Lutz-Diät
Abnehmen mit der Lutz Diät
Die nach dem Begründer Wolfgang Lutz benannte Lutz-Diät basiert zum einen auf dem Low-Carb-Prinzip - die
Aufnahme von wenig bis gar keine Kohlenhydrate ist notwendig zur Gewichtsreduktion - und zum anderen auf einer von
dem österreichischen Arzt entworfenen hormonellen 2-Komponententheorie.
Die Lutz-Diät beschränkt sich nicht nur auf den Gewicht reduzierenden Aspekt, sondern in erster Linie auf die
generelle gesundheitliche Befindlichkeit. Diese wird Lutz Meinung nach durch Störungen des Hormonhaushalts auf
Grund von Insulinausschüttungen negativ beeinflusst.
Seine 2-Komponententheorie besagt nämlich, dass der menschliche Organismus immer ein Gleichgewicht zwischen
aufbauenden und abbauenden Hormonen herstellen will. Wird nun zu viel Insulin, das als ein aufbauendes Hormon gilt,
ausgeschüttet, führt das zu einem Ungleichgewicht und das wiederum zur Gewichtszunahme beziehungsweise zu Krankheit
und Unwohlsein.
Zu viel Insulin wird aber laut Lutz genau dann ausgeschüttet, wenn zu viele Kohlenhydrate mit einem hohen
glykämischen Index verzehrt werden. Aus diesem Grund wird bei der Lutz-Diät die Menge an erlaubten Kohlenhydraten
auf 72 Gramm am Tag festgelegt.
In der Online-Version der Ausgabe "Kranker Magen, kranker Darm" von Wolfgang Lutz findet man ein Beispiel dafür,
wie ein Diättag aussehen kann.
Zum Frühstück gibt es eine Tasse Kaffee oder Tee, aber ohne Zucker, zwei weiche Eier, ein halbes Brötchen oder
25 g Brot. Als kleine Zwischenmahlzeit darf etwas Käse mit Butter verzehrt werden.
Fisch oder Fleisch mit Gemüse oder Salat stehen als Mittagsmahlzeit auf dem Plan. Dazu kommen 120 g Kartoffeln
oder 30 g Reis oder ein Stück Kuchen, das aber höchstens 15 g Mehl und 12 g Zucker enthalten darf oder 250 g
Obst.
Zum Nachmittag ist ledigliche ein Kaffee oder Tee ohne Zucker erlaubt und zum Abendessen gibt es eine Käseplatte
mit Eiern oder kaltem Braten, 50 g Schwarzbrot oder ein Brötchen und dazu ein Viertel Liter Wein oder ein Bier.
Bewertung der Lutz-Diät
Die Lutz-Diät ist eigentlich nur eine Variante der Low-Carb-Diät, da der Körper durch die eingeschränkte
Kohlenhydratzufuhr dazu gezwungen wird, Eiweiße und Fette als Energielieferanten zu nutzen. Dies bringt zwar
Erfolge allerdings sind diese nicht von Dauer, wenn danach wieder "normal" weitergegessen wird.
Wenn nämlich die Faktoren nicht geändert werden, die zu der "Diät" geführt haben, werden Sie
höchstwahrscheinlich den Jo-Jo-Effekt erleben und hinterher mehr zunehmen als zuvor.
Ein weiterer Kritikpunkt der von Medizinern und Ernährungswissenschaftlern angeführt wird, sind die zu hohe
nBlutfettwerte während der Diät, sowie eine vermehrte Belastung der Nieren und der Leber. Es können
Herz-Kreislauf-Beschwerden und sogar Gichtanfälle auftreten.
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