{"id":652,"date":"2012-08-07T07:00:49","date_gmt":"2012-08-07T06:00:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/diaet\/blog\/?p=652"},"modified":"2023-11-22T20:41:41","modified_gmt":"2023-11-22T19:41:41","slug":"warum-wir-mehr-essen-als-wir-sollten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/diaet\/blog\/warum-wir-mehr-essen-als-wir-sollten\/","title":{"rendered":"Die giftige Wahrheit \u00fcber Zucker und \u00dcbergewicht"},"content":{"rendered":"<p><em><strong>Denken Sie an diese Zusammenh\u00e4nge (die ich\u00a0im folgenden\u00a0Beitrag darlege), wenn Sie das n\u00e4chste mal S\u00fc\u00dfigkeiten essen oder diese Ihrem Kind anbieten&#8230;<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Die giftige Wahrheit \u00fcber Zucker und \u00dcbergewicht: In diesem Beitrag k\u00f6nnte ich Ihnen gleich diese &#8222;Wahrheit&#8220; pr\u00e4sentieren &#8211; bzw. schreiben. Die meisten Leser w\u00fcrden es\u00a0aber nicht glauben und wieder weg klicken. Im Internet ist das durchaus angenehm: aus den Augen aus dem Sinn. F\u00fcr diejenigen die es dennoch lesen m\u00f6chten, versuche ich hier einen plausiblen Zusammenhang herzustellen. Also los gehts.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die Menschen werden immer dicker. Die Kinder auch. Ok &#8211; das wussten Sie schon. Und das die Schlemmerei und die \u201egem\u00fctliche\u201c Leibesf\u00fclle auch\u00a0im Zusammenhang mit einer Reihe von Erkrankungen wie <a href=\"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/heilfasten-bei-diabetes\/\">Diabetes<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/heilfasten-bluthochdruck\/\">Hochdruck<\/a>, Krebs, <a href=\"https:\/\/www.yamedo.de\/krankheiten\/kreislauferkrankungen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Herz-Kreislauf-Erkrankungen<\/a> gesehen wird auch. Das ist quasi der Preis, den wir f\u00fcr das &#8222;Schlemmerleben&#8220; bezahlen m\u00fcssen. Viele zucken\u00a0dennoch mit den Achseln und machen so weiter wie zuvor.<\/p>\n<h2>Muss das wirklich sein?<\/h2>\n<p>Wenn aber alle Welt wei\u00df, dass Schlemmen so ungesund ist, warum siegt dann nicht die Vernunft \u00fcber die Begierde und l\u00e4sst uns gesundheitsbewusster leben?<\/p>\n<p>Was sind\u00a0denn die unwiderstehlichen &#8222;Verf\u00fchrfaktoren&#8220;, die unsere L\u00e4nder in Fressnationen verwandeln?<\/p>\n<p>Ist etwas nicht in Ordnung mit unserem Verdauungssystem oder stimmt was nicht mit unserem Oberst\u00fcbchen, wo das Hirn zu ruhen geruht?<\/p>\n<p>Machen wir einen Blick in die &#8222;Geschichte&#8220; &#8211; als es noch keine Superm\u00e4rkte, Fertiggerichte und K\u00fchlschr\u00e4nke gab; kein &#8222;Coffe to go&#8220;, kein Eis am Stil, kein &#8222;Drive-through&#8220;, keine Lebkuchen, keine Schwarzw\u00e4lder Kirsch.<\/p>\n<p>Vor mehr als 50.000 Jahren\u00a0verlie\u00df sich der menschliche Organismus auf ein bemerkenswertes, nat\u00fcrlich vorkommendes Hormon, <a href=\"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/diaet\/blog\/das-schlusselhormon-der-fettverbrennung-leptin\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Leptin<\/a> genannt, welches die Nahrungsaufnahme regulierte. Dieses Hormon signalisierte dem Gehirn, wann der Organismus satt und keine Nahrungsaufnahme mehr erforderlich war.