Wie wichtig ist Salz?
von: René Gräber -
Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge
Salz, also Natriumchlorid, ist mit weniger als einem Euro pro Packung extrem günstig zu haben. Auch wenn wir
selbst bewusst entscheiden, wie viel Salz wir auf unser Frühstücksei und beim Kochen in unsere Mahlzeiten streuen,
- in den meisten industriell gefertigten Lebensmitteln ist weiteres Salz versteckt: Ein gutes Dutzend
gebräuchlicher Konservierungsstoffe, mehr als 30 Emulgatoren und sogar einfaches Backpulver wird auf
Natriumchlorid-Basis hergestellt.
Ganz ohne Salz geht es allerdings nicht. Nach dessen Aufnahme spaltet es der Körper in Natrium und Chlorid,
Mineralstoffe, die für den körpereigenen Flüssigkeitshaushalt, das reibungslose Funktionieren des Nervensystems
sowie Verdauung und Knochenaufbau unverzichtbar sind.
Der Vitalstoff Natrium wird durch das in den Körperzellen vorhandene Kalium bei der Regulierung des
Wasserhaushaltes ergänzend unterstützt. Ein Zuviel an Natrium macht durstig. Der negative Nebeneffekt: Vermehrte
Wasserausscheidung durch eine Mehraufnahme von Flüssigkeit sorgt leider dafür, dass das nützliche Kalium gleich im
Übermaß mit ausgeschieden wird. Allerdings wundert sich mancher über die vergleichsweise geringe Flüssigkeitsmenge,
nachdem er ausgiebig getrunken hat:
Zur Bindung eines Liters Wasser im Körper braucht es acht Gramm Salz.
Wassereinlagerungen führen daher schnell zu Gewichtszunahme, aber nicht nur das: Eine salzreiche Ernährung
gefährdet über den durch sie verursachten Kaliummangel das Herz, - der Blutdruck steigt, Nervenreize werden nur
noch unzureichend an den Herzmuskel weitergeleitet. Die Schleimhäute trocknen aus, während gleichzeitig die
Infektanfälligkeit zunimmt.
Der Energiehaushalt verliert die Balance; man fühlt sich kraftlos und ermüdet nach kurzer Anstrengung. Ödeme im
Gewebe, Schwindel und Herzrhythmusstörungen bzw. Herzrasen können hinzukommen.
Schieben Sie einer Versalzung mit dreimal soviel Natrium wie Kalium den Riegel vor, bevor es dahin kommt:
Nachsalzen und übermäßiges Nachwürzen sind Gewohnheiten. Und Gewohnheiten kann man durchbrechen. Halten Sie der
Versuchung durch Salzgebäck auf der Bartheke stand. Das einzige, was Schaden nimmt, ist das Portemonnaie des Wirts,
der dann weniger Getränke absetzt.
Ein Verzicht auf zuviel Salz, etwa in Käse oder Wurst, sowie eine Ernährung mit viel kaliumhaltigem Obst wie
Bananen, aber auch Gemüse, kann sich aufgrund der in den Geweben nun nicht mehr angesammelten Flüssigkeit positiv
auf das Körpergewicht auswirken. Helfen Sie Ihrer Natrium-Kalium-Pumpe, indem Sie so wenig industriell zubereitete
Nahrungsmittel wie möglich einkaufen und verzehren.
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