{"id":631,"date":"2011-03-21T08:22:08","date_gmt":"2011-03-21T07:22:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/?p=631"},"modified":"2023-12-09T13:30:49","modified_gmt":"2023-12-09T12:30:49","slug":"dioxin-neues-nahrungsergaenzungsmittel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/dioxin-neues-nahrungsergaenzungsmittel\/","title":{"rendered":"Dioxin, eine neue Form der \u201cNahrungserg\u00e4nzungsmittel\u201d"},"content":{"rendered":"<p>Lebensmittelskandale sind ja nun im wiedervereinten Deutschland so h\u00e4ufig, dass man kaum noch Notiz nimmt, wenn wieder mal einer unterwegs ist. Gammelfleischskandale hat es ja einige gegeben, frei nach dem Motto: Alle Jahre wieder kommt das Gammelfleisch. Nun aber hat es sich anscheinend ausgegammelt &#8211; aber daf\u00fcr giftet es jetzt immer wieder.<\/p>\n<p>Dioxin ist ein alter Bekannter unter den Giften. Es tritt auf bei Verbrennungsprozessen z.B. und gilt als eine Substanz, die mittlerweile den ganzen Erdkreis bedeckt. Aber damit noch nicht genug. <!--more-->Jetzt ist es sogar m\u00f6glich, Dioxine in Eiern, Gefl\u00fcgel- und auch <a href=\"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/fleisch\/\">Schweinefleisch<\/a> in gro\u00dfz\u00fcgig hohem Ma\u00dfe nachzuweisen. Erst letztes Jahr im Mai wurden einige Legehennenbetriebe geschlossen, da man kontaminierten Mais als \u201cBiofutter\u201d ausgegeben und die Hennen damit gef\u00fcttert hatte. Im Dezember entschloss man sich zur \u201cZugabe\u201d, die nicht nur die H\u00fchner, sondern auch die Schweine mit einschloss.<\/p>\n<p><strong>Was ist Intelligenz?<\/strong><\/p>\n<p>Die Definition von Intelligenz ist verbl\u00fcffend einfach: Es ist die F\u00e4higkeit, aus Erfahrungen zu lernen. Jetzt sollte man meinen, dass die Krone der Sch\u00f6pfung und das intelligenteste Wesen im Weltenall aus diesen Erfahrungen gelernt hat\u2026 Fehlanzeige. Statt geeignete Ma\u00dfnahmen f\u00fcr einen Verbraucherschutz zu ergreifen, wurden die Interessen der Hersteller und der Wirtschaft \u00fcber das Wohl und die Gesundheit der Verbraucher gestellt.<strong> Und wie es aussieht, gab es Warnungen genug an die nieders\u00e4chsischen Beh\u00f6rden schon kurz vor Weihnachten letzten Jahres, die aber geflissentlich ignoriert wurden. <\/strong><\/p>\n<p>Heute dagegen will es mal wieder keiner gewesen sein. Dementsprechend wirr sieht das Szenario bei der Rekonstruktion dann auch aus. Wie es aussieht, sind einige Firmen, also nicht nur eine allein, in die Sache verstrickt. So meldete der Futtermittelhersteller Wulfa-Mast aus Dinklage kurz vor Weihnachten eine Grenzwert\u00fcberschreitung bei Futter f\u00fcr Legehennen. Zu diesem Zeitpunkt war dieses Futter allerdings schon verkauft. Das Dioxin selbst soll aus einer Fetts\u00e4ureaufbereitung stammen, die Wulfa-Mast von der Firma L\u00fcbbe gekauft hatte.<\/p>\n<p>Die Firma L\u00fcbbe ist Tochter der Firma Harles &amp; Jentzsch und fungiert nur als Spedition in B\u00f6sel. L\u00fcbbe hatte zuvor von der Firma PetroTec aus Emden eine Reihe von Lieferungen technischer Fette bekommen, die als Grundlage zur Futtermittelherstellung dienten. Es ist aber noch nicht gekl\u00e4rt, wann und wo und bei wem das Dioxin in das Futtermittel \u201ceinsickerte\u201d. Es ist auch kaum verst\u00e4ndlich, dass technische Fette als Grundlage f\u00fcr Futtermittel eingesetzt werden (d\u00fcrfen). Da kann man ja gleich ein Gl\u00e4schen Maschinen\u00f6l zum Fr\u00fchschoppen nehmen.