<\/p>\n<p>Doch irgendwie ist im Laufe der letzten 50.000 Jahre eine Art Verwirrung entstanden, die die Leistung dieses Hormons beeintr\u00e4chtigt, so dass wir heute oft nicht mehr wissen, wann wir genug haben sollten.<\/p>\n<h2>Wenn das Hirn kein &#8222;Leptin&#8220; versteht<\/h2>\n<p>Das Hormon Leptin wird haupts\u00e4chlich von Fettzellen produziert. In geringen Mengen wird es aber auch in Plazenta, Knochenmark, Magenschleimhaut, Skelettmuskulatur, Hypophyse und Hypothalamus hergestellt. Es teilt dem Organismus mit, wann er hungrig zu sein hat, wann er Nahrung aufnehmen muss und mehr Fett produzieren sollte.<\/p>\n<p>Das hei\u00dft also, dass die Entscheidung, zu essen, in der Regel eine Entscheidung des Leptins ist und keine Sache des Verstands. Denn das Gehirn \u201eh\u00f6rt\u201c auf die Leptinsignale, die vom Fettgewebe kommen, die den Energiestatus des Organismus widerspiegeln.<\/p>\n<p>Heute gibt es immer mehr Hinweise, dass Leptin die Hirnfunktionen beeinflussen kann, besonders die Regionen, die das Essverhalten steuern. Dar\u00fcber hinaus gibt es auch Hinweise, dass Leptin im bestimmten Rahmen Hirnstrukturen modifizieren kann, die Hunger und Stoffwechsel kontrollieren.<\/p>\n<p>Denn die Produktion von Fetten und der Aufbau von Fettgewebe ist ein sorgf\u00e4ltig kontrollierter Prozess, der haupts\u00e4chlich von Leptin gesteuert wird.<\/p>\n<p>Von daher sieht es so aus, dass bei einem \u00dcbergewicht das \u00fcbersch\u00fcssige Fett auch \u00fcbersch\u00fcssiges Leptin produziert. Dieses Zuviel an Leptin sollte eigentlich dem Gehirn signalisieren, dass mehr als genug Fett vorliegt, dass die Bildung von weiterem Fettgewebe zu stoppen ist und dass die \u00dcbersch\u00fcsse verstoffwechselt werden sollten.<\/p>\n<p>Der erste Schritt in diese Richtung ist das Aussetzen des Hungergef\u00fchls, so dass die Nahrungsaufnahme beendet wird. Wenn aber dieses Signal vom Hirn nicht richtig verstanden wird, dann wird der Betroffene mehr oder wenig lange hungrig sein, obwohl sein Organismus objektiv keinen weiteren Bedarf an Kalorien hat.<\/p>\n<p>Dies sind dann im Extremfall jene Zeitgenossen, die trotz volumin\u00f6ser Leibesf\u00fclle jedem glaubhaft versichern k\u00f6nnen, dass sie kurz vor dem Verhungern stehen. Objektiv verhungert hier nur das Gehirn, w\u00e4hrend der Organismus weit davon entfernt ist.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen Praxis-Newsletter dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/app.getresponse.com\/view_webform_v2.js?u=93&#038;webforms_id=BWRX9\"><\/script><\/p>\n<h2>(\u00dcber-)Angebot und Nachfrage<\/h2>\n<p>Da stellt man sich doch sofort die Frage, warum bei so viel Leptin im System selbiges versagen kann? Warum also ist ein Leptin\u00fcberschuss nicht in der Lage, dem Gehirn seine Botschaft deutlich zu machen und das Hungergef\u00fchl auszuschalten?<\/p>\n<p>Beim Typ-2-Diabetes kennen wir einen Mechanismus, der trotz hoher Insulinkonzentrationen hohe Blutzuckerwerte zul\u00e4sst: die Resistenzbildung. Hier funktioniert die mathematische Gleichung \u201ehohe Insulinwerte = niedrige Blutzuckerwerte\u201c nicht mehr, da die biologische Effektivit\u00e4t auf die blutzuckersenkende Wirkung des Insulins so abgenommen hat, dass der Organismus kompensatorisch mehr und mehr Insulin produziert, was die Resistenzbildung nur noch verst\u00e4rkt.