{"id":932,"date":"2020-01-09T10:40:55","date_gmt":"2020-01-09T09:40:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/?p=932"},"modified":"2023-12-13T19:06:11","modified_gmt":"2023-12-13T18:06:11","slug":"essen-bis-die-depression-kommt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/essen-bis-die-depression-kommt\/","title":{"rendered":"Essen bis die Depression kommt"},"content":{"rendered":"<p align=\"left\"><strong>Oder: Warum Burger und Geb\u00e4ck depressiv wirken, Fr\u00fcchte und Gem\u00fcse dagegen antidepressiv<\/strong><\/p>\n<p>M\u00e4nner mittleren Alters, deren Ern\u00e4hrungsbasis gr\u00f6\u00dftenteils aus Junkfood (auch <a href=\"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/fast-food\/\">Fast Food<\/a>) besteht, wie zum Beispiel verarbeitetes Fleisch und zuckerhaltige (eher zuckerstarrende) Getr\u00e4nke, die haben \u201egute\u201c Chancen, an einer Depression zu erkranken. Die hat ein neue Studie feststellen k\u00f6nnen: <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20150428054249\/https:\/\/www.alphagalileo.org\/ViewItem.aspx?ItemId=134490&amp;CultureCode=en\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Diet is associated with the risk of Depression<\/a>.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>In dieser\u00a0Studie mit mehr als 2000 M\u00e4nnern konnten finnische Wissenschaftler zeigen, dass eine <a href=\"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/ernaehrung\/\">gesunde\u00a0Ern\u00e4hrung<\/a> das Risiko f\u00fcr eine mentale St\u00f6rung signifikant senkt.<\/p>\n<p>Denn die finnischen Autoren um die Ern\u00e4hrungswissenschaftlerin Anu Ruusunen zeigten, dass eine Gewichtsreduktion und sportliche Bet\u00e4tigung zum Beispiel mit weniger h\u00e4ufigem Auftreten von Depressionen verbunden war. Depressive Patienten dagegen ern\u00e4hren sich ungesund und mit zu wenig Vitalstoffen.<\/p>\n<p>Zunehmend wird klar, dass weniger die Depressionen f\u00fcr schlechtes Essverhalten verantwortlich ist, sondern dass umgekehrt die schlechte Kost das Dauertief verursacht.<\/p>\n<p>Die Studie zeigte, dass die Teilnehmer, die zumeist Gem\u00fcse, Fr\u00fcchte, Beeren, Vollkornprodukte, Gefl\u00fcgel, Fisch und K\u00e4se mit niedrigem Fettgehalt a\u00dfen, weniger Symptome ausbildeten und ein geringeres Risiko f\u00fcr die Erkrankung hatten. Diese Beobachtungen wurden \u00fcber den Zeitraum von 13 Jahren erhoben.<\/p>\n<p>Eine erh\u00f6hte Zufuhr von <a href=\"https:\/\/www.vitalstoffmedizin.com\/vitamin-b9\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Fols\u00e4ure<\/a>, wie sie in Gem\u00fcse, Fr\u00fcchten, Beeren, Vollkorn, Fleisch und Leber vorkommt, zeigte ebenfalls einen n\u00fctzlichen Effekt, zusammen mit einem erh\u00f6hten Konsum von Kaffee.<\/p>\n<p>F\u00fcr die letztere \u201eBehauptung\u201c gibt es \u00fcbrigens eine Arbeit von Ruusunen et al. aus dem Jahr 2010: <a href=\"https:\/\/ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/20359377\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Coffee, tea and caffeine intake and the risk of severe depression in middle-aged Finnish men: the Kuopio Ischaemic Heart Disease Risk Factor Study.<\/a><br \/>\n<strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen Praxis-Newsletter dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pD2gv\"><\/script><\/p>\n<p>Die Teilnahme an einem 3-j\u00e4hrigen Programm zur Lebensstilmodifikation einer separaten Gruppe von 140 Frauen und M\u00e4nner mittleren Alters, zeigte verbesserte Ergebnisse auf der Depressionsskala, wenn die Ma\u00dfnahme auch von einer Gewichtsreduktion begleitet war.