{"id":220,"date":"2024-06-03T08:00:26","date_gmt":"2024-06-03T07:00:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/?p=220"},"modified":"2024-06-03T18:54:34","modified_gmt":"2024-06-03T17:54:34","slug":"kijimea-was-ist-das","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/kijimea-was-ist-das\/","title":{"rendered":"Kijimea &#8211; Was ist drin? Was ist dran?"},"content":{"rendered":"<p>Eine Fernsehwerbung aus dem Jahr 2010 weckte mein \u201egesteigertes Interesse\u201c an Kijimea. Da war das Produkt \u00fcber 20 Jahre auf dem Markt, und es wurden st\u00e4ndig neue Produkte hinzugef\u00fcgt.<\/p>\n<p>Warum ich diesen Beitrag erg\u00e4nze: Ich beobachte massive Werbung f\u00fcr diese Produkte. Besonders auff\u00e4llig ist Werbung auf Webseiten, die wie\u00a0 \u201eRedaktionsartikel\u201c aussehen, wie hier zum Beispiel:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/kijimea-spiegel-der-Gesundheit.png\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-3293\" src=\"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/kijimea-spiegel-der-Gesundheit.png\" alt=\"\" width=\"761\" height=\"465\" srcset=\"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/kijimea-spiegel-der-Gesundheit.png 761w, https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/kijimea-spiegel-der-Gesundheit-300x183.png 300w\" sizes=\"(max-width: 761px) 100vw, 761px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Dort lesen wir von einem Frank Mehrbach, der &#8222;Darmexperte&#8220; und Chefredakteur bei Spiegel der Gesundheit sei. Wer mehr zu Frank Mehrbach erfahren kann: Bitte in die Kommentare schreiben. Ich finde da n\u00e4mlich nichts, bzw. nicht viel.<\/p>\n<p>Im Nachrichtennetzwerk msn sieht man massenhaft solcher Anzeigen. Das &#8222;Spiel&#8220; ist bei all diesen &#8222;Anzeigen&#8220; \u00e4hnlich. Ein Artikel, ein angeblicher &#8222;Vergleichstest&#8220;. Und man findet fast immer die gleichen Produkte.<\/p>\n<p>Dabei auch: Kijimea.<\/p>\n<p>Nur, dass wir uns nicht falsch verstehen: Werbung ist grunds\u00e4tzlich nicht schlecht. Im Gegenteil. Ich bin durch Werbung auf einige Dinge aufmerksam geworden, von denen ich sonst nie geh\u00f6rt h\u00e4tte. Und klar: Dann gibt es auch Werbung im Stil von&#8230;<\/p>\n<p>Naja&#8230; lassen wir das lieber und schauen uns mal das Kijimea an.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pDDkW\"><\/script><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>Was ist Kijimea eigentlich?<\/h2>\n<p>Kijimea aus der Swahili-Sprache bedeutet\u00a0 zu Deutsch: Bakterium. Und dieses &#8222;Bakterium&#8220; soll meine Abwehrkr\u00e4fte steigern. Sch\u00f6n. Da fragte ich mich sofort: Wie denn?<\/p>\n<p>Also begab ich mich auf die Suche nach Informationen und Studien zu Kijimea: In meinen Fachmagazinen hatte ich noch nichts gesehen. In den wissenschaftlichen Datenbanken: nichts. Also auf in die Suche im Internet.<\/p>\n<p><strong>Im Folgenden finden Sie erst einmal den Bericht \u00fcber meine damaligen Recherchen (Jahr 2010), und weiter unten dann die &#8222;Erweiterungen&#8220; mit den Aktualisierungen.<\/strong><\/p>\n<p>Jahr 2010:\u00a0Au\u00dfer den Eintr\u00e4gen in einigen Foren und der Herstellerseite selbst finde ich nichts. <strong>Also muss ich mich wohl erst einmal mit den Herstellerangaben zu Kijimea begn\u00fcgen: <\/strong> Bei Kijimea handelt es sich demnach um ein von M\u00fcnchner \u00c4rzten entwickeltes Produkt aus rein &#8222;nat\u00fcrlichen&#8220; Bestandteilen.