<\/p>\n<p>Und dieser Effekt scheint auch f\u00fcr das Leptin zu bestehen. Je mehr Leptin gebildet wird, desto \u201ewertloser\u201c wird es &#8211; man kann es fast mit dem Prinzip von Angebot und Nachfrage vergleichen. Wenn also das Leptin an biologischer Effektivit\u00e4t verliert, dann wird das Gehirn immer weniger auf seine Botschaft achten bzw. sie verstehen. Und Grund f\u00fcr dieses \u201eDesaster\u201c ist ein Stoff, der auch die Resistenzbildung des Insulins ma\u00dfgebend vorantreibt: Zucker.<\/p>\n<p>Man kann diesen Effekt mit einer fast t\u00e4glichen Erfahrung vergleichen. Wenn man in einem Raum oder einer Gegend verweilt, in dem ein unangenehmer Geruch herrscht, dann wird man diesen Geruch zu Beginn besonders intensiv empfinden.<\/p>\n<p>Je l\u00e4nger man aber in dieser Umgebung verweilt, desto weniger wird man sich des Geruchs bewusst. Grund daf\u00fcr ist das Nachlassen der Signalbildung der Geruchsnerven, nicht das Nachlassen des Geruchs. Das ist auch ein Grund, warum Menschen mit einer &#8222;suboptimalen&#8220; K\u00f6rperhygiene nicht verstehen, warum andere Zeitgenossen einen gro\u00dfen Bogen um sie machen.<\/p>\n<p>F\u00fcr das Leptin hei\u00dft dies, dass mit dem kontinuierlichen Konsum von Zucker Fettzellen aufgebaut werden, die aus dem Zucker\u00fcberschuss von der Leber in Form von Triglyceriden gebildet werden. Diese Fettzellen produzieren hohe Mengen an Leptin, die wiederum ein \u201e\u00dcberangebot\u201c dieses Hormons darstellen, was sich auf dessen biologische Wirksamkeit negativ auswirkt.<\/p>\n<p>Das Resultat ist, dass die Rezeptoren f\u00fcr Leptin im Gehirn \u201etaub\u201c werden. Das Gehirn kann auch nicht mehr objektiv entscheiden, ob der Organismus nun hungrig sein soll oder nicht. Und wie in der Rechtsprechung gilt auch hier die Regel: Im Zweifel f\u00fcr den Angeklagten, bzw. f\u00fcr das Hungergef\u00fchl.<\/p>\n<p>So wird sich der Organismus, der nicht wei\u00df, wie sein Ern\u00e4hrungsstatus aussieht \u2013 sind genug Reserven vorhanden oder nicht? \u2013 im Zweifelsfall f\u00fcr die Strategie gegen das Verhungern entscheiden und somit ordentlich nachlegen wollen.<\/p>\n<p>Aber dieser Tsunami an Leptin hat auch seinen Preis. Der Betroffene verhungert zwar nicht, aber die anderen physiologischen Wirkungen des Leptins unterliegen nicht der Resistenzbildung und schlagen voll zu. Leptin stimuliert n\u00e4mlich auch das symphatische Nervensystem und erh\u00f6ht \u00fcber diesen Mechanismus den Blutdruck und die Herzfrequenz.<\/p>\n<p>Das ist der Grund, warum Hypertonie und \u00dcbergewicht oft Hand in Hand nebeneinander hergehen. Aber nicht nur das. Hohe Konzentrationen an Leptin beeinflussen auch die Energiegewinnung der K\u00f6rperzellen.<\/p>\n<p>Sie entkoppeln diese von der ATP-Synthese, wodurch es zu einer Erh\u00f6hung der Temperaturentwicklung des Organismus kommt. Resultat: Dicke schwitzen schneller und heftiger \u2013 eine physiologische Kontrollreaktion, um die Temperaturverh\u00e4ltnisse des Organismus auf 37 Grad Celsius zu stabilisieren.<\/p>\n<h2>Zucker \u2013 das Opium f\u00fcrs Volk<\/h2>\n<p>Es ist noch nicht besonders popul\u00e4r, aber heute wei\u00df man, dass der Genuss von Zucker im Gehirn die Produktion von nat\u00fcrlichen Opioiden anregt. Ein langanhaltender Genuss von Zucker in entsprechenden Mengen steht somit im Verdacht, einen Abh\u00e4ngigkeitsprozess in Gang zu setzen.