{"id":1427,"date":"2017-10-02T21:05:48","date_gmt":"2017-10-02T20:05:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/?p=1427"},"modified":"2023-12-10T17:02:26","modified_gmt":"2023-12-10T16:02:26","slug":"schwein-im-wein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/schwein-im-wein\/","title":{"rendered":"Schwein im Wein"},"content":{"rendered":"<p>Wie es aussieht gibt es nichts, was es nicht gibt. Selbst die pflanzlichsten aller pflanzlichen Produkte sind vor einer Manipulation mit tierischen Beigaben nicht mehr sicher. Und davon ist der Wein ebenfalls betroffen.<\/p>\n<p>Ich erw\u00e4hne dies vor allem deshalb, weil ich allen Patienten generell dazu rate Schweinefleisch (und dessen &#8222;Bei-Produkte&#8220;) strikt zu meiden. Falls Sie dies \u00fcberrascht, dann habe ich hier zwei Beitr\u00e4ge, die n\u00e4her darauf eingehen:<\/p>\n<ul>\n<li>Nummer 1: <a href=\"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/fleisch\/\">Krank durch Fleisch<\/a><\/li>\n<li>Nummer 2: <a href=\"https:\/\/www.vitalstoffmedizin.com\/fettsaeuren\/arachidonsaeure.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Arachidons\u00e4ure<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Das &#8222;Schwein&#8220; in einer ganzen Menge Produkte steckt wissen leider nur wenige Menschen. Bei den Gummib\u00e4rchen ist dies noch relativ offensichtlich. In meinem Beitrag: <a href=\"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/gummibaerchen\/\">Gummib\u00e4rchen \u2013 Inhaltsstoffe ekelhaft oder ungesund<\/a>, gehe ich darauf auch ein.<\/p>\n<p>Aber bei Wein?<\/p>\n<p><!--more-->Bei der Produktion von Wein scheint es Brauch zu sein, tierische Kl\u00e4rmittel bei der Filtration einzusetzen. Ziel ist, den Wein von Tr\u00fcbstoffen zu befreien. Hier kommt dann Gelatine zum Einsatz, die aus Knochen, Knorpel, Schweineschwarten oder Rindersehnen gewonnen wird.<\/p>\n<p>Oder man greift auf Fischprodukte zur\u00fcck, wie zum Beispiel die Hausenblase. Es handelt sich hier um die getrocknete Schwimmblase des Hausens, einer St\u00f6r-Art. Dieser Fisch wird traditionell zur Kaviar-Gewinnung genutzt.<\/p>\n<p>Andere tierische Produkte sind H\u00fchnereiwei\u00dfe, die ebenfalls als Kl\u00e4rmittel dienen. Diese Produkte werden auch als \u201eSch\u00f6nungsmittel\u201c bezeichnet. Sie sollen eine sp\u00e4tere Tr\u00fcbung und Schleierbildung im Wein verhindern. Gleichzeitig wird der Wein haltbarer.<\/p>\n<p>Andere Sch\u00f6nungsmittel dienen zur reinen Geschmackskorrektur. Bei hohen Konzentrationen an Gerbstoffen (<a href=\"https:\/\/www.vitalstoffmedizin.com\/sekundaere-pflanzenstoffe\/polyphenole.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Phenole<\/a>) im Wein, vor allem Rotwein, tritt ein bitterer Geschmack auf. Hier kommen dann wieder Eiwei\u00dfe zum Einsatz, die die Gerbstoffe binden und aus dem Wein entfernen.<\/p>\n<p>Schmeckt der Wein ein wenig zu sehr nach Essig, dann schaffen die Sch\u00f6nungsmittel auch hier Abhilfe. Obwohl die tierischen Produkte aus dem Wein entfernt werden, da sie \u201enur\u201c Hilfsmittel und nicht Bestandteil des Weins sind, verbleiben in sehr geringen Mengen Proteine im Wein, die sich geschmacklich nicht bemerkbar machen.<\/p>\n<p>Dennoch wird Fischallergikern empfohlen, die mit Fischprodukten behandelten Weine zu meiden, da selbst diese geringsten Konzentrationen an Fischproteinen zu einer allergischen Reaktion f\u00fchren\u00a0kann.<\/p>\n<h2>Keine sch\u00f6ne Sch\u00f6nung<\/h2>\n<p>F\u00fcr Veganer und Vegetarier ist die Sch\u00f6nung mit tierischen Produkten (auch wenn sie nicht Bestandteile des Weins sind), keine akzeptable Angelegenheit. Welchen Einfluss diese Praxis auf die Umwelt hat, dies bliebe auch noch zu diskutieren.<\/p>\n<p>Denn es stellt sich die Frage, woher kommen die Schweineschwarte, das H\u00fchnereiwei\u00df, die Hausen etc.<\/p>\n<p>Es stellt sich auch die Frage, warum muss es ein tierisches Produkt sein, das als Sch\u00f6nungsmittel dient. Denn: Es scheint einige Alternativen zu geben&#8230;<\/p>\n<p>Aktivkohle w\u00e4re hier ein sehr prominenter Vertreter. Nur Kohle beim Wein scheint keine gute L\u00f6sung zu sein, da die Kohle zu wirksam ist \u2013 sie beseitigt nicht nur die unerw\u00fcnschten Stoffe, sondern auch Geschmack und F\u00e4rbung.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/Zeolith-Bentonit.html\">Bentonit<\/a> scheint hier die bessere Alternative zu sein. Es entfernt im Wein gel\u00f6ste Eiwei\u00dfe, vor allem Histamin und Tyramin, die ein erh\u00f6htes Potential f\u00fcr Allergien und Migr\u00e4ne zu haben scheinen.