Multiple Sklerose
Fasten oder Heilfasten bei Multipler
Sklerose
Multiple Sklerose ist eine neuronale Erkrankung, bei der es durch chronische Entzündungen des zentralen
Nervensystems, also Gehirn und Rückenmark, zu einer Zerstörung der dort befindlichen Marksubstanz kommt.
Die Krankheit verläuft individuell unterschiedlich und tritt in Schüben auf. Die Symptome, wie Sehstörungen oder
Muskellähmungen, verschlimmern sich dabei nach und nach und führen meistens zu einer zunehmenden Behinderung.
Die meisten Wissenschaftler sind heute davon überzeugt, dass eine gesunde Ernährung den Krankheitsverlauf
verlangsamt. So empfehlen Ernährungsberater den Multiple-Sklerose-Patienten eine fleischlose Kost, bei der viele
Vollkornprodukte, aber auch Obst und Gemüse auf dem Speiseplan stehen, das Fett hingegen möglichst reduziert
wird.
Arachidonsäuren, die fast ausschließlich in tierischen Nahrungsmitteln vorhanden sind (vor allem in
Schweinefleisch!), wirken entzündungsfördernd, weshalb die Betroffenen möglichst darauf verzichten sollten.
Omega–3–Fettsäuren hingegen, die in pflanzlichen Ölen und Fisch vorkommen, können Entzündungen hemmen und sind
deshalb sehr zu empfehlen. Außerdem wirkt sich ein gesundes Körpergewicht positiv aus, denn so werden Muskeln und
Gelenke geschont.
Die Schweizer Ärztin Catherine Kousmine empfahl bereits in den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts
eine Diät für die Betroffenen, bei der viele Vitamine, Aminosäuren und Mineralstoffe aufgenommen werden (vgl.
Kousmine C.: Die Multiple Sklerose ist heilbar; Delachaux und Niestle; Neuchatel; 1986). Obwohl die Schulmedizin
der Therapie kritisch gegenübersteht (wie eigentlich fast immer), ist die ausgewogene Ernährung, wie bereits
erwähnt, als positive Ergänzung zu den Medikamenten absolut anerkannt.
Buchinger-Heilfasten hat bei vielen Multiple-Sklerose-Patienten zu einer wesentlichen Besserung des Befindens
und teilweise sogar zur Rückbildung der Symptome geführt.
Allerdings muss das Heilfasten nach meiner Erfahrung genau auf das Krankheitsstadium
des jeweiligen Patienten abgestimmt werden, so dass Vitamine, Aminosäuren und Mineralstoffe in ausreichenden Mengen
dem Körper zugeführt werden.
Die zusätzliche Gabe von Buttermilch sorgt außerdem für eine ausreichende Kalorienzufuhr von etwa 400 kcal
täglich. Eine Milchunverträglichkeit muss aber ausgeschlossen sein.
Damit es während der Behandlung nicht zu erneuten Schüben kommt oder andere Komplikationen auftreten, raten die
meisten Fachleute den Betroffenen dringend, eine Fastenkur nur unter ärztlicher Anleitung durchzuführen - so wie
ich übrigens auch. Denn ein Fastenleiter hat beispielsweise genau im Blick, ob die Nährstoffe in ausreichenden
Mengen aufgenommen werden oder ob das Gewicht sich zu stark reduziert.
Außerdem kann während eines Kuraufenthalts eine ganzheitliche Therapie stattfinden, bei der nicht nur die
Ernährungsgewohnheiten umgestellt werden, sondern auch Meditations- und Sportprogramme im Angebot stehen.
Ruhe und Erholung, Krankengymnastik und Einläufe – das alles kann während
des Heilfastens das körperliche und seelische Wohlbefinden der Patienten noch weiter steigern.
Unkontrolliertes Fasten ohne ärztliche Absprache – womöglich sogar ohne zusätzliche Nährstoffzufuhr – sollten
Betroffene Multiple Sklerose Patienten hingegen vermeiden.
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