{"id":1124,"date":"2015-02-25T21:04:31","date_gmt":"2015-02-25T20:04:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/?p=1124"},"modified":"2023-12-10T16:20:33","modified_gmt":"2023-12-10T15:20:33","slug":"fasten-ist-wenn-man-nicht-fastet-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/fasten-ist-wenn-man-nicht-fastet-2015\/","title":{"rendered":"Fasten ist, wenn man nicht fastet &#8211; TOLL!"},"content":{"rendered":"<p>Laut Karl Marx haben die Philosophen die Welt interpretiert (es komme jedoch darauf an, sie zu ver\u00e4ndern, hei\u00dft es weiter).<\/p>\n<p>Da kann man ja gespannt sein, wie ein deutsch-schweizer Philosoph nicht die Welt, aber das Fasten interpretiert. Ver\u00e4nderungen k\u00f6nnen wir laut Marx auch hier nicht erwarten.\u00a0 Und: Wir sollen nicht entt\u00e4uscht werden&#8230;<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Ein Freiburger Philosoph aus der Schweiz, Urs Sommer, gibt Radio Eriwan, \u00e4h nein&#8230; Deutschlandradio Kultur (deutschlandradiokultur.de\/fasten-verzichten-zur-selbstoptimierung.1008.de.html) ein Interview zum Thema Fasten. Uns wird\u00a0erst einmal erkl\u00e4rt, dass im <a href=\"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/medizinisches-faste-mittelalter\/\">Mittelalter das Fasten<\/a> in der Schweiz abgeschafft wurde, aus &#8222;reformatorischen&#8220; Gr\u00fcnden.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die anderen Christen aus religi\u00f6sen Gr\u00fcnden fasteten, fasteten die Schweizer aus den gleichen Gr\u00fcnden eben nicht. Daraus erkennt der philosophisch begabte Zeitgenosse, dass in der Schweiz einiges anderes zu sein scheint. Insoweit w\u00e4re das ja nichts Neues&#8230; (meine Leserinnen und Leser aus der Schweiz m\u00f6gen mir diese kleine Spitze bitte verzeihen&#8230;).<\/p>\n<p>Erste Erkenntnis aus philosophischem Blickwinkel: Fasten ist, wenn in der Schweiz keiner aus religi\u00f6sen Gr\u00fcnden fastet. Man verzichtet sozusagen auf das <a href=\"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/\">Fasten<\/a>, denn Fasten ist ja Verzicht. Und der Verzicht auf den Verzicht ist Fasten vom Fasten. Bitte nicht schwindelig werden, wir sind ja schlie\u00dflich unter Philosophen.<\/p>\n<p>Der Interviewer greift diesen Punkt dankbar auf und erinnert uns, dass Fasten eine \u201e<i>irgendwie absurde Situation<\/i>\u201c ist. Denn: \u201e<i>Es ist ja das Herstellen einer Situation, die wir sonst immer vermeiden wollen: n\u00e4mlich zu wenig zu haben.<\/i>\u201c<\/p>\n<p>Damit sollte allen schlagartig klar werden, das Fasten eine kontraproduktive Bet\u00e4tigung darstellt, da sie dem Bestreben nach dem Mehr diametral entgegen steht. Richtig, ich bin auch daf\u00fcr, dass wir mehr und mehr <a href=\"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/gifte-im-koerper\/\">Gifte in unserem K\u00f6rper anreichern<\/a>, je schneller, desto besser. Es lebe die Philosophie.<\/p>\n<p>Aber halt, diese Aussage kam ja \u201enur\u201c von dem Gespr\u00e4chspartner des Philosophen. Dieser baut aber die Idee noch weiter aus, indem er hinzuf\u00fcgt, dass das Fasten heute mit Religion nichts mehr zu tun hat. Womit dann?<\/p>\n<p>Heute wird gefastet, weil man der Welt zeigen will, dass \u201e<i>man andere Akzente in seinem Leben setzen kann, man sich im Griff hat<\/i>\u201c. Zuvor faselte der Philosoph etwas von Fasten als \u201e<i>Selbstmodellierung<\/i>\u201c und \u201e<i>Aufzeigen der eigenen Souver\u00e4nit\u00e4t<\/i>\u201c.<\/p>\n<p>Und wenn man diesem ganzen s\u00e4kularisierten Fasten noch ein \u201e<i>religi\u00f6ses M\u00e4ntelchen\u201c <\/i>umh\u00e4ngen kann, dann ist es umso besser. Ich verstehe zwar nicht warum. Aber ich verstehe ja schon nicht, warum Fasten etwas mit \u201eSouver\u00e4nit\u00e4t\u201c zu tun haben soll.<\/p>\n<p>Die Schweizer haben das religi\u00f6se Fasten schon lange abgeschafft, wie unser Philosoph zu wissen vorgibt, aber die Schweizer Souver\u00e4nit\u00e4t hat nicht darunter gelitten, oder etwa doch?