<\/p>\n<p>Es soll bei Menschen mit Immunschw\u00e4che als unterst\u00fctzende Ma\u00dfnahme bei der Bek\u00e4mpfung von Infekten eingesetzt. Zur &#8222;Entdeckung&#8220; von Kijimea schreibt der Hersteller:<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>Wir, ein \u00c4rzteteam aus M\u00fcnchen, waren \u00fcber Jahre in Afrika t\u00e4tig und sind dort auf das legend\u00e4re Kriegervolk der Massai, dem eine besondere Widerstandsf\u00e4higkeit nachgesagt wird, aufmerksam geworden. Auff\u00e4llig f\u00fcr uns war, dass sich die Massai von einer traditionellen, fermentierten Milchmischung, ern\u00e4hren. Diese wird von den Massai oft t\u00e4glich in gro\u00dfen Mengen eingenommen. Inspiriert von diesen Erfahrungen haben wir in Europa die Wirkung stammspezifisch selektierter Probiotika und Synbiotika n\u00e4her untersucht und sind nach langer Suche auf die in Kijimea enthaltene Probiotikakombination gesto\u00dfen. (<\/em>kijimea.de\/haeufige_fragen.html)<\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: left;\">Kijimea besteht also aus mehreren Probiotika. <a href=\"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/probiotika\/\">Probiotika<\/a> sind Bakterien, deren Verzehr unserer Gesundheit generell f\u00f6rderlich sowie einem nat\u00fcrlichen Kohlenhydrat &#8211; einem so genannten Pr\u00e4biotikum.<\/p>\n<p>Bei den Bakterienst\u00e4mmen soll es sich um drei spezielle Probiotika-St\u00e4mme handeln.\u00a0 Diese sollen anhand klinischer Studien f\u00fcr diese Bakterien-St\u00e4mme ausgew\u00e4hlt worden sein, die einen Nutzen bez\u00fcglich der Immunabwehr belegen.<\/p>\n<p>Nur: WELCHE St\u00e4mme in Kijimea enthalten sind, konnte ich auf der Herstellerseite nicht in Erfahrung bringen. Ich fand keinen Beipackzettel und keine detaillierte Beschreibung der Inhaltsstoffe. F\u00fcr mich ist das nicht gerade vertrauenserweckend.<\/p>\n<p>Ich erwarte auf der Produktseite schon die Darstellung aller Wirkstoffe, Zusatzstoffe und F\u00fcllstoffe etc. Hinweise auf die Studien bez\u00fcglich der verwendeten Probiotika h\u00e4tte ich auch sch\u00f6n gefunden.<\/p>\n<p>Auf der Herstellerseite von Kijimea wird das <em>Pr\u00e4biotikum FOS<\/em> erw\u00e4hnt (ein Fructo-Oligo-Saccharid?), welches den Bakterien als Nahrung dienen soll und\u00a0 somit deren Wachstum und Vermehrung im Darm zugute kommen m\u00f6ge.<\/p>\n<p>Gleichzeitig soll es den K\u00f6rper bei der Aufnahme von Magnesium und Calcium unterst\u00fctzen. Die erw\u00fcnschte Wirkung von Kijimea\u00a0 (die St\u00e4rkung des Immunsystems) soll aber durch eine gezielte <a href=\"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/immunstaerkung-darm-immunsystem\/\">St\u00e4rkung der Darmflora<\/a> erzielt werden, die f\u00fcr ein gut funktionierendes Immunsystem von entscheidender Bedeutung ist. Dass ich davon viel halte, habe ich ja schon mehrfach geschrieben &#8211; auch in diesem Blog.<\/p>\n<p>Nebenwirkungen sind laut Hersteller nicht bekannt. Allerdings k\u00f6nnen zu Beginn der Behandlung Bl\u00e4hungen auftreten, eine Folge der gew\u00fcnschten Bakterienanh\u00e4ufung im Darm.<\/p>\n<p>Also auch nichts Neues. Vielleicht sendet mir die Herstellerfirma Dr. Fischer Gesundheitsprodukte GmbH ja einmal einige Produktproben und Informationsmaterial?<\/p>\n<p>Das bringt mich auf die Idee noch mal schnell in den Internetapotheken nachzusehen: Nanu? Da ist als Hersteller die SANDOZ PHARMACEUTICAL GMBH angegeben? Ich dachte das ist Dr. Fischer Gesundheitsprodukte GmbH? Oder vertreiben die das nur?<\/p>\n<p>Wie dem auch sei: Kijimea ist anscheinend in drei Packungsgr\u00f6\u00dfen erh\u00e4ltlich: 7, 14 oder 28 &#8222;Rationen&#8220;. Bei einer Ration t\u00e4glich kostet das Produkt zwischen 2,14\u20ac und 1,70\u20ac &#8211; wenn die Preisangaben stimmen die ich gefunden habe.<\/p>\n<p>Eine Therapie kostet mich somit ungef\u00e4hr 60.-\u20ac im Monat. Also daf\u00fcr m\u00f6chte ich schon mehr Informationen als ich momentan im Internet finde.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen Praxis-Newsletter mit den &#8222;5 Wundermitteln&#8220; an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pD2TS\"><\/script><\/p>\n<h2>Soweit mein &#8222;Erstbericht&#8220; aus dem Jahr 2010.