Atkins-Diät lässt das Gehirn schrumpfen

So gut wie keine Kohlenhydrate, stattdessen viel eiweißreiche Kost wie Käse, Fleisch und Co. – auf diese Weise versuchen Jünger der Atkinsdiät und anderer proteinlastiger Low-Carb-Diäten ihre überflüssigen Pfunde loszuwerden.

Unabhängig vom zweifelhaften Erfolg, dem auch zahlreiche Hollywoodstars hinterherlechzen, haben Forscher der renommierten Mount Sinai School of Medicine in New York eine weitere Gefahr festgestellt: Bei den in der Studie untersuchten Mäusen schrumpfte das Gehirn.

Dies ist zunächst nur eine plakative Aussage, denn wie man weiß, nutzt der Mensch nur einen Teil des kompletten Gehirns. Aber gerade in der Alzheimerforschung sind die Veränderung der Gehirnzellen ein wichtiger Punkt.

Bei dem Versuch wurden Mäuse mit einer Veranlagung zu Alzheimer auf elf unterschiedliche Diäten gesetzt. Dabei verloren die Mäuse, die eine proteinreiche Kost zu sich nahmen, um die 5% ihres Gehirn-Gewichtes. Außerdem war ihr “Hippocampus” (eine Hirnregion, die für das Lernen und das Gedächtnis wichtig ist) geringer entwickelt.

Der Teamleiter Sam Gandy und seine Forscher zieht daraus den Schluß, dass diese eiweißreiche Ernährung die Gehirnzellen für die sogenannten “Alzheimer-Plaques” empfindlicher macht und vermuten, dass es eine Verbindung zwischen der Ernährung und dem Ausbruch der Alzheimer-Krankheit gibt.

Datum: Mittwoch, 28. Oktober 2009 17:04
Themengebiet: Diäten Trackback: Trackback-URL
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