{"id":548,"date":"2010-11-16T22:57:26","date_gmt":"2010-11-16T21:57:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/?p=548"},"modified":"2023-12-09T13:57:36","modified_gmt":"2023-12-09T12:57:36","slug":"kalorienreduktion-krebskiller","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/kalorienreduktion-krebskiller\/","title":{"rendered":"Kalorienreduktion als Krebskiller?"},"content":{"rendered":"<p>Und wieder gibt es eine neue Studie zum Thema Krebs, allerdings diesmal zu einem Thema, das von einem anderen Planeten zu stammen scheint: Denn es geht nicht um eine neue Super-Pille aus dem Hause synthetische Gesundmacher, sondern darum, wie man einfach mit &#8222;weniger&#8220;, n\u00e4mlich mit weniger Kalorien im Essen, mehr Gesundheit erreichen kann. Die Autoren versteigen sich sogar, mit ihren Beobachtungen eine lebensverl\u00e4ngernde Wirkung zu vermuten. <strong>Ihre Studie ergab: Jeden 2. Tag Fasten bei gleichzeitiger, geringf\u00fcgiger Kalorienreduktion scheint das Krebsrisiko zu senken.<\/strong><!--more--><\/p>\n<p>Forscher der University of California in Berkeley f\u00fchrten Versuche mit M\u00e4usen durch. Die Grundidee war, bei gesunden M\u00e4usen die Kalorienmenge des Futters um 5 Prozent zu reduzieren. Die Kalorienreduktion wurde bei den \u201cDi\u00e4t\u201d-M\u00e4usen dadurch erreicht, dass die F\u00fctterung nur jeden 2. Tag stattfand bzw. nur an 3 Tagen in der Woche. <strong>Dabei wurde beobachtet, das das Aufkommen von Zellproliferation (eine Vorstufe in der Entwicklung zu malignen Zellen = Krebs) deutlich reduziert werden konnte.<\/strong> Als Vergleichsgruppe wurden gesunde M\u00e4use mit \u201cVollkost\u201d und ohne Restriktionen in der Nahrungsaufnahme gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Was in diesem Zusammenhang interessant ist, ist die Tatsache, dass die Abnahme der Zellproliferationen bei den wenig gef\u00fctterten M\u00e4usen praktisch nur wenig geringer ausfiel als bei einem fr\u00fcheren Versuch mit M\u00e4usen, bei denen die Kalorienzufuhr gleich um 33 Prozent gek\u00fcrzt worden war. <strong>Bislang waren Wissenschaftler davon ausgegangen, dass eine deutlich reduzierte Zellproliferation nur bei einer hohen Kalorieneinschr\u00e4nkung zu erwarten ist.<\/strong><\/p>\n<p>Angesichts der Bem\u00fchungen der Schulmedizin, den \u201cKampf gegen den Krebs\u201d vor allem durch den Einsatz von nebenwirkungsreichen und profittr\u00e4chtigen Zytostatika (Chemotherapie), zu gewinnen, scheint des Pudels Kern einmal mehr in einer viel einfacheren und wesentlich unkomplizierteren (leider nicht besonders profittr\u00e4chtigen) Vorgehensweise zu liegen, namlich der Kalorienreduktion: Weniger essen bzw. ges\u00fcnder essen.<\/p>\n<p>Die Berkeley Forscher sind der Meinung, dass die Eind\u00e4mmung in der Entwicklung von Krebserkrankungen schon im Vorfeld geleistet werden kann: Daf\u00fcr muss man in der Lage sein, die Zellproliferationen zu unterbinden, die den ersten Schritt in der Krebserkrankung darstellt.<\/p>\n<p>Nach g\u00e4ngiger Vorstellung der Schulmedizin ist Krebs im Wesentlichen nichts anderes als eine unkontrollierte Zellteilung, die auf einer oder mehreren Mutationen beruht. Normalerweise versucht jede Zelle, solche Mutationen zu reparieren. Falls dies nicht in einer gewissen Zeitspanne gelingt (vor dem Zeitpunkt der Zellteilung n\u00e4mlich), dann werden diese Mutationen an die Tochterzellen weitergegeben, die ihrerseits die Mutationen an deren T\u00f6chter weitergeben usw. <strong>Wenn also diese Form der Zellproliferation verlangsamt werden kann, dann wird der Zelle zus\u00e4tzliche Zeit einger\u00e4umt, die Mutationssch\u00e4den zu reparieren. <\/strong><\/p>\n<p>Dies ist \u00fcbrigens bei weitem nicht die erste Studie, die hat zeigen k\u00f6nnen, dass eine Kalorienreduktion einen g\u00fcnstigen Einfluss auf die Zellproliferation hat. In den letzten 70 Jahren haben Studien zeigen k\u00f6nnen, dass Kalorienreduktionen von bis zu 50 Prozent nicht nur die Zellproliferationsraten reduziert, sondern auch zu einer lebensverl\u00e4ngernden Wirkung bei einer Reihe von Organismen gef\u00fchrt haben. Dies wurde zum Beispiel bei Ratten, Fliegen, W\u00fcrmer