<\/h2>\n<h2>Jetzt eine Aktualisierung aus dem Juni 2015:<\/h2>\n<p>Seit\u00a0dem Artikel (oben) sind nun bereits\u00a0f\u00fcnf Jahre vergangen. In einem solchen Zeitraum sollte man einiges an Entwicklungen erwarten. Und diese sind auch zu verzeichnen, sowohl\u00a0bei der Kijimea Webseite, als\u00a0auch in der Wissenschaft, die sich mit diesem Probiotikum befasst hat.<\/p>\n<p>Auf der Kijimea Webseite unter\u00a0<a href=\"https:\/\/www.kijimea.de\/kijimea-reizdarm#experteninterview\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Experteninterview<\/a> erf\u00e4hrt der Leser, dass der \u201eWirkstoff\u201c ein einziger Bakterien-Stamm ist: Bifidobacterium bifidum MIMBb75. Erw\u00e4hnt wird eine Studie aus der Universit\u00e4t Mailand, der zufolge dieses spezielle Bakterium einen besonders g\u00fcnstigen Effekt auf Reizdarm und verwandte Erkrankungen haben soll. Zu dieser Studie komme ich etwas sp\u00e4ter.<\/p>\n<p>Die Kijimea Webseite f\u00e4hrt fort mit der Wirkweise dieser Bakterien. Auf der Webseite wird behauptet, dass \u201ekleinste Risse in der Darmwand\u201c eine Art Schlupfl\u00f6cher sind, die Schadstoffe und Keime passieren lassen, die bei einer intakten Darmschleimhaut nicht passieren k\u00f6nnen, sondern ausgeschieden werden.<\/p>\n<p>Die Symptomatik, die dann aufgez\u00e4hlt wird, und die eben erw\u00e4hnten \u201eRisse\u201c in der Darmschleimhaut, erinnern sehr an das Leaky-Gut-Syndrom. Aber vergleichen Sie selbst &#8211; ich habe das in folgenden Beitr\u00e4gen genauer beschrieben:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/leaky-gut-syndrom\/\">Das Leaky-Gut-Syndrom &#8211; L\u00f6cher im Darm?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.yamedo.de\/krankheiten\/allergie\/leaky-gut-syndrom.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Leaky Gut Syndrom<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Laut Kijimea Webseite bek\u00e4mpft das spezielle Bifidobacterium solche Risse und L\u00f6cher damit, dass die Bakterien sich an diese Risse und L\u00f6cher anlagern und sie somit \u201ezupflastern\u201c.<\/p>\n<p>Es ist auch von einem \u201ePflastereffekt\u201c die Rede. Sind die Verletzungen einmal abgedichtet, dann kann erstens nichts mehr durch und zweitens kann der Heilungsprozess ungest\u00f6rt einsetzen. Und das sollte sich in einer Verbesserung der Symptomatik bemerkbar machen. Soweit die Hypothese.<\/p>\n<p>Es war da die Rede von einer Studie aus der Universit\u00e4t Mailand, die dieser Hypothese nachgegangen sein soll. Diese Arbeit wurde im Jahr 2011 ver\u00f6ffentlicht: <a href=\"https:\/\/ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/21418261\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Randomised clinical trial: Bifidobacterium bifidum MIMBb75 significantly alleviates irritable bowel syndrome and improves quality of life&#8211;a double-blind, placebo-controlled study.<\/a><\/p>\n<p>In dieser Arbeit sollte die Wirksamkeit von Bifidobacterium bifidum MIMBb75 bei Reizdarmsyndrom ermittelt werden. Insgesamt nahmen an der Studie 122 Patienten teil, die in eine Plazebogruppe mit 62 Teilnehmern und eine Verumgruppe mit 60 Teilnehmern aufgeteilt wurden.<\/p>\n<p>Alle Teilnehmer bekamen einmal t\u00e4glich ihr Plazebo oder ihr MIMBb75 f\u00fcr die Dauer von 4 Wochen. Die Schwere der Symptomatik wurde anhand einer spezifischen Skala ermittelt.<\/p>\n<p><strong>Resultat:<\/strong> MIMBb75 reduzierte die allgemeinen Symptome der Reizdarmst\u00f6rungen signifikant im Vergleich zu Plazebo. Die Bakterien verbesserten signifikant Schmerzen und Unwohlsein, Bl\u00e4hungen, Stuhldrang und Verdauungsst\u00f6rungen. Es zeigte sich eine signifikante Verbesserung der Lebensqualit\u00e4t bei den Teilnehmern der Verumgruppe.<\/p>\n<p>Eine ausreichende allgemeine Besserung berichteten 47 Prozent der Teilnehmer in der Verumgruppe gegen nur 11 Prozent in der Plazebogruppe. Insgesamt sprachen 57 Prozent der Patienten der Verumgruppe auf die Therapie an gegen\u00fcber 21 Prozent in der Plazebogruppe. MIMBb75 wurde gut vertragen und Zahl und Natur der Nebenwirkungen entsprachen denen in der Placebogruppe.