{"id":2463,"date":"2022-04-10T16:04:34","date_gmt":"2022-04-10T15:04:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/?p=2463"},"modified":"2022-09-29T20:38:49","modified_gmt":"2022-09-29T19:38:49","slug":"giftige-bananen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/giftige-bananen\/","title":{"rendered":"Giftige Bananen? Von Natur aus sind Bananen gar nicht giftig"},"content":{"rendered":"<p>Die Banane geh\u00f6rt zu den wichtigsten Nutzpflanzen und Fr\u00fcchten f\u00fcr die menschliche Ern\u00e4hrung. Nach Reis, Weizen und Milch stellt die Banane weltweit das viertgr\u00f6\u00dfte landwirtschaftliche Handelsprodukt \u00fcberhaupt dar.<\/p>\n<p>Zwar w\u00e4chst die Banane in den Tropen und Subtropen, dennoch hat sie sich zu einem ganz normalen Bestandteil der Ern\u00e4hrung in unseren Breiten gemausert. Im Durchschnitt verzehrt heute jeder Mensch in Deutschland circa 12 Kilogramm Bananen pro Jahr, dies entspricht in etwa 100 mittelgro\u00dfen Fr\u00fcchten.<\/p>\n<p>Zumindest damit f\u00fchren die Deutschen die EU an.<\/p>\n<p><strong>Aber Vorsicht: Was im Folgenden \u00fcber Bananen gesagt wird, k\u00f6nnte dazu f\u00fchren, dass dem Leser der Appetit auf diese Fr\u00fcchte nach Strich und Faden vergeht.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h3>Der lange Weg nach Europa<\/h3>\n<p>Ein Drittel des gesamten Bananen-Imports nach Europa findet sein Ziel in Deutschland. Der \u00fcberwiegende Teil wird aus den lateinamerikanischen L\u00e4ndern Ecuador, Kolumbien und Peru eingef\u00fchrt. In diesen tropischen L\u00e4ndern werden die Fr\u00fcchte rund ums Jahr geerntet.<\/p>\n<p>Allerdings geschieht dies in noch v\u00f6llig unreifem, gr\u00fcnem Zustand. So werden sie dann auch in K\u00fchlf\u00e4chern verschifft. Erst mehrere Wochen sp\u00e4ter erreichen die Fr\u00fcchte ihren Bestimmungsort. In den Auslegeregalen der Superm\u00e4rkte sollen sie aber appetitlich gelb leuchten.<\/p>\n<p><strong>Wie geht das? <\/strong><\/p>\n<p><strong>Sie werden dazu mit Ethylen begast, wenngleich ihr Fruchtfleisch noch immer jenes einer sonnenlosen, gr\u00fcnen Banane geblieben ist.<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen Praxis-Newsletter dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pD2gv\"><\/script><\/p>\n<h3>Die dunkle Seite der Banane<\/h3>\n<p>Fahren wir nun ein gro\u00dfes St\u00fcck zur\u00fcck ins Anbauland Ecuador. Sch\u00e4dlinge lieben die Bananenpflanzen und das ist ganz schlecht f\u00fcrs Gesch\u00e4ft. In der Konsequenz werden massiv Sch\u00e4dlingsbek\u00e4mpfungsmittel eingesetzt, also nach dem Motto \u201eviel hilft viel\u201c weit \u00fcber das \u201enotwendige\u201c Ma\u00df hinaus mit allen bekannten und noch unbekannten Folgen f\u00fcr die Umwelt sowie f\u00fcr die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen auf den Plantagen.<\/p>\n<p>Besonders krass ist die Situation im S\u00fcden Ecuadors rund um die Hafenstadt Machala im Verwaltungsbezirk \u201eEl Oro\u201c. Von dort aus werden t\u00e4glich Unmengen an S\u00fcdfr\u00fcchten auf ihre gro\u00dfe Weltreise verschifft. Es ist kein Zufall, dass ausgerechnet in dieser Bananenregion nahezu doppelt so viele Kinder schwere Geburtsfehler aufweisen wie in den anderen Regionen Ecuadors.