Das Schlüsselhormon der Fettverbrennung: Leptin

Leptin spielt in unserem Ernährungskreislauf eine wichtige Rolle?
Das Hormon Leptin sendet dem Gehirn die Botschaft, keine neue Nahrung mehr aufzunehmen. Stattdessen gewinnt der Körper dann die Energie aus den Fettreserven. Vor über 13 Jahren glaubten Naturwissenschaftler zunächst daran, Übergewichtige mit der regelmäßigen Dosis von Leptin behandeln zu können. Im Anschluss an die ersten Forschungen wurde jedoch entdeckt, dass gerade adipöse Personen resistent gegen das Hormon sind. Paradoxerweise sprachen gerade schlanke Menschen gut auf Leptin an und verloren Gewicht.

?Leptin beeinflusst unser Belohnungssystem im Gehirn maßgeblich
?Bei zwei übergewichtigen Jugendlichen, deren Körper selbst kein Leptin bilden können, wurde eine aufschlussreiche Untersuchung durchgeführt. Dabei wurde deutlich, dass die Patienten ohne Leptin ständig nur an die nächste Nahrungsaufnahme denken können. Im Gehirn gibt es ein Zentrum, das auf Belohnungen jeder Art reagiert. Dieses Zentrum wurde bei den beiden Jugendlichen zu jeder Zeit aktiviert, egal ob sie gegessen hatten oder nicht. Dann nahmen die das Mädchen und der Junge eine Woche lang Leptin zu sich. In den Untersuchungen zeigte sich nun deutlich, dass sich ein Sättigungsgefühl nach der letzten Mahlzeit einstellte. Das Belohnungszentrum wurde auch nach dem Essen nur in dem Maße aktiviert, wie es auch bei anderen Personen mit eigener Leptinproduktion der Fall war.

Mit sportlicher Betätigung setzt Leptin seine Wirkung frei?
In einem Experiment mit Ratten wurden drei Gruppen gebildet: Eine Gruppe erhielt ein Fitnessprogramm, eine andere Gruppe erhielt nur das Hormon und eine dritte bewegte sich und erhielt dabei das Leptin. Diese Experimente wurden jeweils an schlanken sowie auch an fettleibigen Tieren durchgeführt. Alle Ratten wurden nun mit stark kalorienhaltiger Nahrung gefüttert. Das Ergebnis war eindeutig; die Tiere, die sich bewegten und das Hormon erhielten, konnten ihr Gewicht halten. Somit war bewiesen worden, dass Sport die Resistenz gegen das Leptin wieder auflösen kann – zumindest im Tierexperiment.

So scheint es aber auch bei Menschen zu sein, nämlich dass mit zunehmendem Übergewicht die Produktion von Leptin gehemmt wird. Die Resistenz gegen Leptin, bzw. die eigene Leptinunterproduktion kann durch sportliche Bewegung höchstwahrscheinlich auch wieder in Gang gesetzt werden.

Datum: Donnerstag, 14. Mai 2009 12:31
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14 Kommentare

  1. 1

    Interessant wäre zu wissen worin Lepin enthalten ist bzw wie man dazu kommt

  2. 2

    Zu Thomas: Ja, das würde ich auch gerne wissen

  3. 3

    Mich würde auch interessiern worin Leptine enthalten sind

  4. 4

    wo bekomme ich Leptine?
    was für Nebenwirkung hat Leptine

  5. 5

    Die Antworten auf die Fragen würden mich auch interressieren!

  6. 6

    Bis jetzt bin ich ja mehr oder weniger eine Antwort auf die Kommentare shuldig geblieben: ich dachte, dass der Artikel zu den Studien eine Antwort gibt…
    Also: falls die Fragen darauf abzielen eine Pille einzuwerfen und dann genauso weitermachen zu können wie bisher – dann muss ich leider sagen, dass die Studien diese These nicht stützen.
    Was die Untersuchungen zu Leptin derzeit zeigen: SPORT ist die Antwort auf obige Fragen.
    Das schrieb ich ja auch im Artikel:
    “Die Resistenz gegen Leptin, bzw. die eigene Leptinunterproduktion kann durch sportliche Bewegung höchstwahrscheinlich auch wieder in Gang gesetzt werden.”
    Also: los gehts!

  7. 7

    Hallo
    seid dem ich neben der ”Diät” auch Sport mache und via vollkornprodukte satt bin, habe ich viel weniger heisshungerattacken und esse auch sehr viel weniger,
    ich kann noch nicht einmal den Ernährungspan vom Fitnessstudio Einhalten..