und Hefen festgestellt. <strong>Die lebensverl\u00e4ngernde Wirkung bei diesen Organismen betrug zwischen 30 und 70 Prozent. <\/strong><\/p>\n<p><strong>Da kommt man ins Gr\u00fcbeln &#8230;<\/strong><\/p>\n<p>Nehmen wir mal an, dass es sich hierbei nicht um eine Fastenmethode, bzw. \u00c4nderung des Essverhaltens handeln w\u00fcrde, sondern um eine Tablette. In diesem Fall w\u00fcrde das betreffende Pharmaunternehmen sofort die Marktzulassung betreiben, einschlie\u00dflich einer Marketingkampagne, die dem letzten B\u00fcrger und Arzt klarmachen w\u00fcrde, dass er ohne diese neue Pille hoffnungslos verloren w\u00e4re. Aber eine reine Kalorienreduzierung? Daran verdient ja niemand etwas, wozu also Geld in die Werbung stecken?<\/p>\n<p>Und jetzt kommt \u201cder Hammer\u201d: <strong>Eine deutliche Restriktion der Kalorienzufuhr ist bislang der einzige (deutliche) wissenschaftlich begr\u00fcndete Beweis einer lebensverl\u00e4ngernden Wirkung!<\/strong> K\u00f6rperliches Training und eine gesunde Ern\u00e4hrungsweise dagegen k\u00f6nnen \u201cnur\u201d einen vorzeitigen Tod durch verschiedene Erkrankungen verhindern, haben aber keinen Einfluss auf die maximale Lebenserwartung.<\/p>\n<p>Die Kalorienk\u00fcrzung hat auch zeigen k\u00f6nnen, dass neben einer reduzierten Entwicklung von Krebserkrankungen die Insulinsensibilit\u00e4t zunimmt und das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen abnimmt.<\/p>\n<p>Soweit die Theorie und die Datenlage. Und die Praxis? <strong>Ich kann aus Erfahrung sagen, dass es nicht leicht ist, Patienten dazu zu bewegen, weniger zu essen, das Essverhalten zu \u00e4ndern oder gar zu fasten.<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/\">Fasten<\/a>! Wenn ich bei manchen Patienten das Wort \u201eFasten\u201c auch nur erw\u00e4hne, dann schauen mich manche an, als h\u00e4tte ich sie gerade dazu aufgefordert ihr Leben nochmals komplett von vorne zu beginnen\u2026<\/p>\n<p>Es wird schwer sein, den Leuten klar zu machen, dass weniger mehr ist, auch und gerade beim Thema Essen. Hier hat die oben angef\u00fchrte Studie (im Gegensatz zu den \u00e4lteren Studien), zeigen k\u00f6nnen, dass der angestrebte Verzicht f\u00fcr g\u00fcnstige Effekte vielleicht doch nicht so hoch ausf\u00e4llt wie urspr\u00fcnglich angenommen. <strong>Eine bereits f\u00fcnfprozentige Reduktion der Kalorienzufuhr oder eine intermittierende Fastenzeit scheinen den Vollfastenkuren ebenb\u00fcrtig zu sein \u2013 jedenfalls im Tierexperiment.<\/strong><\/p>\n<p>Um in der Praxis bei bestimmten Erkrankungen dennoch relativ rasch sp\u00fcrbare Erfolge zu sehen, empfehle ich dennoch das Heilfasten, z.B. nach meiner <a href=\"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/heilfasten-anleitung\/\">Heilfastenanleitung<\/a>, sowie zus\u00e4tzlich eine \u00c4nderung der Essgewohnheiten. Diese habe ich \u00fcbrigens in meinem <a href=\"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/ernaehrung\/\">Interview zur gesunden Ern\u00e4hrung<\/a> beschrieben.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie so etwas interessiert, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Newsletter<br \/>\n&#8222;Hoffnung bei Krebs&#8220; dazu an:<\/strong><\/p>\n<p><script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1Ki\" data-webform-id=\"pL1Ki\"><\/script><\/p>\n<p><strong>Mein erstes Fazit:<\/strong><\/p>\n<p>Man scheint schon seit mehr als 70 Jahren zu wissen, dass eine erfolgreiche Krebsbek\u00e4mpfungsstrategie die eingeschr\u00e4nkte Kalorienzufuhr ist. Diese neue Studie dagegen zeigt lediglich, dass es Gr\u00fcnde zu der Vermutung gibt, dass ein g\u00fcnstiger Einfluss auf die Karzinogenese nicht nur durch einen totalen Verzicht an Lebensqualit\u00e4t erkauft werden muss, indem man sich \u201cgesund hungert\u201d. Wenn in diesem Bereich Daten erstellt werden, die nicht nur f\u00fcr M\u00e4use, sondern auch f\u00fcr Menschen relevant werden, dann kann die Schulmedizin letztendlich doch noch hoffen, ihren \u201cKampf gegen den Krebs\u201d zu gewinnen &#8211; falls diese das noch vor hat. Aber das ist ein anderes Thema&#8230;<\/p>\n<p><strong>Aktualisierung 13.12.2010<\/strong><\/p>\n<p>Folgende Frage aus den bisherigen Kommentaren m\u00f6chte ich hervorheben:<\/p>\n<blockquote><p>Aber etwas verstehe ich bei dem Artikel nicht (vielleicht ein Tippfehler 5 % anstatt 50 % ???).