<\/p>\n<p>Somit wird das Gehirn von der stimulierenden Freisetzung seiner eigenen Opioide abh\u00e4ngig. Die Intensit\u00e4t und das Abh\u00e4ngigkeitspotential sind schon fast mit dem von bestimmten anderen Drogen zu vergleichen. Ich spreche in diesem Zusammenhang von einer &#8222;<a href=\"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/zuckersucht\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Zuckersucht<\/a>&#8222;.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Diabetes-Newsletter dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pL1Kx\" data-webform-id=\"pL1Kx\"><\/script><\/p>\n<p>Laut wissenschaftlicher Forschung gab es bei den Geschmacksrezeptoren der Zunge f\u00fcr \u201es\u00fc\u00df\u201c keine ad\u00e4quate Evolution, die an die heutige Nahrung angepasst ist. Denn vor 50.000 Jahren und danach gab es kaum zuckerhaltige Nahrungsmittel, so dass die Zunge \u201e\u00fcberempfindlich\u201c auf s\u00fc\u00dfe Nahrungsmittel reagierte.<\/p>\n<p>Dies war von Vorteil f\u00fcr die Urmenschen, da zuckerhaltige Nahrungsmittel wichtige Energiequellen waren, die Energie fast augenblicklich freisetzen konnten und das \u00dcberleben sicherten.<\/p>\n<p>Heute brauchen wir diesen \u201eSuchmechanismus\u201c f\u00fcr zuckerhaltige Nahrungsmittel nicht mehr, weil in unseren Nahrungsmitteln, dank der Nahrungsmittelindustrie, mehr als genug Zucker enthalten ist und weil es in der Regel nicht an \u201eFutter\u201c mangelt. Fr\u00fcher diente diese Empfindlichkeit der Zunge und der damit verbundene Belohnungsmechanismus im Gehirn \u00fcber die Opioidbildung dem \u00dcberleben der Urmenschen.<\/p>\n<p>Heute f\u00e4llt der \u00dcberlebensaspekt weg. Was bleibt ist die Belohnung im Oberst\u00fcbchen durch den Genuss von Zucker in allen Varianten. Dies ist ein Faktum, was auch der Nahrungsmittelindustrie nicht verschlossen blieb. Denn warum sonst werden &#8211; vor allem f\u00fcr Kinder &#8211; \u201egesunde\u201c Nahrungsmittel mit Zucker ohne Ende versetzt?<\/p>\n<p>Der Grund ist das Suchtpotential von Zucker, was die Kunden zu Dauerkunden macht, vergleichbar mit dem Junkie auf der Stra\u00dfe, der auch nicht mehr ohne seinen Schuss auskommen kann.<\/p>\n<p>Und zuf\u00e4lligerweise ist Zucker auch noch ein billiger Stoff, der die Herstellungskosten aller Fertiglebensmittel senken hilft. Damit stehen alle Signale auf Ausbildung einer Zuckersucht: eine staatlich legitimierte Abh\u00e4ngigkeit von &#8222;(Fast-)Opioiden&#8220; unter Zuhilfenahme von nat\u00fcrlichen Prozessen?<\/p>\n<p>Wahrscheinlich haben Sie bereits beim lesen obiger Zeilen bereits die Stirn gerunzelt und bezweifelt, ob Zucker wirklich eine so potente abh\u00e4ngig machende Wirksamkeit haben kann. Jedenfalls tun das fast alle meine Patienten, wenn ich diesen Zusammenhang herstelle.<\/p>\n<p>Und M\u00fctter denen ich die Frage stelle, ob sie ihren Kindern auch Drogen anbieten w\u00fcrden, zeigen sich mitunter emp\u00f6rt. Manche halten mich auch einfach nur f\u00fcr einen &#8222;Spinner&#8220;. Es ist ja auch fast unvorstellbar. Und wenn dem so w\u00e4re, dann h\u00e4tte der Staat doch schon l\u00e4ngst&#8230; Hat er aber nicht &#8211; darum kann dem nicht so sein.