<\/p>\n<p>Auf der anderen Seite zeigte die Ern\u00e4hrung durch Junkfood ihre spezifischen Resultate. Unter \u201eJunkfood\u201c verstehen die finnischen Autoren: W\u00fcrste, <a href=\"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/fleisch\/\">verarbeitetes Fleisch<\/a>, zuckerhaltige Getr\u00e4nke, Desserts und Snacks, <a href=\"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/fertiggerichte-supermarkt\/\">Fertiggerichte<\/a> und gebackene, frittierte oder sonst wie verarbeitete Kartoffelprodukte.<\/p>\n<p>Eine Ern\u00e4hrung auf dieser Basis \u201er\u00e4chte\u201c sich mit einer signifikant h\u00f6heren Depressionsh\u00e4ufigkeit.<\/p>\n<p>Im Gegensatz zu fr\u00fcheren Arbeiten, konnte in dieser Arbeit keine Verbindung zwischen einem Risiko f\u00fcr Depressionen und dem Verzehr von <a href=\"https:\/\/www.vitalstoffmedizin.com\/vitamin-b12\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Vitamin B<sub>12<\/sub><\/a>, Tee und Koffein nachgewiesen werden.<\/p>\n<h2>Wichtig sind die Omega-3-Fetts\u00e4uren<\/h2>\n<p>Basis f\u00fcr diese Studie war die <a href=\"https:\/\/ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/24026545\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Kuopio Ischaemic Heart Disease Risk Factor Study<\/a>, deren Ziel es war, eine Beziehung zwischen <a href=\"https:\/\/www.vitalstoffmedizin.com\/omega-3-fettsaeuren\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Omega-3-Fetts\u00e4uren<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.diabetiker-experte.de\/diabetes-typ-2\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Diabetes Typ-2<\/a> zu finden. Diese Arbeit mit 2212 M\u00e4nnern mittleren Alters konnte ein verringertes Risiko f\u00fcr Diabetes Typ-2 ermitteln, wenn eine ausreichende Versorgung mit Omega-3-Fetts\u00e4uren gegeben war.<\/p>\n<p>Die Di\u00e4t wurde durch Ern\u00e4hrungsprotokolle und entsprechende Frageb\u00f6gen ermittelt. Die Informationen \u00fcber das Auftreten von Depressionen kamen aus dem Entlassungsregister des Krankenhauses, in dem die Studie durchgef\u00fchrt wurde.<\/p>\n<p>Depressionen stellen eine enorme Herausforderung an \u00c4rzte und das Gesundheitssystem dar. Wie bei Demenz und Alzheimer gibt es praktisch keine Medikamente, die die Krankheit \u201eheilen\u201c. Die Antidepressiva, die den Neurotransmitter-Stoffwechsel beeinflussen sollen, erweisen sich zunehmend als Irrweg.<br \/>\n<strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen Praxis-Newsletter mit den &#8222;5 Wundermitteln&#8220; an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pD2TS\"><\/script><\/p>\n<p>Kleine Anmerkung: Die Sache mit den &#8222;5 Wundermitteln&#8220; ist mit Abstand der beliebteste Newsletter, den meine Patienten gerne lesen&#8230;<\/p>\n<h2>Schlechte Ern\u00e4hrung f\u00f6rdert Entz\u00fcndungen und damit auch Depressionen<\/h2>\n<p>Dr. Edward Bullmore forscht auf dem medizinischen Fachgebiet der Immunpsychiatrie. Der Arzt hat chronisch-entz\u00fcndliche Prozesse als Hauptursache f\u00fcr Depressionen ausgemacht.<\/p>\n<p>Im Hinblick auf die ern\u00e4hrungsbedingten Einfl\u00fcsse auf die Psyche scheint die These sogar naheliegend. Denn die mediterrane Kost ist nachweislich entz\u00fcndungshemmend, was besonders auf die Omega-3-Fetts\u00e4uren in Pflanzen\u00f6len und Fisch zur\u00fcckzuf\u00fchren ist.<\/p>\n<p>Doch die Repr\u00e4sentanten der Immunpsychiatrie gehen \u00fcber die blo\u00dfe Ern\u00e4hrungslehre in der Behandlung von Depressionen hinaus. F\u00fcr sie ist Stress die Hauptursache f\u00fcr Depressionen. Denn die Reaktion des K\u00f6rpers besonders auf soziale Konflikte umfasst auch das Immunsystem, das auf seelische Verletzungen mit der Aussch\u00fcttung von Entz\u00fcndungs-Mediatoren antwortet.<\/p>\n<p>Die Forscher schreiben der k\u00f6rpereigenen Abwehr auch ein Ged\u00e4chtnis zu, das sich Jahrzehnte alte Traumata &#8222;einpr\u00e4gt&#8220;. Dies kann bedeuten, dass schlimme Erlebnisse aus der Kindheit zu h\u00f6heren Entz\u00fcndungswerten im Erwachsenenalter und so auch zu Depressionen f\u00fchren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Der Annahme genetischer Faktoren widerspricht das nicht. Denn das Immunsystem reagiert erblich bedingt bei verschiedenen Menschen unterschiedlich stark, beziehungsweise mit anderer Gewichtung der inflammatorischen Hormone wie den Zytokinen.