Beitrags-Archiv für die Kategory 'Allgemein'

Übergewichtige doppelt so oft im Krankenhaus und vier Mal so häufig beim Arzt

Sonntag, 27. Juni 2010 18:49

Nach neuesten Berechnungen des Forschungszentrums für Umwelt und Gesundheit (GSF) belaufen sich die Kosten, die jährlich durch Adipositas (Fettleibigkeit) entstehen, auf 530 Millionen Euro. Wenn man die Kosten für Erkrankungen infolge von Fettleibigkeit hinzurechnet, belaufen sich die jährlichen Kosten gar auf fünf Milliarden Euro. Auf der gerade stattfindenden Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie gab der GSF diese Zahlen bekannt.
Durch Fettleibigkeit wird die Gesundheit des Menschen entschieden verschlechtert, da man dadurch große Gefahr läuft etwa Diabetes oder einen Herzinfarkt zu bekommen. Aber auch schwerwiegende Herz-Kreislauf-Störungen werden durch erhöhtes Gewicht hervorgerufen. Wie Thomas von Lengerke vom GSF offenlegte, müssen Übergewichtige doppelt so oft ins Krankenhaus als Normalgewichtige, bei Personen, die übergewichtig sind, und auf einen längeren stationären Krankenhausaufenthalt angewiesen sind, ist der Anteil sogar um ein Vierfaches höher als bei Normalgewichtigen.
Aber auch einen Allgemeinmediziner suchen Übergewichtige etwa dreimal so häufig auf wie Menschen mit Normalgewicht. Nach von Lengerke trifft hierbei folgende Dialektik zu: Je dicker man ist, desto häufiger muss man einen Arzt aufsuchen. Der GSF ermittelte aber auch die Kosten, die Übergewichtige im Verhältnis zu Normalgewichtigen verursachen. So verursachen Fettleibige bei einem Krankenhausaufenthalt etwa 1.630 Euro an Kosten, Normalgewichtige hingegen nur rund 600 Euro. Die Kosten, die entstehen, wenn Übergewichtige einen Arzt aufsuchen, belaufen sich auf etwa 73 Euro, die bei Normalgewichtigen nur auf 45 Euro.

In Deutschland wird Fettleibigkeit wie bei anderen Ländern auch mehr und mehr zu einer Volkskrankheit, da über die letzten Jahre die Zahl an Übergewichtigen gerade bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen entscheidend zugenommen hat. Nach Expertenmeinungen werden durch diese Entwicklung auf jeden Fall noch größere Gesundheitsausgeben entstehen. Darüber hinaus wird durch diese Entwicklung auch noch die wirtschaftliche Produktivität sinken, da Übergewichtige öfters krank sind.

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Algen zum abnehmen mit CM3 Alginat

Dienstag, 18. Mai 2010 20:31

Abnehmen mit Schlankheitsmitteln ist einfach ein großes Thema, auch in diesem Blog. Gern werden dazu irgendwelche mysteriösen Wurzeln aus dem Regenwald oder uralte Rezepte aus Fernost benutzt, um einem Abnehmpräperat einen “gesunden” Anstrich zu geben. Ein großer Hit sind derzeit alle Arten von Algen, je exotischer, desto besser.

Ich will gar nicht sagen, dass Algen ungesund sind, ganz im Gegenteil. In meinem Artikel: “Algen – Heilkraft aus dem Meer” erläutere ich, welche positiven Effekte unterschiedliche Algensorten als Nahrungsergänzung haben können. Aber als Schlankheitspille? Deswegen habe ich mir ja bereits das Präperat Redumax angesehen und festgestellt, dass dieses Mittel höchstens bei Stoffwechselerkrankungen kleine Erfolge erzielen kann.

Doch was ist mit Produkten, die von bekannten Experten empfohlen werden? Denen kann man doch sicherlich eher trauen? So geht es mir mit CM3 Alginat. Hauptbestandteil ist ein aus der Alge Laminaria digitata gewonnenes Extrakt, welches als Natrium-Alginat bezeichnet wird. Dieser Wirkstoff bildet nach der Einnahme im Magen eine weiche, gelartige Masse aus, die ein Sättigungsgefühl hervorrufen soll. Man nennt diese Stoffe auch Quellstoffe zum abnehmen.

