{"id":3301,"date":"2024-05-07T14:00:26","date_gmt":"2024-05-07T13:00:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/?p=3301"},"modified":"2024-08-11T20:01:37","modified_gmt":"2024-08-11T19:01:37","slug":"zirkadiane-rhythmen-gewicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/zirkadiane-rhythmen-gewicht\/","title":{"rendered":"Zeit ist Essen: Wie zirkadiane Rhythmen Ihr Gewicht beeinflussen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Um es kurz auf den Punkt zu bringen: Es gibt zirkadiane Rhythmen, die in der Biologie und Physiologie von gro\u00dfer Bedeutung sind. So verf\u00fcgen wir gleich \u00fcber mehrere st\u00e4ndig tickende \u201eK\u00f6rperuhren\u201c, die permanent ein breites Spektrum von Hormonkaskaden und physiologischen Prozessen koordinieren.<\/strong><\/p>\n<p>Wir alle kennen solche zirkadianen Rhythmen sehr gut, da ist zum Beispiel der Schlaf-wach- oder der Licht-Dunkel-Zyklus. Sobald uns am fr\u00fchen Morgen das erste Licht \u201ekitzelt\u201c, laufen physiologische Prozesse an, die uns aufwecken. Wenn es dann am Abend immer dunkler wird, \u201eschaukeln\u201c uns andere Prozessabl\u00e4ufe in den Schlaf.<\/p>\n<p>Dahinter stehen stets hormonelle, metabolische Anpassungen. Zirkadiane Rhythmen sind leider auch an der Entstehung von Stoffwechselkrankheiten wie Fettleibigkeit, Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen beteiligt.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pDDkW\"><\/script><\/p>\n<p>Viele physiologische Reaktionen auf unsere Mahlzeiten wie der Energieverbrauch, die Regulation des Appetits, bestimmte K\u00f6rperzusammensetzungen, die Blutzuckerkontrolle und weitere kardiometabolische Risikofaktoren sind geradezu vom Zeitpunkt der N\u00e4hrstoffaufnahme abh\u00e4ngig.<\/p>\n<p>Falls Sie etwas tiefer ins Thema \u201eChrononutrition\u201c einsteigen m\u00f6chten, empfehlen wir Ihnen diese Studie von Charlot et al.: <a style=\"background-color: #ffffff;\" href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/33921979\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/33921979\/<\/a><\/p>\n<p>In diesem Artikel soll es nun um eine relativ aktuelle Sekund\u00e4ranalyse gehen, die im August 2022 in \u201eExperimental Gerontology\u201c ver\u00f6ffentlicht wurde: <a style=\"background-color: #ffffff;\" href=\"https:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/abs\/pii\/S0531556522001450\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/abs\/pii\/S0531556522001450<\/a><\/p>\n<p>Verwendet wurden dazu die Daten der multizentrischen Studie \u201eComprehensive Assessment of Long-term Effects of Reducing Intake of Energy\u201c (CALERIE). Die weitgehend gesunden erwachsenen Teilnehmer im Alter zwischen 21 und 50 Jahren wiesen BMI-Werte von 22,0 bis 27,9 auf.<\/p>\n<p>Nach dem Zufallsprinzip wurden die Teilnehmer entweder in eine Interventions- oder in die Kontrollgruppe (weiterleben wie bisher) eingeteilt.<\/p>\n<p><strong>Die Intervention bestand darin, w\u00e4hrend des zweij\u00e4hrigen Studienzeitraums ein circa 25-prozentiges Energiedefizit aufrechtzuerhalten. Die Teilnehmer konnten sich dazu selbst eine Di\u00e4t ihrer Wahl aussuchen und mussten in diesem Zuge ihre Kalorienaufnahme st\u00e4ndig selbst \u00fcberwachen.<\/strong><\/p>\n<p>Das Ziel der Studie war die Erforschung der potenziellen kardiometabolischen Vorteile der Kalorienrestriktion bei gesunden Erwachsenen, deren kardiometabolische Risikofaktoren am Anfang der Studie im Normbereich lagen.<\/p>\n<p>Das Augenmerk der Sekund\u00e4ranalyse lag vor allem auf der Frage, wie sich die Kalorienverteilung, also die Zeitpunkte der Energieaufnahme, darauf auswirkte, die Kalorienzufuhr erfolgreich einzuschr\u00e4nken und dadurch eine signifikante Gewichtsabnahme zu erreichen.<\/p>\n<p>Als grober Indikator f\u00fcr die zeitliche Kalorienverteilung wurde der \u201eZeitpunkt des Erreichens von 50 Prozent der gesamten Kalorienmenge\u201c angesetzt.<\/p>\n<p>Unter dieses Kriterium fallen zum Beispiel all jene, die gern reichlich fr\u00fchst\u00fccken und daf\u00fcr abends etwas zur\u00fcckhaltender essen. Weitere relevante Variablen waren die Kalorienrestriktion und die Ver\u00e4nderung des K\u00f6rpergewichts, beides in Prozent ausgedr\u00fcckt.