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Die Chipliste – zählen, zählen, zählen

Aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Die Chipliste ist im Prinzip ganz einfach. Alles, was sie essen, hat einen bestimmten Wert, der sich in „Chips“ rechnet. Sehr übersichtlich. Und sehr bekannt.

Schließlich wird in zahlreichen Diät-Systemen fleißig gezählt, um eine Übersicht darüber zu bekommen, wie viel man eigentlich isst. Gerade für diejenigen, die sich nicht an drei oder fünf regelmäßige Mahlzeiten halten, sondern sich gern mal „nebenbei“ etwas in den Mund schieben, sind solche Listen darüber, was und wie häufig man eigentlich Lebensmittel zu sich nimmt, ein hilfreiches Instrument bei der Abnahme.

Über allem steht die „Chipliste“, die Lebensmitteln einen bestimmten Wert zuweist und als Leporello und auch als Din A 4 - Poster ausschließlich in Apotheken erhältlich ist. Während man sich das Poster prima an die Küchentür oder an den Kühlschrank kleben kann, soll das Leporello ein ständiger Begleiter im Alltag sein. Deshalb bietet dieses zieharmonikaartig gefaltete Heftchen in Din A 5-Größe beidseitig bedruckt auch noch die BE (Broteinheit)-Angaben für Diabetiker.

Erstellt wurde die Chipliste von Dr. Klas Mildenstein. Facharzt für Allgemeinmedizin mit diabetologischer Schwerpunktpraxis und Lehrbeauftragter an der Medizinischen Hochschule Hannover. Mit dieser Liste soll Ernährung für Erwachsene wie auch für Kinder einfach und übersichtlich erklärt und zu einem bewußteren und gesünderen Umgang mit Lebensmitteln hingeführt werden.

Zielgruppe sind jedoch nicht nur Ernährungsumsteller und Abnahmwillige, sondern auch Diabetiker. Die Listen sollen möglichst auf einen Blick anzeigen, welche Lebensmittel „wertvoll“ und welche „wertlos“ sind. Inzwischen sind diese Listen auch auf türkisch und russisch erhältlich. Seit 2014 ist auch eine mobile App für Smartphones in der Entwicklung, auf der Website bietet ein kleines Forum die Möglichkeit, Fragen zum Beispiel nach speziellen Zubereitungsarten oder dem eigenen „Chip-Bedarf“ zu stellen. Diese Fragen werden von Herrn Dr. Mildenstein oder jemandem aus seinem Ernährungsberater-Team beantwortet.

Aber wie genau sind die Listen aufgebaut?

Die Berechnung ist möglichst simpel gehalten: 100 kcal entsprechen einem Chip und pro Tag hat man 20 Chips (2000 Kalorien) zur Verfügung. Um abzunehmen soll man fünf Chips pro Tag weglassen.

Die aufgeführten Lebensmittel sind in Gruppen aufgeteilt wie zum Beispiel Brot, Brotaufstrich, Kartoffeln, Getreide, Gemüse, Obst, Milch und Milchprodukte, Wurst und Schinken, Geflügel und Fleisch, Fisch, Fette und Eier, immer mit einer Art „Rangfolge“, welche Produkte man bevorzugt auswählen soll.

Doch auch sogenannte „Dickmacher“ wie Dessert, Partyangebote, Süssigkeiten, Kuchen, Kekse, Getränke, Alkohol haben ihren Platz auf der Liste, werden jedoch zumeist mit „weinenden Chips“ dahinter dargestellt, um vor diesem Produkt zu warnen. Ausserdem sind für Diabetiker jeweils die BE aufgeführt.

Ähnlich wie beim Programm der Weight Watchers kann man sich durch sportliche Aktivität Chips „dazuverdienen“, sportliche Aktivität wird also aktiv befürwortet. Auf diese Weise wird deutlich gemacht, dass Essen gleich Energie ist, die man möglichst auch nutzen sollte, damit sie nicht im Körper als Reserve (Fett) gespeichert wird.

Fazit: Leider ist diese Liste sehr allgemein gehalten. Es wird pauschal eine Energiezufuhr von 2000 kcal pro Person angenommen, ohne näher auf Geschlecht, Größe, Ausgangsgewicht und körperliche Belastung einzugehen.

So kann diese Methode gerade bei Frauen und Kindern auch schon mal zu einer Zunahme, als zu einer Abnahme führen. Auch ist dieses System seeeeehr stark vereinfacht und kann nur einen Einstieg in gesündere Ernährung bedeuten, aber keine dauerhafte Hilfe sein.

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 28.5.2014 aktualisiert



   
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