<\/p>\n<p>Die Autoren schlossen aus ihren Beobachtungen, dass Bifidobacterium bifidum MIMBb75 effektiv das Reizdarmsyndrom lindert und deren Symptomatik verbessert, bei einer gleichzeitigen Verbesserung der Lebensqualit\u00e4t der Betroffenen. Daher sehen die Autoren diesen Bakterien-Stamm als eine Bereicherung in der Therapie des Reizdarmsyndroms an.<\/p>\n<p><strong>Fazit:<\/strong> Eine Studie mit 122 Patienten ist noch keine \u201egesicherte Erkenntnis\u201c, die eine Hypothese zur These oder Theorie reifen lassen wird. Von daher halte ich die Aussagen auf der Kijimea Webseite f\u00fcr etwas zu euphorisch.<\/p>\n<p>Auf der anderen Seite handelt es sich bei der Studie um eine ernstzunehmende Arbeit seitens der Italiener, die zwar der Best\u00e4tigung bedarf, aber im Moment als sehr glaubw\u00fcrdig einzustufen ist.<\/p>\n<p>Und weil es sich bei diesem Bakterien-Stamm nicht um eine potentiell hochgiftige Substanz handelt, kann man davon ausgehen, dass der gezielte Einsatz keinen Schaden anrichten wird. Ob der Einsatz einen signifikanten therapeutischen Effekt hat, das m\u00fcssten weitere Untersuchungen best\u00e4tigen.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter &#8222;Unabh\u00e4ngig. Nat\u00fcrlich. Klare Kante.&#8220; dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1KE\"><\/script><\/p>\n<h2>Die Sache mit dem \u201eDarmpflaster\u201c<\/h2>\n<p>Da war ja noch die Rede von diesem &#8222;Darmpflaster&#8220; (siehe oben). Eine Arbeit aus dem Jahr 2009 ging der Frage mit dem &#8222;Pflastereffekt&#8220; des Bakteriums nach: <a href=\"https:\/\/ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/19452211\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Study of the adhesion of Bifidobacterium bifidum MIMBb75 to human intestinal cell lines.<\/a><\/p>\n<p>Verantwortlich f\u00fcr die Bindungsf\u00e4higkeit der Bakterien ist ein von den Bakterien produziertes Lipoprotein, das BopA genannt wird. Wie es aussieht, werden nicht nur \u201eRisse und L\u00f6cher\u201c in der Darmschleimhaut mit Hilfe von BopA \u201ezu gekleistert\u201c. Vielmehr scheint sich auch eine erh\u00f6hte Anhaftungsneigung der Bakterien bei Tumorzellen zu ergeben.<\/p>\n<p>Allerdings wird die F\u00e4higkeit zur Anhaftung entscheidend von einigen Faktoren beeinflusst, wie der Anwesenheit von bestimmten Zuckermolek\u00fclen, Gallenfl\u00fcssigkeit und dem pH-Wert. Die Autoren vermuten, dass die unterschiedlichen Bedingungen im Verlauf des Gastrointestinaltrakts zu unterschiedlichen Besiedlungsdichten f\u00fchrt. Sie vermuten, dass die Bakterien nur in begrenzten Arealen im Endbereich des Dickdarms sich ansiedeln k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Fazit:<\/strong> Vorausgesetzt dass sich diese Annahme als richtig erweist, dann w\u00fcrde sich das in der Kijimea Webseite dargestellte Modell des Gastrointestinaltrakts (aus Glas oder durchsichtigem Plastik) als unzul\u00e4ssige Vereinfachung herausstellen.<\/p>\n<p>Denn im Video wirft eine Frau im wei\u00dfen Kittel vielsagend einen gr\u00fcnen Kijimea-Ball ins R\u00f6hrchen mit den vielen inneren Rissen, die vom Ball versiegelt werden. Hier entsteht der Eindruck, dass der gesamte Gastrointestinaltrakt von dem positiven Adh\u00e4sionseffekt betroffen ist.<\/p>\n<p>Eine Arbeit aus der Universit\u00e4t Ulm aus dem Jahr 2012 kommt hier zur Hilfe: <a href=\"https:\/\/ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/22694891\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Improved adhesive properties of recombinant bifidobacteria expressing the Bifidobacterium bifidum-specific lipoprotein BopA.