Azidose Therapie
Die Grundüberlegungen der Azidose-Therapie beruhen auf der Überlegung, dass die meisten chronischen und auch akuten Erkrankungen durch eine
latente Übersäuerung des Körpers entstehen.
Diese latente Übersäuerung bildet somit Nährboden für die Entwicklung bzw. das Fortschreiten der Krankheitsprozessese und bildet das Fundament
vor allem für chronische Schmerzen.
Ziel der Azidosetherapie
Eine „Azidose-Therapie“ verfolgt das Ziel, die abgelagerten Säurekomplexe aus dem Körper zu lösen und dadurch eine Änderung der
Stoffwechsellage des gesamten Organismus zu erreichen.
Zu den „Methoden“ einer Azidosetherapie (acidus = sauer) gehört üblicherweise eine vollwertige und basenüberschüssige Heilkost, sowie
der Einsatz verschiedener Heilpflanzen zur Stoffwechselanregung und Entgiftung; auch der Einsatz von einem Basenpulver findet
häufig Anwendung. Auch der Einsatz von homöopathischen Mitteln ist als Bestandteil einer Azidosetherapie sinnvoll.
Um den Prozess der Entsäuerung zu unterstützen, können „aktive“
therapeutische Maßnahmen wie: Massagen, Sauna, Bewegungstherapie, Trockenbürsten, Lymphdrainage, Wickel, Auflagen und andere Wasseranwendungen
zum Einsatz kommen
Ziel ist es, die für die Entgiftung und Ausleitung wichtigsten Organe (Haut, Darm, Niere und Lunge) gezielt zu aktivieren.
Übersäuerung der Körpers?
Dabei ist der Begriff der Übersäuerung ein durchaus
umstrittener Begriff. Aber basische und sauer wirkende Stoffwechselprodukte fallen zu jeder Sekunde in unserem Körper an. Es kommt (wie immer)
auf das Gleichgewicht an.
Bedingt durch unsere westlich-zivilisierte Lebensweise fallen zu viele saure Stoffwechselprodukte an. Dies wird vor allem durch unsere
Lebensweise mit unserer „falschen“ Ernährung (zu süß, zu fett und insgesamt zu viel) und zu viel Stress begünstigt. Hinzu kommt, dass unsere
Ausscheidungsorgane nicht genügend gefördert werden:
Lunge und Haut könnten mit aktivem Schwitzen sehr gut unterstützt werden – jeder Art körperlicher Bewegung die dazu führt ist geeignet. Vor
allem Ausdauersport und ein gesundheitsorientiertes Krafttraining für die Muskulatur sind (nicht nur gesund), sondern vor allem eine „aktive“
Azidose Therapie!
Dann das Ausscheidungsorgan Darm: die mangelnde Bewegung, sitzende Tätigkeiten lassen den Darm träge werden; dazu eine Ernährung mit zu wenig
Ballaststoffen. Folge: Darmträgheit – Verstopfung – Hämoriden – Blähsucht und als indirekte Folge auch Darmkrebs.
All dies wird durch die Übersäuerung zusätzlich begünstigt. Professor Claus Lutzmann von der Universität Gießen schreibt zur
Übersäuerung:
„Der Weg der Säure von der Zelle zur Niere oder Lunge erfolgt durch das Bindegewebe. Das Bindegewebe macht etwa ein Viertel des
Gesamtkörpergewichts aus. Und wenn dieses Bindegewebe mit Säuren belastet wird, dann hält es die Säuren zurück, bindet diese. Das ist dann
die Übersäuerung, von der man spricht.“
Die drei Säulen einer Azidose Therapie
Die Azidostherapie (Acidosetherapie) setzt genau an diesen Tatsachen an und verfolgt als Ziel:
1. Säurezufuhr reduzieren (Stressbewältigung, Entspannungsverfahren, Ernährung)
2. Säuren zu neutralisieren (Basenzufuhr mittels Ernährung oder mit Basenpulvern)
3. Säuren zu lösen und zur Ausscheidung zu bringen (Heilpflanzen, Homöopathie, Massagen, Hydrotherapie, Bewegung)
Idealerweise kombiniert man alle drei Säulen. Genau dies empfehle ich in meiner Heilfastenanleitung.
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