Magenband

Magenverkleinerung mittels Magenband

Die Magenverkleinerung gehört nicht zu den Schönheitsoperationen. Ein Magenband wird im Rahmen der sogenannten Adipositas-Chirurgie verwendet, um Menschen mit massivem, krankheitsrelevantem Übergewicht beim Abnehmen zu unterstützen. Durch das Band wird die Kapazität des Magens zur Nahrungsaufnahme drastisch verringert, was eine deutliche Reduktion der Kalorienzufuhr zur Folge haben soll.

Bei dem operativen Eingriff, der unter Vollnarkose durchgeführt wird und etwa zwei bis drei Stunden dauert, wird laproskopisch das Magenband durch die Bauchhöhle bis zum Magen geführt. Es wird dort im oberen Magendrittel um den Magen herum gelegt, so dass dieser in einen Vormagen und einen Restmagen unterteilt wird.

Die Aufnahmekapazität des Vormagens liegt bei maximal 30 ml. Aufgenommene Nahrung gelangt zuerst in den Vormagen und erzeugt dort ein umgehendes Sättigungsgefühl, bevor sie in den Restmagen übergeht. Wird versucht, mehr Nahrung aufzunehmen, so führt dies zum Erbrechen.

Das Magenband ist verstellbar, so dass bei Komplikationen oder nach erfolgreicher Abnahme die Kapazität des Vormagens vergrößert werden kann. Die Einstellung wird ausschließlich von einem Arzt durchgeführt.

In der Regel wird das Magenband über sehr lange Zeit im Körper belassen. Wenn keine Komplikationen eintreten, ist ein lebenslanger Verbleib möglich.

Der Einsatz eines Magenbandes unterliegt strengen Kriterien. In der Regel wird es nur eingesetzt bei Menschen mit einem Body Mass Index (BMI) über 40 kg/m². Das Übergewicht muss seit mehreren Jahren bestehen, und es haben mehrere intensive Versuche stattgefunden, das Übergewicht auf andere Weise nachhaltig zu reduzieren, darunter auch unter ärztlicher Aufsicht. Das Übergewicht sollte bereits gesundheitliche Beeinträchtigungen zur Folge haben, zum Beispiel Gelenkprobleme, Herzbeschwerden, Bluthochdruck, Schlaf-Apnoe etc.

Grundsätzlich ist zu prüfen, ob das Übergewicht eine medizinische Ursache hat, beispielsweise in Form einer Nebennierenrindenstörung oder einer Funktionsstörung der Schilddrüse.

Entscheidende Voraussetzung für eine Operation ist die Bereitschaft und vor allem die Fähigkeit, die eigenen Essgewohnheiten vollkommen zu verändern und insbesondere auf eine gesunde Ernährung umzustellen. Das Magenband verhindert zwar die Aufnahme großer Mengen an Nahrung, jedoch kann die Abnahme durch flüssige oder halbfeste Süßspeisen zunichte gemacht werden.
Es gilt zu bedenken, dass die Operation unter Vollnarkose nicht risikofrei ist.

Die Kosten werden von den Krankenkassen nicht automatisch übernommen. Erforderlich ist ein spezieller Antrag, der mit einem Gutachten einhergeht. Eine Garantie auf Kostenübernahme gibt es, auch in vermeintlich medizinisch begründeten Fällen, nicht.

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