Rheumatische Erkrankungen
Fasten bei Rheuma
Schmerzhafte Erkrankungen der Gelenke, der Wirbelsäule und der sie umgebenden Weichteile werden gemeinhin als
Rheuma bezeichnet.
Die Medizin spricht stattdessen von „Krankheiten des rheumatischen Formenkreises“, da die Beschwerden durch
unterschiedliche Faktoren ausgelöst werden können und es sich daher um unterschiedliche Erkrankungen handelt.
In den meisten Fällen handelt es sich allerdings um eine Störung des Immunsystems, bei der es zu Entzündungen an
einzelnen oder vielen Körperregionen kommt.
Aber auch der Verschleiß der Gelenke, wie etwa bei Arthrose, wird zu dem rheumatischen Formenkreis
gerechnet.
Häufig finden die Ärzte bei einem Patienten nicht nur eine, gut abgrenzbare rheumatische Erkrankung, sondern
Übergänge oder Kombinationen mehrerer Einflüsse.
So können die Entzündungen und schmerzhaften Veränderungen der Gelenke beispielsweise durch die Nahrung oder
Veränderung der Blutzusammensetzung beeinflusst werden (vgl. Miehlke K.; Diagnose und Therapie rheumatischer
Erkrankungen; 30; Kongress fachärztliche Fortbildung; Springer; Berlin 1981).
Der Diplompsychologe Walter Goedde beschreibt außerdem in seinem Fachartikel „Die Wirkung des
Fastens auf die Psyche“, dass auch erbliche und psychosomatische Faktoren bei den rheumatischen Erkrankungen
eine entscheidende Rolle spielen.
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Die individuell
unterschiedlichen Einflüsse auf das Krankheitsbild erschweren eine medikamentöse
Therapie bei rheumatischen Erkrankungen allerdings sehr stark, so dass für jeden
Patienten die Arzneimittelzusammensetzung genau angepasst werden
muss. |
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Wo immer die Ursachen der Erkrankung auch liegen – immer kommt im Laufe der Zeit zu einer Überproduktion des
Gewebshormons Prostaglandin und der weißen Blutkörperchen, die ihrerseits für die körpereigene Immunabwehr
zuständig sind.
Diese Überproduktion hat schmerzhafte Schwellungen des Gewebes zur Folge. Daraus wiederum resultieren
Fehlstellungen der Gelenke, die in ihrer Funktion völlig gestört sein können.
Die rheumatische Arthritis, als häufigste entzündliche Erkrankung der Gelenke, beginnt meistens mit einem
Schmerz in den kleinen Finger- oder Zehengelenken.
Bei den folgenden, teils bis zu mehreren Monaten dauernden Schüben, schwellen immer mehr Gelenke an. Die Knorpel
und Gelenkkapseln zeigen auffällige Defekte und es kommt zum Muskelschwund in diesen Körperregionen. Alle Fachärzte
sind sich darüber einig, dass eine Fastentherapie diese körperlichen Veränderungen nicht oder nur in sehr geringem
Maße verbessern können (vgl. Lützner H.: Aktive Diätetik des rheumatischen Formenkreises; Phys. Med. u. Reh. 3;
1979; S. 115-118).
Das hört sich zunächst wenig ermutigend an - aber: was zesrtört ist, ist zerstört und kann nach meiner erfahrung
nur wieder begrenzt regeneriert werden. Dazu muss aber noch etwas von der "Ausgangssubstanz" vorhanden sein.
Auch, wenn die rheumatische Arthritis noch im Anfangsstadium steht, muss sehr lange (etwa vier bis sechs Wochen)
gefastet werden, damit sich eine Besserung einstellt.
Dies ist vor allem dann ein Problem, wenn es sich um schlanke, normal- bis untergewichtige Patienten
handelt.
Fastentherapeuten empfehlen bei rheumatischer Arthritis, während des Fastens auf jeden Fall genügen Proteine in
Form von Buttermilch aufzunehmen.
Ebenso wichtig sind gleichzeitig stattfindende Therapien, um die Durchblutung zu fördern, so etwa durch
wechselwarme Bäder, Heilerde oder Dehnübungen und leichte Massagen – immer nur in dem Maße, wie es der
Krankheitszustand erlaubt.
Häufig kommt es während der Fastenkur vorübergehend zu weiteren schmerzhaften Schüben. Laktovegetarische
Vollwerternährung im Anschluss ans Fasten wirkt bei den meisten Patienten sehr positiv auf den Krankheitsverlauf.
In Einzelfällen kommt es sogar zu einer dauerhaften Abheilung der rheumatischen Arthritis.
Vor der Fastentherapie sollten die Betroffenen auf jeden Fall mit den behandelnden Fastenärzten besprechen, über
welchen Zeitraum die unterschiedlichen Medikamente eingenommen wurden. Denn davon ist abhängig, wie rasch sie
minimiert werden können.
In Einzelfällen raten die Mediziner allerdings davon ab, die Arzneimittel abzusetzen. Je länger das Bindegewebe
schon durch die Medikamente und andere Giftstoffe "verschlackt" wurde, desto langwieriger und schwieriger ist auch
eine anschließende Therapie mit Naturheilverfahren. Dennoch gibt es immer wieder Patienten, bei denen sich
auch nach jahrelanger Medikamenteneinnahme durch das Heilfasten die gesamte Konstitution entscheidend verbessern
konnte.
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