Außerdem wird dieses Mittel von dem Diätassistenten Sven-David Müller (immerhin Träger des Bundesverdienstkreuzes) in seinem Buch über die sogenante CM3 Diät empfohlen. Herr David Müller fällt ja übrigens immer mit seinen Warnung zum Thema Heilfasten auf. Komisch: gegen ein belegtes und wirksames Naturheilverfahren zieht er zu Felde und empfiehlt gleichzeitig Quellstoffe zum abnehmen?

Aber was schafft ein Algenpräparat, was eine gesunde, ballaststoffreiche Ernährung nicht auch bewirken kann? Denn wer sich ausgewogen ernährt beschäftigt seinen Darm ebenfalls über Stunden, ganz ohne Pillen. Wie so eine Ernährung aussehen kann beschreibe ich ja in meinem Interview zu Ernährung.

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Der Anti-Diät-Blog feiert den Anti-Diät-Tag

Donnerstag, 6. Mai 2010 14:00

Meine Haltung zu Diäten als Abnehmmittel sind wohl hinreichend bekannt: Sie sind zumeist teuer, in der Ernährung meistens langweilig und dass solch eine kurzfristige Kur Ihnen langfristig für Ihre Gewichtsziele gar nichts bringt, wissen Sie selbst doch eigentlich am Besten, oder?

Daher versuche ich wo immer es geht aufzuklären: In meinem Diät-Test, in meinen Berichten über diverse Schlankheitsmittel oder natürlich in meinem Newsletter “Nie wieder Diät – Wie sie richtig gesund abnehmen”.

Doch wie auch hier in den Kommentaren immer wieder deutlich wird, tappen noch genug Menschen in die “Diätfalle”, und daher hat Mary Evans Clark aus England 1992 den ersten Internationalen Anti-Diät Tag ausgerufen, der seit dem jedes Jahr gefeiert wird. An diesem Tag finden zahlreiche Veranstaltungen statt: Frauen misten ihre Schränke aus, um Kleidung “in die ich irgendwann mal hineinpasse” endgültig für gute Zwecke zu spenden, übergewichtige Prominente zeigen, wie glücklich sie mit ihren Pfunden sind und Infostände und Treffen mit Gleichgesinnten klären über Mythen und Märchen rund um das Thema Ernährung, Diät und Gesundheit auf. Also eigentlich genau das, was ich 365 Tage im Jahr hier anbiete.

Was würden Sie bei solch einem Treffen erzählen? Berichten Sie mir davon in Ihren Kommentaren, ich freue mich darauf!

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Fettblocker – die unterschätzte Gefahr der Nebenwirkungen

Freitag, 30. April 2010 11:10

„Fettblocker“ steht auf der Verpackung in der Apotheke. Verlockend klingt es ja, das Fett mit diesem Fettkiller in Kapseln einfach zu „blocken“, um unkompliziert das Gewicht zu reduzieren – und freiverkäuflich ist es oft auch noch. Grund genug für einige Menschen, diese als „harmlos“ anzusehen und einzunehmen, ohne auf Nebenwirkungen zu achten.
Fettblocker sind beliebt, da sie die Fettaufnahme aus der Nahrung um ein Drittel reduzieren, einfach durch die Einnahme einer Tablette zur angeblichen Gewichtsreduktion. Dennoch bergen sie „eine ganze Reihe teils höchst unangenehmer Nebenwirkungen“, erklärt Hans-Rudolf Diefenbach, der stellvertretende Vorsitzende des Hessischen Apothekerverbandes.

Was für Nebenwirkungen sind das? In erster Linie konzentrieren sich die Beschwerden während der Einnahme von Fettblockern häufig auf den Magen-Darm-Trakt. Neben Blähungen kann es bei den Anwendern auch zu plötzlich auftretendem Durchfall kommen, dem so genannten Fettstuhl. Um diesen Symptomen vorzubeugen, sollte die Ernährung in der Anwendungsphase entsprechend umgestellt werden. Aber wenn ich meine Ernährung umstelle, wozu dann überhaupt noch die Fettblocker?

