Amaranth - Ein Nahrungsmittel mit Potential
In dem Lifestyle des 21. Jahrhunderts nimmt eine gesunde und bewusste Ernährung, ebenso wie Sport, einen immer
höheren Stellenwert für den Menschen ein. Es wird dazu eine möglichst vielseitige und ausgewogene Ernährungsweise
empfohlen, damit der Nährstoffbedarf gedeckt werden kann. Dabei wird heutzutage versucht, immer wieder neue und
dazu noch aufregende Wege zu finden, um mehr Abwechslung in unsere Ernährung zu bringen.
Eine vielversprechende Alternative zu herkömmlichen Getreideprodukten wie Brot, Haferflocken, Vollkornnudeln
oder Reis scheint Amaranth zu sein. Schon längere Zeit unter Gesundheitsenthusiasten als „antikes Getreide“
bezeichnet, zählt das Gewächs im Grunde genommen nicht zu dem echten Getreide.
Amaranth wächst verbreitet in ganz Asien und Amerika und war schon bei den Azteken und Inkas äußerst beliebt
(=Inkaweizen). Im Gegensatz zu Getreide handelt es sich bei Amaranth um winzige Samen einer dem Unkraut ähnlichen
Pflanze, die dazu noch ein entfernter Verwandter von Rote Beete und Spinat ist - deswegen auch der Name:
Pseudoweizen). Wo den gewöhnlichen Getreidesorten oftmals eine der neun essentiellen Aminosäuren fehlt, besitzt
Amaranth alle neun und ist somit ein hochwertiges und vollständiges Eiweiß. Neben einem hohen Fett- und
Proteingehalt zeichnet sich der Samen auch durch einen hohen Mineralstoffgehalt aus, der wiederum Amaranth zu einer
wahren Bereicherung für die menschliche Ernährung macht. So ist Amaranth eine gute Quelle für Magnesium, Kupfer
oder auch Eisen.

Aufgrund der Nährstoffzusammensetzung ist Amaranth empfehlenswert für viele Bevölkerungsgruppen. Wegen des hohen
Calciumanteils eignet sich Amaranth insbesondere für die Kinderernährung, da Heranwachsende einen erhöhten Bedarf
an Calcium besitzen. Für den Sportler stellt Amaranth ebenfalls ein Nahrungsmittel mit Potential dar. Hier bringen
die im Amaranth enthaltenen komplexen Kohlenhydrate, die mehrfach ungesättigten Fettsäuren, als auch die
hochwertigen Proteine einen positiven Nutzen.
Da Amaranth im Gegensatz zum Getreide glutenfrei ist, bietet es sich als Getreidealternative für Zöliakiekranke
an. Ebenfalls eignet sich der Samen auch für die Ernährung von Neurodermitispatienten, da diese oftmals kein
gewöhnliches Getreide vertragen.
Neben diesen Merkmalen besitzt Amaranth angeblich auch zahlreiche weitere gesundheitsfördernde Eigenschaften: So
soll er tatsächlich Schlafstörungen, Magenprobleme und Kopfschmerzen lindern. Jedoch berufen sich diese Aussagen
vorerst nur auf Erfahrungen.
Die Zubereitung von Amaranth ist ähnlich der von Reis zu handhaben. Schnell sind mit dem Samen einfache, aber
schmackhafte Gerichte wie Aufläufe oder Suppen zubereitet. Amaranth ist in den meisten Reformhäusern zu finden.
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