<\/p>\n<p>Nein, Fasten und seine Beliebtheit heutzutage sieht der Philosoph als Ausdruck des Fastenden f\u00fcr seine \u201e<i>Selbstbeherrschung, die sich im Verzicht \u00e4u\u00dfert\u201c<\/i>. Und das passt in unsere Kultur der Souver\u00e4nit\u00e4t. Langsam geht\u00a0mir die Puste aus und mir wird schon schwindelig im Kopf&#8230;<\/p>\n<p>Wie bekloppt m\u00fcssen Leute sein, die fasten, damit sie anderen Leuten zeigen, dass sie souver\u00e4n und selbstbeherrscht sind? Gibt es daf\u00fcr keine besseren Methoden? Laut Philosophie wohl nicht. Aber es kommt noch besser&#8230;<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen Heilfasten-Newsletter dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=poWoP\"><\/script><\/p>\n<h2>Hedonistisches Fasten ist Selbstzweck<\/h2>\n<p>Diese Zwischen\u00fcberschrift im Interview schl\u00e4gt eine neue Richtung der philosophischen Interpretation ein. Denn Fasten ist ja Verzicht (der dem Mehr entgegen steht).<\/p>\n<p>W\u00e4hrend das Mehr den Zweck des Vermehrens von bestimmten Dingen hat, ist das Fasten Selbstzweck. Oder mit anderen (weniger philosophischen Worten): Fasten ist nutzlos.<\/p>\n<p>Es n\u00fctzt nur sich selbst in seiner Selbstbestimmtheit (w\u00fcrde der philosophische Philosoph jetzt klagen). Also liebe L\u00e4use, \u00e4hh\u2026 Leute \u2013 vergesst das unn\u00fctze Fasten und wendet euch, wie die Schweizer damals im Mittelalter, dem Mehr zu.<\/p>\n<p>Das <a href=\"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/religioeses-fasten\/\">religi\u00f6se Fasten<\/a> war kein Selbstzweck, da man damit etwas erreichen wollte, n\u00e4mlich die N\u00e4herung zu Gott. Da dieser in unserer materialistisch ausgerichteten\u00a0Welt (Exoterik!)\u00a0heute mehr oder weniger ausgedient zu haben scheint, hat auch das Fasten ausgedient.<\/p>\n<p>Und wo noch gefastet wird, ist selbiges zum Selbstzweck verkommen, weil der urspr\u00fcngliche Zweck nicht mehr gegeben ist. Denn es wird niemand fasten, um\u00a0unsere Bundeskanzlerin\u00a0gn\u00e4dig zu stimmen.<\/p>\n<p>Jetzt haben wir aber einen m\u00e4chtigen Widerspruch bei den Erkl\u00e4rungen unseres Philosophen: Erst ist der Zweck modernen Fastens die Demonstration von Souver\u00e4nit\u00e4t, Selbstbeherrschung etc. Und jetzt, weil es so sch\u00f6n passt, ist es doch nur Selbstzweck. Ja was denn nun?<\/p>\n<p><strong>Die Erkl\u00e4rung folgt auf dem Fu\u00df und gibt &#8222;signifikanten Anlass&#8220;, an der Alkoholfreiheit des Redners zu zweifeln.<\/strong><\/p>\n<p>Denn unser Vielosoff (betrunkener Philosoph??) wird medizin\u00f6s. Also\u00a0stellt er fest: \u201e<i>Also, es ist gut m\u00f6glich, nur f\u00fcr sich selbst zu fasten.\u201c <\/i>F\u00fcr sich selbst zu fasten und dessen gute M\u00f6glichkeit sind besonders gute Nachrichten f\u00fcr mich.<\/p>\n<p>Denn wenn ich f\u00fcr meinen fiesen, griesgr\u00e4migen Nachbar fasten w\u00fcrde, dann h\u00e4tte ich die Qual mit den Hungerattacken und der Kerl nimmt ab, und dass noch souver\u00e4n und selbstbeherrscht. Also f\u00fcr andere fasten, da bin ich auch dagegen. Prima, Herr Vielosoff, weiter so.<\/p>\n<p>Und falls einer meiner Nachbarn das hier liest: Nein, ihr seid wirklich nicht gemeint. Und das habe ich mal wirklich NICHT ironisch gemeint.<\/p>\n<p>Der Vielosof\u00a0hat mich aber geh\u00f6rt und macht weiter: \u201e<i>Man kann nat\u00fcrlich sagen, gut, wenn ich auf die Schokolade verzichte, dann ist mein K\u00f6rper nachher besser in Schuss, als wenn ich mich dem Schokoladengenuss hingebe, wie ich es immer tue.<\/i>\u201c<\/p>\n<p>Wer einen Schuss im K\u00f6rper hat, beziehungsweise einen K\u00f6rper in Schuss hat, der fastet auf, gegen, kontra Schokolade. Aha! Aber unser Vielosof teilt uns sofort mit, dass er als Schweizer auf das Schokoladenfasten verzichtet. Wie sch\u00fcssig sein K\u00f6rper aussieht, das teilt er uns allerdings nicht mit, schade!