Darüber hinaus besteht während der Anwendung des Abnehmmittels das Risiko einer Unterversorgung mit wichtigen Vitaminen. Die Verringerung der Aufnahme von Stoffen aus der Nahrung bezieht sich nicht nur auf Nahrungsfette, sondern auch auf fettlösliche Vitamine. Sie blocken also nicht nur das Fett, sondern auch lebenswichtige Elemente der Nahrung, dazu zählen unter anderem die wirkungsvollen Vitamine A, D und E. Um Mangelerscheinungen zu vermeiden, ist die zusätzliche Einnahme von Vitamintabletten und anderen Nahrungsergänzungsmitteln zu empfehlen. Das heißt: Noch mehr zusätzliche Präparate als nur die Diätpillen kaufen.

Auch bei einer gleichzeitigen medizinischen Behandlung können Probleme auftreten. Eine besondere Gefahr bei der Einnahme von Fettblockern besteht, „wenn die Patienten gleichzeitig fettlösliche Arzneimittel einnehmen“, erklärt Hans-Rudolf Diefenbach. Denn diese Kombination beeinträchtigt beispielsweise die Wirksamkeit der Anti-Baby-Pille oder bestimmter Herzmedikamente. Diese Wirkstoffe stehen dem Körper dann nicht mehr in der erforderlichen Menge zur Verfügung. Ganz wichtig: Die Dosis der einzunehmenden Medikamente sollte nicht selbstständig erhöht werden, um die Wirkung wiederherzustellen.

Lassen Sie die Finger von Fettblockern oder anderen Schlankheitspräperaten wenn Sie erfolgreich abnehmen wollen. Im besten Falle riskieren Sie nur Ihr Geld, im schlimmsten Falle sogar Ihre Gesundheit. Nehmen Sie Abstand von Fettblockern, auch wenn sie sich in Namen wie Xenical, Alli oder Orlistat verpacken (immer der selbe Wirkstoff) und nehmen mit Köpfchen ab – und meinem kostenlosen Newsletter.

Haben Sie bereits Erfahrungen mit einem Fettblocker gemacht? Welche Probleme sind bei Ihnen aufgetaucht? Schreiben Sie mir gern Ihre Erlebnisse in den Kommentaren!

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Judith und Mel präsentieren Bio-Zym

Dienstag, 13. April 2010 10:14

Die ersten Sonnenstrahlen verkünden vom Frühling und sogar vom herannahenden Sommer, und so mancher wird mit Schrecken feststellen, dass die Sommerkleidung vom letzten Jahr irgendwie “geschrumpft” sein muss. Dazu passend setzt die Werbeindustrie wieder auf vermehrten Einsatz von schnell mal einzunehmenden Schlankheitsprodukten. Um aus der Masse herauszustechen, bedient man sich dabei gern prominenter Werbeträger – wer erinnert sich nicht an Andrea Kiewel und die Weight Watchers oder an Harry Wijnvoord bei SlimFast?

Die wochenendliche Zeitungslektüre präsentiert uns nun eine neue Kombination: Das volkstümliche Schlagerduo “Judith & Mel” schwören auf ein Abnehmpräperat namens “Bio-Zym”. Grund genug, sich dieses Schlankheitsmittel einmal anzusehen.

Die BioZym Caps werden derzeit auf vier unterschiedlichen Webseiten verkauft, mit der Endungen .de, .at, .com und .org.

Die Seite mit der deutschen bzw. österreichischen Endung ist  eine eher schlicht gestaltete Webseite. Der hinter dem Wort “Bio Zym” hinterlegte Link verweist mitnichten auf mehr Informationen zum Produkt, sondern führt direkt zum Bestellformular. Also muss man sich aus dem Text heraus ein Bild über Inhaltsstoffe und Wirksamkeit dieses Abnehmproduktes machen, von denen man zunächst einmal nur weiß, dass es sich um Kapseln handelt, genaugenommen 64 Stück pro Packung.

