Symbioflor 1
Symbioflor 1 ist ein apothekenpflichtiges, freiverkäufliches Arzneimittel, das bei chronischen und oft
wiederkehrenden Erkrankungen des Rachen-, Nasen- und Mundraums und Mittelohrs, sowie bei Erkältungskrankheiten und
Atemwegserkrankungen eingenommen wird.
Die Einnahme wird auch zur allgemeinen Stärkung des Immunsystems und bei Magen-Darm Beschwerden empfohlen.
Der Wirkstoff von Symbioflor 1 sind Bakterien der Art Enterococcus faecalis, die auch unter normalen
Bedingungen im menschlichen Darm vorkommen und die Verdauung unterstützen. Außerdem wirken sie über eine Reizung
des Immunsystems zur vermehrten Bildung von unspezifischen Abwehrzellen, die insbesondere bei Erkältungskrankheiten
nützlich sind.
Ziel einer Behandlung mit Symbioflor 1 ist die Wiederherstellung einer gesunden Darmflora, die z.B. durch eine langzeitige
Therapie mit Antibiotika oder einer schweren Magen-Darm Erkrankung geschädigt sein kann. Es wird in manchen Fällen
eine weiterführende Therapie mit dem Präparat Symbioflor 2 empfohlen, das ähnlich
wirkt, aber einen anderen Bakterienstamm beinhaltet.
Symbioflor ist in folgenden Packungsgrößen in Apotheken erhältlich: 1 x 50 ml (N1) , 2 x 50 ml (N2), 3 x 50 ml
(N3)
Die Dosierung beträgt, soweit vom Arzt nicht anders verordnet, bei Erwachsenen 3x täglich 30 Tropfen und zwar
morgens nach dem Aufstehen, mittags vor dem Essen und abends vor dem Schlafen; es wird empfohlen die Tropfen einige
Zeit im Mund zu behalten und vor dem Runterschlucken zu gurgeln. Kinder nehmen 3x täglich 20 Tropfen und Säuglinge
3x täglich 10 Tropfen vor den Mahlzeiten.
Nebenwirkungen sind bei Symbioflor 1 kaum bekannt, vereinzelt können Mundtrockenheit, Kopfschmerzen oder
Magenschmerzen auftreten, was ich selbst in der Praxis bei Patienten allerdings noch nie beobachtet habe.
Symbioflor 1 ist nicht geeignet wenn ein hereditäre (vererbte) Galactose-Intoleranz, ein Lactase Mangel oder
eine Glucose-Galactose-Malabsorption bekannt ist. Während der Schwangerschaft kann Symbioflor 1 nach heutigem
Wissenstand ohne Bedenken eingenommen werden.
Studien
Eine Kohortenstudie Wirksamkeit und Unbedenklichkeit von Probiotika (Prosymbioflor, Symbioflor 1, Symbioflor 2)
im Vergleich zur Basistherapie beim atopischen Ekzem (Neurodermitis) bei Kindern unter
Praxisbedingungen), erwähnt von der med. Universität in Köln 2008 folgert: Probiotika-Zusatztherapien zur
konventionellen Therapie der Neurodermitis gehen mit verbessertem Behandlungserfolg einher, Probiotikatherapie und
konventionelle Therapie weisen keine nennenswerte Unterschiede bezüglich des Therapieerfolges auf.
Fazit: Nach meiner Erfahrung ist Symbioflor eines der bekanntesten und am meisten verordneten
Probiotika mit einer guten Wirkung.
Ähnliche und weitere Mittel finden Sie unter dem Stichwort: Probiotika

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