<\/p>\n<p>Offensichtlich wei\u00df wieder mal niemand nichts. Was man aber inzwischen wei\u00df, ist laut Hannoverscher Allgemeinen Zeitung und Landwirtschaftsministerium Schleswig-Holstein die Tatsache, dass Harles &amp; Jentzsch bereits seit M\u00e4rz 2010 von der Dioxinverseuchung der Fette wusste. Das aber wusste die Firma geschickt zu verheimlichen bis zu dem Zeitpunkt, wo eine Razzia den Sachverhalt ans Tageslicht brachte: Eine Belastung, die den erlaubten Grenzwert um den Faktor 164 \u00fcberschreitet. Dieser Wert stellt damit einen neuen Rekord dar.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter &#8222;Unabh\u00e4ngig. Nat\u00fcrlich. Klare Kante.&#8220; dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1KE\"><\/script><\/p>\n<p><strong>Und wie kommt das Zeugs ins Fett und Futter? <\/strong><\/p>\n<p>Laut Analysebericht ist es mehr als unwahrscheinlich, dass das Dioxin durch Verbrennungsvorg\u00e4nge erzeugt und dann ins Fett gelangt ist. Es k\u00f6nnte sein, dass es \u00fcber verunreinigte Beh\u00e4ltnisse oder Lagerhallen ins Fett gelangt ist. Aber bislang wei\u00df niemand, an welchem Punkt die Verunreinigung erfolgte. <strong>Was man aber daf\u00fcr umso genauer wei\u00df, ist die Tatsache, dass das Ganze vermeidbar gewesen w\u00e4re.<\/strong> Nicht nur die Verunreinigung w\u00e4re vermeidbar gewesen, sondern auch der Verkauf des verunreinigten Futtermittels.<\/p>\n<p>Offensichtlich ist dieses im vollen Bewusstsein der Verunreinigung an den Mann gebracht worden, ohne R\u00fccksicht auf die gesundheitlichen Konsequenzen f\u00fcr den Endverbraucher, der nicht nur das Fleisch und die Eier verzehrt, sondern dazu kostenlos eine Probe Dioxin mit essen muss. Und die Politik wei\u00df bestens, dass genau dieses Fleisch und Eier, neben Fisch und Milch, schon \u201cvon Natur aus\u201d der gr\u00f6\u00dfte Dioxin\u201dlieferant\u201d f\u00fcr den Konsumenten sind (ca. 80 Prozent). Dies wird dann auch formsch\u00f6n als \u201cHintergrundbelastung\u201d bezeichnet.<\/p>\n<p>Es ist auch kein Geheimnis, dass gerade Futtermittel f\u00fcr diese \u201cHintergrund\u201dbelastung verantwortlich sind. Und Deutschland liegt in Sachen Dioxinbelastung am oberen Limit innerhalb der EU. In dieser schweren Stunde stehen die verantwortungsbewussten Politiker dann auch auf und ergreifen tiefgehende Ma\u00dfnahmen zum Schutz von \u2026 der Futtermittelindustrie. Man will ja durch solche Lappalien nicht auch noch Arbeitsstandorte riskieren, Exportgesch\u00e4fte st\u00f6ren und sich die Arbeit machen, Auflagen und Kontrollen zu implementieren. Kontrollen gibt es ja schon und die reichen ja dann auch aus: Immerhin haben diese Kontrollen ja funktioniert und den Skandal aufgedeckt! Prima!<\/p>\n<p>Diese Kontrollen taugen bestenfalls dazu, das in den Brunnen gefallene Kind tot zu bergen, statt den Fall in den Brunnen zu verhindern. Denn die sogenannten \u201cstaatlichen Kontrolleure\u201d sind bestenfalls in der Lage, ein paar Stichproben zu nehmen. Da muss man schon richtig &#8222;Schwein&#8220; haben, wenn man im Selbigen Unregelm\u00e4\u00dfigkeiten entdecken will.