Erschöpfung nach dem Fasten - Kann das sein?

  • Zu meinem Beitrag:
    https://renegraeber.de/blog/ein-jahr-in-angst-schrecken/

    stellte ein Leser in den Kommentaren folgende Frage:


    Hallo Herr Gräber,

    danke für Ihren Beitrag.

    Da Sie jüngst über Ihre eigene Fastenzeit berichtet haben, um 16 Pfund „los zu werden“, habe ich eine Frage hierzu. Ich selbst habe schon etliche Fastenwochen gut überstanden und auch schon über lange Zeit Intervallfasten praktiziert. Meine letzte Fastenerfahrung war jedoch mit heftigen Nebenwirkungen versehen. Nach einer sehr stressigen Zeit habe ich mich Ende 2019 dafür entschieden, ein längeres Wasserfasten durchzuführen. Ich habe die 20 Tage gut überstanden, ohne körperliche Beeinträchtigungen. In der Zeit danach erlebte ich allerdings, wie mir zunehmend die Kraft und Energie ausging. Ich landete in einer tiefen Erschöpfung, die ich bis heute nicht gänzlich überwunden habe. Nun meine Frage: Kann es sein, dass die mit dem Fasten verbundene verstärkte Adrenalin-Ausschüttung die Nebennieren derart belasten kann, dass bei entsprechender Vordisposition ein kontraproduktiver Effekt eintreten kann (Anthony Williams beschreibt diesen Fasteneffekt). Ferner gibt es neueste Studien, die Nahe legen, dass mit Intervallfasten die Resilienz des Bauchfettes gestärkt wird (dieser Effekt besteht im geringerem Maße auch beim Kurzzeitfasten), d.h. dass sich das gefährliche Bauchfett immer schwieriger abbauen lässt. Hier würde mich Ihre Sichtweise sehr interessieren. Herzliche Grüße G.G.


    Ich beginne erst einmal mit dem Intervallfasten:

    Da müssten wir erst einmal abklären was das eigentlich ist.


    Das:
    https://www.gesund-heilfasten.de/intervallfasten.html


    Oder das:
    https://www.gesund-heilfasten.…rmittierendes-Fasten.html


    Beim "echten" Intervallfasten halte ich das für ausgeschlossen. Wenn es da eine Resilienz geben sollte, dann würde ich die auf einer anderen Ebene suchen wollen. Meist beginne ich bei den Vitalstoffen und der Krankengeschichte des Patienten. Und da kommt man auch rasch auf die Hormonachsen, die ich ja in dem o.a. Newsletter kurz angerissen hatte.

    Meist wird man da auch "fündig".


    Das bringt mich zu der Frage nach der Erschöpfung. Ja, das kann sein. Dieses Phänomen ist lange bereits bekannt - vor allem auch aus der traditionelle chinesischen Medizin. Es sind oftmals Patienten die über einen Nieren-Yin-Mangel verfügen. Das hat auch mit der Konstitution des Patienten zu tun, sowie mit den Hormonachsen (wie im Newsletter ja angedeutet).


    In diesem Fällen ist es ratsam das Nieren-Yin zu stärken, bzw. die Nebennieren auf "Vordermann" zu bringen:
    https://www.naturheilt.com/Inhalt/Nebennierenprobleme.htm


    Daraus allerdings abzuleiten (wie es manche Kollegen tun) vom Fasten generell abzuraten halte ich gelinde gesagt für blanken Unsinn. Denn vor allem die Yang-Typen (Fülle-Patienten mit Bluthochdruck usw.) profitieren enorm von einem "richtig" und passenden durchgeführten Fasten.