Hylak
Das Präparat Hylak der Firma Merckle Recordati GmbH enthält keimfreie Stoffwechselprodukte von grampositiven Milchsäurebakterien der Art
Lactobacillus helveticus. Es fermentiert Galaktose und Laktose und unterstützt somit die Verdauungstätigkeit im Dünndarm.
Anwendung findet Hylak bei Störung der Darmflora, beispielsweise durch Durchfallerkrankungen oder nach längerem Antibiotikaeinsatz. Symptome
die eine Einnahme rechtfertigen sind, Reizdarm-Syndrom und übermäßige Gasbildung im Magen-Darm-Trakt.
Des Weiteren hat das Medikament eine Zulassung zur Behandlung von Salmonellen- Enteritis. Weiterhin kann es bei chronischen allergischen
Hauterkrankungen, wie zur Behandlung von Ekzemen zum Einsatz kommen.
Hylak ist in Form von Tropfen zu verabreichen. Es existieren Packungsgrößen von 50, 100, 250 und 1000 ml. Einem ml des Medikaments sind
folgende Verbindungen hinzugefügt: wässriges Substrat der Stoffwechselprodukte von Lactobacillus helveticus, 15mg Lactobacillus helveticus,
Natriummonohydrogenphosphat, Kaliummonohydrogenphosphat, Phosphorsäure, Kaliumsorbat, Citronensäure-Monohydrat, Wasser, Rohmolke und Laktose.
Die Dosierung für Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahren liegt bei dreimal täglich 2 ml, die jeweils zu den Mahlzeiten in einer wässrigen
Lösung eingenommen werden. Milch darf nicht zur Einnahme genutzt werden. Kinder im Alter von 2 bis 12 sollten 3-mal täglich 0,5 Tropfen
einnehmen. Während der Schwangerschaft und der Stillzeit gilt die gleiche Dosierung wie für Kinder. Kindern unter 2 Jahren ist das Präparat nicht
zu verabreichen.
Tritt eine Verbesserung ein, kann die Dosis allgemein halbiert werden. Eine zeitliche Einnahmebegrenzung existiert nicht. Kontraindikation vor
der Einnahme stellt eine bekannte Empfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe dar. Ansonsten sind keine Gegenanzeichen bekannt. Negative Auswirkungen
auf die Schwangerschaft und die Stillzeit sind nicht bekannt, jedoch sollte vor der Einnahme eine Konsultation des behandelnden Arztes
stattfinden.
Als Nebenwirkungen können, Juckreiz oder Hautrötungen, Übelkeit, sowie Blähungen auftreten. Bei Nebenwirkungen sollte die Dosis grundsätzlich
reduziert und ein Arzt aufgesucht werden sollte. Auch hier gilt, dass eine Einnahme vorher mit dem Arzt besprochen werden sollte.
Wechselwirkungen können mit Antazida auftreten, welche die Magensäure neutralisieren und somit die Wirkung von Hylak bei der Einnahme
aufheben.
Studien haben Erkenntnisse geliefert, die Lactobacillus helveticus mit einer Blutdrucksenkenden Eigenschaft in Verbindung bringen.

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