<\/a><\/p>\n<p>In dieser Arbeit wurden 15 verschiedene St\u00e4mme von Bifidobacterium auf ihre Adh\u00e4sionsf\u00e4higkeit \u00fcberpr\u00fcft. Die Vertreter von B. bifidum zeigten die h\u00f6chste Adh\u00e4sionsf\u00e4higkeit an den getesteten gastrointestinalen Epithelzellen. Auch hier war das Lipoprotein BopA f\u00fcr den Adh\u00e4sionseffekt verantwortlich.<\/p>\n<p>Obwohl das Lipoprotein ein B. bifidum-spezifisches Protein zu sein scheint, kann es auch von E. coli exprimiert werden. Weiter scheint die St\u00e4rke der Anhaftung mit der Menge an produziertem Lipoprotein korreliert zu sein.<\/p>\n<p>Es wurden keine Angaben gemacht, ob Umwelteinfl\u00fcsse (im Gastrointestinaltrakt), wie wir sie in der Arbeit zuvor diskutiert hatten, hier eine Rolle spielen.<\/p>\n<p>Um die ganze Sache noch ein wenig weiter zu verwirren, st\u00fcrze ich mich auf die n\u00e4chste Arbeit aus Finnland aus dem Jahr 2013: <a href=\"https:\/\/ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/24014530\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">BopA does not have a major role in the adhesion of Bifidobacterium bifidum to intestinal epithelial cells, extracellular matrix proteins, and mucus.<\/a><\/p>\n<p>In dieser Arbeit hatte man, vereinfacht ausgedr\u00fcckt, mit Hilfe eines eigens geschaffenen Antiserums die Aktivit\u00e4t von BopA bei B. bifidum blockiert und geschaut, ob die Anhaftungsf\u00e4higkeit der Bakterien durch die Behandlung abnimmt.<\/p>\n<p>Da dies jedoch nicht erfolgte, folgerten die finnischen Wissenschaftler, dass es sich beim BopA nicht um ein Adh\u00e4sin handeln kann. Umgekehrt wurde rekombinantes BopA erzeugt und getestet. Es zeigte eine nur schwache Bindungsf\u00e4higkeit zu menschlichen Darmepithelzellen und\/oder deren Mukosa.<\/p>\n<p>Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass die Adh\u00e4sionsf\u00e4higkeit von B. bifidum weniger auf der Wirksamkeit von BopA beruht, sondern dass vielmehr andere, noch unbekannte Mechanismen hier wirksam sein m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Zwischenfazit: Falls BopA keinen signifikanten Einfluss auf die Adh\u00e4sionsf\u00e4higkeit von B. bifidum hat, dann w\u00e4ren auch die in der ersten Arbeit diskutierten Einfl\u00fcsse, wie Gallenfl\u00fcssigkeit, pH-Wert und so weiter m\u00f6glicherweise nicht relevant und die Bakterien k\u00f6nnten sich mehr oder weniger gleichm\u00e4\u00dfig im gesamten Gastrointestinaltrakt ansiedeln und so ihrer \u201ePflastert\u00e4tigkeit\u201c nachgehen.<\/p>\n<p>So lange jedoch diese Mechanismen noch ungekl\u00e4rt sind, halte ich Erkl\u00e4rungen, wie sie auf der Kijimea Webseite gemacht werden, f\u00fcr reine Spekulation.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/23551062\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Impact of Bifidobacterium bifidum MIMBb75 on mouse intestinal microorganisms.<\/a> &#8211; Diese Arbeit aus dem Jahr 2013 untersuchte die Verteilung des Bakteriums im Darm von M\u00e4usen. Auch hier ergibt sich ein eher heterogenes Bild. Bevorzugter Ort der Kolonialisierung ist der Teil des Dickdarms, der dem Caecum (Krummdarm) am n\u00e4chsten liegt.<\/p>\n<p>Hier verdr\u00e4ngten sie zum Beispiel Clostridium coccoides, eine Art, die anscheinend nur in M\u00e4usen vorkommt. Weitere tempor\u00e4r erh\u00f6hte Kolonienzahlen wurden am Anfang und Ende des Dickdarms beobachtet.<\/p>\n<p>Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass die Eigenschaften als Probiotikum von MIMBb75 im Wesentlichen von seiner F\u00e4higkeit zur Kolonialisierung abh\u00e4ngen und dem Einfluss der Kolonienbildung auf die anderen Bakterienarten.<\/p>\n<p><strong>Fazit:<\/strong> Auch hier wieder ein kleines Fragezeichen. Die F\u00e4higkeit als Probiotikum ist diesem Bakterien-Stamm nicht abzusprechen. Jedoch scheint es keine durchgehende Kolonienbildung im gesamten Bereich des Darms zu geben, so dass die probiotischen Aktivit\u00e4ten nur in den Segmenten gegeben sind, wo eine ausreichend hohe Besiedlung erfolgt.