Xenical und Reductil

Medikamente zum Abnehmen - Xenical und Reductil kritisch betrachtet

Ende der 90er Jahre hat die Pharmaindustrie zwei Medikamente zur Gewichtsreduktion auf den Markt gebracht, die auch heute noch bekannt und populär sind. Als erstes Mittel war 1998 das Xenical mit dem Wirkstoff Orlistat erhältlich. Xenical blockiert die Fettaufnahme im Darm.

Ich erinnere mich noch den "Hype" damals. Das Ende aller Diäten und Abnehmprogramme und -kurse wurde vorhergesagt. Deutschland werde bald keine "Dicken" mehr haben und alle würden glücklich und zufrieden sein. Und ich übertreibe nicht: Ich erinnere mich noch an befreundete Ernährungsberater, die meinten sie müssen sich bald einen neuen Job suchen.

Heute kann ich natürlich leicht behaupten, dass ich es schon damals besser wusste. Aber eines sollten sie nie vergessen: Die Natur lässt sich nicht austricksen. Wenn Sie meinen, sie könnten weiter im Sessel liegen, minderwertige und vergiftete Nahrung essen - um bräuchten dann nur eine Tablette zu nehmen, um von den Folgen verschont zu bleiben -- dann muss ich Sie leider enttäuschen.

Was können Reductil und Xenical tatsächlich?

Verschiedene Studien zeigen, dass es bei einer Diät zu einer zusätzlichen Gewichtsreduktion von 3 bis 4 kg pro Jahr beitragen kann.

Das Präparat Reductil, mit dem Wirkstoff Sibutramin, kam ein Jahr später auf den Markt. Es bremst das Appetitzentrum im Gehirn und kann zu einem Gewichtsverlust von 6 kg jährlich führen.

Was viele Abnehmwilligen zu Xenical und Reductil jedoch nicht wissen...

Xenical und Reductil sind ausschließlich für stark übergewichtige Patienten (Body-Mass-Index über 30) zugelassen und dürfen nur unter strenger ärztlicher Kontrolle eingenommen werden. Sie wirken nur dann, wenn gleichzeitig die Kalorienzufuhr reduziert und ein Bewegungsprogramm absolviert wird. Sie sind also keine „Wunderpillen gegen das Übergewicht”, sondern können eine Diät lediglich unterstützen. Für sich allein sind bei Präparate wirkungslos.

Dagegen sind die Nebenwirkungen von Xenical und Reductil nicht unbedenklich...

Nebenwirkungen bei Reductil sind u. a. Bluthochdruck und eine erhöhte Pulsfrequenz. Bei Xenical können Nebenwirkungen wie Durchfall, Blähungen und eventuell ein Mangel an fettlöslichen Vitaminen auftreten.

Die "Therapiekosten" sind mit 3 bis 4 € täglich relativ hoch. Auf das Jahr gerechnet kommen Sie auf insgesamt 1.400 €! Sie zahlen Sie pro Kilogramm Gewichtsverlust etwa 350 €. Die Kassen übernehmen diese Kosten nicht. Die Mitgliedschaft in einem guten Fitness-Studio bekommen Sie dagegen schon ab 400 bis 500.- € im Jahr! Und dort können Sie dann (fast) rund um die Uhr trainieren.

Angesichts der möglichen Nebenwirkungen und des Preises ist es daher ratsam, dass Sie auf diese Mittel am besten ganz verzichten und versuchen, die zusätzlichen Kilos durch ein vernünftiges Abnehmprogramm abzuspecken.

Wenn Sie jedoch glauben, ohne ein solches Mittel nicht auszukommen, dann sollte Xenical die erste Wahl sein. Seine möglichen Nebenwirkungen sind zwar unangenehm, aber weniger gefährlich als bei Reductil.

Mehr Informationen zu einzelnen Abnehmpillen finden Sie im Unterverzeichnis: Schlankheitsmittel und Schlankheitspillen

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