Kombu
Kombu Algen
Kombu ist eine essbare Meeresalge, die in Nordostasien als Nahrungsmittel weit verbreitet ist.
Erhältlich ist es zumeist getrocknet und wird in seiner Herkunftsregion als Grundzutat von Suppen verwendet. Aber auch roh wird die Alge
verzehrt, oder, süß-sauer eingelegt, zum Tee gereicht.
In Japan wird aus Kombu als typische Krankenkost ein Tee namens Kombucha zubereitet, der allerdings mit dem hierzulande erhältlichen Kombucha
nichts zu tun hat. Durch den hohen Mineralstoffgehalt fördert er die Genesung.
Inhaltsstoffe und Wirkung
Die Braunalge Kombu enthält eine besonders Hohe Menge an Jod, deshalb ist sie in Deutschland auch nicht als Lebensmittel zugelassen, sondern
lediglich als Badezusatz erhältlich. Die desinfizierende Wirkung dieses Hauptinhaltsstoffes wird bereits seit längerer Zeit in der Kosmetik- und
Pharmaindustrie genutzt. Aber auch die Schilddrüsenfunktion wird von Jod beeinflusst.
Aber es sind noch weitere gesundheitsfördernde Stoffe enthalten. So zum Beispiel die Alginsäure. Diese bildet in Verbindung mit Wasser ein
Gel, dessen Konsistenz unter anderem vom pH-Wert der Umgebung abhängig ist. Dadurch bildet sie im Magen ein dickflüssiges Gel, das sich auf die
Magenwände legt. Da es nicht durch die Verdauungssäfte aufgelöst werden kann, wird es als ein die Verdauung fördernder Ballastsstoff
angesehen.
Ein weiterer Bestandteil ist Laminarin. Dieser Stoff hat neben einer die Blutgerinnung hemmenden Wirkung auch die Eigenschaft,
Cholesterinwerte und Blutfettwerte insgesamt Werte zu senken. Diese Wirkung wurde in Laborversuchen bestätigt.
Der ebenfalls enthaltene Stoff Mannin hat neben seiner Süßkraft antibakterielle, rehydrierende und diuretische Eigenschaften.
Ein anderer Bestandteil ist eine natürliche Form des Glutamats, die die gleichen würzenden Eigenschaften bei einem wesentlich geringeren
allergischen Potenzial hat.
Die Alge gedeiht am besten in kühlem, sauberem Wasser. An den Küsten Japans wird sie in großen Mengen gezüchtet. Dazu werden Netze mit
Algen-Sporen „geimpft“ und an geschützter Stelle im Wasser befestigt. Sind die Algen groß genug, werden sie maschinell oder von Hand geerntet.
Auf diese weise wird das marine Ökosystem weniger geschädigt als beim Ernten wild wachsender Algen.
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