<\/p>\n<p>Was er aber mit diesem\u00a0merkw\u00fcrdigen Beispiel\u00a0mitteilen will, ist die Situation in Mittelamerika. Wieso Mittelamerika? Ist doch klar; er isst Schokolade und dann ist da noch Mittelamerika. Noch ein Korn, Herr Ober&#8230; &#8211; Prost.<\/p>\n<p>O-Ton Vielosof: \u201e<i>Ich denke da nicht an die Kakaobauern in Mittelamerika, deren Lebensumst\u00e4nde durch meinen Verzicht auf Schokolade ja auch nicht unbedingt verbessert werden.<\/i>\u201c Er denkt nicht an die Bauern, sagte es aber. Wie geht das, dass man \u00fcber etwas spricht, woran man nicht denkt?<\/p>\n<p>Merkw\u00fcrdige\u00a0Logik\u00a0eines Gedanken&#8230; Die armen Bauern dort auf ihren Schokoladenpulverplantagen sitzen auf einmal auf ihren sauer erarbeiteten Produkten, weil man hier in Europa fastenderweise die Schokoladenzufuhr sabotiert.<\/p>\n<p>Damit ist klar, das Fasten Ausdruck von Selbstbeherrschung und Souver\u00e4nit\u00e4t, Selbstzweck und die Ursache f\u00fcr die Armut in Mittelamerika ist, und das alles zur gleichen Zeit. Prost (Schon wieder)! Ich denke gerade nicht daran, wieviel Promille\u00a0ein Philosoph vertr\u00e4gt. Kann man doch so sagen, oder?<\/p>\n<p>Und warum k\u00fcmmert er sich um die Schokoladenpulverbauern dort? Die haben doch genug Mittel. Darum hei\u00dft das ja auch \u201eMittelamerika\u201c&#8230;<\/p>\n<h2>Die Sache mit dem Ding<\/h2>\n<p>Der Schlussakkord naht. Ich mag gar nicht daran denken! Denn wir erfahren, dass wir in einer \u00dcberflussgesellschaft leben, in der man \u201e<i>st\u00e4ndig dazu gen\u00f6tigt wird, Wahlen zu treffen<\/i>\u201c.<\/p>\n<p>Nicht zu fassen: N\u00f6tigung in der \u00dcberflussgesellschaft? Das aber ist doch ein Drahtstrafverstand, \u00e4hh\u2026 ein Strafradverband, nein\u2026 ist doch kriminell, oder? Dann doch lieber ab in den Urwald? Nein!<\/p>\n<p>Die L\u00f6sung ist Folgende: \u201e<i>Sie m\u00fcssen also auf ganz viele Dinge verzichten, um ein Ding zu Ihrem eigenen zu machen. Und im Falle des Fastens machen Sie das sehr bewusst: Sie treffen Ihre Wahl und schlie\u00dfen damit vieles anderes aus, denken, dass diese Wahl, das ist, was Sie sozusagen als Pers\u00f6nlichkeit dann auch ausmacht, womit Sie sozusagen zeigen, wer Sie sind.<\/i>\u201c<\/p>\n<p>Das ist\u00a0jetzt aber ein Ding! Ich muss also ganz viel verzichten = fasten, um ein Ding zu meinem eigenen zu machen! Das wusste ich nicht, da ich immer dachte, dass ich schon ein Ding habe.<\/p>\n<p>Und dieses Ding mich auch als Pers\u00f6nlichkeit ausmacht. Wenn ich dann das Ding zeige, wissen alle, wer ich bin. Ohne\u00a0&#8222;Ding&#8220; bin ich unerkennbar, inkognito, in geheimer Mission.<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>F\u00fcr Philosophen und Vielosofen ist Fasten eine Bet\u00e4tigung, der man anscheinend auf Alpha Centaurii nachkommt, zumindest so wie sie es interpretieren. Damit hat Marx doch nicht ganz recht gehabt.<\/p>\n<p>ber er konnte nicht wissen, dass die heutigen Philosophen m\u00f6glicherweise Schokolade im Bauch und vielleicht einen Schuss in der Birne, statt einer Birne in Schuss haben?<\/p>\n<p>Vor lauter Interpretation kommt unser Vielosof auch nicht nur ann\u00e4hernd auf ein Ding: Ding, ding, ding \u2013 Fasten als &#8222;medizinische Anwendung&#8220;? Wo? In Mittelamerika?<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen Praxis-Newsletter mit den &#8222;5 Wundermitteln&#8220; an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pD2TS\"><\/script><\/p>\n<p>Kleine Anmerkung: Die Sache mit den &#8222;5 Wundermitteln&#8220; ist mit Abstand der beliebteste Newsletter, den meine Patienten gerne lesen&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Laut Karl Marx haben die Philosophen die Welt interpretiert (es komme jedoch darauf an, sie zu ver\u00e4ndern, hei\u00dft es weiter). Da kann man ja gespannt sein, wie ein deutsch-schweizer Philosoph nicht die Welt, aber das Fasten interpretiert. 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