Abführen mit der Share Pflaume? Erfahrungen

  • Renè Gräber 11. August 2019 um 09:25

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    • Offizieller Beitrag

    Bei der Share Pflaume handelt es sich um getrocknete Pflaumen, die auf bestimmte Weise fermentiert wurden und zusätzlich mit Kräutern "ummantelt" sind. Ich habe die getestet und muss sagen, dass die nicht schlecht sind.

    Zum Abführen beim Fasten generell halte ich die für nicht geeignet:

    1. Von den enthaltenen Kräutern würde ich nicht zu viele Essen

    2. Die Sache ist nicht ganz billig

    3. Die meisten Fastenteilnehmer sind derart "verstopft", dass getrocknete Pflaumen nicht reichen:
    https://www.gesund-heilfasten.de/verstopfung-darmtraegheit/

    4. Der Zuckergehalt der Pflaumen ist für das Fasten zu hoch - sprich: der Fastenstoffwechsel▪ wird nicht erreicht.

    Dennoch halte ich von getrockneten Pflaumen generell viel:

    https://www.gesund-heilfasten.de/getrocknete-pflaumen/▪

    Wie man das Abführen im Fasten besser gestalten kann, beschreibe ich hier:

    https://www.gesund-heilfasten.de/abfuehrmittel-laxantien/▪

    https://www.gesund-heilfasten.de/glaubersalz/▪

  • Hallo, ich bin über Youtube auf die Share Pflaume aufmerksam geworden. Und wollte eine 30 tägige Kur damit machen. Dabei habe ich noch eine Frage an Sie, Herr Gräber bzw. die Mitglieder. In Ihrem 1. Punkt hatten Sie geschrieben "Von den enthaltenen Kräutern würde ich nicht zu viele Essen." Wie soll ich das verstehen? Ist von einer Einnahme über 30 Tage dann abzuraten?
    Vielen Dank für Ihre Hilfe.

    • Offizieller Beitrag

    Gute Frage. Genau solche Punkte sollte man klären, bevor man irgendetwas „auf Verdacht“ 30 Tage lang macht.

    Zur Share-Pflaume muss ich sagen: Es ist keine einfache Trockenpflaume, sondern ein Produkt mit zugesetzten Kräutern (soweit ich das verstanden habe). Und genau da liegt der Punkt.

    Mit „nicht zu viele essen“ meinte ich Folgendes: diese Pflaumen enthalten in der Regel abführend wirkende Pflanzenstoffe. Häufig sind das Senna-Bestandteile, Rhabarberwurzel oder ähnliche Anthranoide. Das sind pharmakologisch wirksame Substanzen – keine harmlosen Küchenkräuter.

    Was passiert bei längerer, täglicher Einnahme?

    • Der Darm wird stimuliert, teils stark
    • Die Eigenmotilität kann bei Dauergebrauch nachlassen
    • Elektrolyte – vor allem Kalium – können verloren gehen
    • Es kann sich eine gewisse „Gewöhnung“ einstellen

    Das ist bei einer kurzfristigen Anwendung bei Verstopfung kein Drama oder zum Abführen beim Fasten. Über 30 Tage täglich würde ich das jedoch nicht empfehlen – schon gar nicht ohne klare Indikation!

    Wenn jemand eine 30-Tage-Kur plant, würde ich zuerst fragen:

    Was ist das eigentlich das Ziel?

    • Entgiftung?
    • Gewichtsabnahme?
    • Darmreinigung?
    • Verstopfung?

    Wenn es um eine „Darmreinigung“ geht: Die Idee, dass der Darm 30 Tage lang mit stimulierenden Kräutern durchgespült werden müsse, halte ich für physiologisch sehr fragwürdig! Der Darm ist kein Abflussrohr, das man mit chemischem Rohrreiniger behandelt.

    Wenn es um Verstopfung geht: Dann würde ich zuerst an andere Dinge denken wie Magnesium (z. B. Citrat) in moderater Dosierung, Ballaststoffe wie Flohsamenschalen, ausreichend Bewegung, Bitterstoffe zur Anregung der Verdauung oder ggf. Leber- und Galleunterstützung

    Kurzfristig 1–3 Tage so eine Pflaume – ja, das kann sinnvoll sein. Täglich 30 Tage durchgehend – das würde ich persönlich nicht empfehlen.

    Wenn jemand sie dennoch nutzen möchte, dann eher kurweise:

    • 2–3 Tage Einnahme
    • dann Pause
    • nicht dauerhaft
    • auf Elektrolyte achten

    Und ganz wichtig: Wenn der Darm nur noch mit "Anschub" funktioniert, dann ist das eigentliche Problem nicht die fehlende Pflaume – sondern die Regulation dahinter.