Blasentang
Blasentang (Fucus Vesiculosus)
Blasentang ist ein olivgrüner mehrjähriger Meerestang aus der Klasse der Braunalgen.
Er wird auch See- oder Meereiche genannt und kann eine Länge von bis zu einem Meter erreichen. Man findet ihn auf Steinen und Felsen im
Atlantik, Pazifik und der Nord- und Ostsee.
Seine flachen derben Zweige besitzen eine durchlaufende Mittelrippe. Beidseitig davon finden sich paarige Gasblasen, welche dem Tang im Wasser
Auftrieb geben. Im Sommer befinden sich an den Enden schleimgefüllte Verdickungen, welche die Fortpflanzungsorgane enthalten.
Die Wirksamkeit des Blasentangs beruht auf seinen organischen Jodverbindungen, welche in ihrem Aufbau den Schilddrüsenhormonen ähneln. Weiterhin
lassen sich im Blasentang Vorkommen von Alginsäure, Beta- Carotin, Brom, Schleimstoffen, Zucker Fucoidan, Karotinoiden und Mannit finden.
Das hohe Jodvorkommen des Blasentanges regt die Schilddrüsentätigkeit an. Weiterhin sorgt Blasentang für eine Erhöhung des Grundumsatzes, einer
Steigerung des Energieverbrauches des Körpers im Ruhezustand. Blasentang kann ebenso Mineralsalzverlusten vorbeugen und zum allgemeinen
Wohlbefinden beitragen
Blasentang wird häufig an den Stränden angespült und kann das ganze Jahr über gesammelt werden. Verwendung findet die ganze Pflanze, welche mit
Süßwasser gewaschen und bei etwa 60 Grad getrocknet wird und eine braunschwarze Droge ergibt. Hauptanwendungsgebiet ist eine Unterfunktion der
Schilddrüse mit Kropfbildung.
Das Krankheitsbild sollte jedoch genau abgeklärt werden, von einer Selbstmedikation ist abzuraten. Blasentang ist weiterhin Bestandteil von
Schlankheitsmitteln und unterstützt eine Behandlung der Arterienverkalkung.
Ebenso findet der Tang Verwendung bei Myxödemen, Folgeerkrankungen einer Schilddrüsenunterfunktion. Die abführende Wirkung der enthaltenen
Alginsäure lässt sich für die Behandlung von Verdauungsstörungen nutzen.
Die jodfreien Schleimstoffe werden als Steifungsmittel in der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie verwendet.
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