<\/p>\n<h4>Leise rieselt das Gift<\/h4>\n<p>Die giftigsten Orte Ecuadors sind faktisch die drei Bananenprovinzen Guayas, Los Ros und El Oro, denn st\u00e4ndig h\u00e4ngt ein todbringender Spr\u00fchnebel aus Pestiziden und Fungiziden in der Luft, der aus w\u00f6chentlich kreisenden Kleinflugzeugen unangemeldet \u00fcber den Bananenplantagen abgelassen wird.<\/p>\n<p>Die paar D\u00f6rfer dazwischen mit den Schulen, spielende Kinder, aber auch die Plantagenarbeiter, das alles wird dort als selbstverst\u00e4ndlicher Kollateralschaden angenommen. \u201eAcci\u00f3n Ecol\u00f3gica\u201c ist eine prominente Umweltorganisation in Ecuador. Sie wei\u00df zu berichten, dass dort im Jahre 2017 mehr als 25 Chemikalien zum Einsatz kamen, sieben davon sind in der EU nicht umsonst verboten.<\/p>\n<p>Als akut toxisch werden Cadusafos, Terbufos und Paraquat eingestuft. Letztere Substanz wurde in der EU bereits 2007 verboten. Laut einer US-Studie der Umweltschutzbeh\u00f6rde \u201eEnvironmental Protection Agency\u201c (EPA) aus dem Jahr 2016 besteht durch Paraquat ein akutes Risiko, an chronischer Bronchitis, Stoffwechselst\u00f6rungen und Parkinson zu erkranken.<\/p>\n<p>Die Pestizide werden \u00fcbrigens unter anderem von dem deutschen Chemie-Riesen BASF verkauft. In deren R\u00fcckst\u00e4nden st\u00f6\u00dft man immer wieder auf die Wirkstoffe Terbufos und Fipronil, die zu allem \u00dcbel gerade in S\u00e4uglingsnahrung nachgewiesen werden. Die anderen etwas weniger toxischen Substanzen stehen zumindest im Verdacht, krebserregend zu sein und die Fortpflanzung zu beeintr\u00e4chtigen, also den in Entwicklung befindlichen F\u00f6tus zu sch\u00e4digen.<\/p>\n<p>Mit Geltungsdatum 30.09.2013 wurde die Zulassung aller Pflanzenschutzmittel mit dem Wirkstoff Flusilazol durch das \u201eBundesamt f\u00fcr Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit\u201c wegen des Verdachts auf eine endokrine Wirkung widerrufen. In Tierversuchen wurde die Entstehung von Blasen- und Hodentumoren (bei Ratten) und Lebertumoren (bei M\u00e4usen) nachgewiesen.<\/p>\n<h3>\u00dcberz\u00fcchtete Klone<\/h3>\n<p>Zwar wurden noch keine Bananen gentechnisch ver\u00e4ndert, aber die \u00fcblichen kommerziellen Bananen darf man als genetisch identische Klone auffassen. Sie wurden und werden in Monokulturen gez\u00fcchtet und sind extrem anf\u00e4llig f\u00fcr Krankheiten.<\/p>\n<p>\u201eGros Michel\u201c hie\u00df einst die am meisten verbreitete kommerzielle Bananensorte, das war noch vor 1960. Dann grassierte die Panamakrankheit, die zum totalen Verschwinden dieser Sorte gef\u00fchrt hatte. Flugs musste eine neue Sorte her, was mit der Cavendish-Banane auch gelungen war. Allerdings wurde ihr Design z\u00fcchterisch darauf getrimmt, dass sie gut haltbar f\u00fcr den langen Versand geeignet ist, ihr Geschmack oder gar ihr Vitamingehalt waren v\u00f6llig zweitrangig. Bananen m\u00fcssen in erster Linie billig sein, um als Massenprodukt zu taugen. Ihre Robustheit und Gesundheit sind nur etwas f\u00fcr \u201ereiche Spinner\u201c.