<\/p>\n<p>Es hei\u00dft hier:<\/p>\n<p>\u201cForscher der University of California in Berkeley f\u00fchrten Versuche mit M\u00e4usen durch. Die Grundidee war, bei gesunden M\u00e4usen die Kalorienmenge des Futters um 5 Prozent zu reduzieren. Die Kalorienreduktion wurde bei den \u201cDi\u00e4t\u201d-M\u00e4usen dadurch erreicht, dass die F\u00fctterung nur jeden 2. Tag stattfand bzw. nur an 3 Tagen in der Woche\u201d<\/p>\n<p>Also, wenn man nur jeden 2. Tag f\u00fcttert, bekommt man doch rein rechnerisch eine Kalorienreduzierung von 50 nicht 5 %?!<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Meine Antwort:<\/strong><\/p>\n<p>Rechnerisch haben Sie Recht, aber haben leider die Rechnung ohne die M\u00e4use gemacht. Denn die sind am n\u00e4chsten Tag hungrig und fressen dementsprechend mehr. Verglichen mit einem Tag bei konstant t\u00e4glicher F\u00fctterung. Das hei\u00dft also, dass die M\u00e4use an F\u00fctterungstagen soviel zu fressen bekamen, wie sie in sich hineinstopfen konnten. Am Ende der Studie wurden dann die konsumierten Mengen von Di\u00e4t- und Normal-M\u00e4usen verglichen und eine Reduktion der Kalorienmenge von 5 % Prozent bei den Di\u00e4tlern beobachtet. Gleichzeitig ergab sich auch eine Reduktion der Proliferationen.<\/p>\n<p>Meiner Meinung nach scheint es so zu sein, dass an f\u00fctterungsfreien Tagen der Organismus genug Zeit hat, sich um die Reparaturarbeiten zu k\u00fcmmern, statt dauernd noch nebenbei die Verdauung (die auch Energie kostet), durchzuf\u00fchren. Ich pers\u00f6nlich vermute, dass die Kalorienreduktion NICHT der prim\u00e4re Grund f\u00fcr die positiven Effekte ist. Ich vermute dagegen, dass die Auszeiten im Fressen dem K\u00f6rper (der M\u00e4use) die notwendigen Regenerationszeiten verschafft haben. Dass dann am Ende eine Kalorienreduktion von 5 Prozent heraus kam, ist f\u00fcr mich reiner Zufall. Ich denke, dass das auch funktioniert, wenn die gleiche Menge an Kalorien vertilgt wird \u2013 Hauptsache es gibt kalorienfreie oder sehr kalorienarme Tage, die der Organismus zur \u201cSelbstpflege\u201d nutzen kann. Diese Hypothese w\u00e4re mir eine Studie wert\u2026<\/p>\n<p><strong>Weitere Informationen zum Thema<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/fasten-gegen-krebs\/\">Fasten gegen Krebs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/fasten-bremst-tumore\/\">Fasten bremst Tumore<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Zum Thema <a href=\"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/tag\/krebs\/\">Krebs<\/a><\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/candida-albicans-und-krebs\/\">Candida Albicans und Krebs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/gemuese-gegen-krebs\/\">Gem\u00fcse gegen Krebs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/krebszellen-lieben-zucker\/\">Krebsbzellen lieben Zucker<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/heilfasten-anleitung\/\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-218 size-full\" src=\"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/Heilfastenanleitung_blog.jpg\" alt=\"\" width=\"470\" height=\"198\" srcset=\"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/Heilfastenanleitung_blog.jpg 470w, https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/Heilfastenanleitung_blog-300x126.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 470px) 100vw, 470px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Beitragsbild: pixabay.com &#8211; TheOtherBen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Und wieder gibt es eine neue Studie zum Thema Krebs, allerdings diesmal zu einem Thema, das von einem anderen Planeten zu stammen scheint: Denn es geht nicht um eine neue Super-Pille aus dem Hause synthetische Gesundmacher, sondern darum, wie man einfach mit &#8222;weniger&#8220;, n\u00e4mlich mit weniger Kalorien im Essen, mehr Gesundheit erreichen kann. 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