<\/p>\n<h2>Was nicht wahr sein kann &#8211; weil es nicht wahr sein darf<\/h2>\n<p>Fein. Seien Sie ruhig skeptisch und glauben nicht alles was ich hier so von mir gebe. Ich bin aber nicht alleine mit meiner &#8222;Zucker-Drogen-Meinung&#8220;. Der amerikanische Kinderarzt und Endokrinologe Dr. Lustig sieht das zum Beispiel ebenso. Er behauptet, dass das Suchtpotential von Zucker so hoch ist, dass die meisten Menschen (Ausnahmen best\u00e4tigen die Regel), nicht in der Lage sind, genug Willenskraft aufzubringen, um dem permanenten Angebot von Zucker in den Nahrungsmitteln zu widerstehen.<\/p>\n<p>Dr. Lustig sagt dazu:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201e<em>Das Belohnungszentrum des Gehirns, der Nucleus accumbens (siehe auch de.wikipedia.org\/wiki\/Nucleus_accumbens), ist f\u00fcr unser \u00dcberleben als Spezies von hoher Bedeutung. Denn wenn dieses Belohnungssystem des Gehirns ausgeschaltet werden w\u00fcrde, dann w\u00fcrde auch der Lebenswille der Betroffenen ausgeschaltet. <\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>Aber eine lang anhaltende Stimulation dieses Belohnungszentrums m\u00fcndet in der Ausbildung einer Abh\u00e4ngigkeit, einer Sucht. Bei einem \u00fcberm\u00e4\u00dfigen Konsum einer Substanz, Zucker eingeschlossen, erh\u00e4lt der Nucleus accumbens ein Dopaminsignal, das das Wohlgef\u00fchl ausl\u00f6st. Das Wohlgef\u00fchl wiederum motiviert zum weiteren Konsum der Substanz, die das Gef\u00fchl initiiert hat. <\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>Das Problem ist, dass bei einem l\u00e4ngeren Konsum dieses Signal abgeschw\u00e4cht wird (<\/em>vergleichbar mit dem Geruch im Raum oder Insulin und Leptin in hohen Dosen &#8211; Anm. v. m.<em>). Daher muss der \u201eGenusss\u00fcchtige\u201c mehr konsumieren, um die gleichen Effekte zu erleben. <\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>Wenn man dann dieser Abh\u00e4ngigkeit durch Konsumverzicht entgegenwirken will, dann treten die Entzugserscheinungen auf. Resistenz- bzw. Toleranzentwicklung und Entzug sind Zeichen einer Sucht. Damit soll man sich nichts vormachen: Zucker hat ein Suchtpotential.<\/em>\u201c<\/p>\n<p>Und das ist gar nicht mehr lustig. Damit l\u00e4sst sich (oh Wunder), Zucker physiologisch auf eine Stufe stellen mit Alkohol, Nikotin, Kokain, Morphin, Cannabis und anderen Suchtmitteln.<\/p>\n<p>Und weil viele Suchtmittel nicht nur einfach mal s\u00fcchtig machen, sondern eine Gefahr f\u00fcr die Gesundheit und das Leben der Konsumenten sind, ist Zucker auch nicht einfach nur der harmlose Stoff, f\u00fcr den er allgemein gehalten wird: Zucker ist f\u00fcr die Ausbildung von \u00dcbergewicht verantwortlich, mit all seinen Folgeerscheinungen wie Hypertonie, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebserkrankung und anderen t\u00f6dlichen Komplikationen.<\/p>\n<p>Es gibt heute aus meiner Sicht nur sehr wenig Zweifel dar\u00fcber, dass Zucker ein f\u00fcr den Organismus toxisches (=giftiges) Potential hat. Es wird auch nur noch eine Frage der Zeit sein, wann Zucker als ein wichtiger krebsf\u00f6rdernder Faktor anerkannt werden wird, auch in der \u00f6ffentlichen Meinung, genauso wie heute der Zigarettenrauch als krebsf\u00f6rdernd oder sogar krebserregend angesehen wird.