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter &#8222;Unabh\u00e4ngig. Nat\u00fcrlich. Klare Kante.&#8220; dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1KE\"><\/script><\/p>\n<h2>Ergebnisse<\/h2>\n<p>Die &#8222;reine Kalorienrestriktion&#8220; erkl\u00e4rte fast 40 Prozent der Gewichtsver\u00e4nderungen. Der Zeitpunkt von 50 Prozent der Kalorien als Schl\u00fcsselvariable war im Sinne eines Pr\u00e4diktors statistisch signifikant, das hei\u00dft, <strong>sp\u00e4tes Essverhalten bedeutet eine etwas geringere Gewichtsabnahme<\/strong> beziehungsweise Energiebeschr\u00e4nkung.<\/p>\n<p>Allerdings erkl\u00e4rte diese Variable nur circa zwei Prozent der Varianz.<\/p>\n<p>In einer Meta-Analyse von de Oliveira Maranh\u00e3o Pureza, die 2021 ver\u00f6ffentlicht wurde, ging es um die Auswirkungen einer (fr\u00fchen) zeitlich begrenzten Nahrungsaufnahme auf all diese Parameter:<\/p>\n<ul>\n<li>Ruheumsatz<\/li>\n<li>Triglyceride<\/li>\n<li>HDL- und LDL-Cholesterin<\/li>\n<li>Blutzucker<\/li>\n<li>Insulinspiegel und Insulinempfindlichkeit<\/li>\n<li>C-reaktive Proteine<\/li>\n<li>Interleukin-6<\/li>\n<li>Cortisol<\/li>\n<li>Leptin<\/li>\n<li>Ghrelin<\/li>\n<li>Peptid YY<\/li>\n<li>Glucagon-\u00e4hnliche Peptide<\/li>\n<li>h\u00e4modynamische Parameter<\/li>\n<li>Appetit<\/li>\n<\/ul>\n<p>Dazu konnten insgesamt neun randomisierte, kontrollierte Studien identifiziert werden, die den Einschlusskriterien entsprachen. Messbare Vorteile durch die fr\u00fche Nahrungsaufnahme ergaben sich aber nur f\u00fcr den N\u00fcchternblutzucker und den Index HOMA-IR, der die Insulinempfindlichkeit widerspiegelt: <a style=\"background-color: #ffffff;\" href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/33139084\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/33139084\/<\/a><\/p>\n<h2>Und jetzt?<\/h2>\n<p>Unser Ziel sollte nicht darin bestehen, eine &#8222;Super-Strategie&#8220; zu finden, die alle anderen aussticht, sondern vielmehr darin, einen langfristig machbaren Ansatz mit m\u00f6glichst vielen Vorteilen und wenigen Nachteilen zu finden.<\/p>\n<p>Aber das wussten wir eigentlich auch schon vorher &#8211; oder?<\/p>\n<p>Dabei kann es auch sein, dass Sie sich f\u00fcr eine Strategie entscheiden, die &#8222;physiologisch&#8220; vielleicht nicht einmal optimal ist, aber individuell zu Ihren Erfahrungen, Ihrem Lebensstil, Ihren F\u00e4higkeiten und Pr\u00e4ferenzen am besten passt &#8211; sprich: Sie k\u00f6nnen und wollen es umsetzen.<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Das Fazit lautet dann in etwa wie folgt: Es muss f\u00fcr Sie funktionieren!<\/p>\n<p>Es ist heute &#8222;evident&#8220;, dass eine eher fr\u00fche, zeitlich begrenzte Nahrungsaufnahme mit kleinen physiologischen Vorteilen verbunden ist. Gemeint ist hier eine bewusst angew\u00f6hnte Beendigung der Nahrungsaufnahme beispielsweise ab dem sp\u00e4ten Nachmittag \/ fr\u00fchen Abend.<\/p>\n<p>Das Ganze klammert nat\u00fcrlich alle aus, die morgens nichs runterkriegen (so wie ich). Die L\u00f6sung ist hier ganz einfach: Dann essen Sie Morgens nichts und daf\u00fcr Abends. ABER: zwei Stunden vor dem Schlafen nichts essen! Schon gar keinen Zucker! Das w\u00e4re fatal&#8230; Dazu ein anderes Mal mehr.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen Praxis-Newsletter mit den &#8222;5 Wundermitteln&#8220; an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pD2TS\"><\/script><\/p>\n<p>Kleine Anmerkung: Die Sache mit den &#8222;5 Wundermitteln&#8220; ist mit Abstand der beliebteste Newsletter, den meine Patienten gerne lesen&#8230;<\/p>\n<p>Dieser Beitrag wurde am 7.5.2024 erstellt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Um es kurz auf den Punkt zu bringen: Es gibt zirkadiane Rhythmen, die in der Biologie und Physiologie von gro\u00dfer Bedeutung sind. So verf\u00fcgen wir gleich \u00fcber mehrere st\u00e4ndig tickende \u201eK\u00f6rperuhren\u201c, die permanent ein breites Spektrum von Hormonkaskaden und physiologischen Prozessen koordinieren. 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