<\/p>\n<p>Jetzt mag man denken, dass das alles vielleicht doch ganz einfach ist, denn die Tiere fressen Getreide, Gras, Heu, vielleicht noch ein wenig Mais usw. Nein, machen sie nicht. Sie werden regelrecht gez\u00fcchtet und damit mit speziellem Futter, Mischfutter, aufgep\u00e4ppelt. Und dieses Mischfutter wimmelt von Zusatzstoffen, synthetischen Vitaminen, Mineralien und den eben erw\u00e4hnten Fetten pflanzlicher und tierischer Herkunft.<\/p>\n<p>F\u00fcr Gras und Heu braucht es keine Kontrolleure (oder vielleicht doch schon?). Aber dieses Zusatzstoffgesch\u00e4ft macht sie notwendig. Laut Magazin Stern gibt es deren aber nur 200 bundesweit. Die machen dann auch die verordneten Kontrollbesuche, um Stecknadeln in Heuhaufen zu finden. Aber das ganze System an sich ist schon in seiner Anlage auf Versagen ausgelegt, denn auch 2000 Kontrolleure k\u00f6nnen immer nur Stichproben nehmen. Der gro\u00dfe Rest bleibt unerkannt im Dunkeln.<\/p>\n<p><strong>Warum es so wichtig ist, dass wir Dioxin &#8222;fressen&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Eine funktionierende Wirtschaft hat ihren Preis. Und wer in der Politik erfolgreich sein will, muss sich mit den Wirtschaftsinteressen arrangieren. Die W\u00e4hler k\u00f6nnen unter solchen Umst\u00e4nden ausgeblendet werden, denn wenn wieder Wahltag ist, haben die sowieso alles wieder vergessen und lechzen nach sch\u00f6nen Worten und Hollywood f\u00fcr Arme.<\/p>\n<p>Wichtig ist hier, dass die Preise sich f\u00fcr Futtermittel nicht erh\u00f6hen, was eine bessere oder andere Kontrolle mit sich bringen w\u00fcrde. Damit sind dann auch die Exporte von deutschem Fleisch nicht betroffen. Aber wenn man sich es einmal genau betrachtet, dann sind die Futtermittelkosten bei der Fleisch- und Eierproduktion nicht der Faktor, der den Kohl fett macht. Gewinnspannen f\u00fcr den Handel schlagen da deutlich kr\u00e4ftiger zu Buche, ebenso Verpackungs- und Transportkosten. Man spart also am falschen Ende bzw. am richtigen. Denn man will ja niemanden wegen so einer Lappalie wie der Gesundheit in seinem Gesch\u00e4ft st\u00f6ren.<\/p>\n<p><strong>Fazit:<\/strong> Man will\u00b4s billig haben und bekommt die gesalzene Rechnung dann etwas sp\u00e4ter. Denn billig ist niemals gut, und gut ist niemals billig. Schade nur, dass die Leute, die so leichtfertig \u00fcber die Gesundheit anderer Leute entscheiden, selber genug einsacken und kein Dioxin auf dem Tisch bei sich zu Hause abbekommen. Und da sie das wissen, sind ihnen die Konsequenzen auch vollkommen egal: Nach mir die Sintflut.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen Praxis-Newsletter mit den &#8222;5 Wundermitteln&#8220; an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pD2TS\"><\/script><\/p>\n<p>Kleine Anmerkung: Die Sache mit den &#8222;5 Wundermitteln&#8220; ist mit Abstand der beliebteste Newsletter, den meine Patienten gerne lesen&#8230;<\/p>\n<p>Beitragsbild: 123rf.com &#8211; ralwel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lebensmittelskandale sind ja nun im wiedervereinten Deutschland so h\u00e4ufig, dass man kaum noch Notiz nimmt, wenn wieder mal einer unterwegs ist. Gammelfleischskandale hat es ja einige gegeben, frei nach dem Motto: Alle Jahre wieder kommt das Gammelfleisch. 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