<\/p>\n<p>Andere Sch\u00f6nungsmittel, wie Blausch\u00f6nung mit Kaliumhexacyanidoferrat, Kieselsol, Kupfercitrat, Kupfersulfat, Silberchlorid etc., dienen zur gezielten Entfernung von bestimmten unerw\u00fcnschten Stoffen im Wein und kommen somit selten beziehungsweise nicht auf regelm\u00e4\u00dfiger Basis zum Einsatz.<\/p>\n<p>Hefe kommt ebenfalls als Sch\u00f6nungsmittel zum Einsatz. Der Wein ruht so lange auf der Hefe bis die unerw\u00fcnschten Stoffe von der Hefe gebunden sind. Ein Vorteil der Hefe ist die Tatsache, dass sie zudem erw\u00fcnschte Geschmacksstoffe und Stoffe, die eine Stabilisierung des Weinaromas bewirken, freisetzt.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter &#8222;Unabh\u00e4ngig. Nat\u00fcrlich. Klare Kante.&#8220; dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1KE\"><\/script><\/p>\n<h2>Die Sache mit der Deklarierung<\/h2>\n<p>Hilfsstoffe sind keine Bestandteile des Produkts, sondern dienen nur zu dessen Herstellung. Von daher gibt es in der Regel f\u00fcr diese Hilfsstoffe keine Deklarationspflicht. Beim Wein scheint dies etwas anders zu laufen.<\/p>\n<p>Denn seit Juli 2012 muss das Weinetikett ausweisen, wenn der Wein mit eiwei\u00dfhaltigen Sch\u00f6nungsmitteln, die Kasein und Ovalbumin enthalten, produziert wurde. Diese Deklarationspflicht soll Milch- und Ei-Allergiker informieren und sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>Einen \u00e4hnlich guten Schutz scheinen jedoch Fisch-Allergiker nicht zu genie\u00dfen. Denn der Einsatz von Hausenblase und\/oder Fischgelatine bei der Produktion von Wein oder auch Bier unterliegt nicht der Deklarationspflicht.<\/p>\n<p>Man muss sich hier fast reflexartig die Frage stellen, aus welchem Grunde Allergien gegen Milch- und Eiprodukte im Vergleich zu Allergien gegen Fischprodukte so unterschiedlich eingesch\u00e4tzt werden, dass f\u00fcr die eine Allergie eine Warnung besteht, f\u00fcr die andere dagegen keine Warnung notwendig zu sein scheint?<\/p>\n<p>Aber auch ohne die Deklarationspflicht scheinen viele Winzer auf tierische Sch\u00f6nungsmittel zu verzichten, nicht zuletzt weil diese relativ teuer zu sein scheinen.<\/p>\n<p>Der Trend weg von tierischen Produkten und hin zu vegetarischen Produkten scheint diese Praxis zu unterst\u00fctzen. Inzwischen gibt es ein spezielles V-Label von der Europ\u00e4ischen Vegetarier-Union.<\/p>\n<p>Dieses Label zeigt dem Verbraucher, dass der Wein (oder auch andere Produkte) ohne tierische Hilfsstoffe produziert worden ist. Der Verein kontrolliert sogar stichprobenartig die so ausgezeichneten Weine auf tierische Quellen.<\/p>\n<p>Dies h\u00f6rt sich soweit ganz gut an. Aber auch die \u201eveganen Weine\u201c haben eine Schattenseite. Denn, vor allem bei gr\u00f6\u00dferen Weing\u00fctern, erfolgt die Ernte meist maschinell.<\/p>\n<p>Und diese Form der Mechanisierung erntet nicht nur Weintrauben, sondern auch unterschiedslos Insekten, Kleintiere und alles, was sich der Maschine in den Weg stellt.<\/p>\n<p>Bei einer Handlese geschieht dies nicht. Warum hier Maschinen zum Einsatz kommen, das ist kein Geheimnis\u2026<\/p>\n<h3>Fazit<\/h3>\n<p>Wein und Schwein, wir machen passend, was nicht passt und bringen zusammen, was nicht zusammen geh\u00f6rt. Danach machen wir uns Gedanken zur Deklarationspflicht und kommen zu dem Schluss, dass die einen Tiere erw\u00e4hnt werden m\u00fcssen, andere Tiere dagegen unterschlagen werden d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Fazit von Fazit: Nicht nur bei Lebensmitteln m\u00fcssen wir aufpassen, was wir alles einkaufen, besonders an Zus\u00e4tzen, die mit der Ern\u00e4hrung nichts zu tun haben.<\/p>\n<p>Jetzt wissen wir, dass es auch beim Weintrinken kein Grund zur absoluten Sorglosigkeit zu geben scheint. Oder man trinkt gleich so viel, dass man diese Sorgen sofort vergisst.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen Praxis-Newsletter mit den &#8222;5 Wundermitteln&#8220; an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pD2TS\"><\/script><\/p>\n<p>Kleine Anmerkung: Die Sache mit den &#8222;5 Wundermitteln&#8220; ist mit Abstand der beliebteste Newsletter, den meine Patienten gerne lesen&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie es aussieht gibt es nichts, was es nicht gibt. Selbst die pflanzlichsten aller pflanzlichen Produkte sind vor einer Manipulation mit tierischen Beigaben nicht mehr sicher. Und davon ist der Wein ebenfalls betroffen. Ich erw\u00e4hne dies vor allem deshalb, weil ich allen Patienten generell dazu rate Schweinefleisch (und dessen &#8222;Bei-Produkte&#8220;) strikt zu meiden. 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