Bei den internationalen Webseitenendungen .com/.org erhöht sich der Umfang des Textes, wir erfahren auf mehreren Seiten, wie glücklich und zufrieden aktuelle Anwender seien, wieviel Judith und Mel bereits abgenommen haben und dass die Beiden die Kapseln immer vor dem Essen schlucken würden.

Fragen wir doch mal nach dem Inhalt der Kapseln…

Bis heute (29.6.2010) findet man zu Inhaltsstoffen und Wirkungsweise nichts.

Tipp Nummer 1: Prüfen Sie immer was im jeweiligen Produkt drin ist.

Bei manchen Produkten (nicht nur bei Schlankheitsmitteln), scheint eine neue Stufe des Marketings für Abnehmmittel erreicht worden zu sein: Das allseits bekannte “fest-dran-glauben”, gepaart mit Starkult. Bedeutet das, dass Fans der Prominenten (mit denen manchmal geworben wird) ihren Idolen auch ungefragt einfach die Wirksamkeit des Präperates abnehmen und auch ganz ohne Sorge um etwaige Unverträglichkeiten auf bestimmte Inhaltsstoffe das Produkt bestellen sollen? Per Nachnahme, selbstverständlich, und am besten gleich im Paar-Pack, für den geliebten Gatten.

Leider sind diese Biozym Caps nach meiner Kenntnis nicht in anderen Geschäften zu erwerben (etwa Internetapotheken), die verpflichtet wären, über die genuen Inhaltsstoffe bereits vor dem Kauf Auskunft zu geben.

Ein Blick auf die Besitzer der deutschen Bio-Zym-Seite offenbart übrigens die “Beauty World Cosmetics GmbH” in Mühlheim als Eigentümer. Doch eine Suchmaschinenabfrage ergibt leider nur Hinweise auf Einträge in Branchen- und Telefonbücher – keine schicke Firmenhomepage, wo etwaige andere Produkte beworben werden.

Die internationale Webseite, die mit einer Zufriedenheits- und Geld-zurück-Garantie für diese BioZym Kapseln wirbt, zeigt als Besitzer eine Briefkastenfirma in Guernsey, Großbritannien. Die Agentur, welche die Seite erstellt und ins Internet gebracht hat, ist jedoch beides Mal die selbe.

Mein Fazit: Ich würde generell nichts kaufen, bloß weil irgendwelche Persönlichkeiten aus Funk und Fernsehen suggerieren, dass es gut für Sie sein könnte.

Und wenn Sie natürlich abnehmen wollen: Fordern Sie einfach meinen kostenlosen Newsletter mit Tipps und Tricks zum Abnehmen an.

Aktualisierung vom 29.6.2010

Mittlerweile zeigt die Webseite bio-zym.com ein Impressum UND sogar allgemeine Geschäftsbedingungen an. Im Impressum wird jetzt (Stand 29.6.2010) folgende Firma erwähnt:

Innovations Europe Co. Limited
Elizabeth House
GY1 1RL
St Peter Port – Guernsey
UK
Registration Number 32400

Ein Ansprechpartner (wie nach deutschem Telemediengesetz vorgeschrieben) wird immer noch nicht erwähnt.

In den mittlerweile auch online gebrachten “Allgemeinen Geschäftsbedingungen” erfährt man, dass man eine Geschäftsbziehung mit dieser “Innovations Europe Co. Limited” eingeht.

Komisch:

Den Widerruf hat man aber an eine Firma in Österreich zu stellen:

Dienstleister und Abwicklungsunternehmen für Innovations Europe Co. Limited:
Beauty World GmbH
Postfach 47
6380 St. Johann in Tirol
Österreich

Ach ja… Und die Webseite bio-zym.de zeigt bis heute kein Impressum.

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Abnehmen in Höhenluft

Montag, 5. April 2010 9:43

Wie die „Ärztezeitung“mitteilte, scheinen Menschen mit Übergewicht in Höhenluft abzunehmen.