    Ich bin ,dank Rene der Meinung das Diäten nicht funktionieren, deswegen richte ich mich zwar nach dem Diät Plan vom Studio aber im Grunde ernähre ich mich bewusster und filtere unnötige Kalorien ..

    Bei meinen Früheren diäten ohne Sport, hatte ich ständig Hunger und konnte nur ans essen denken..

    Sport mache ich ca 5 mal die Woche, ca 2 Stunden

    Ich hab übrigens neu angefangen, das soll jetzt keine angeberei sein ;)

  8. 8

    Woher bekommt man Leptin?
    Schön wäre es, eine Pille und nichtstun.
    Aber das geht doch aus de Text klar hervor: beim Sport betreiben, produziert unser Körper Leptin!!
    Man muss sich bewegen, ganz einfach.
    :D

  9. 9

    [...] für ein extrem niedriges Geburtsgewicht und geringen Kopfumfang. • Leptin-Mangel Ein Mangel an Leptin verändert die T-Zellen. Leptin ist ein im Fettgewebe gebildetes Hormon, gekoppelt an einen [...]

  10. 10

    Hallo zusammen,

    ich habe in einem Buch (in diesem geht es um ausgewogene Ernährung) gelesen, dass Leptin ein Eiweißhormon ist, das von den Fettzellen gebildet wird. Es wird auch als Hungerhormon bezeichnet, das in Zeiten knapper Nahrungsaufnahme fähig ist, den Stoffwechsel daran anzupassen. Da Sport sehr energiezehrend ist, wird – wenn die Energie nicht über Nahrungsaufnahme erfolgt – der Fettspeicher angezapft. In dem Buch stand auch, dass nachts mehr Leptin ausgeschüttet wird, weil keine Nahrungsaufnahme erfolgt und somit die Energie aus den Reserven gewonnen wird. Wobei man hier sagen muss, dass daran auch das Wachstumshormon seine Arbeit tut.

    Wie in dem Artikel v. Rene Gräber auch steht, haben Übergewichtige meist eine geringe bis gar keine Leptin-Produktion, was ja an der Ernährung liegt, da sie ja genug essen und damit die Fettspeicher nie erschöpft werden. In dem Buch steht auch, dass man bei Magersüchtigen einen sehr hohen Leptin-Wert festgestellt hat. Dies leuchtet auch ein: Da sie nichts oder kaum essen, gibt der Fettspeicher den Botenstoff Leptin ab und sagt dem Hirn “Ich brauch Energie, als bitte was essen” – Es gibt aber nichts und die Energie wird überall hergeholt – aus kaum vorhandenen Fettreserven und den Muskeln.

    Ich bin deshalb auch überzeugt, dass man Leptin nicht wie die anderen Biostoffe für die Fettverbrennung (=Vitamin C, Cholin, Carnitin, Methionin, Linolsäure, Magnesium, Taurin) aus der Nahrung aufgenommen werden kann.

    Gruß Alexandra

  11. 11

    So, nun noch kurz zur Ergänzung, wollte nur den vorigen Artikel nicht sprengen.

    Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass a) Diäten nichts bringen und b) effektives, nachhaltiges Abnehmen und Gewicht halten nur über regelmäßige Bewegung (Sport) und einer ausgewogenen Ernährung funktioniert. Ausgewogene Ernährung heißt, dass im Prinzip fast jeder Übergewichtige seine Ernährungsgewohnheiten auf den Prüfstand stellen und dann umstellen muss.

    Ich habe im Okt. 09 nach gut 11 J. wieder mit regelmäßigem (= 2 x die Woche)Sport und gehäufter Alltagsbewegung (= mehr zu Fuß oder Fahrrad erledigen, auch mal 2 Stockwerke nur die Treppe nutzen usw.) begonnen. Ich habe bis Jan. 2010 gut 5 kg abgenommen. Dann stagnierte das Gewicht gute 3 Mon. Ich habe dann ein Buch gelesen, dass über den Stoffwechsel im Körper aufgeklärt, welche Hormone, Organe etc. welche Nährstoffe für ihre Arbeit brauchen und welche Nahrungsmittel die natürliche, vom Körper selbst organisierte Fettverbrennung erzeugen. Witzig war dabei, dass durch das Verstehen der Zusammenhänge ich meine Ernährung fast unterbewusst anfing umzustellen. Das war um Ostern. Seitdem purzeln die Pfunde und ich hab mit anfänglichen Schwankungen (+/- 1kg) kontinuierlich abgenommen. Jetzt hat sich der Stoffwechsel auf die neue Ernährungsweise eingependelt und ich stelle fest, dass jetzt auch mal eine Sünde (wie eine Geburtstagsfeier mit fettigem Essen, Kuchen, Eis) nicht mehr sofort zu Buche schlägt.

