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Hafertee trinken? Zur Unterstützung der Gesundheit?

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Hafertee ist trotz seiner Heilmittelwirkung vielen kein Begriff. Dabei wurde er schon 100 v. Christus genutzt. Während aus den reifen Körnern des Hafers verschiedene gesunde Produkte hergestellt werden, kann man die grünen Gräser nämlich auch bestens als Tee zubereiten. Dazu müssen die Pflanzen bereits zur Blütezeit geerntet werden.

Entdeckt für die Stärkung der eigenen Gesundheit haben ihn die Chinesen, bei denen er noch immer aufgrund seiner Heilwirkung sehr beliebt ist. Es dauerte noch einige Jahre bis er auch in Europa an Bekanntheit gewann.

Die Tatsache, dass Hafer ein ausgesprochener Kraftspender ist, hat dieses Getreide auch schnell zu einem Heilmittel werden lassen.
Zur Anwendung kam Hafer in erster Linie als aufbauende Heilnahrung bei Krankheits- und Schwächezuständen.

Überliefert ist u.a. die Hafergrütze bei Darmkatarrh der Kinder. Neuerdings wird über einen cholesterinsenkenden Effekt der Haferkleie berichtet, was dieses Getreide für die cholesterinbewusste Ernährung interessant macht.

Mit der stärkenden Wirkung des Haferkorns ist das Spektrum der Heilwirkungen von Avena sativa (so die lateinische Bezeichnung) allerdings noch lange nicht erschöpft.

Das getrocknete Haferstroh galt stets als ideales Heilmittel bei Haut- und Rheumabeschwerden, vornehmlich als Badezusatz. Zudem setzte man es als harntreibendes Mittel innerlich ein. Die Wirkung auf die Haut lässt sich durch den recht hohen Kieselsäuregehalt der Haferpflanze erklären. Denn das in der Kieselsäure enthaltene Silizium hilft der Haut dabei, Feuchtigkeit zu binden. Gleichzeitig verbessert die Kieselsäure das Wachstum von Haaren und Fingernägeln.

Die "ausscheidende" Wirkung kennt man heute noch beim "Grünen Hafertee", der den Organismus von Stoffwechselendprodukten (der sog. " Schlacke im Körper") zu reinigen vermag. Der bekannte Pfarrer Kneipp hatte seinerzeit den grünen Hafertee als Heilmittel wiederentdeckt und ihn unter anderem zur Entwässerung des Körpers und zur Anregung der Verdauung eingesetzt.

Da grüner Hafertee die Ausscheidung von Harnsäure anregt, wird er unter anderem für Gichtpatienten empfohlen. Grüner Hafertee fördert noch dazu die Ausscheidung vieler anderer Stoffwechselabbauprodukte, indem er den Gesamtstoffwechsel anregt und die Entwässerung des Gewebes unterstützt.

Hafertee wird zur Stärkung der Abwehrkräfte getrunken und unterstützt so auch beim Abnehmen.

Einen weiteren Vorteil stellt, wie oben bereits erwähnt, die Regulierung der Verdauung dar, da der Hafertee für einen regelmäßigen Stuhlgang sorgt. Ein weiterer Grund, Hafertee zu trinken, ist die "Durchspülung" der Nieren. Bei der Vorbereitung bringt man 300 bis 450 ml Wasser zum Sieden und gibt einen Esslöffel des Teekrauts dazu.

Nach 20 Minuten leichtem Köcheln wird der Tee möglichst warm und ohne Zucker getrunken. Grüner Hafer ist reich an Mineralstoffen wie Kieselsäure, Eisen, Mangan oder Zink. Außerdem enthält die Pflanze Flavonoide, Saponine und Pektine. Während die Flavonoide antioxidative Eigenschaften aufweisen, gelten die Saponine als die harntreibenden Wirkstoffe des grünen Hafertees. Die Pektine hingegen sind Ballaststoffe, die die Darmperistaltik anregen und die Verdauung verbessern.

Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte Hafertee nicht getrunken werden. Auch rate ich dazu, den stark entwässernden Tee bei Kindern unter zwölf Jahren nicht anzuwenden.

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 11.12.2012 aktualisiert