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen Praxis-Newsletter mit den &#8222;5 Wundermitteln&#8220; an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pD2TS\"><\/script><\/p>\n<p>Kleine Anmerkung: Die Sache mit den &#8222;5 Wundermitteln&#8220; ist mit Abstand der beliebteste Newsletter, den meine Patienten gerne lesen&#8230;<\/p>\n<h2><em>Doch noch gute Nachrichten<\/em><\/h2>\n<p>Die Autorengruppe aus Mailand, die den ersten hier besprochenen Artikel ver\u00f6ffentlicht hatte (klinische Studie mit 122 Patienten mit Reizdarmsyndrom), gab sich die Ehre und ver\u00f6ffentlichte 2014 eine weitere Untersuchung, bei der der Einfluss von MIMBb72 auf das Immunsystem untersucht wurde.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/24814791\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Murein lytic enzyme TgaA of Bifidobacterium bifidum MIMBb75 modulates dendritic cell maturation through its cysteine- and histidine-dependent amidohydrolase\/peptidase (CHAP) amidase domain.<\/a> &#8211; Hier erfahren wir, dass das Bakterium ein Protein auf seiner Zelloberfl\u00e4che exprimiert, das TgaA genannt wird.<\/p>\n<p>Dieses Protein ist homolog zu anderen immunoaktiven Proteinen anderer Bakterien-St\u00e4mme. Dieses Protein hat 2 aktive Bereiche \u2013 LT und CHAP \u2013 mit enzymatisch lysierenden Eigenschaften.<\/p>\n<p>Der CHAP-Bereich erwies sich als der immunoaktive Bereich. Denn Versuche mit dem Bakterium und TgaA zeigten eine Erh\u00f6hung der Il-2-Produktion im Wirtsorganismus.<\/p>\n<p>Interleukin-2 hat einen direkten Einfluss auf das Immunsystem, indem es die T-Zellen steuert. Im Thymus, wo diese T-Zellen heranreifen, verhindert Il-2 Autoimmunerkrankungen, indem es die Differenzierung von unreifen T-Zellen zu regulatorischen T-Zellen vorantreibt.<\/p>\n<p>Il-2 f\u00f6rdert ebenfalls die Differenzierung von T-Zellen zu T-Helferzellen und T-Ged\u00e4chtniszellen. Il-2 z\u00e4hlt zudem zu den Wachstumsfaktoren.<\/p>\n<p>Die Autoren schlossen aus ihren Beobachtungen, dass MIMBb75 \u00fcber sein Oberfl\u00e4chenprotein TgaA zu einer immunmodulierenden Wirkung beim Wirtsorganismus f\u00fchrt.<\/p>\n<h2><em>Nachschlag<\/em><\/h2>\n<p>Eine interessante Webseite ist die Beneficial Bacteria Site. Unter <a href=\"https:\/\/beneficialbacteria.net\/review-post-the-five-best-probiotics-for-irritable-bowel-syndrome\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Review Post: The Five Best Probiotics for Irritable Bowel Syndrome<\/a> wird Bifidobacterium bifidum MIMBb75 als das zweitbeste Probiotikum aufgef\u00fchrt. Grund daf\u00fcr war die oben diskutierte klinische Studie.<\/p>\n<p>Ein weiterer Vertreter, \u00fcber den ich auch schon einen Beitrag geschrieben habe, ist das VSL-3, das hier auf Platz 5 landet: <a href=\"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/nahrungsergaenzung\/vsl-3-probiotische-balance.html\">VSL-3 Probiotische Balance<\/a>.<\/p>\n<p>Meine Einsch\u00e4tzung bei einem Vergleich der beiden Bakterien-St\u00e4mme: \u00dcber VSL-3 gibt es mehr wissenschaftliche Untersuchungen als \u00fcber MIMBb75 im Kijimea.<\/p>\n<p>Dazu kommt noch, dass VSL-3 nicht nur einen Stamm enth\u00e4lt, sondern deren gleich acht, unter anderem drei verschiedene Bifidobacterium-St\u00e4mme. Daher sehe ich VSL-3 nicht unbedingt auf Platz 5 der \u201eHitparade\u201c, eher umgekehrt.<\/p>\n<p><strong>Zwischenfazit:<\/strong> Platz 2 oder 5, das tut eigentlich nur wenig zur Sache. Ich stimme zu, dass Kijimea (MIMBb75) und VSL-3 zu den wichtigeren Probiotika geh\u00f6ren. Die bessere Variante w\u00e4re, beide in einem neuen Produkt zu vereinen \u2013 ein Produkt mit 9 St\u00e4mmen.<\/p>\n<p>Denn unsere Mikroflora im Darm ist auch nicht aus nur einem oder acht Bakterienarten aufgebaut. Wie viele es sind?<\/p>\n<p>Niemand wei\u00df das bislang. Man kennt heute um die 2000 verschiedene Bakterienarten, die das Darmmilieu ben\u00f6tigt, um seinen Dienst zu tun. