Warum nehme ich zu? Weißes Fett – Braunes Fett und Thermogenin
Viele stellen sich die alles entscheidende Frage: WARUM NEHME ICH ZU?
Fast immer sind Bewegungsmangel und die Ernährung schuld. Es gibt aber einige Faktoren, die es für manche in der Tat schwerer machen, abzunehmen.
Um der Frage “Warum nehme ich nicht ab?” nachzugehen, schauen wir uns im folgenden einige Fettzell-Typen an:
Fettzellen (Adipozyten) finden sich überall im Körper. Z. T. nur locker verteilt können die Fettzellen aber auch mit Bindegewebe zusammen als Läppchen vorliegen und Fettgewebsflächen ausbilden, ganz zum Leidwesen der Menschen, die ein stärker ausgeprägtes Fettgewebe besitzen.
Aufgrund der Struktur und des Aussehens lassen sich zwei Gruppen unterteilen. Das weiße (univakuoläre = aus einem Fetttropfen bestehend) Fettgewebe, welches vorherrschend ist, hat drei wesentliche Aufgaben. Es dient durch sein hohes Vorkommen in der Unterhaut (ca. 65 % des Gesamtfettes) dem Organismus als Isolierfett, da es durch seine schlechte Wärmeleitfähigkeit vor einem zu raschen Wärmeverlust schützt. Als Baufett polstert das Fettgewebe Körperregionen wie z.B. Gelenke, Organe, das Gesäß oder auch die Fußsohlen vor hohen Belastungen durch Druck ab. Die Hauptaufgabe des weißen Fettgewebes liegt aber in seinem Speicher- und Depotvermögen, welches dem Körper Fettreserven bei einer Nahrungsunterversorgung zur Verfügung stellen kann. Es würde einen hungernden Menschen bis zu 40 Tage am Leben erhalten können. Die Speicherung im weißen Fettgewebe erfolgt über eine Volumenzunahme der Fettzellen.
Das braune Fettgewebe findet sich beim erwachsenen Menschen nur noch selten (meist im Bereich der Aorta, an den Nieren und evtl. an den Achseln). Es zeigt sich beim Säugling an speziellen Stellen (Rücken, Brustkorb und entlang großer Gefäße), macht ungefähr fünf Prozent des Gesamtfettes aus und dient hier ausschließlich der Thermogenese (Wärmeerzeugung) als Schutz vor Auskühlung (Säuglinge haben keine Möglichkeit, durch Körperzittern bei Kälte Wärme zu erzeugen). Braune Fettzellen sind plurivakuolär (aus vielen Fetttropfen zusammengesetzt) und besitzen viele Mitochondrien („Energiekraftwerk“ des menschlichen Körpers), die dem Fettgewebe die braune Farbe verleihen und für die Thermogenese viel Energie benötigen.
Besonders das Depotfett zeigt sich beim Menschen sehr unterschiedlich. Nur wenige Bereiche des Körpers sind fettfrei (z.B. Ohr, Handrücken). Daneben besitzen bestimmte Regionen eine stark ausgeprägte Fettschicht (z.B. Bauch und Gesäß), die bei Menschen mit starkem Übergewicht (Adipositas) besonders deutlich zum Vorschein kommt. Neben falscher Ernährung spielen auch Konstitution, körperliche Aktivität (Sport und Muskelaufbau) sowie das Geschlecht (Frauen besitzen mehr Fettgewebe als Männer) eine wesentliche Rolle.
Wissenschaftler erforschen seit geraumer Zeit die Tatsache, dass die Fettzellen verschiedener Menschen unterschiedlich reagieren. Die Fragestellung ist, warum einige Menschen unendlich viel essen können, ohne zuzunehmen, während andere sofort mit einer Fettzunahme reagieren.
Untersuchungen haben gezeigt, dass ein Zusammenhang mit dem, beim Erwachsenen noch rudimentär vorhandenen, braunen Fettgewebe besteht. Es konnte hier ein Protein isoliert werden (UCP1 – uncoupling protein 1 = Thermogenin), welches (vereinfacht dargestellt) an der Mitochondrienmembran der braunen Fettzellen sitzt und unabhängig von den physiologischen Prozessen der Wärmeregulation über eine ATP-Synthese (Adenosin-Tris-Phosphat) Energie zur Thermogenese nutzt. Je mehr braune Fettzellen im Körper vorhanden sind, umso mehr Thermogenin steht dem Fettabbau zur Verfügung. Daraus resultiert ein erhöhter Energieverbrauch, der eine Zunahme der Fettzellen unterbindet.
Man geht heute davon aus, dass Thermogenin eine wesentliche Rolle dabei spielt, wie Fettzellen auf fettreiche (oder falsche) Ernährung reagieren, und dass das Protein bei Menschen ohne Gewichtszunahme stärker vorhanden ist. Aktuelle Forschungen untersuchen die Möglichkeit, UPC1 zu isolieren, um es adipösen Menschen als Hilfe gegen Fettleibigkeit zur Verfügung stellen zu können.





Samstag, 18. April 2009 23:40
Wow!!! an dieses ups1 würde ich aber gern kommen!
)) muss die ungerechtigkeit des lebens regelmässig erleben, denn meine beste freundin isst fast das doppelte von dem, was ich mir erlaube – und bleibt schlank, während ich jahr für jahr zunehme…
Montag, 4. Mai 2009 10:50
[...] Braunes Fett, Weißes Fett – Warum nehme ich zu? [...]
Mittwoch, 17. März 2010 22:44
Das ist ja sehr interessant. Hat sich da schon mehr durch Forschung ergeben? Dieser Artikel ist ja schon fast 1 Jahr alt, ich werde mal surfen. leider nur web-surfen also das zaehlt nicht zu meinem heutigen Bewegungs Activitaeten.
Donnerstag, 12. August 2010 10:00
Hallo,
habe am Knie(neben das Knie)viel Fett angesammelt.War sonst immer dünn.Seid ich endlich zugenommen habe ist es da.Sieht sehr komisch aus.Wenn ich wieder abnehmen möchte,geht sowas auch wieder weg?Bin 167cm und wiege 70kg
Viel Grüsse
Samstag, 26. Februar 2011 9:53
Ich möchte mich jetzt auch mal zu wort melden.Ich weis das meine blutwerte alle top sind trotzdem bin ich rundlich,nun habe ich auch raus bekommen das ich es mit der schilddrüse habe die im März jetzt raus kommen soll weil ich 2 grosse knoten habe und ganz viele kleine so und dann frage ich mich wie man da abnehmen soll wen die schilddrüse zu viele hormone produziert viele liebe grüsse
Montag, 9. Januar 2012 15:37
Nimmt man nach dem Heilfasten eigentlich unweigerlich schnell wieder zu? War beim letzten Mal so, aber da bin ich auch unmittelbar nach dem Fasten schwanger geworden:)
Ich würde nämlich gerne wieder fasten, habe aber Angst, daß sich mein Körper danach auf die Kalorien stürtzt…
Ich bin nicht übergewichtig, treibe sehr viel Sport, aber möchte keinesfalls zunehmen.
Mittwoch, 21. März 2012 18:02
gibts über UPC1 schon neue Erkenntnise?