Schwangerschaftsstreifen
Schönheitsop gegen
Schwangerschaftsstreifen
Schwangerschaftsstreifen, auch Dehnungsstreifen genannt,
entstehen auf Grund von Rissen in der Epidermis (Haut). Hierbei
sind die inneren Hautschichten betroffen, in denen das Gewebe in
Folge starker Gewichtszunahme in kurzer Zeit Narben bildet. Die
Narben der inneren Hautschichten werden dabei von einer dünneren
Hautschicht bedeckt. Die Dehnungsstreifen weisen weder Schweiß-
noch Talgdrüsen auf. Es existieren darüber hinaus auch keine
Haarfollikel.
Die Streifen sind zu Beginn ihres Wachstums dunkelrot. Sie
nehmen im Verlauf eines längeren Zeitraums, der zwischen einigen
Wochen und Monaten dauern kann, eine weiße Farbe an.
Dehnungsstreifen sitzen hauptsächlich am Bauch und an den
Brüsten, darüber hinaus auch an der Hüfte, an den Oberschenkeln und
in selteneren Fällen auch an den Oberarmen.
Behandelt werden können die Streifen prinzipiell auf drei
Ebenen: durch Mikro-Dermabrasion, im Kontext einer
Bauchdeckenplastik und durch Herausschneiden.
Im Rahmen der Mikro-Dermabrasion werden die betroffenen Stellen
oberflächlich abgeschliffen. Dabei werden winzigste Hautpartikel
entfernt. Im Anschluss daran werden mit Hilfe von Ultraschall der
Haut Enzyme zugeführt. Nach einigen Sitzungen erfährt das Hautbild
eine deutliche Verbesserung. Vollständig entfernen lassen sich die
Streifen dadurch jedoch nicht. Je roter die Streifen zum Beginn der
Behandlung noch sind, desto besser die Aussichten auf Erfolg. Wenn
die Streifen bereits weißnarbig sind, verbessert die
Mikro-Dermabrasion das Hautbild nur mäßig.
Die zweite Variante, Entfernung im Rahmen einer
Bauchdeckenplastik, ist üblicherweise ein Nebenprodukt einer
Bauchstraffungsoperation und meist nicht als eigene OP zum Zwecke
der Entfernung von Schwangerschaftsstreifen gedacht. Bei der
Bauchdeckenplastik werden die nach einer Gewichtsabnahme zu großen
Hautlappen entfernt und die Haut, sowie die Muskulatur gestrafft
und vernäht. Das Verschwinden der Schwangerschaftsstreifen in
diesem Kontext ist ein erfreuliches Nebenprodukt.
Es ist als dritte Variante auch möglich, nur die
Dehnungsstreifen chirurgisch entfernen zu lassen, indem man sie
herausschneidet und die Haut anschließend wieder vernäht. Dieses
Verfahren ist jedoch sehr umstritten, da die Narbenbildung durch
den vernähten Schnitt nicht unbedingt weniger gravierend in
Erscheinung tritt, als der ursprüngliche Dehnungsstreifen und weil
es nur Sinn machen würde bei sehr wenigen Streifen.
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