{"id":616,"date":"2011-02-14T15:38:55","date_gmt":"2011-02-14T14:38:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/?p=616"},"modified":"2023-12-09T13:37:00","modified_gmt":"2023-12-09T12:37:00","slug":"kalorienrestriktion-verbessert-entzuendungsbedingungen-bei-herzmuskelschaeden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/kalorienrestriktion-verbessert-entzuendungsbedingungen-bei-herzmuskelschaeden\/","title":{"rendered":"Kalorienrestriktion verbessert Entz\u00fcndungsbedingungen bei Herzmuskelsch\u00e4den durch Isch\u00e4mien nach Reperfusion"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/11299211\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">In dieser Studie<\/a> gehen die oben genannten Forscher von der Hypothese aus, dass Kalorienrestriktion eine lebensverl\u00e4ngernde Wirkung hat, weil weniger oxidativer Stress stattfindet und damit verbundene Sch\u00e4den ausbleiben. Das Ziel der Studie war, herauszufinden, welche Langzeiteffekte eine moderate Kalorienrestriktion auf den Herzmuskel nach beinahe letaler Isch\u00e4mie (= Mangeldurchblutung) und anschlie\u00dfender Reperfusion (= Wiederdurchstr\u00f6mung eines Organs nach vor\u00fcbergehender Unterbrechung der Blutzufuhr) hat.<\/p>\n<p><!--more-->Dazu wurden 344 m\u00e4nnliche Ratten entweder ad libitum (die Tiere k\u00f6nnen so viel fressen, wie sie wollen) (AL-Gruppe) versorgt oder mit einer Di\u00e4t, die 40 Prozent weniger Kalorien enthielt wie die der AL-Gruppe (KR-Gruppe). Nach 12 Monaten wurde die Tiere an\u00e4sthetisiert. Danach wurde der Brustkorb chirurgisch ge\u00f6ffnet und an der linken, vorderen absteigenden Koronararterie des Herzen eine Verengung angebracht. Diese Verengung verblieb f\u00fcr die Dauer von 15 Minuten.<\/p>\n<p>Daran anschie\u00dfend wurde die Verengung aufgehoben und die unterversorgten Areale am Herzen erneut mit Blut versorgt (Reperfusion). Gemessen wurden GSH und GSSG Konzentrationen, NF-kappaB DNA Bindungskapazit\u00e4ten, Zytokine und Enzyme mit antioxidativen Eigenschaften in den Arealen der Isch\u00e4mie. Scheinoperierte Tiere dienten als Kontrollgruppe.<\/p>\n<p><strong>Verglichen mit der AL-Di\u00e4t war der oxidative Stress in der KR-Gruppe deutlich limitiert und verbesserte sich schneller durch eine schnelle Wiederherstellung von GSH Konzentrationen in den isch\u00e4mischen Zellen<\/strong>.<\/p>\n<p>Zum besseren Verst\u00e4ndnis: GSH oder Gutathion ist ein Pseudotripetid, das in hoher Konzentration in den meisten K\u00f6rperzellen vorkommt und einen wichtigen antioxidativen Schutz gegen freie Radikale (= krebserregende Substanzen) darstellt. Hohe GSH Konzentrationen nach Isch\u00e4mie lassen den Schluss zu, dass der sonst zu erwartende oxidative Stress nach einem solchen Ereignis nicht bzw. nur begrenzt eingetreten ist.<\/p>\n<p>Die Kalorienrestriktion reduzierte zudem die DNA Bindungsaktivit\u00e4ten von NF-kappaB. Die NF-kappaB abh\u00e4ngigen Zytokine Interleukin-1beta und Tumor Nekrose Faktor-alpha, zwei Entz\u00fcndungsfaktoren, traten in der KR-Gruppen kurzfristig auf, w\u00e4hrend diese in der AL-Gruppe deutlich l\u00e4nger nachweisbar waren. Des Weiteren war die Aktivierung eines wichtigen antioxidativen Enzyms, der Superoxid Dismutase, in der AL-Gruppe deutlich verz\u00f6gert. <strong>Alle diese Daten zusammen genommen geben Grund zu der Vermutung, dass eine Kalorienrestriktion signifikant den oxidativen Stress und die postisch\u00e4mische Entz\u00fcndungsreaktion im Herzmuskel reduziert.<\/strong><\/p>\n<p>Obwohl diese Befunde \u201enur\u201c an M\u00e4usen gemacht worden sind, ist es mehr als wahrscheinlich, dass sie in \u00e4hnlicher Weise auch f\u00fcr den Menschen gelten. Nicht zuletzt die bisher gemachten Erfahrungen mit Herzinfarkten und Angina Anf\u00e4llen haben gezeigt, dass falsche Ern\u00e4hrung qualitativ und quantitativ nicht nur die Inzidenz f\u00fcr derartige Ereignisse in die H\u00f6he treibt, sondern dass auch die zellul\u00e4ren Vorg\u00e4nge unter ung\u00fcnstigen Bedingungen ablaufen.<\/p>\n<p>Mit anderen Worten: Eine Kalorienrestriktion reduziert nicht nur die Inzidenz an Herzinfarkten und Isch\u00e4mien, sondern verhindert im Falle eines weniger wahrscheinlichen Auftretens gr\u00f6\u00dfere Sch\u00e4den und unterst\u00fctzt eine schnellere Erholung der betroffenen Gewebe.<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/11299211\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Calorie restriction attenuates inflammatory responses to myocardial ischemia-reperfusion injury.<\/a><br \/>\nColcombe SJ, Erickson KI, Raz N, Webb AG, Cohen NJ, McAuley E, Kramer AF. Division of Cardiology, University of Texas Health Science Center, San Antonio, 78229-3900, Texas, USA.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen Praxis-Newsletter dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pD2gv\"><\/script><\/p>\n<p>Beitragsbild: pixabay.com &#8211; KavindaF.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In dieser Studie gehen die oben genannten Forscher von der Hypothese aus, dass Kalorienrestriktion eine lebensverl\u00e4ngernde Wirkung hat, weil weniger oxidativer Stress stattfindet und damit verbundene Sch\u00e4den ausbleiben. 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