<\/p>\n<p>Dr. Lustig ist in den USA mit seinen Thesen zum Zucker nicht unumstritten. Wenn Sie englisch gut verstehen, kann ich Ihnen zu diesem Thema den Beitrag in der New York Times (von Gray Taubes) empfehlen: <a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/2011\/04\/17\/magazine\/mag-17Sugar-t.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Is sugar toxic?<\/a><\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen Praxis-Newsletter dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/app.getresponse.com\/view_webform_v2.js?u=93&#038;webforms_id=BWRX9\"><\/script><\/p>\n<h2>Das gilt doch sicher nur f\u00fcr den &#8222;wei\u00dfen&#8220; Haushaltszucker &#8211; oder?<\/h2>\n<p>Leider nein. <a href=\"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/diaet\/blog\/fruchtzucker-nicht-so-gesund-wie-es-klingt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Fruktose<\/a> (Fruchtzucker) ist ein besonders \u00fcbler Vertreter der Kohlenhydrate. Fruktose l\u00e4sst den Insulin- und Leptinspiegel langfristig hochschnellen (trotz niedrigem glyk\u00e4mischem Index) und ist besonders an der Ausbildung der Insulin- und Leptinresistenz beteiligt.<\/p>\n<p>Sie ist ein besonders potentes entz\u00fcndungsf\u00f6rderndes Molek\u00fcl und produziert besonders h\u00e4ufig die sogenannten AGEs, die Advanced Glycation End Products. Dies sind in der Regel verzuckerte Verbindungen, meist mit Eiwei\u00dfen, mit einem gediegenen krebserzeugenden Potential. Von Fruktose ist inzwischen auch bekannt, dass sie den Alterungsprozess beschleunigt.<\/p>\n<p>Die physiologischen Wirkungen der Fruktose sind eigentlich ein Paradebeispiel, wie toxisch ein Kohlenhydrat sein kann. Aber auch hier sei vermerkt, dass Fruktose, so wie sie mengenm\u00e4\u00dfig in Fr\u00fcchten vorkommt, kein Problem f\u00fcr den Organismus darstellt.<\/p>\n<p>Denn hier ist die Menge so begrenzt, dass sich alles in einem physiologisch\u00a0vern\u00fcnftigen (nat\u00fcrlichem)\u00a0Rahmen h\u00e4lt. Anders sieht es in der Industrienahrung aus. Hier wird \u201etonnenweise\u201c billige Fruktose in die Nahrungsmittel gekippt, erstens um die Herstellungskosten gering zu halten und zweitens um den &#8222;Opioideffekt&#8220; auf die Konsumenten zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p>B\u00f6se Zungen behaupten: Drittens um die Welt krank zu machen, damit die Pharmaindustrie auch bald neue Kunden hat&#8230; Aber das geht ja nun wirklich zu weit.<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Die Zuckerflut bewirkt auf den Organismus eine Entgleisung der Kontrolle \u00fcber seinen Stoffwechsel. Das regulierende Leptin wird wirkungslos, da es in zu hohen Konzentrationen vorliegt. Dar\u00fcber hinaus bewirkt Zucker \u00fcber das Belohnungszentrum des Gehirns ein Wohlgef\u00fchl \u00fcber ein Dopaminsignal, dass ebenfalls im Laufe der Zeit abklingt.<\/p>\n<p>Resultat: Ohne Kontrolle und mit nachlassender Belohnung lechzt der Organismus nach einer erh\u00f6hten Nahrungsaufnahme und Gew\u00e4hrleistung seiner Belohnung.<\/p>\n<p>Die Folge ist, dass Leptin und Insulin in ihrer regulierenden Wirkung f\u00fcr das Hungergef\u00fchl und den Blutzuckerspiegel unbrauchbar werden. Ihre hohen Konzentrationen jedoch setzen andere physiologische Wirkungen dieser Hormone nicht au\u00dfer Kraft.