<\/p>\n<p>Wie in deutschen Krankenh\u00e4usern werden auch die Erreger auf den Bananenplantagen immer resistenter gegen die gegen sie eingesetzten Mittelchen. Selbstverst\u00e4ndlich begegnet man dem Problem erst einmal damit, immer mehr Pflanzenschutzmittel zu verspr\u00fchen, was in der Sache v\u00f6llig kontraproduktiv ist. Das bedeutet zugleich: Je giftiger die Banane, desto teurer ist sie.<\/p>\n<p>In der Tat werden circa zwei Drittel des Kaufpreises einer Banane f\u00fcr ihre D\u00fcngung und f\u00fcr Pestizide aufgewendet. Die Transportkosten kommen dann noch oben drauf. Ein so konzipiertes Gesch\u00e4ftsmodell kann nur in Massenproduktion profitabel funktionieren. Doch es soll noch schlimmer kommen: Ausgehend von S\u00fcdostasien verbreitet sich gerade ein vernichtender Schimmelpilz \u00fcber die Bananenplantagen dieser Welt. Nichts und niemand kann dem Pilz etwas entgegen stellen. Der Pilz strotzt vor Kraft auf seinem unaufhaltsamen Siegeszug gegen die Cavendish-Banane.<\/p>\n<h3>Nachdenkliches<\/h3>\n<p>Es gibt so viele gute, gesunde Bananensorten, die aber massenweise vernichtet werden, weil sie nicht der EU-Norm entsprechen, und das in einer Welt, in der viele Millionen ausgebeuteter Menschen Hunger leiden. Nach simplem europ\u00e4ischem Daf\u00fcrhalten d\u00fcrfen Bananen nicht zu sehr gekr\u00fcmmt sein, sie d\u00fcrfen aber auch nicht zu geradlinig wirken, zu lang d\u00fcrfen sie auf keinen Fall sein und zu kurz geht ja nun gar nicht. Dick sollen sie ebenfalls nicht sein und wer will schon eine d\u00fcnne Banane essen? Ein gutes Beispiel f\u00fcr besonders wohlschmeckende, aber von der EU ausgesto\u00dfene Fr\u00fcchte sind jene Bananen, die unweit auf den Kanarischen Inseln wachsen.<\/p>\n<p><em>Es ist doch wundersch\u00f6n, wenn Menschen nur noch solche Wohlstandsprobleme haben, damit haben wir das h\u00f6chste Ma\u00df der gesellschaftlichen Entwicklung erreicht, oder etwa nicht?<\/em><\/p>\n<p>Die Produktionskosten und die Anforderungen an die Bananen steigen, zugleich sollen die Produzenten immer weniger Geld bekommen. Das faule System kann am Ende nur der Verbraucher durchkreuzen, indem er f\u00fcr sich selbst einen radikalen \u201eBananen-Boykott\u201c beschlie\u00dft. Erst dann, wenn kein Geld mehr flie\u00dft, tut\u2019s richtig weh. Vielleicht werden dar einst auch mal die Verbraucher gefragt, was sie eigentlich wollen?<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen Praxis-Newsletter dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pD2gv\"><\/script><\/p>\n<p>Dieser Beitrag wurde am 10.4.2022 erstellt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Banane geh\u00f6rt zu den wichtigsten Nutzpflanzen und Fr\u00fcchten f\u00fcr die menschliche Ern\u00e4hrung. Nach Reis, Weizen und Milch stellt die Banane weltweit das viertgr\u00f6\u00dfte landwirtschaftliche Handelsprodukt \u00fcberhaupt dar. Zwar w\u00e4chst die Banane in den Tropen und Subtropen, dennoch hat sie sich zu einem ganz normalen Bestandteil der Ern\u00e4hrung in unseren Breiten gemausert. 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