Zwanzig übergewichtige Münchener nahmen nämlich an einer Studie teil, in der erprobt wurde, ob Höhenluft nun tatsächlich schlank macht. Dabei sollten die Teilnehmer aber keineswegs bergwandern, sondern sich nicht mehr als auch in der heimischen Wohnung bewegen, was sogar mittels eines Schrittzählers überprüft wurde. Die Probanden durften während ihres Aufenthaltes auf der Zugspitze sogar ihr Lieblingsessen zu sich nehmen.

Könnte es nun also sein, dass die Höhenluft schlank macht, wie in der „Ärztezeitung “angenommen wurde?

Dass die Teilnehmer durchschnittlich bis zu zwei Kilogramm verloren, liegt aber nicht daran, dass die Höhenluft an sich schlank macht oder die Verbrennung von Kalorien anfacht.

Dies könnte auf einem hohen Berg wie der Zuspitze nämlich gar nicht passieren: Denn dort oben ist nicht mehr Sauerstoff, der nötig ist, um möglichst viele Kalorien zu verbrennen, sondern weniger. Und so kann auch die Verbrennung dort nicht zunehmen. Die Versuchspersonen nahmen aber trotzdem ab, weil sie nicht nur übergewichtig waren, sondern auch am metabolischen Syndrom litten, was zum Beispiel für den Herzinfarkt und auch für Gelenkerkrankungen verantwortlich ist. Dies Syndrom entsteht durch eine fortwährende Ausschüttung von Cortisol, einem körpereigenen Hormon. Und genau diese Ausschüttung bewirkt im Körper einen Dauerstress und gleichzeitig eine Gewichtszunahme.

Im Urlaub nun hatten die Probanden deutlich weniger Stress und somit sanken das Cortisol und auch das Gewicht.
Das Abnehmen hatte also nichts mit der Höhenluft sondern vielmehr mit vermindertem Stress durch das Abschalten von Alltagssorgen und mit mehr Entspannung im Urlaub zu tun.

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TrimGel – cremen Sie sich Ihr Fett einfach weg?

Montag, 15. März 2010 15:42

Das Trim Gel 3D SlimGel ist ja bereits seit dem letzten Jahr auf dem Markt, eines der unzähligen Mittel, das viel verspricht, deren Wirkung jedoch zweifelhaft ist. Im Gegensatz zu zahlreichen anderen Produkten wird es jedoch noch immer aktiv beworben, sogar bei Amazon kann man es inzwischen erwerben. Grund genug, sich dieses Mittel mal etwas näher anzusehen.

Die Verkaufsseite im Internet benennt als Wirkstoff dieses Schlankheitsgels die südafrikanische Kaktusart Hoodia gordonii und Geraniumöl. Zusätzlich spricht die Informations-Website von einer “Kombination von sechs einzigartigen Stoffen in einem ätherischen, 100% natürlichen Gel”, später genauer benannt als “Extrakte von Hoodia gordonii (Bitter Ghaap) und Paullinia cupana (Guaraná), sowie ätherische Öle von Citrus paradisi (Pink Grapefruit), Pelargonium graveolens (Geranium), Rosmarinus officinalis (Rosmarin) und Juniperus communis (Wacholderbeere)”.

Aber wie wirkt dieses Mittel nun? Es wird damit geworben, dass durch das Auftragen auf die Haut eine schnelle Aufnahme in die Blutbahn bedeutet. Außerdem wird mit einem “Abnehmen ohne zusätzliche Bewegung” geworben.

Die Benutzer einschlägiger Internetforen und Produktbewertungsplattformen sind sich jedoch zu 99% einig:

Abgesehen von einem unglaublich abstoßenden Geruch haben sie trotz mehrwöchiger Benutzung dieses Schlankheitsmittels keine Veränderung von Hautbeschaffenheit und Körperumfang feststellen können.

Wie es scheint, ist nur die Werbung in der in den USA sehr beliebten Oprah-Winfrey-Show dafür verantwortlich, dass das TrimGel weiterhin beworben und vor allem gekauft wird. Zusätzlich wurde ein weiteres Produkt namens “Trimcaps”, dass ich mir in den nächsten Tagen einmal näher ansehen werde.

