{"id":1516,"date":"2021-08-05T16:01:40","date_gmt":"2021-08-05T15:01:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/diaet\/blog\/?p=1516"},"modified":"2022-10-26T13:45:00","modified_gmt":"2022-10-26T12:45:00","slug":"koerpergewicht-faktoren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/diaet\/blog\/koerpergewicht-faktoren\/","title":{"rendered":"\u00dcberraschung: Wodurch ihr K\u00f6rpergewicht bestimmt wird\u2026"},"content":{"rendered":"<p>Ich verrate nicht zu viel, wenn ich Ihnen sage: Die Kalorienaufnahme und Sport sind nicht die Schl\u00fcsselparameter, die unser K\u00f6rpergewicht bestimmen<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>In etwa ein Viertel aller Erwachsenen ist in Deutschland adip\u00f6s. Messtechnisch bedeutet dies, dass diese Menschen einen Body-Mass-Index (BMI) von mindestens 30 aufweisen. Damit einher geht ein deutlich steigendes Risiko, an Arteriosklerose oder Krebs zu erkranken oder einen Schlaganfall zu erleiden. Die Lebenszeit verk\u00fcrzt sich dadurch um \u00fcber zehn Jahre. Das konnte nachgewiesen werden.<\/p>\n<p>\u00dcbergewicht ist faktisch eine Art Pandemie und eine besonders gef\u00e4hrliche zugleich. Allein auf Deutschland bezogen tragen fast 70 Prozent der M\u00e4nner und \u00fcber 50 Prozent der Frauen erhebliches \u00dcbergewicht mit sich herum, so weist es das Robert Koch Institut (RKI) aus.<\/p>\n<h2>\u00dcber das Scheitern der Di\u00e4ten<\/h2>\n<p>Merkw\u00fcrdig ist das alles schon, werden wir doch alle t\u00e4glich mit ungez\u00e4hlten Programmen zum Abnehmen und den verschiedensten Di\u00e4ten bombardiert. Fakt ist aber, dass 90 Prozent derjenigen Menschen, die eine Di\u00e4t probiert haben, bald danach mehr auf die Waage bringen als je zuvor, was gern als Jo-Jo-Effekt bezeichnet wird.<\/p>\n<p>Ern\u00e4hrungswissenschaftler interessieren sich schon eine ganze Weile f\u00fcr die Ursachen daf\u00fcr. Dabei kamen sie nun zu der Erkenntnis, dass das bisherige Grundaxiom, an das immer alle so fest geglaubt haben, gar nicht stimmt, es hei\u00dft:<\/p>\n<p><strong><em>\u00dcbergewicht entsteht immer dann, wenn eine Person mehr Kalorien aufnimmt, als sie verbrennen kann.<\/em><\/strong><\/p>\n<h2>Nein, die Sache mit der Kalorienbilanz ist so nicht richtig<\/h2>\n<p>Zu dieser Erkenntnis sind die vielen \u201eMolligen\u201c, die sich immer wieder mit Hungern herumqu\u00e4len und dennoch einfach nicht abnehmen, ja schon lange gekommen. Eigentlich h\u00e4tte man sie nur fragen brauchen. Und sie wissen auch, dass Regel Nummer 2 irgendwie Unsinn ist:<\/p>\n<p><em>Wer sich t\u00e4glich ausreichend bewegt, erf\u00e4hrt ganz automatisch ein gesundes Gewicht.<\/em><\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pDDkW\"><\/script><\/p>\n<h2>Wir sollten unser Gehirn nicht vernachl\u00e4ssigen<\/h2>\n<p>In der Tat, das l\u00e4sst sich ausrechnen, sind Bewegungen im Rahmen des Freizeitsports nicht dazu geeignet, wirklich nennenswert viele Kalorien zu verbrennen. Was aber richtig viel Energie verbr\u00e4t, das ist unser Gehirn, vorausgesetzt, es denkt. Mit nur zwei Prozent des K\u00f6rpergewichts verbraucht das Gehirn in etwa ein Viertel der t\u00e4glich erforderlichen Energiemenge.<\/p>\n<p>Doch wollen wir uns sogleich korrigieren und richtigstellen, dass unser Gehirn nicht beim ungebremsten Erlernen aller Sprachen dieser Welt viel Energie in Form von Glukose in Geistreichtum umsetzt, sondern w\u00e4hrend seiner unbewussten Aktivit\u00e4ten wie die Erzeugung von Hormonen oder die Steuerung des Stoffwechsels und der Funktionen der Organe.<\/p>\n<p>In einer Studie* wurde herausgefunden, dass B\u00fcrger der USA, die wahrlich viel Zeit sitzend verbringen, in etwa den gleichen t\u00e4glichen Kalorienbedarf aufwiesen wie Sammler und J\u00e4ger eines afrikanischen Stammes, die bekanntlich viel zu Fu\u00df unterwegs sind.<\/p>\n<h2>Aber warum waren die Afrikaner sehr viel schlanker?<\/h2>\n<p>Ausschlaggebend scheint die Art der Lebensmittel zu sein bei vergleichbarem Brennwert. Es gibt in der Tat Nahrungsmittel, denen man direkt das Pr\u00e4dikat \u201eVorsicht Gewichtszunahme\u201c aufs Etikett schreiben k\u00f6nnte. So zeigen neuere Studien, dass unter anderem diese Lebensmittel zu den ganz prominenten Dickmachern geh\u00f6ren:<\/p>\n<ul>\n<li>Kartoffeln enthalten sehr viel St\u00e4rke, insofern ist hier die Art der Zubereitung fast egal.