Die Chipliste – zählen, zählen, zählen
Die Chipliste ist im Prinzip ganz einfach. Alles, was sie essen, hat einen bestimmten Wert, der sich in „Chips“
rechnet.
Sehr übersichtlich. Und sehr bekannt.
Die Chipliste als WeightWatchers für Diabetiker?
Über allem steht die „Chipliste“, die Lebensmitteln einen bestimmten Wert zuweist und als Leporello und auch als
Din A 4 - Poster in Apotheken erhältlich ist.
Erstellt wurde sie von Dr. Klas Mildenstein. Damit soll Ernährung für Erwachsene wie auch für Kinder einfach und
übersichtlich werden.
Zielgruppe sind jedoch nicht nur Ernährungsumsteller und Abnahmwillige, sondern auch Diabetiker. Die Listen
sollen möglichst auf einen Blick anzeigen, welche Lebensmittel „wertvoll“ und welche „wertlos“ sind. Inzwischen
sind diese Listen auch auf türkisch und russisch erhältlich.
Aber wie genau sind die Listen aufgebaut?
Die Berechnung ist möglichst simpel gehalten: 100 kcal entsprechen einem Chip und pro Tag hat man 20 Chips (2000
Kalorien) zur Verfügung. Um abzunehmen soll man fünf Chips pro Tag weglassen.
Die aufgeführten Lebensmittel sind in Gruppen aufgeteilt wie zum Beispiel Brot, Brotaufstrich, Kartoffeln,
Getreide, Gemüse, Obst, Milch und Milchprodukte, Wurst und Schinken, Geflügel und Fleisch, Fisch, Fette und Eier,
immer mit einer Art „Rangfolge“, welche Produkte man bevorzugt auswählen soll.
Doch auch sogenannte „Dickmacher“ wie Dessert, Partyangebote, Süssigkeiten, Kuchen, Kekse, Getränke,
Alkohol haben ihren Platz auf der Liste, werden jedoch zumeist mit „weinenden Chips“ dahinter dargestellt, um vor
diesem Produkt zu warnen. Ausserdem sind für Diabetiker jeweils die BE aufgeführt.
Ähnlich wie beim Programm der WeightWatchers kann man sich durch sportliche
Aktivität Chips „dazuverdienen“, sportliche Aktivität wird also aktiv befürwortet.
Fazit: Leider ist diese Liste sehr allgemein gehalten. Es wird pauschal eine Energiezufuhr von
2000 kcal pro Person angenommen, ohne näher auf Geschlecht, Größe, Ausgangsgewicht und körperliche Belastung
einzugehen.
So kann diese Methode gerade bei Frauen und Kindern eher zur Zunahme als zu einer Abnahme führen. Auch ist
dieses System seeeeehr stark vereinfacht und kann nur einen Einstieg in gesündere Ernährung bedeuten, aber keine
dauerhafte Hilfe sein.
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