Zum Hintergrund: Die Webseite “trimgel.de” ist übrigens derzeit nicht erreichbar, das Produkt läßt sich über eine .eu – Seite käuflich erwerben, die auf eine belgische Firma namens “Ecopharma bvba” registriert ist. Auf die Ecopharma ist aber auch die Trimgel.de registriert.

Eine kurze Recherche war dann doch noch mal interessant, was die Ecopharma noch so alles vertreibt:

cookiediet.eu/de/home/ Kekse zum Abnehmen

stacker2.eu/de/home/ Ein Abnehmpräparat

elicinacream.eu/de/home/ Eine Schneckencreme

equimilch.com/de/home/ Equimilch – Eine Stutenmilchkonzentrat

So das reicht jetzt erst mal mit der Recherche.

Wenn ich das mal zusammenfassen darf:

Schön mit Trimgel und Schneckencreme im Wechsel cremen, zum Essen Stutenmilch und den Stacker und zwischendurch ein paar der Abnehmkekse.

Na – da müssten doch alle Pfunde purzeln — oder?

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Fasten – Ist das gesund?

Mittwoch, 10. März 2010 16:10

Besonders die Frühlingsmonate nutzen viele Menschen zum Fasten, um überflüssigen Winterspeck wieder los zu werden.

Auf Br-Online lese ich jetzt:
(http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/gesundheit/gesundheit-ernaehrung-fasten-entschlacken-ID1266849004855.xml)

Universitäts-Professor Dieter Melchart vom Kompetenzzentrum für Naturheilkunde und Komplementärmedizin der Technischen Universität München weist darauf hin, dass Fasten eine lange Tradition hat und ein altes Programm ist, das zum menschlichen Dasein gehört. [...] Mittlerweile ist die Forschung soweit, dass die vom Fasten ausgehenden gesundheitlichen Vorteile evident sind. Professor Melchart verweist in diesem Zusammenhang unter anderem auf antioxidative sowie antikanzerogene Effekte, was in der Konsequenz dazu führt, dass das Risiko für degenerative Erkrankungen – etwa Arteriosklerose oder Demenz – aber auch Krebs sinkt.

Menschen, die regelmäßig eine Fastenzeit einlegen, können ihr Leben also deutlich verlängern, so Professor Dieter Melchart.

Fasten ist entgegen der weit verbreiteten Meinung keine neumodische Erscheinung. Nahezu in jeder Religion hat das Fasten einen festen Platz. Hier dient es ebenso zur Reinigung des Körpers als auch zur Buße. Christen beispielsweise fasten 40 Tage lang, während sich bei den Moslems das Fasten auf die Zeit zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang beschränkt.

Während der Fastenzeit schöpft der Körper seine Energie aus den körpereigenen Reserven. Eine ganz entscheidende Rolle spielt das Enzym Telomerase, welches beim Fasten vermehrt ausgeschüttet wird:

Die Telomerase sorgt dafür, dass sich die Telomere, die für die Teilung und letztlich für die Lebensdauer der Zellen zuständigen Endstücke der Chromosomen, immer wieder regenerieren. Sobald die Telomere eine kritische Größe unterschreiten, ist die Zelle unwiederbringlich verloren. Somit führt die Produktion des Enzyms Telomerase zur Lebensverlängerung der Zellen und somit des gesamten Organismus.
(Quelle: Br-Online.de)

Schon die Einlage von einem Fastentag in der Woche kann all diese positiven Auswirkungen mit sich bringen.

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Übergewicht von Kindern wird massiv unterschätzt

Freitag, 5. Februar 2010 11:14

Bei der Beurteilung des tatsächlichen Gewichts ihrer Kinder kommt es bei Eltern oftmals zu enormen Fehleinschätzungen. Insbesondere Mütter und Väter von übergewichtigen oder fettleibigen Kindern sind häufig nicht in der Lage, das Gewicht ihres Kindes kritisch zu betrachten.

