feuchte Umschläge sind weitere Maßnahmen, die die Beschwerden lindern können.

Diese Maßnahmen haben vor allem abschwellende und entzündungshemmende Wirkung. Reichen die genannten Methoden zur Behandlung in schwereren Stadien nicht aus so stehen zur Therapie weiter das Veröden der Hämoriden oder aber das Anlegen von Gummibändern (Ligaturen) an den einzelnen Knoten zur Verfügung, wodurch diese absterben und nach einigen Wochen abfallen.

Als letzte Maßnahme können Hämoriden bei Unwirksamkeit der zuvor genannten Methoden operativ in Vollnarkose entfernt werden. Dieses Verfahren wird allerdings erst in den letzen Stadien 3 und 4 angewandt, da es gewisse Risiken birgt, wie Blutungen, Stuhlinkontinenz und auch Verengungen im Analbereich.

Naturheilkundliche / Alternative Therapie

Eine naturheilkundlich orientierte Therapie, versucht immer erst einmal die wahre Ursache für die Beschwerden herauszufinden: Verstopfung, Leberprobleme, Bindegewebsschwäche, wird eine Therapie empfohlen.

Die können Homöopathie, Ernährungshinweise, Heilpflanzen, aber auch eine Darmsanierung oder Heilfasten sein.

Es kommt darauf an, in wie weit der Patient bereit ist "mitzuarbeiten". Manche Patienten wollen dann eben doch nur eine Salbe gegen das Symptom...

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 02.08.2012 aktualisiert


   
Folgen Sie mir auf...

Klicken Sie HIER um mir auf facebook zu folgen 

Klicken Sie HIER um René Gräber auf Google Plus zu folgen... 

Klicken Sie HIER für Informationen wie Sie meinen kostenlosen Newsletter anfordern können... 

Klicken Sie HIER um mich auf XING zu besuchen... 

Klicken Sie HIER um mir über Twitter zu folgen...

Mehr Informationen zum Thema

 
 
 
 
 
 
Darmprobleme & Darmkrankheit

 
● After Juckreiz
● Analfissur
● Bauchgefühl
● Blähungen
● Blut im Stuhl
● Colitis Ulcerosa - Dickdarmentzündung
● Darmbakterien - Wichtige Helfer der Gesundheit
● Darmentzündung
● Darmfistel
● Darmkrebs
● Darmprobleme
● Darmspiegelung
● Darmpilze
● Darmverschluss
● Divertikel und Divertikulitis
● Durchfall
● Hämoriden
● Immunsystem Darm
● Künstlicher Darmausgang
● Leaky-Gut-Syndrom
● Megakolon
● Morbus Crohn
● Meteorismus - Blähbauch
● Polypen im Darm
● Proktitis
● Reizdarm - Reizdarmsyndrom
● Roemheld-Syndrom
● Starke Bauchschmerzen
● Verstopfung und Darmträgheit
● Völlegefühl