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Die Chelattherapie - Entgiftung oder Humbug?

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Gesunde Zellen verhelfen uns zu geistiger und körperlicher Vitalität, wir fühlen uns fit und leistungsfähig, haben ein frisches, jugendliches Aussehen. Diesem Ideal stehen jedoch eine Menge Risikofaktoren im Alltag entgegen.

Rauchen, Stress, Fast Food, Medikamente und Umweltgifte sind verantwortlich für die Bildung freier Radikale, aggressiver Substanzen, welche die Zellen angreifen, den Körper krank machen und den Menschen schneller altern lassen.

Dem kann die Chelattherapie entgegenwirken, indem sie durch den Einsatz von Komplexbildnern den Körper entgiften und die Ausleitung der Schwermetalle beschleunigt.

"Chelat" bedeutet im Französischen "umkreifen" oder "umkrallen", der Chelat-Körper umklammert den Giftstoff und gibt ihn nicht mehr frei, bis er ausgeschieden wurde.

Am häufigsten werden Chelatbildner wie EDTA, DMSA oder DMPS verwendet.

Die Verabreichung erfolgt mittels einer Infusion mit einer sehr dünnen Nadel, welche 4-5 Stunden dauern sollte, um den Körper langsam zu durchspülen.

Dabei sollte der Patient zirka einen Liter stilles Wasser trinken und eine leichte Obstmahlzeit gegen eine eventuelle Unterzuckerung zu sich nehmen.

Die Anwendung ist vollkommen schmerzfrei und kann im Sitzen verabreicht werden. Pro Woche sollten nicht mehr als 2 Infusionen gegeben werden. Im ersten Jahr werden 20-30 Gaben notwendig sein, um ein Krankheitsbild wirkungsvoll zu bekämpfen. In den Folgejahren reduziert es sich auf 8-12 Behandlungen.

Die Chelattherapie wird vorrangig bei Vergiftungen durch Schwermetalle und Verkalkungserscheinungen, wie Durchblutungsstörungen der Beine oder des Herzens, sowie Rheuma oder Arthritis angewandt.

Erfahrungen bestätigen, das bei 80% von Patienten mit einer angezeigten Bypass Operation der geplante Eingriff nach der Chelattherapie nicht mehr nötig war.

Verbesserungen der Symbtomatik sind auch bei Tinnitus, Parkinson, Multipler Sklerose oder Diabetes bestätigt worden.

Wer sich für eine Chelattherapie entscheidet, sollte im Vorfeld von einem erfahrenen Therapeuten eine gründliche Untersuchung durchführen lassen, welche ein Belastungs EKG und das Röntgen des Brustkorbes einschließt. Des weiteren sollte eine eventuelle Medikamenteneinnahme oder Allergieneigung abgeklärt werden.

Während der Infusion können leichte Nebenwirkungen wie Fieber, Frösteln, Schwindel oder Kopfschmerz auftreten, welche aber relativ schnell wieder abklingen.

Gefährliche Komplikationen sind bei fachgerechter Durchführung nicht zu befürchten, die Wahrscheinlichkeit liegt bei 1:10000.

Menschen mit Lungen TBC, schweren Herzrhythmusstörungen und beeinträchtigter Leber- und Nierenfunktion sollten von einer Chelattherapie absehen.

Kosten werden im Allgemeinen von den Kassen nicht übernommen und liegen, je nach Dosis und Zusammensetzung, bei 100 bis 150 Euro pro Infusion.

Eine allgemeine "Entgiftung" und damit eine Steigerung des Befindens können Sie aber auch zum Beispiel durch ein richtig unterstütztes Fastenprogramm erfahren.

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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 02.08.2012 aktualisiert