Diese Erkenntnisse sind Ergebnis einer in der niederländischen Zeitschrift „Acta Paediatrica“ veröffentlichten Studie. Teilgenommen hatten die Elternteile von 439 Vorschulkindern im Alter zwischen vier und fünf Jahren. Die wissenschaftliche Untersuchung wurde anhand eines Fragebogens durchgeführt. In diesem wurden die Eltern zu Gewicht, Körpergröße sowie Bewegungsverhalten und Essverhalten ihrer Kinder und auch sich selbst befragt. Außerdem wurde die Selbsteinschätzung der Eltern getestet, indem diese das Gewicht ihrer Kinder beurteilen und mit anderen Kindern vergleichen mussten. Diese Beurteilung war sowohl verbal als auch mithilfe von vergleichenden Abbildungen vorzunehmen.

Mithilfe der elterlichen Angaben wurde der BMI von Kindern und Elternteilen ermittelt. Die Angaben von Eltern übergewichtiger oder fettleibiger Kinder wurden von den Wissenschaftlern besonders intensiv betrachtet. Dabei stellten sie zunächst fest, dass Mütter und Väter dieser Kinder häufig auch selbst übergewichtig sind. Das Bewusstsein dieser Eltern über die eigenen Gewichtsprobleme war außerordentlich hoch. 83 Prozent der Mütter und 78 Prozent der Väter mit Übergewicht räumten ein, sich ihrer Gewichtsproblematik bewusst zu sein. Bei fettleibigen Elternteilen lag der Prozentsatz sogar noch höher.

Beim Vergleich mit aufgezeichneten Schattenumrissen von Kindern mit normaler, unter- oder übergewichtiger Figur neigten alle befragten Eltern dazu, ihren Kindern eine schlankere Figur als in der Realität zuzuordnen. Bei Eltern fettleibiger Kinder fielen diese Abweichungen jedoch besonders hoch aus. Ähnliche Ergebnisse wurden bei den rein verbalen Einschätzungen des Gewichts ihrer Kinder festgestellt.

Bedeutend ist auch die Beurteilung von Müttern und Vätern übergewichtiger oder fettleibiger Kinder zum Freizeit- und Essverhalten ihrer Kinder. Nach eigener Wahrnehmung stellen sie keinen Unterschied zur körperlichen Betätigung anderer Kinder fest. Außerdem erachten sie ihren persönlichen Einfluss auf die Ernährungsweise ihrer Kinder als recht groß.

Positiv zu beurteilen ist der Wunsch von rund 80 Prozent der befragten Eltern nach ausführlicher Information und Beratung im Falle einer Übergewichtigkeit des eigenen Kindes.

Weitere Beiträge in diesem Zusammenhang:

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Übergewichtige: Schuld am Klimawandel?

Donnerstag, 21. Januar 2010 22:40

Sind die Übergewichtigen schuld am Klimawandel?

Diese Frage ist kein Scherz. Denn genau mit dieser Frage  beschäftigten sich letztes Jahr tatsächlich  zwei Londoner Wissenschaftler. Es handelt sich hierbei um Phil Edwards und Ian Roberts von der Londoner School of Hygiene and Tropical Medicine. Sie veröffentlichten kürzlich zu diesem Thema einen Artikel bezüglich dieser Problematik, im Fachmagazin “International Journal of Epidemiology”.

Ihre Ausführungen und Erkenntnisse zu dieser Frage stellen sie wie folgt dar:

Das Ergebnis einer dünnen Gesellschaft von einer Milliarde Menschen wäre eine Gigatonne weniger Kohlenstoff, der von diesen ausgeschieden wird, im Vergleich zu einer gleich großen übergewichtigen Bevölkerungsgruppe.

Nach verschiedenen Recherchen führen die beiden Wissenschaftler dies auf zwei Aspekte zurück. Zum einen verbrauchen dünne Menschen weniger Nahrungsmittel, deren Produktion in direktem Zusammenhang mit dem Ausstoß von schädlichen Treibhausgasen stehen soll. Zum anderen seien es die enormen Transportschadstoffe für all die benötigten Lebensmittel, welche stark ins Gewicht fallen.

Hinzu käme außerdem, dass Übergewichtige auch eine erhöhte Abhängigkeit von Autos und Schadstoff verursachenden Verkehrsmitteln haben. Fazit der Forscher:  Übergewicht sollte in Bezug auf den Klimawandel mehr Aufmerksamkeit erhalten.

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