{"id":2392,"date":"2021-07-31T19:58:01","date_gmt":"2021-07-31T18:58:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/?p=2392"},"modified":"2022-09-29T20:39:17","modified_gmt":"2022-09-29T19:39:17","slug":"fleisch-co2-kuehe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/fleisch-co2-kuehe\/","title":{"rendered":"Unsere Ern\u00e4hrung der Zukunft kann auf pupsende K\u00fche verzichten"},"content":{"rendered":"<p>Der Erfolg im Kampf gegen den Klimawandel h\u00e4ngt eher vom Inhalt unserer Einkaufswagen als vom Verzicht aufs Fliegen ab. Jeder Normalb\u00fcrger in Deutschland produziert ungef\u00e4hr zehn Tonnen Kohlenstoffdioxid (CO<sub>2<\/sub>) pro Jahr und ein beachtlicher Anteil davon, n\u00e4mlich 1,7 Tonnen, ist unserer Ern\u00e4hrungsweise geschuldet.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>Unser Fleischkonsum befeuert die Entstehung klimasch\u00e4dlicher Gase<\/h2>\n<p>Damit sich ein Kilogramm Bio-Rindfleisch bilden kann, gelangen 22 kg CO<sub>2<\/sub> in die Atmosph\u00e4re, und f\u00fcr ein Kilogramm Butter m\u00fcssen wir die neunfache Menge an CO<sub>2<\/sub> in Kauf nehmen. F\u00fcr ein Kilogramm K\u00e4se werden immerhin noch 6,5 kg CO<sub>2<\/sub> in die Luft gepustet.<\/p>\n<p>Ein Kilogramm \u00c4pfel oder Tomaten aus regionaler Produktion, also ohne globale Vertriebswege, verursacht dagegen nur 0,3 kg CO<sub>2<\/sub>.<\/p>\n<p>Nahezu zwei Drittel der landwirtschaftlichen Fl\u00e4chen in Deutschland werden zur Futterproduktion f\u00fcr Nutztiere verwendet. Dort w\u00e4chst dann Futtergetreide oder Silomais f\u00fcr die Fleischproduktion.<\/p>\n<p>Doch die Anzahl der Menschen, die man mit diesem Fleisch satt machen kann, ist deutlich kleiner als jene Anzahl von Menschen, die satt werden w\u00fcrden, h\u00e4tte man dieselben Fl\u00e4chen zur Produktion pflanzlicher Nahrung verwendet.<\/p>\n<p>Befragt man dazu das \u00d6ko-Institut, erf\u00e4hrt man, dass f\u00fcr Produktion von Milch und Fleisch die bis zu siebenfache Fl\u00e4che erforderlich ist als f\u00fcr die Herstellung einer ad\u00e4quaten Menge pflanzlicher Lebensmittel. Das hat Konsequenzen f\u00fcr unser Klima, denn die allgegenw\u00e4rtige \u00dcberd\u00fcngung produziert Lachgas, von dem bekannt ist, dass es circa 300 Mal klimasch\u00e4dlicher ist Kohlenstoffdioxid.<\/p>\n<p>Um nun endlich zu den pupsenden K\u00fchen zu kommen, sei hier angef\u00fchrt, dass bei allen Wiederk\u00e4uern der Verdauungsprozess mit der Produktion gro\u00dfer Mengen von Methan verbunden ist. Dieses Gas ist in etwa 25 Mal klimasch\u00e4dlicher als CO<sub>2<\/sub>.<\/p>\n<p>Und Rinder sind bekanntlich besonders massive Wiederk\u00e4uer. Bei den Milchprodukten l\u00e4sst sich konstatieren, dass der schlechte Einfluss aufs Klima umso gr\u00f6\u00dfer ist, je mehr fett diese Erzeugnisse enthalten.<\/p>\n<p>Achim Spiller ist Professor f\u00fcr Agrar- und Lebensmittelmarketing der Uni G\u00f6ttingen. Er weist darauf hin, dass das sogenannte CO2-\u00c4quivalent als Ma\u00df f\u00fcr die Klimabelastung eines Lebensmittels in der Bev\u00f6lkerung leider noch nicht angekommen ist. Da sei noch einiges zu tun.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen Praxis-Newsletter dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pD2gv\"><\/script><\/p>\n<h2>Das CO2-\u00c4quivalent kurz erl\u00e4utert<\/h2>\n<p>Wie wir wissen, gibt es mehrere Treibhausgase, die die Erderw\u00e4rmung in sehr unterschiedlicher Weise bef\u00f6rdern. Um zwischen ihnen eine direkte Vergleichbarkeit zu gew\u00e4hrleisten, werden zum Beispiel dem bereits oben erw\u00e4hnten Lachgas oder dem Methan Einheiten des Treibhausgases Kohlenstoffdioxid zugeordnet. So kommen auch solche Formulierungen zustande wie \u201eMethan wirkt 25 Mal st\u00e4rker auf unser Klima als CO<sub>2<\/sub>\u201c.<\/p>\n<p>Spiller ist davon \u00fcberzeugt, dass uns alle ein einfaches, farblich codiertes Klimalabel \u00e4hnlich der N\u00e4hrwert-Ampel \u201eNutri-Score\u201c mit Angabe des CO<sub>2<\/sub>-\u00c4quivalents gut weiterhelfen w\u00fcrde. Dies w\u00fcrde dann zum Beispiel so aussehen:<\/p>\n<ul>\n<li>Gr\u00fcn: Haferflocken aus Niedersachsen<\/li>\n<li>Gelb: H\u00fchnerbrust aus D\u00e4nemark<\/li>\n<li>Orange: Avocados aus der T\u00fcrkei<\/li>\n<li>(Dunkel)Rot: Rindfleisch aus Argentinien<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Die Industrie bem\u00fcht sich ja schon<\/h2>\n<p>Die versprochene heile Welt besteht darin, dass die Konzerne die CO2-Emissionen, die im Zuge der Produktion anfallen, auf jeden Fall an anderen Stellen, nat\u00fcrlich \u00fcberkompensierend, einsparen. Da gibt es zum Beispiel Airlines, die ihre massiven Emissionen durch Baumpflanzinitiativen rechtfertigen. Am Ende stehen wir alle vor einem total verwirrenden \u201eLabelwildwuchs\u201c.<\/p>\n<p>Der Vorstandsvorsitzende von Nestl\u00e9 Deutschland Marc Boersch meint dazu, dass die EU-Kommission in der Pflicht steht, endlich ein einheitliches, verst\u00e4ndliches G\u00fctesiegel im Sinne eines europaweiten Klimazertifikats auf den Weg zu bringen.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter &#8222;Unabh\u00e4ngig. Nat\u00fcrlich. Klare Kante.&#8220; dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1KE\"><\/script><\/p>\n<p>Dieser Beitrag wurde am 31.07.2021 erstellt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Erfolg im Kampf gegen den Klimawandel h\u00e4ngt eher vom Inhalt unserer Einkaufswagen als vom Verzicht aufs Fliegen ab. Jeder Normalb\u00fcrger in Deutschland produziert ungef\u00e4hr zehn Tonnen Kohlenstoffdioxid (CO2) pro Jahr und ein beachtlicher Anteil davon, n\u00e4mlich 1,7 Tonnen, ist unserer Ern\u00e4hrungsweise geschuldet.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":2393,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[20],"tags":[233,231,232],"class_list":["post-2392","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-ernaehrung","tag-abgase","tag-ernaehrung-umwelt","tag-kuehe"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2392","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2392"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2392\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2394,"href":"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2392\/revisions\/2394"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2393"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2392"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2392"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2392"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}