Leberwerte
Was Sie über die Leberwerte wissen sollten
Die Leber ist die größte Drüse des menschlichen Körpers und stellt die Zentrale des
gesamten Stoffwechsels dar. Anhand einer Blutprobe werden im Labor Werte ermittelt, die Aufschluss über Leberfunktion und der Gallenwege sowie mögliche Schädigungen geben.
Diese ermittelten Werte werden als Leberwerte bezeichnet.
Als Parameter dienen hierbei GOT, GPT, GGT, GLDH, Eisen, Zink, Bilirubin, AP,
Cholesterin, Kupfer, die Thromboplastinzeit nach Quick, Cholinesterase, Albumin und Ammoniak.
In den meisten Fällen handelt es sich um erhöhte
Leberwerte. Im folgenden habe ich hier die wichtigsten für Sie zusammengestellt und kurz erklärt.
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meinem Buch "Die biologische Lebertherapie" (Kapitel 7, Seite 23 - 26). In Buch finden Sie selbstverständlich
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Die Leberwerte - Ein Überblick
GOT und GPT sind Enzyme, die als Indikatoren für Schädigungen der Leberzellen dienen. Der
Normalwert liegt bei Männern zwischen 10 und 50 U/l, bei Frauen zwischen 10 und 35 U/l. GOT und GPT entstehen, wenn
Leberzellen abgebaut werden. Stark erhöhte Werte bedeuten demnach, dass zu viele Leberzellen abgebaut werden. Dies
kann durch eine Entzündung der Leber, Hepatitis, oder der
Gallenblase, Cholezystitis, eine Überlastung der Leber durch Alkohol oder Medikamente oder durch Leberkrebs oder Metastasen der Fall sein.
GGT, auch als Gamma-GT bezeichnet, ist ein Enzym des Eiweißstoffwechsels. Der Normalwert liegt
bei Männern unter 66 U/l, bei Frauen unter 39 U/l. Der Wert der Gamma Glutamyl-Transferase ist meist der erste
Wert, der erhöht ist. Eine starke Erhöhung kann auf eine akute oder chronische Hepatitis hinweisen. Ebenfalls erhöhte Werte finden sich bei einer
Leberzirrhose, einer Fettleber, bei Alkohol- oder
Medikamentenmissbrauch, bei Gallenwegserkrankungen und Lebertumoren.
GLDH ist ein Enzym, das für den Ammoniakabbau im
Organismus zuständig ist. Der Normwert liegt bei Männern unter 6,4 U/l, bei Frauen unter 4,8 U/l. Erhöhte Werte
deuten auf Vergiftungen, Lebertumore (Leberkrebs), Leberstauungen, Fettleber oder
akute Virusentzündungen hin.
Die Normwerte für Eisen liegen bei Männern zwischen 59
und 158 µg/dl, bei Frauen zwischen 37 und 145 µg/dl, für Zink zwischen 46 und150 µg/dl.
Das Bilirubin entsteht beim Abbau des Hämoglobins in der
Leber und gibt dem Gallensaft die typische gelbliche Farbe. Referenzwert ist hierbei unter 1,1mg/dl. Erhöhte Werte
entstehen bei Gelbsucht, bei akuten oder chronischen Lebererkrankungen oder Störungen des Gallenabflusses, etwa durch
Gallensteine, auf.
Die Alkalische Phosphatase,
AP, spielt bei der Ausscheidungsfunktion eine wichtige
Rolle. Die Normwerte hier liegen bei Männern zwischen 40 und 129 U/l, bei Frauen zwischen 35 und 104 U/l.
Erhöhte Werte treten bei Störungen der Ausscheidungsfunktion oder Behinderungen des Gallenflusses auf.
Der Normwert für Cholesterin liegt unter 220 mg/dl, bei
Kupfer zwischen 70 und 140 µg/dl, bei Frauen zwischen 76 und 152 µg/dl. Der Richtwert für Cholinesterase liegt
zwischen 5320 und 12920 U/l.
In der Leber werden Eiweiße gebildet, die bei der Blutgerinnung eine Rolle spielen. Durch den
Quick-Test wird die Blutgerinnungszeit ermittelt. Richtwert
ist hierbei 70-120%.
Albumin wird nur in der Leber produziert und ist für den
konstanten Gewebedruck sowie den Flüssigkeitsaustausch verantwortlich. Täglich produziert die gesunde Leber etwa
12g. Normwert hierbei ist 3,4 bis 4,8 g/dl bzw. 6,6 bis 8,7 g/dl.
Ammoniak wird in der Leber beim Abbau der Proteine
gebildet, von der gesunden Leber jedoch direkt wieder entgiftet. Der Normalwert liegt unter 48 µmol/l. Erhöhte
Werte geben Hinweis auf eine reduzierte Entgiftungskapazität der Leber.
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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 02.08.2012 aktualisiert
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