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sind es aber noch weitaus mehr.<\/p>\n<p>Damit w\u00e4re auch der \u201ePflastereffekt\u201c, der hier eingangs von Kijimea angesprochen wurde, eher ein Sekund\u00e4reffekt, vorausgesetzt, die Bakterien verhalten sich so wie im Video dargestellt. Aber auch ohne \u201ePflastereffekt\u201c haben Probiotika zeigen k\u00f6nnen, dass diese ein\u00a0sehr gutes\u00a0therapeutisches Potential besitzen.<\/p>\n<h2>Jahr 2024: Werbung f\u00fcr Kijimea ohne Ende&#8230;<\/h2>\n<p>Die Produktpalette hat sich mittlerweile deutlich erweitert. Hier die wichtigsten Beispiele f\u00fcr das erweiterte Angebot:<\/p>\n<ol>\n<li><strong>Kijimea Reizdarm<\/strong>: Dieses Produkt soll speziell f\u00fcr die Behandlung des Reizdarmsyndroms formuliert sein und enth\u00e4lt den probiotischen Stamm B. bifidum MIMBb75. Es soll helfen, typische Symptome wie Bauchschmerzen, Bl\u00e4hungen und Unregelm\u00e4\u00dfigkeiten im Stuhl zu lindern.<\/li>\n<li><strong>Kijimea Reizdarm PRO<\/strong>: Eine Weiterentwicklung des klassischen Kijimea Reizdarm, mit zus\u00e4tzlichen Inhaltsstoffen zur weiteren Unterst\u00fctzung der Darmgesundheit.<\/li>\n<li><strong>Kijimea K53 Advance:<\/strong> Dies wird als ein &#8222;Breitband-Probiotikum&#8220; beworben und soll eine &#8222;einzigartige Kombination aus 53 aufeinander abgestimmten Bakterienst\u00e4mmen bieten&#8220;. Es enth\u00e4lt 21 Milliarden lebendige Mikrokulturen pro Kapsel und ist zus\u00e4tzlich mit Biotin angereichert, das zur Erhaltung normaler Schleimh\u00e4ute beitr\u00e4gt.<\/li>\n<li><strong>Kijimea Derma<\/strong>: Entwickelt zur Unterst\u00fctzung der Hautgesundheit, enth\u00e4lt probiotische Bakterien und andere Inhaltsstoffe, die helfen k\u00f6nnen, Hautirritationen und allergische Reaktionen zu lindern.<\/li>\n<li><strong>Kijimea Immun<\/strong>: Ein Produkt zur St\u00e4rkung des Immunsystems, das verschiedene probiotische St\u00e4mme und weitere Zus\u00e4tze enth\u00e4lt, die das Immunsystem unterst\u00fctzen sollen.<\/li>\n<li><strong>Kijimea Regularis und Regularis Plus<\/strong>: Entwickelt zur Unterst\u00fctzung einer regelm\u00e4\u00dfigen Verdauung und zur Verbesserung der Darmflora.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Dar\u00fcrberhinaus gibt es noch Kijimea Magen, Kijimea Basis 10, Kijimea Synpro 20, usw. &#8212; Die Produkt-Palette ist mittlerweile so breit geworden, dass der Verbraucher schon ein bisschen den \u00dcberblick verlieren kann.<\/p>\n<h2>Hypersensible Marketing-Abteilung?<\/h2>\n<p>Es kann juristisch problematisch sein, medizinische Pr\u00e4parate oder Nahrungserg\u00e4nzungsmittel zu kritisieren. Das gilt insbesondere dann, wenn ein konkreter Artikel eines genannten Herstellers in der Betrachtung steht. In aller Regel verhalten sich Produzenten aber zur\u00fcckhaltend, weil sie keinen Staub aufwirbeln wollen.<\/p>\n<p>Die meisten Hersteller werden auch intelligent genug sein, \u00fcbertriebene Werbeversprechen oder auch die Zusammensetzung eines Pr\u00e4parates zu ver\u00e4ndern, wenn Kritik aufkommt. Denn sie kann ja durchaus berechtigt sein.<\/p>\n<p>Die Online-Plattform arznei-telegramm.de (a-t) versteht sich als unabh\u00e4ngiger Informationsdienst f\u00fcr \u00c4rzte und andere Gesundheitsdienstleister. Die Mitarbeiter pr\u00fcfen Studien \u00fcber Medikamente und Nahrungserg\u00e4nzungsmittel und versuchen, daraus die Beweiskraft der Wirksamkeit abzuleiten.<\/p>\n<p>Auch Werbekampagnen schaut sich die Redaktion des a-t an, wodurch ein kritischer Abgleich mit den Herstellerversprechen m\u00f6glich ist. Das a-t scheint so akkurat zu arbeiten, dass die Redaktion nach eigenen Angaben noch nie mit gravierenden juristische Problemen zu k\u00e4mpfen hatte.