<\/li>\n<li>Alle Wei\u00dfmehlprodukte<\/li>\n<li>Zucker, vor allem der wei\u00dfe Industriezucker<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wer dagegen die gleiche Kalorienzahl mit den folgenden Produkten zu sich nimmt, hat sehr gute Chancen abzunehmen:<\/p>\n<ul>\n<li>Obst<\/li>\n<li>Gem\u00fcse<\/li>\n<li>Joghurt<\/li>\n<li>N\u00fcsse<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Ballaststoffe relativieren die Untaten der Kalorien<\/h2>\n<p>Mit den unverdaulichen Ballaststoffen, die im Obst und Gem\u00fcse sowie N\u00fcssen reichlich vorhanden sind, scheidet der K\u00f6rper sogar Kalorien mit aus, ohne sie zu nutzen.<\/p>\n<p>In einer anderen Studie** haben zwei Gruppen von Probanden t\u00e4glich die gleiche Kalorienmenge zu sich genommen, bei Gruppe 1 waren allerdings s\u00e4mtliche Getreideerzeugnisse zugleich Vollkornprodukte. Die Teilnehmer dieser Gruppe verbrannten jeden Tag circa 100 kcal mehr als jene der zweiten Gruppe. Auf ein Jahr berechnet bedeutet dies einen Gewichtsverlust um drei Kilogramm.<\/p>\n<h2>Die individuellen Gene und der Stoffwechsel sind immer entscheidend<\/h2>\n<p>Der Stoffwechsel, das S\u00e4ttigungs- beziehungsweise Hungergef\u00fchl sowie die Zahl der Fettzellen sind bei allen Menschen unterschiedlich und im Wesentlichen genetisch vorgegeben. Was wir aber selbst aktiv tun k\u00f6nnen, ist, unser Gehirn auf bestimmte Lebensmittel zu programmieren. In gewissem Umfang l\u00e4sst sich n\u00e4mlich der Appetit durch die Ern\u00e4hrungsweise steuern.<\/p>\n<p>Sie k\u00f6nnen also, wenn Sie es wollen, Ihre Lust auf gesunde, schlank machende Kost vergr\u00f6\u00dfern. Gemeint sind damit ballaststoffreiche Lebensmittel wie Obst und Gem\u00fcse, Joghurt, Vollkornprodukte und eiwei\u00dfreiches Gefl\u00fcgel und Fisch. Parallel dazu geht der Appetit auf Pommes frites, Pizza, Burger und S\u00fc\u00dfigkeiten deutlich zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Auch diese Behauptung ist durch eine weitere Studie*** belegt. Hierbei wurde die halbe Anzahl der Probanden mit ballaststoff- und zugleich proteinreichen Lebensmitteln, wie sie oben aufgef\u00fchrt wurden, ern\u00e4hrt, die anderen ver\u00e4nderten ihr Essverhalten nicht. Es wurden Gehirnscans der Teilnehmer aufgenommen, w\u00e4hrend ihnen unterschiedliche Lebensmittel gezeigt wurden.<\/p>\n<p>Dabei wurde deutlich, dass das \u201eBelohnungszentrum\u201c im Gehirn zunehmend positiv auf gesunde Lebensmittel reagierte, w\u00e4hrend bei Fast Food die Begeisterung zur\u00fcckwich. Gegen Ende der Studie nach sechs Monaten haben die Teilnehmer der Gruppe mit den gesunden Lebensmitteln im Durchschnitt acht Kilogramm abgenommen, die Kontrollgruppe brachte dagegen circa ein Kilogramm mehr auf die Waage.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Dich solche Informationen interessieren, dann fordere unbedingt meinen kostenlosen Abnehm-Newsletter dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pQWy2\"><\/script><\/p>\n<p>Beitragsbild: fotolia.com &#8211; fotomek<\/p>\n<p>Dieser Beitrag wurde am 05.08.2021 erstellt.<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Quellen:<\/strong><\/span><\/p>\n<p>* <a href=\"https:\/\/journals.plos.org\/plosone\/article?id=10.1371\/journal.pone.0040503\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hunter-Gatherer Energetics and Human Obesity (plos.org)<\/a><\/p>\n<p>** <a href=\"https:\/\/academic.oup.com\/ajcn\/article\/105\/3\/589\/4637849\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Substituting whole grains for refined grains in a 6-wk randomized trial favorably affects energy-balance metrics in healthy men and postmenopausal women | The American Journal of Clinical Nutrition | Oxford Academic (oup.com)<\/a><\/p>\n<p>*** <a href=\"https:\/\/now.tufts.edu\/articles\/work-it\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Work It Off | Tufts Now<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich verrate nicht zu viel, wenn ich Ihnen sage: Die Kalorienaufnahme und Sport sind nicht die Schl\u00fcsselparameter, die unser K\u00f6rpergewicht 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