Roemheld-Syndrom
Unangenehme Bachschmerzen: Das
Roemheld-Syndrom
Das Roemheld-Syndrom bezeichnet einen Symptomkomplex, bei
dem Magen- und Herzprobleme auftreten.
Es tritt vor allem nach üppigen und stark blähenden
Mahlzeiten und in Phasen von Stress, hastigem Essen oder
Schlafstörungen auf. Gase, die im Magen-Darm-Trakt entstehen,
verursachen dabei durch die anatomisch enge Beziehung eine
Verlagerung des Zwerchfells (großer Atemmuskel im Oberbauch) in
Richtung der Lunge, die wiederum durch den entstehenden Druck
das Herz einengen kann - manche sprechen von
einem Gasbauch.
In der Folge kann es zu "funktionellen" Herzbeschwerden
kommen. Man spricht auch von Herz- oder Atembeklemmung. In der
Medizin werden Dinge übrigens gerne als "funktionelle
Beschwerde" oder als "Syndrom" bezeichnet, wenn man nicht genau
weiß, was los ist... - seien Sie also auf der Hut!
In einigen Fällen kann es beim Roemheld-Syndrom zu
Herzrhythmusstörungen oder sogar zu einer Brustenge (Angina
pectoris) kommen, bei der ein Druck- und Beklemmungsgefühl im
Brustbereich auftritt.
Es kann zu einer abgeflachten Atmung und sogar zu einem
Blutdruckabfall kommen.
Daneben können Herzklopfen, Angst, ein Hitzegefühl,
Schwindelgefühle und sogar ein kurzzeitiger Bewusstseinsverlust
(Ohnmacht) auftreten.
Im allgemeinen sind diese Beschwerden harmlos, müssen aber
genau von einer organischen Herzerkrankung (z.B. einem
Herzinfarkt) abgegrenzt werden.
Im Verlauf werden durch den Verdauungsvorgang die
übermäßigen Darmgase weiterbewegt und verursachen dann keine
derartigen Beschwerden mehr.
Hilfe beim
Roemheld-Syndrom
Allgemeine Empfehlungen sehen ungefähr so aus:
"Besteht eine Neigung zu einer verlangsamten
Verdauungstätigkeit und einer übermäßigen Darmgasbildung,
sollte man vorbeugend auf zu üppige Mahlzeiten und blähende
Speisen verzichten und nach dem Essen einen
"Verdauungsspaziergang" einlegen."
Im Prinzip ist das auch alles Richtig. Meiner Erfahrung nach
reichen diese Pauschalempfehlungen nicht mehr.
In der Schulmedizin werden noch sog. "Entschäumer" als
Medikament angeboten, mit denen die Gasblasen aufgelöst werden
sollen. Ursache und Wirkung werden dabei wieder einmal
verwechselt.
Nicht die Gasblasen müssen aufgelöst werden, sondern die
Ursache, die dazu geführt hat, dass diese überhaupt entstanden
sind!
Bei allen Patienten mit Roemheld sehe ich eine zum Teil
massive Dysbiose des Darms (Störung im Gleichgewicht der
Darmflora).
Als Therapie eignen sich neben einer Darmsanierung
vor allem das Heilfasten.
Unterstüztend wirken sehr gut Homöopathie und verschiedene
Heilpflanzen.
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