<\/p>\n<p>Leptin erh\u00f6ht nachhaltig Blutdruckwerte und K\u00f6rpertemperatur, w\u00e4hrend Insulin mit dem Potential eines Wachstumshormons gef\u00e4\u00dfsch\u00e4digende Wirkungen entfalten kann. Zucker, Leptin, Insulin, Sucht, Ern\u00e4hrung \u2013 dies ist ein komplizierter, aber perfekter Teufelskreis, wo kaum jemand ein Interesse hat, ihm zu entkommen. Und wie schwer &#8222;S\u00fcchtige&#8220; von Ihrer Droge zu befreien sind ist ja bekannt&#8230;<\/p>\n<p>Noch ein Tipp: Wenn Sie m\u00f6chten fordern Sie mein Buch zum Thema Abnehmen an: <a href=\"https:\/\/www.renegraeber.de\/abnehmen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Warum wir wirklich fett<\/a> werden&#8230;<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Dich solche Informationen interessieren, dann fordere unbedingt meinen kostenlosen Abnehm-Newsletter dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pQWy2\"><\/script><\/p>\n<h2>Aktualisierung 16.8.2012:<\/h2>\n<p>Ich hatte die Frage erwartet und sie wurde mir in emails und in den Kommentaren bereits mehrfach gestellt: Was soll ich dagegen tun?<br \/>\nWas tut man gegen oder f\u00fcr den &#8222;Entzug&#8220;? Hierzu bieten sich einerseits &#8222;Alternativen&#8220; wie <a href=\"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/blog\/stevia-die-zuckeralternative\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Stevia<\/a> (nat\u00fcrliche Variante) an, Mittel zur Blutzuckerstabilisierung (u.a. Zimt, Chromhefe) und schlie\u00dflich eine &#8222;komplette&#8220; Ern\u00e4hrungsumgew\u00f6hnung an.<\/p>\n<p>Hierzu ist einleitend das <a href=\"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Fasten <\/a>geeignet, dass allerdings entsprechend eingeleitet und unterst\u00fctzt werden sollte, so wie ich das zum Beispiel in <a href=\"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/heilfasten-anleitung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">meiner Heilfasten Anleitung beschreibe<\/a>. Dar\u00fcberhinaus kann man dann zum Beispiel noch \u00fcber bestimmte <a href=\"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/probiotika\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Probiotika<\/a> oder zum Beispiel <a href=\"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/heilpilze-mykotherapie\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Heilpilze<\/a> nachdenken.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens: Wenn Dich solche Informationen interessieren, dann fordere unbedingt meinen kostenlosen Abnehm-Newsletter dazu an:<\/strong><br \/>\n<script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/rene-graeber.de\/view_webform_v2.js?u=v9&#038;webforms_id=pQWy2\"><\/script><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Denken Sie an diese Zusammenh\u00e4nge (die ich\u00a0im folgenden\u00a0Beitrag darlege), wenn Sie das n\u00e4chste mal S\u00fc\u00dfigkeiten essen oder diese Ihrem Kind anbieten&#8230; Die giftige Wahrheit \u00fcber Zucker und \u00dcbergewicht: In diesem Beitrag k\u00f6nnte ich Ihnen gleich diese &#8222;Wahrheit&#8220; pr\u00e4sentieren &#8211; bzw. schreiben. Die meisten Leser w\u00fcrden es\u00a0aber nicht glauben und wieder weg klicken. 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