    Insgesamt habe ich jetzt seit Okt. 14 kg abgenommen und sogar mein Zielgewicht (das Gewicht, dass ich vor 11 J. hatte) nicht nur erreicht, sondern auch überwunden. :-)

    @etis: 5 x die Wo. je 2 Std. dürften zuviel sein. Der Körper kommt kaum zur Erholung und kann das gesamte Gleichgewicht durcheinander bringen. D. h. anstatt sich fit zu fühlen und zu sein, tritt allmählich der Effekt der ständigen Müdigkeit und Schlappheit ein. Deshalb auf den Körper hören, welche Signale er von sich gibt. Zuviel Sport ist ebenso wenig gesund wie gar kein Sport. :-)

    Gruß Alexandra

  12. 12

    Hallo Alexandra F.,

    welches Buch zum Thema Stoffwechsel hast Du denn gelesen ? Das würde mich sehr interessieren…

    Viele Grüsse
    Helga

  13. 13

    Also ich halte auch nichts von Diäten da es nichts bringt, bin nicht dick und aber auch nicht so schlank wie ich es gerne sein möchte. Nun aber von Diäten kann ich Euch sehr viel erzählen, ich habe schon alles ausprobiert aber auch immer gescheitet, da ich auch ab und zu mal als Model arbeite mach man viel mit, damit man ein Job bekommt, nun zur die Diäten sage ich so viel ,da man es ein oder zwei Woche höchstens aushält und danach ist es wieder vorbei ohne großen Erfolg ,es kommen alte Gewohnheiten und man ist da wo man am Anfangt war. Das ist nicht so dass ich mich wenig bewege, geh zwei Mal die Woche ins Fitness fahre Farad und arbeite neben bei als Bedienung wo ich am einen Abend auch 35 km durchlaufe und zwar mit Getränken. War ja auch schon bei Heilpraktikerin, kostet sehr viel Geld und im Grunde bringt es gar nichts, habe Xenical längere Zeit genommen ist Rezeptpflichtig und man bekommt den verschrieben nur bei großem Übergewicht, verstehe ich gar nicht warum wenn man damit nicht mal die drei blöde Kilo runter bekommt. Für Stoffwechsel habe Umapuri probiert war mir empfohlen als sehr gut, genauso wie Tango und oder Adiporell das hat mir verschrieben die Heilpraktikerin. Leute ich sag Euch alles zu teuer und bringt gar nichts, einzige was abgenommen hat war mein Konto, für das Geld könnte ich mir schon eigentlich Magen verkleinern lassen, danach hätte ich 100% weniger gegessen. Und oder besser gesagt nicht ständig aufs essen gedacht, ich glaube wenn Hirn etwas will braucht man sehr starken Willen haben um nein zu sagen, schafft Ihr das???? Ich nicht … Außer das ich weiß nächste Woche ist wieder Shooting und die Kilos müssen runter…?

  14. 14

    Nein, Herr Gräber,
    so eindeutig, wie Sie es darstellen, scheint es nicht zu sein!

    Resultat der Studie:
    “Das Ergebnis war eindeutig; die Tiere, die sich bewegten und das Hormon erhielten, konnten ihr Gewicht halten.”
    Hier steht eindeutig: Sport plus Hormon = Beibehaltung des Gewichts.

    Sie führen dagegen aus: “Die Resistenz gegen Leptin, bzw. die eigene Leptinunterproduktion kann durch sportliche Bewegung höchstwahrscheinlich auch wieder in Gang gesetzt werden.” – Das ist ein deutlicher Unterschied, denn Sie setzen auf “nur” Sport, vorher war es aber “Sport plus Hormon”.
    Sie lesen ganz sicher den Unterschied!

    Sport ist sicherlich ganz eindeutig Leptin-fördernd. Aber bei den Mäusen heißt es ganz deutlich “Sport + Hormon”!!!

    Danke für Ihre (eindeutige) Antwort.

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