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Blütenpollen: Anwendung - Wirkung - Inhaltsstoffe

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Die Blütenpollen dienen, der geschlechtlichen Fortpflanzung, bei den Samenpflanzen. Verbreitet werden Blütenpollen über Wind, Wasser und durch Tiere. Problematisch für den Menschen sind Blütenpollen insofern, da sie bei einigen Menschen Allergien auslösen. Durch den Menschen genutzt werden Blütenpollen seit Jahrhunderten hauptsächlich im Rahmen der Ernährung bzw. zur Nahrungsergänzung.

Die Blütenpollen, deren Geschmack leicht süßlich ist, sind eiweißreich, die Eiweiße der Blütenpollen besitzen zudem häufig Enzymfunktion. Die enthaltenen freien Aminosäuren der Blütenpollen sind besonders leicht vom Menschen verwertbar.

Außerdem sind die Blütenpollen reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Daher verwendet man Blütenpollen häufig bei der Herstellung von Nahrungsergänzungsmitteln.

Blütenpollen
Abb1: Es handelt sich bei den Produkten um Blütenpollen, die von Bienen eingesammelt wurden. Denn die Bienen nutzen diese gesunden und sehr eiweißreichen Pflanzenbestandteile, um damit ihren Nachwuchs aufzuziehen. Die Imker sammeln die Blütenpollen, auch Bienenpollen genannt, aus dem Bienenstock, damit das vollwertige Nahrungsergänzungsmittel auch für die Menschen nutzbar wird.

Die Zusammensetzung der Pollen ist dabei stark abhängig von dem Ort, an dem der Bienenstock steht – genauso wie dies beim Honig der Fall ist. Schließlich sammeln die Bienen ja den Blütenpollen von den Pflanzen in ihrer Umgebung (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22785265).

Die Produkte aus Blütenpollen sollen vielfältige Wirkungen haben, die aber oft lediglich auf jahrhundertelange Erfahrung und nicht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen. Unter anderem sollen die Inhaltsstoffe der Blütenpollen Linderung bei Heuschnupfen, Verdauungsproblemen und Nervenschwäche bewirken. Gleichzeitig wird dem Naturprodukt eine aktivierende und leistungssteigernde Wirkung nachgesagt.

Wissenschaftlich erwiesen ist, dass die in den Blütenpollen enthaltenen Flavonoide als Radikalfänger wirken und so antioxidative Eigenschaften aufweisen. Dies wurde bisher allerdings nur an Mäusen erforscht und muss noch am Menschen bestätigt werden (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19124059).

Auch wirkt die regelmäßige Einnahme der Blütenpollen bei Mäusen schmerzlindernd und entzündungshemmend (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20645809).

Eine Untersuchung lässt Osteoporose-Patienten aufhorchen: An Ratten konnte gezeigt werden, dass Blütenpollen den Knochenrückgang aufhalten (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22765489).

Umstrittener ist die Wirkung dieser Stoffe in Bezug auf das Verhindern bzw. Aufhalten von Haarausfall und bei Potenzproblemen. Es wird aber angenommen, dass hormonähnliche Substanzen der Blütenpollen verschiedene positive Effekte hervorrufen.
So belegen Rattenversuche, dass die Blütenpollen die Regulation und Funktion der Eierstöcke verbessern (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23137268).

Patienten, die an Heuschnupfen oder anderen Allergien leiden, müssen bei der Einnahme der Blütenpollen allerdings sehr vorsichtig sein. Denn während die einen nach der Anwendung von einer enormen Verbesserung ihrer Symptome berichten, kann es in Einzelfällen zu lebensgefährlichen Komplikationen kommen (unter anderem http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22619345 und http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20447747).

Die Allergiker reagieren auf die enthaltenen Pollen teilweise mit heftigen Reaktionen. Eine vorherige Absprache mit dem Arzt oder dem Heilpraktiker ist daher dringen zu empfehlen.

Blütenpollen werden sowohl in getrockneter Form, als auch in Form von Kapseln und Säften oder von Nektar verkauft. Kapseln, Säfte etc. enthalten häufig noch weitere Zusatzstoffe, das heißt, ihnen sind unter anderem weitere Vitamine zugesetzt.

Oft enthalten diese Bienenprodukte auch Gelee Royal oder Propolis, welche ebenfalls eine gesundheitsfördernde Wirkung haben sollen. Diese Kombinations-Produkte sind, allerdings teurer als reine Blütenpollenprodukte.

Beworben werden die Produkte in der Regel mit ihrem Gehalt an ungesättigten Fettsäuren, an Eiweißbaustein, hier vor allem Arginin, Histidin, Lysin und L- Glutamin, sowie an den (Eingangs bereits erwähnten), Vitaminen aus der B-Gruppe und an dem zusätzlichen Gehalt an Mineralstoffen und Spurenelementen. In Blütenpollen wurden bis zum jetzigen Zeitraum bereits mehr als 100 biologisch aktive Substanzen nachgewiesen.

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 29.11.2012 aktualisiert


   
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