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Amaranth - Ein Nahrungsmittel mit Potential

In dem Lifestyle des 21. Jahrhunderts nimmt eine gesunde und bewusste Ernährung, ebenso wie Sport, einen immer höheren Stellenwert für den Menschen ein. Es wird dazu eine möglichst vielseitige und ausgewogene Ernährungsweise empfohlen, damit der Nährstoffbedarf gedeckt werden kann. Dabei wird heutzutage versucht, immer wieder neue und dazu noch aufregende Wege zu finden, um mehr Abwechslung in unsere Ernährung zu bringen.

Aus der Naturheilpraxis von René Gräber, Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge

Eine vielversprechende Alternative zu herkömmlichen Getreideprodukten wie Brot, Haferflocken, Vollkornnudeln oder Reis scheint Amaranth (oft auch Amarant geschrieben) zu sein. Schon längere Zeit unter Gesundheitsenthusiasten als „antikes Getreide“ bezeichnet, zählt das Gewächs im Grunde genommen nicht zu dem echten Getreide. Im Gegensatz zu Getreide handelt es sich bei Amaranth um winzige Samen einer krautigen Pflanze, die dazu noch ein entfernter Verwandter von Rote Beete und Spinat ist - deswegen auch der Name: Pseudoweizen).

Amaranth wächst verbreitet in ganz Asien und Amerika und war schon bei den Azteken und Inkas äußerst beliebt (=Inkaweizen).

So zählte die in der Andenregion als Kiwicha bezeichnete Pflanze dort zu den Grundnahrungsmitteln, bis die Spanier den Anbau von Amaranth im 16. Jahrhundert unter Todesstrafe verboten.

Die Samen des Garten-Fuchsschwanzes (Amaranthus caudatus), die ein wenig an Hirse erinnern, wurde von den Einheimischen nämlich auch für religiöse Zwecke eingesetzt, was die Eroberer unterbinden wollten. Dadurch geriet die Pflanze nicht nur Jahrhundertelang fast in Vergessenheit.

Das Verbot trug zusätzlich zu einer Nahrungsmittelknappheit und in der Folge zu fatalen Hungerkatastrophen in Süd- und Mittelamerika bei.

Während den gewöhnlichen Getreidesorten oftmals eine der neun essentiellen Aminosäuren fehlt, besitzt Amaranth alle neun und ist somit ein hochwertiges und vollständiges Eiweiß. Neben einem hohen Fett- und Proteingehalt zeichnet sich der Samen auch durch einen hohen Mineralstoffgehalt aus, der wiederum Amaranth zu einer wahren Bereicherung für die menschliche Ernährung macht. So ist Amaranth eine gute Quelle für Magnesium, Kupfer, Zink oder auch Eisen.

Aufgrund der Nährstoffzusammensetzung ist Amaranth empfehlenswert für viele Bevölkerungsgruppen (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23072528).

Wegen des hohen Calciumanteils eignet sich Amaranth insbesondere für die Kinderernährung, da Heranwachsende einen erhöhten Bedarf an Calcium besitzen. Für den Sportler stellt Amaranth ebenfalls ein Nahrungsmittel mit Potential dar. Hier bringen sowohl die im Amaranth enthaltenen komplexen Kohlenhydrate und die mehrfach ungesättigten Fettsäuren, als auch die hochwertigen Proteine einen positiven Nutzen.

Aufgrund des hohen Eisengehalts wird Amaranth beispielsweise Schwangeren empfohlen. Aber nicht nur während der Schwangerschaft und der Stillzeit ist der Bedarf an dem lebenswichtigen Spurenelement erhöht.

Auch Ausdauersportler und Kinder während der Wachstumsphase benötigen mehr Eisen. Da das Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln schlechter von unserem Körper aufgenommen werden kann, sollten Veganer ebenfalls auf eine ausreichende Zufuhr achten. Amaranth bietet hierfür eine gute Grundlage.

Da Amaranth im Gegensatz zum Getreide glutenfrei ist, bietet es sich als Getreidealternative für Zöliakiekranke (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22073907 an. Ebenfalls eignet sich der Samen auch für die Ernährung von Neurodermitis-Patienten, da diese oftmals kein gewöhnliches Getreide vertragen.

Neben diesen Merkmalen besitzt Amaranth angeblich auch zahlreiche weitere gesundheitsfördernde Eigenschaften: So soll er tatsächlich Schlafstörungen, Magenprobleme und Kopfschmerzen lindern. Jedoch berufen sich diese Aussagen vorerst nur auf Erfahrungen.

Da Amaranth allerdings Gerbstoffe enthält, die die Aufnahme verschiedener Vitamine und Spurenelemente hemmt, sollten Babys und Kleinkinder bis zu zwei Jahren keine Lebensmittel aus Amaranth erhalten. Die Produzenten amaranthhaltiger Babykost geben hingegen an, die Körner so aufzubereiten, dass sie auch für Säuglinge geeignet sind.

Die Zubereitung ist ähnlich der von Reis zu handhaben. Schnell sind mit dem Samen einfache, aber schmackhafte Gerichte wie Aufläufe oder Suppen zubereitet. Die Körner mit ihrem aromatisch-nussigen Geruch und dem relativ neutralen Geschmack können aber auch viele weitere Gerichte verfeinern.

Wer Amaranth zum Backen verwenden möchte, sollte es allerdings mit anderen Mehlen (beispielsweise Mais, Buchweizen, Weizen, Dinkel, Reis) vermischen. Gepuffter Amaranth verbessert ebenfalls die Backeigenschaften (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20734143).

Die Nahrungsmittelindustrie entdeckt die Pflanze ebenfalls immer mehr für sich: Babynahrung (vergleiche oben) und Müsli, Brot und sogar Wurstwaren werden teilweise mit Amaranth angereichert.

Amaranth ist in den meisten Reformhäusern zu finden.

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 27.11.2012 aktualisiert


   
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