<\/p>\n<p>Als aber das a-t 2020 einen Artikel \u00fcber Kijimea Reizdarm PRO ver\u00f6ffentlichte, bekam die Redaktion Post von einer Anwaltskanzlei des heutigen Herstellers Synformulas. Das war die Reaktion auf einen a-t-Beitrag \u00fcber Kijimea in der Rubrik \u201eVorsicht Desinformation\u201c. Schon Recherche-Anfragen, die a-t fairerweise direkt an Synformulas richtete, gingen den Juristen zu weit.<\/p>\n<p>Die Fragen beinhalteten \u201eunzutreffenden Grundannahmen\u201c. So \u00e4u\u00dferte die Redaktion Zweifel an der \u201ewissenschaftliche Anerkennung\u201c der Beweiskraft der Herstellerstudien \u00fcber Kijimea Reizdarm PRO. Die Strategie hinter der Recherche-Anfrage sei vermutlich der Versuch, Betriebsgeheimnisse zu erfahren und sei \u00fcberhaupt von \u201eWettbewerbern instrumentalisiert\u201c. Damit sei, so die Anw\u00e4lte, die Unabh\u00e4ngigkeit von a-t infragezustellen.<\/p>\n<p>Indes enthielt die Korrespondenz auch Gegenfragen der Synformulas-Anw\u00e4lte an a-t. Ob man sich denn auch mit Konkurrenz-Produkten befasst h\u00e4tte. \u00d6ffentlich bekundete a-t, dass dies nicht der Fall gewesen w\u00e4re, weil die \u201eMarktbedeutung oder Werbung\u201c ausschlaggebend f\u00fcr eine Begutachtung eines Pr\u00e4parates sei. Laut a-t ist die Reklame f\u00fcr Kijimea \u201eirref\u00fchrend\u201c.<\/p>\n<p>Die Juristen der Firma sollen auch behauptet haben, dass Informationen vorliegen, dass ein Konkurrent die Berichte von a-t \u00fcber Kijimea initiiert h\u00e4tte. a-t bat um Offenlegung dieser \u201eInformationen\u201c, erhielt aber keine Antwort.<\/p>\n<p>Die Frage der Anw\u00e4lte, ob a-t Wissenschaftler um Stellungnahmen zu Kijimea gebeten hat, hat a-t verneint. Grund daf\u00fcr sei, dass Einzelmeinungen keine Beweiskraft h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Ein anderer Punkt in dem ganzen Hickhack war ein kritischer Beitrag von a-t \u00fcber den Slogan \u201e99% mehr Lebensqualit\u00e4t\u201c, der sich stets nur an Fachkreise richtete. Synformulas wies darauf hin, dass der Werbespruch nicht mehr verwendet werde.<\/p>\n<p>Doch a-t konnte den Slogan noch\u00a0 ausfindig machen. Nun bedankten sich die Anw\u00e4lte auf einmal bei a-t f\u00fcr den Hinweis, nicht aber, ohne nachzusetzen. Diesen Vorgang interpretiere man nun als \u201erechtsverbindliche Unterlassungsaufforderung\u201c, zu der a-t nicht berechtigt sei. Das hei\u00dft aber doch wohl nicht, dass Fragen stellen verboten sein kann!<\/p>\n<p>Die Anw\u00e4lte forderten auch im Beitrag von a-t zitierte E-Mails in vollem Wortlaut heraus. Grund daf\u00fcr seien Zweifel daran, ob die Mails in G\u00e4nze zitiert wurden. a-t wiederum versichert, dass dies der Fall gewesen w\u00e4re.<\/p>\n<p>Die Kanzlei k\u00fcndigte an, den Vorgang beim Presserat anzuzeigen. a-t sieht in der bizarren Auseinandersetzung den Versuch, durch juristischen Druck mundtot gemacht zu werden.<\/p>\n<p><strong>Weitere Artikel zum Thema Probiotika finden Sie unter:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li style=\"list-style-type: none;\">\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/probiotika-was-koennen-sie-wirklich\/\">Probiotika &#8211; was k\u00f6nnen Sie wirklich?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/wann-sind-probiotika-sinvoll\/\">Wann sind Probiotika sinnvoll?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/symbioselenkung\/\">Symbioselenkung<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter &#8222;Unabh\u00e4ngig. Nat\u00fcrlich. Klare Kante.&#8220; dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1KE\"><\/script><\/p>\n<p>Dieser Beitrag wurde erstmalig 2010 erstellt und letztmalig am 03.6.2024 erg\u00e4nzt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Fernsehwerbung aus dem Jahr 2010 weckte mein \u201egesteigertes Interesse\u201c an Kijimea. Da war das Produkt \u00fcber 20 Jahre auf dem Markt, und es wurden st\u00e4ndig neue Produkte hinzugef\u00fcgt. Warum ich diesen Beitrag erg\u00e4nze: Ich beobachte massive Werbung f\u00fcr diese Produkte. 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