<\/p>\n<p>Bleibt nur noch die Frage, warum so viele Menschen ein so schweres Erbe mit sich herumschleppen. Nach Dr. Bullmore soll es in der Stammesgeschichte einen Vorteil bedeutet haben, wenn Menschen mit Infektionskrankheiten sich zur\u00fcckzogen, weil sie auch depressiv wurden.<\/p>\n<p>Auf diese Weise schonten sie sich und wurden schneller gesund. Auch steckten sie Mitglieder ihrer Gruppe nicht so h\u00e4ufig an, weil sie sich auch r\u00e4umlich isolierten.<\/p>\n<p>Dr. Bullmore sieht die Ern\u00e4hrungsumstellung bei Depressionen neben weiteren Ma\u00dfnahmen zur D\u00e4mpfung entz\u00fcndlicher Prozesse. Dazu z\u00e4hlen Stimulationen des Nervus vagus, Sport und Entspannungs\u00fcbungen.<\/p>\n<p>Die sogenannten \u201eAntidepressiva\u201c haben oft nicht nur <b><i>keinen Effekt<\/i><\/b>, sondern sind sogar imstande, das Krankheitsbild zu verschlechtern bis hin zur Ausl\u00f6sung von Suiziden. Im Beitrag &#8222;<a href=\"https:\/\/www.naturheilt.com\/medikamente\/antidepressiva.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Antidepressiva &#8211; Lebensgef\u00e4hrliche Placebos?<\/a>&#8220; habe ich mehr dazu geschrieben. Mehr zu solchen Themen lesen Sie \u00fcbrigens in meinem <a href=\"https:\/\/www.naturheilt.com\/newsletter.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">kostenlosen Gesundheits-Newsletter<\/a>.<\/p>\n<p><strong>Im Beitrag\u00a0<a href=\"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/eine-verrueckte-fastengeschichte\/\">Eine \u201cverr\u00fcckte\u201d Fastengeschichte<\/a> habe ich diesen Sachverhalt ebenfalls n\u00e4her beschrieben und als Alternative einen russischen Arzt zitiert, der seine depressiven Patienten mit einer Fastenkur behandelte.<\/strong><\/p>\n<p>Wenn man das <a href=\"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/\">Fasten<\/a> im erweiterten Sinn als eine Form der Ern\u00e4hrung betrachtet, dann d\u00fcrfte sich diese Behandlungsform in die Reihe der Di\u00e4ten einordnen, die die finnischen Wissenschaftler empfehlen.<\/p>\n<p>Lauf Statistik betr\u00e4gt die Wahrscheinlichkeit, an einer Depression zu erkranken, zwischen 20 und 25 Prozent. Die St\u00f6rungen beginnen h\u00e4ufig schon zwischen dem 30. und 45. Lebensjahr. Frauen sind doppelt so h\u00e4ufig betroffen als M\u00e4nner.<\/p>\n<p>Bei letzteren gibt es jedoch eine so hohe Dunkelziffer, sodass auch die Statistik von einer h\u00f6heren Inzidenz ausgehen muss. Bei solchen Zahlen ist es berechtigt, sich einmal gr\u00fcndliche Gedanken \u00fcber die Prophylaxe von Depressionen zu machen.<\/p>\n<p>Denn wenn ich mir die Depression durch Fasten und gesunder Ern\u00e4hrung \u201evom Hals halten\u201c kann, dann schlage ich etliche Fliegen mit einer Klappe: Fasten und gute Ern\u00e4hrung haben noch viele andere positive gesundheitliche Wirkungen zu verzeichnen als nur eine \u201eDepressionsbremse\u201c zu sein.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen Heilfasten-Newsletter dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=poWoP\"><\/script><\/p>\n<p>Dieser Beitrag wurde im September 2013 erstellt und letztmalig am 9. Januar 2021 aktualisiert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Oder: Warum Burger und Geb\u00e4ck depressiv wirken, Fr\u00fcchte und Gem\u00fcse dagegen antidepressiv M\u00e4nner mittleren Alters, deren Ern\u00e4hrungsbasis gr\u00f6\u00dftenteils aus Junkfood (auch Fast Food) besteht, wie zum Beispiel verarbeitetes Fleisch und zuckerhaltige (eher zuckerstarrende) Getr\u00e4nke, die haben \u201egute\u201c Chancen, an einer Depression zu erkranken. 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